Kategorie: Bundesliga-Team

Bernd Schlesinger hat jetzt die 10 Jahre auf der SVG-Bank vollgemacht

Eine ganze Dekade

Jubilar hat Spaß bei der SVG

Bernd Schlesinger seit zehn Jahren ein Teil der Erfolgsgeschichte

Der 31. Dezember war nicht nur der Tag des Jahreswechsels, es war auch der Tag eines runden Jubiläums: Da machte Bernd Schlesinger die „10“ voll. Zehn ereignisreiche Jahre bei der SVG Lüneburg für den Sportlichen Leiter und Co-Trainer – ein Rückblick. „Es war und ist immer noch eine sehr schöne Zeit“, bilanziert der Jubilar.

Anfang Januar 2011 stieg Schlesinger zum Wiederbeginn des Übungsbetriebs nach der Weihnachtspause als Co-Trainer bei der SVG ein. Die spielte damals in der zweiten Saison in der 2. Liga Nord und war nach einer verkorksten Vorrunde Tabellenvorletzter. „Die Zeit ist wie im Fluge vergangen“, blickt der heute 61-Jährige, im Beruf Leiter des Beachvolleyball-Bundesstützpunkts in Hamburg und Trainingswissenschaftler, auf die Dekade zurück. Hätte er gedacht, dass daraus ein so langfristiges Engagement werden würde? „Das war damals nicht abzusehen. Aber ich bin schon jemand, der es gerne mag, wenn er etwas mit aufbauen kann, bin keiner, der Hopping von Verein zu Verein betreibt.“

Tatsächlich war er, bevor er sich langfristig und erfolgreich den Beachern widmete, auch in der Halle dauerhaft tätig als Coach des Oststeinbeker SV (Bundesliga-Aufstieg 2005) oder Cheftrainer am Volleyball-Internat Frankfurt (7 Jahre), mit dessen männlichen Nachwuchs er 1999 WM-Silber holte. Oder auch beim Hamburger SV bzw. dessen Nachfolgeverein 1. VC Hamburg, mit dem er Pokalsieger 1992 wurde. Ein Erfahrungsschatz, der der noch jungen, aufstrebenden SVG helfen sollte. Und auf deren Weg bis in die Bundesliga-Spitze er noch einige Highlights erlebte wie den Aufstieg 2014, die Pokalfinals 2015 und 2019 sowie drei Meisterschafts-Bronzemedaillen.

„Andere Mannschaften haben uns überholt“

„Sportlich war das weit mehr als man erwarten konnte. Wir sind ja immer noch der beste Aufsteiger aller Zeiten mit Pokalfinale und Platz drei im ersten Jahr“, war die sprunghafte Entwicklung der ersten Jahre auch aus seiner Sicht etwas ganz Besonderes. Derzeit jedoch gibt es weniger zu bejubeln. „Diese und die letzte Saison ist ein Rückschritt, da braucht man nichts zu beschönigen. Andere Mannschaften wie Herrsching, KW-Bestensee oder Bühl haben uns überholt. Aber auch das gehört im Sport zu einer Entwicklung dazu. Natürlich müssen wir aber auf den alten Weg zurück, wieder um die Plätze spielen wie in den ersten fünf Jahren.“

Doch Schlesinger weiß, dass das – gerade auch wegen der Corona-Krise – nicht von heute auf morgen gehen wird. „Aber von heute auf übermorgen“, ist er überzeugt. „Sport ist ein schnelllebiges Geschäft. Wir arbeiten daran, dass es wieder aufwärts geht. Etwas Geduld muss man haben, aber für mich heißt Geduld nicht Jahre – sondern eher Monate, Wochen, Tage…“ Diese Geduld wurde in der Vergangenheit jedoch auch beim Hickhack um die Arena Lüneburger Land – unerlässlich für die Weiterentwicklung der SVG – oft auf die Probe gestellt. „Dafür hatte ich nun überhaupt kein Verständnis im Laufe der Jahre. Jetzt bin ich froh, dass es im Herbst soweit ist, dass wir da spielen können, das wird ja ein echtes Schmuckkästchen.“

Also sieht er die Entwicklung der SVG insgesamt doch positiv? „Ja klar. Als ich angefangen habe, war Abstiegskampf in der 2. Liga. Jetzt sind wir ein etablierter Bundesligist in einer Liga, die in den letzten Jahren enorm an Attraktivität gewonnen hat, sehr ausgeglichen besetzt ist und eine der interessantesten Ligen in Europa geworden ist – mit der SVG mittendrin.“ Wobei für ihn ebenso klar ist: „Damit darf man sich nicht zufrieden geben. Wichtig wird sein, dass wir nach dem Umzug in die neue Halle auch wirtschaftlich die nächste Stufe erreichen. Denn Stagnation ist Rückschritt. Die SVG ist für Lüneburg ein Aushängeschild, da würde man sich dann auch mehr Unterstützung aus der Politik wünschen. Das ist anderswo, nicht nur in Hamburg, anders.“

Positive Entwicklung soll bald weitergehen

Dennoch, und das zeigen auch seine kritischen Anmerkungen, ist Schlesinger in seinem Nebenjob weiter mit Feuereifer bei der Sache. „Wenn es keinen Spaß mehr machen würde, wäre ich schon nicht mehr dabei. Und das kann ich mir auch weiterhin vorstellen, solange ich Spaß habe, gesund bin und etwas zur Weiterentwicklung des Projektes SVG beisteuern kann“, betont er trotz seines fordernden Hauptberufs am Olympia-Stützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein. Dort wurde ja im Beachvolleyball auch mit vielen Personalentscheidungen bei Aktiven und im Staff erst kürzlich die Zukunftsplanung in Richtung der Sommerspiele 2024 und 2028 eingeleitet.

Und mit den LüneHünen treibt Schlesinger ein Traum besonders an: „Nochmal Europacup zu spielen ist mein großes Ziel.“ Was für ein Schlusswort!

NEWS AUS DER LIGA

Nach der kurzen Pause zwischen den Jahren wird das Programm in der Männer-Bundesliga am kommenden Wochenende fortgesetzt. Drei Matches stehen an, darunter Giesen Grizzlys gegen Düren am Sonnabend als Live-Übertragung im Free-TV: Sport 1 sendet ab 18.30 Uhr. Außerdem tritt Frankfurt gleich zweimal zu einem Heimspiel an, am Sonnabend gegen KW-Bestensee und am Sonntag gegen VCO Berlin. Das ursprünglich für den 3. Januar geplante Spiel der Hessen gegen Giesen wurde dagegen auf den 28. Januar verlegt.

Fast 100 Pappkameraden gaben den LüneHünen zuletzt moralische Rückendeckung

#MeinPlatz – Verkauf beendet

Pappkameraden bleiben SVG treu

Drei Gewinner der #MeinPlatz-Aktion ermittelt

Mit dem Ende dieses Jahres endet auch die Aktion #MeinPlatz der SVG Lüneburg, eine Kampagne, bei der sich Anhänger der LüneHünen ihre virtuelle Anwesenheit bei Heimspielen sichern konnten. Fast 100 Pappkameraden mit dem Konterfei von Fans saßen letztlich auf Stühlen um das Spielfeld herum, ließen die in der Corona-Pandemie verwaiste Gellersenhalle nicht mehr ganz so trist erscheinen und gaben den Spielern bei den Geisterspielen moralische Rückendeckung.

Mit der Aktion verbunden war eine Verlosung, dessen Gewinner jetzt ermittelt sind. Hauptgewinn war eine Dauerkarte für die neue Saison 2021/22, dann in der neuen Arena Lüneburger Land – freuen kann sich der/die Besitzer/-in von #MeinPlatz 17.

Ein Heimspiel-Trikot der SVG (XL, Nummer und Name wählbar) geht an #MeinPlatz 54 und ein Aufwärm-Shirt (XL, Nummer und Name wählbar) geht an #MeinPlatz 82. Die Gewinner werden auch noch persönlich per Mail angeschrieben.

Aber auch alle anderen Pappkameraden gehen nicht leer aus. Jeder #MeinPlatz-Käufer hat eine Nummer zugewiesen bekommen und erhält seinen Aufsteller am Ende dieser Saison zurück – versehen mit den Unterschriften des Teams. Die Rückgabe erfolgt dann bei einem Meet & Greet mit der Mannschaft. Zu diesem Termin laden wir noch gesondert ein.

Die LüneHünen sagen schon einmal Danke für die Unterstützung! Die Pappkameraden werden natürlich auch in den noch folgenden Heimspielen aufgestellt. Der Verkauf ist zwar vorbei, die Pandemie aber leider noch nicht. Die Beschränkungen wird es auch weiterhin geben, hoffen kann man allenfalls, dass statt der Geisterspiele mittelfristig wieder ein Teil Zuschauer zugelassen werden wie zu Beginn dieser Saison.

BUNDESLIGASPIELE ZUSAMMENGEFASST

Fast hätte Düren seine Siegesserie auf zehn Spiele ausgebaut, am Ende hatten aber doch die Berlin Volleys die Nase vorn: Im Spitzenspiel setzten sich die Hauptstädter dank der herausragenden Timothée Carle, der vor allem stets in der Crunchtime eines Satzes aufdrehte, und Cody Kessel mit 3:2 durch, obwohl die Dürener in einem spannenden Match einen 0:2-Rückstand egalisiert hatten. Da kurz vor Weihnachten auch Friedrichshafen klar gegen die Netzhoppers gewann, setzt sich dieses Trio nun langsam ab vom übrigen Feld, das Bühl nach einem Erfolg in Unterhaching anführt.

Ein viertes angesetztes Match fiel kurzfristig aus: Die Giesen Grizzlys, schon in Herrsching angekommen, mussten unverrichteter Dinge wieder heim, weil zwei Spieler positiv auf Corona getestet wurden. Das Ergebnis erwies sich aber im Nachhinein als falsch, die Quarantäne gegen das gesamte Team ist inzwischen wieder aufgehoben.

Das Bundesliga-Programm geht weiter am 9. Januar, für die SVG aber erst am 16./17. Januar mit Auswärtsspielen bei den Netzhoppers KW-Bestensee und tags darauf beim VC Olympia Berlin.

Die letzten Begegnungen dieses Jahres:

VfB Friedrichshafen – Netzh. KW-Bestensee 3:0
(25:20, 25:13, 25:20)
67 Min., 0 Zuschauer
MVP: Weber – Westphal
beste Scorer: Weber (17), Juhkami (13), Mote, Marechal (je 6) – Allik (9), Westphal (7), Weir, Timmermann (je 6)

TSV Unterhaching – Bisons Bühl 1:3
(23:25, 26:24, 19:25, 17:25)
89 Min., 0 Zuschauer
MVP: J. Sagstetter – Ringseis
beste Scorer: J. Sagstetter, Topuzliev (je 16), Zahar (14) – Lopez (19), Szabo (14), Kronthaler (13)

powervolleys Düren – Berlin Volleys 2:3
(20:25, 20:25, 27:25, 31:29, 10:15)
129 Min., 0 Zuschauer
MVP: Broshog – Carle
beste Scorer: Gevert (18), B. Andrae (15), Broshog (14) – Carle (26), Kessel, Patch (je 19)

In eigener Sache

Die SVG wünscht allen Fans, Freunden, Gönnern und Sponsoren sowie deren Angehörigen einen guten Rutsch ins neue Jahr und vor allem allzeit Gesundheit!

Hollands Zuspieler Nummer 1 Gijs van Solkema ist nach einem Abstecher bei IBB Polonia London wieder zurück bei den LüneHünen

Gijs is back!

Der „Spelverdeler“ ist zurück

Gijs van Solkema freut sich auf viele alte Freunde

Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten präsentiert die SVG Lüneburg ihren Fans ein Geschenk: Der Kader ist wieder komplett. Mit Gijs van Solkema kommt als neuer, weiterer Zuspieler neben Hannes Gerken ein alter Bekannter zurück. Der holländische Nationalspieler und der Verein haben sich zunächst einmal auf einen Vertrag bis Saisonende geeinigt.

Das nennt man wohl eine klassische Win-Win-Situation: Der bisherige Kontrakt van Solkemas bei IBB Polonia London ist gerade ausgelaufen, die SVG musste die Position des Zuspielers wieder besetzen, weil Sommer-Zugang Leon Dervisaj Ende November wieder gegangen war. Da lag die Rückholaktion nahe. „Es ist ja in dieser Saisonphase nicht leicht, schon gar nicht für die SVG mit dem begrenzten Budget, einen Spieler zu finden, der voll im Saft steht und auch wechselwillig ist“, blickt Chefcoach Stefan Hübner auf Nerven aufreibende Wochen zurück. In Coronazeiten gibt es ja auch viele Bestimmungen zu beachten, die über die üblichen Vertragsgespräche und Transferbestimmungen hinausgehen.

Viele neue Erfahrungen bei IBB London gesammelt

„Ich komme zurück, um der Mannschaft zu helfen und auch, um wieder in einer super Liga viel zu spielen. Ich habe mich immer zu Hause gefühlt in Lüneburg, ich habe noch viel Kontakt zu vielen, der ist nie abgerissen. Und jetzt freue ich mich, dass der Wechsel perfekt ist und ich wieder mit einigen Freunden spielen werde“, kann es der 22-jährige Rückkehrer kaum erwarten, noch einmal das SVG-Trikot anzuziehen. An diesem Dienstag wird er in Lüneburg eintreffen. Im März, nach dem ersten Lockdown und dem Saisonabbruch, hatte van Solkema die LüneHünen nach drei Jahren verlassen, wollte gerne den nächsten Karriereschritt tun.

Doch in der Pandemie wurde es schwierig, einen neuen Verein zu finden. Viele Clubs legten Personalplanungen erst einmal auf Eis, bis klar war, ob und wann es im Volleyball weitergeht. „Und meine im Winter erlittenen Verletzungen waren auch nicht gerade hilfreich bei der Suche“, erinnert sich van Solkema, den das Pech im vergangenen Dezember erst im SVG-Training, dann beim Bundesligaspiel in Unterhaching gegen die AlpenVolleys erwischte. Er war erst am linken Zeigefinger, dann am rechten Daumen lädiert und war dick getaped, spielte dennoch weiter, um seine Teilnahme im Januar an der Olympia-Qualifikation mit Holland in Berlin nicht zu gefährden. Dort verletzte er sich im Training der „Lange Mannen“ erneut und war dann unübersehbar nur mit halber Kraft dabei, und das auch nur zu Beginn des fünftägigen Turniers.

Der holländische „Spelverdeler“ war also lange im Wartestand, erst Ende September wurde er daraus erlöst: IBB Polonia London lockte mit einem Drei-Monats-Vertrag für internationale Auftritte. Der Spielbetrieb in der englischen Liga, in der London 2016, 2017 und 2019 Meister war, wurde für die Saison 2020/21 wegen Corona ausgesetzt. „Nur international zu spielen, war mir eigentlich zu wenig. Aber es war eine schwierige Zeit, einen neuen Verein zu finden. Und ich war dankbar für diese Möglichkeit. Letztlich war es auch eine schöne Zeit. Ich konnte viel mit starken Mitspielern trainieren, habe internationale Einsätze gehabt und konnte viele wertvolle Erfahrungen sammeln“, bereut er den Schritt nicht.

Mit London spielte er erst in der Qualifikation zur Champions League, gegen den oftmaligen italienischen Meister und Pokalsieger Trentino (0:3) und den serbischen Doublegewinner Novi Sad (1:3) jedoch ohne Chance. Aber er spielte sechs der sieben Sätze. Und es ging danach weiter im CEV-Cup – oder sollte weitergehen. Im 1/16-Finale kam London kampflos weiter, Gegner Brno aus Tschechien musste Corona bedingt passen. Jüngst stand ein Turnier im französischen Montpellier an, in dem zunächst vier Teams zwei Achtelfinals spielten, die Sieger dann zwei Tage später das Viertelfinale. Dieses erreichte London nicht mehr, schied gegen OK Nis/Serbien aus – schon ohne van Solkema. Angesichts des bevorstehenden Abgangs hatte London im polnischen Trainingslager schon einen Ersatz aus Polen verpflichtet. Die Trainingslager fanden stets in Polen statt, denn seit 2013 gibt es mit Skra Belchatow, vielfacher Meister und Pokalsieger aus der PlusLiga, eine Partnerschaft. Und aus Polen reist van Solkema nun auch nach Deutschland ein.

Bei der SVG zum Nationalspieler geworden

Hier kehrt er bei den LüneHünen zu dem Verein zurück, bei dem ihm der Durchbruch gelang. Bisher stehen 68 Pflichtspiel-Einsätze, darunter das Pokalfinale 2019 in Mannheim und danach das dreiteilige Playoff-Halbfinale – jeweils gegen Friedrichshafen -, zu Buche. Nach jener Erfolgssaison wurde Gijs van Solkema auch erstmals in die Nationalmannschaft berufen und wurde nach einem guten Debüt auf Anhieb Zuspieler Nummer 1 in Oranje. Mit Holland möchte er sich im kommenden Mai auch für die Europameisterschaft im August/September qualifizieren.

„Die Mannschaft freut sich ebenso wie ich auf Gijs. Er kennt hier alles, das Einleben wird schnell gehen und topfit ist er auch. Ich bin froh über diese Lösung, darüber, dass wir einen Spieler von dieser Qualität gefunden haben“, brennt sein alter und wieder neuer Coach Stefan Hübner auf die Zusammenarbeit. Und da erst Mitte Januar das Bundesligaprogramm für die SVG weitergeht, bleibt nun reichlich Zeit, um die neuen Abläufe einzustudieren.

BUNDESLIGASPIELE ZUSAMMENGEFASST

Das Wichtigste aus Sicht der SVG Lüneburg war an diesem Spieltag: Der vermeintliche Coronafall im LüneHünen-Kader, der auch zum Spielausfall gegen Friedrichshafen führte, hat sich letztlich als Fehlalarm herausgestellt. Bei einer Nach-Testung am Sonntag, dessen Ergebnis am Montagmorgen vorlag, waren alle 12 Spieler, der Trainer und Co-Trainer negativ und durften sich nach drei Tagen Quarantäne wieder frei bewegen.

Auch im Umfeld der Giesen Grizzlys wurde ein Corona-Fall festgestellt, das Spiel bei den Netzhoppers KW-Bestensee wurde abgesagt, das schon in Bestensee angekommene Grizzlys-Team kehrte unverrichteter Dinge nach Hildesheim zurück.

Die Berlin Volleys haben noch einmal einen spektakulären Transfer-Coup gelandet: Für den Außenangriff kam der aktuelle Nationalspieler Denys Kaliberda (163 Länderspiele), um die Verletzungssorgen speziell auf dieser Position nach den langfristigen Ausfällen von Samuele Tuia und Robin Baghdady zu beheben. Der 30-Jährige WM-Dritte von 2014 und EM-Zweite von 2017 war bis zum Frühjahr im italienischen Modena unter Vertrag und hatte seitdem eine familiäre Pause eingelegt. Er spielte auch schon in der Türkei und Polen und zu Beginn seiner Karriere bei Generali Haching (2009 bis 2012). Beim 3:0 in Herrsching gab er ein Kurzdebüt.

Alle Begegnungen:

powervolleys Düren – VC Olympia Berlin 3:1
(25:21, 22:25, 25:22, 25:12)
98 Min., 0 Zuschauer
MVP: Gevert – John
beste Scorer: Gevert (18), Broshog (13), B.Andrae, Ernastowicz, Schumann (je 7) – John (26), Röhrs (17), Hoyer, Hüther (je 4)

WWK Volleys Herrsching – Berlin Volleys 0:3
(23:25, 25:27, 22:25)
80 Min., 0 Zuschauer
MVP: van der Ent – Patch
beste Scorer: van der Ent (10), Penrose (9), Wieczorek (8) – Patch (15), Kessel (12), Carle (11)

United Volleys Frankfurt – Bisons Bühl 3:1
(25:27, 25:23, 25:19, 25:23)
110 Min., 0 Zuschauer
MVP: Malescha – Stöhr
beste Scorer: Malescha (22), Grozer (21), Baxpöhler (10) – Lopez (22), Vaskelis (14), Jurkovics (8)

powervolleys Düren – TSV Unterhaching 3:0
(25:15, 25:10, 25:21)
61 Min., 0 Zuschauer
MVP: Burggräf – Suck
beste Scorer: Brand (14), Schumann (9), Ireland (8) – Zahar (13), Topuzliev (8), J. Sagstetter (4)

NEWS AUS DER LIGA

Weil Stamm-Zuspieler Matthias Valkiers bei den United Volleys Frankfurt mit Rückenbeschwerden ausfiel, musste am Wochenende im Spiel gegen Bühl Ersatzmann Mario Schmidgall ran und machte seine Sache beim vierten Saisonsieg der Hessen gut. Bei den Bisons Bühl knickte Zuspieler Stefan Thiel früh um und droht mit einer Knöchelverletzung länger auszufallen. Für ihn spielte dann der gerade 18-jährige Luciano Aloisi.

Maximilian Kersting, Talent im Mittelblock beim VC Olympia Berlin, fällt mit mehreren Bänderrissen im Knöchel länger aus.

Libero Blair Bann muss bei den powervolleys Düren momentan wegen einer lädierten Wade passen.

Bei den Netzhoppers KW-Bestensee sind derzeit Mittelblocker James Weir (Oberschenkel) und Außenangreifer Jan Jalowietzki (Schulter) im Krankenstand.

NEWS AUS DER SZENE

Der ehemalige LüneHüne Ryan Sclater steht mit seinem französischen Verein Montpellier UC im Halbfinale des CEV-Cups. Gegner ist im Februar Dinamo Moskau. Im Achtelfinale gegen Pozarevac/Serbien (3:0) und im Viertelfinale gegen Nis/Serbien (3:0) war der kanadische Diagonalangreifer jeweils bester Scorer.

In eigener Sache

Die SVG wünscht allen Fans, Freunden, Gönnern und Sponsoren sowie deren Angehörigen ein schönes Weihnachtsfest, geruhsame und besinnliche Tage. Vor allem aber: Bleibt gesund!

Nach den Festtagen gibt es wieder einen Newsletter – die LüneHünen spielen in diesem Jahr zwar nicht mehr, es steht ja aber noch die Verlosung der Preise für die Aktion #MeinPlatz an.

Spielabsage in Lüneburg

Spielausfall!

Das Heimspiel der SVG Lüneburg an diesem Sonnabend, 19. Dezember, in der Volleyball-Bundesliga gegen den VfB Friedrichshafen muss Corona bedingt ausfallen!

Lange ist alles gut gegangen, jetzt hat es auch die SVG erwischt: Weil ein Spieler des Bundesligakaders positiv auf das Virus Covid 19 getestet wurde und der natürlich durch das Training engen Kontakt auch zu allen anderen Akteuren hatte, wurde das letzte Hinrundenspiel am Freitagabend kurzfristig abgesagt. Gegner Friedrichshafen wurde umgehend informiert, war aber schon im Bus auf den Weg nach Lüneburg.

Bei den üblichen Testungen zwei Tage vor einem anstehenden Match wurde bei dem betroffenen SVG-Spieler ein positives Ergebnis festgestellt, nach Bekanntgabe des Ergebnisses begab sich der Spieler sofort in vorsorgliche Quarantäne, ebenso wie alle Kontaktpersonen im Team und um das Team herum, obwohl alle andren negativ getestet wurden. Eine weitere Untersuchung der Probe des infizierten Spielers bestätigte das erste Ergebnis dann am Freitagabend und machte die Spielabsage unabdingbar.

Der Spieler zeigt momentan keine Symptome, ihm geht es gut.

Viktor Lindberg versucht Linus Weber und den VfB Friedrichshafen dieses mal zu stoppen

Letztes Heimspiel 2020

Wiedersehen macht den LüneHünen durchaus Freude

Bangemachen gilt nicht gegen Friedrichshafen

Sieben Drei-Punkte-Siege in Folge, die letzten fünf sogar ohne jeden Satzverlust: Mit dieser beeindruckenden Erfolgsserie stellt sich der VfB Friedrichshafen am Sonnabend (19 Uhr) erneut in der Gellersenhalle vor, nachdem er dort erst vor dreieinhalb Wochen ins Pokal-Halbfinale eingezogen ist. Genau dieses Match aber kann der SVG Lüneburg als Mutmacher dienen, denn die damalige Niederlage fiel knapp aus. Mehr als zwei Sätze lang forderten die mit einer klasse Leistung aufwartenden LüneHünen die Häfler damals, ehe sie sich 26:28, 24:26, 19:25 geschlagen gaben. Dieses Mal darf es ruhig noch ein wenig mehr sein…

Spitzenreiter kommt mitten in seiner Terminhatz

Bangemachen gilt also nicht zum Abschluss der Hinrunde, zumal SVG-Chefcoach Stefan Hübner nicht nur an dieses Match gute Erinnerungen hat, sondern ergänzt: „Auch unser letztes Spiel gegen Giesen war in Teilen sehr gut.“ Zwar gab es dort nur einen Punkt beim 2:3, es war aber mehr drin – freilich ein oft wiederkehrendes Übel in der ersten Hälfte dieser Bundesliga-Hauptrunde. Einige Punkte hat die SVG schon liegen gelassen, im letzten Heimspiel gegen die Berlin Volleys gab es dagegen keine Chance (0:3). Insgesamt bleibt festzuhalten: Die Fortentwicklung der neuen Mannschaft hält länger an als in den Vorjahren, in der Corona-Saison mit all ihren Unwägbarkeiten aber nicht verwunderlich.

Nach dem Match am Sonnabend ist dann auch erst einmal Zeit, weiter am Zusammenspiel und an konstanten Auftritten zu feilen, dann ist auch der neue Zuspieler da, dann sind vier Wochen Spiel- aber keineswegs Trainingspause. Denn: Das letzte Heimspiel der SVG in 2020 gegen Frankfurt ist auf Wunsch beider Vereine ins neue Jahr verlegt worden, findet nun statt am 27. Dezember erst am 10. Februar, einem Mittwoch, um 19 Uhr in der Gellersenhalle statt.

Also gilt es nun, noch einmal alles in das Match gegen Friedrichshafen zu legen. Und da spielt den LüneHünen vielleicht in die Karten, dass die Süddeutschen derzeit eine Terminhatz absolvieren, die nicht nur kräftemäßig sondern auch mental hoch anspruchsvoll ist. Das Spiel jetzt ist das dritte in dieser Woche (Montag VCO, Mittwoch Bühl), seit dem Pokalmatch am 25. November in der Gellersenhalle haben sich sogar acht Spiele in 22 Tagen angesammelt. Darunter war auch das herausragende 3:0 gegen Russlands Meister Novosibirsk beim dreitägigen Champions-League-Turnier im italienischen Trient.

Darunter war aber auch der K.o. im Pokal-Halbfinale mit einem 2:3 gegen Frankfurt. Unschlagbar sind die Häfler also nicht, wenn auch bärenstark. Aber die vielen Aufgaben haben Spuren hinterlassen. Außenangreifer Nicolas Marechal fehlte jüngst verletzt, Mittelblocker Fiel spielte trotz Rückenbeschwerden und Lukas Maase, zweiter Diagonalangreifer hinter dem überragenden Linus Weber, fällt schon länger aus. Doch bisher hat der VfB das ganz gut kompensiert. Dauer-Spieler Weber zeigt eine überragende Vorstellung nach der anderen, statt Marechal spielt nun Rares Balean und überzeugt voll, nachdem er bis dahin kaum berücksichtigt wurde. Und im Mittelblock besteht neben Fiel angesichts der weiteren Namen Marcus Böhme, Nehemiah Mote und Arno van de Velde ohnehin ein Luxusproblem. Zuletzt bekam der belgische Nationalspieler van de Velde viel Einsatzzeit, nachdem er in der ersten Saisonphase oft zuschauen musste.

SVG will Häfler noch ein wenig mehr ärgern

Bei der SVG haben sich die Verletzungssorgen weitgehend erledigt. Nur ein paar Wehwehchen gibt es noch, neu eine Prellung des kleinen Fingers bei Dalton Solbrig, nichts aber, was einen Einsatz verhindern würde. So gibt es mittlerweile eine neue personelle Situation, wie Hübner nach dem Spiel gegen Giesen erfreut berichtete: “Wenn alle gut drauf sind, entscheidet das Bauchgefühl, wer anfängt. Wir haben uns aber vorgenommen, dann schneller zu wechseln, wenn er sich schwer tut.” In Hildesheim gab es den schnellen Wechsel von Jannik Pörner zu Richard Peemüller, später dann von Florian Krage zu Solbrig.

Ähnliche Optionen sind wohl auch jetzt wieder möglich, denn der Coach vermeldet: “Wir hatten bisher eine gute Trainingswoche, es gibt keine größeren Probleme. Und auch die Atmosphäre im Training ist gut.” Es geht also voran, das müsste sich jetzt nur noch auf dem Punktekonto bemerkbar machen – vielleicht mal mit einem überraschenden Ergebnis? Eine Antwort gibt es im kommentierten Stream auf sporttotal.tv

NEWS AUS DER LIGA

Das Sonntag-Spiel Herrsching gegen die Berlin Volleys war ursprünglich geplant als verspätete Premiere des Teams vom Ammersee im nahen München im Audi Dome, eine Premiere, die eigentlich schon am 1. April im Playoff-Viertelfinale der alten, abgebrochenen Saison dort steigen sollte. In dieser Spielzeit sollten in Bayerns Landeshauptstadt drei der zehn Heimspiele stattfinden, die anhaltende Corona-Krise hat die Pläne zunichte gemacht. Für das Berlin-Match hatte Herrsching noch auf eine Übertragung im Free-TV gehofft, als auch dieser Traum platzte, wurde auch dieses Geisterspiel zurückverlegt in die heimische Nikolaushalle.

Zwei Bundesligaspiele standen auch schon am Mittwoch auf dem Programm, dabei gab es keine Überraschungen:

Berlin Volleys – Netzh. KW-Bestensee 3:1
(25:17, 25:20, 22:25, 25:18)
100 Min., 0 Zuschauer
MVP: Eder – Allik
beste Scorer: Patch (20), Carle (19), Eder (14) – Allik (12), Jackson (10), Keturakis, Kovac (je 5)

VfB Friedrichshafen – Bisons Bühl 3:0
(25:23, 25:21, 25:22)
78 Min., 0 Zuschauer
MVP: Weber – Jurkovics
beste Scorer: Weber (16), Balean (11), Juhkami (10) – Vaskelis (17), Lopez (15), Kronthaler (10)

NEWS AUS DER SZENE

Der Nordwestdeutsche Volleyballverband (Niedersachsen und Bremen) hat beschlossen, wegen der Corona-Krise den Spielbetrieb dieser Saison auf Landesebene auszusetzen. Von der Oberliga abwärts gibt es damit keine Wertung der schon ausgetragenen oder eventuell noch stattfindenden Spiele, keinen Auf- und Abstieg. Eine Entscheidung, wie in den Regionalligen und 3. Ligen weiter verfahren wird, soll Ende Januar 2021 fallen.

Nationalmannschafts-Kapitän Lukas Kampa (Zuspieler), seit Jahren in der PlusLiga von Weltmeister Polen spielend, und die in Shanghai/China spielende Diagonalangreiferin Louisa Lippmann wurden von den Lesern der Fachzeitschrift “Volleyball Magazin” sowie den Usern des Portals “volleyball.de” zu den Volleyballern des Jahres gewählt – beide bereits zum 4. Mal.

In eigener Sache

Weihnachtsferien: Die Geschäftsstelle der SVG bleibt vom 21. Dezember 2020 bis zum 3. Januar 2021 geschlossen. Ab Montag, dem 4. Januar 2021 sind wir dann wieder für Euch da – allerdings wegen des Lockdowns nur telefonisch und per Mail zu erreichen.

Die beiden nächsten Gegner der SVG Lüneburg, Friedrichshafen und Frankfurt

Profi-Ligen spielen weiter

Volles Programm ohne Pause

Auf LüneHünen warten 2020 noch zwei schwere Heimspiele

Der harte Lockdown war zu erwarten und kommt nun ab diesem Mittwoch sogar schneller als gedacht, der Profisport ist davon aber verschont geblieben und darf – wenn auch unter Ausschluss von Fans – im Meisterschaftsbetrieb fortfahren. Das bringt im tristen Alltag der nächsten Wochen wenigstens etwas Ablenkung. Auch in der Volleyball-Bundesliga, in der es ja bisher verschwindend wenige Corona-Fälle – weniger als in anderen Ballsportarten – gab, geht es also weiter und da geht es sogar nochmal in die Vollen. In den 2. Ligen ist dagegen der Spielbetrieb bis einschließlich 10. Januar erst einmal unterbrochen.

Nach dem Nachholspiel Friedrichshafen – VCO Berlin am Montagabend stehen am Mittwoch zwei weitere Matches an, um das verzerrte Tabellenbild wieder etwas zu glätten: Friedrichshafen erwartet Bühl und die Berlin Volleys haben den brandenburgischen Nachbarn KW-Bestensee zu Gast. Bis zum Jahreswechsel stehen insgesamt 13 Begegnungen an – darunter auch zwei schwere Heimspiele für die SVG Lüneburg gegen Friedrichshafen (19.12.) und Frankfurt (27.12.).

Dicht gedrängt ist das Bundesliga-Programm dann auch im Januar (ab 3.) inklusive einiger Wochentagsspiele. Wobei es für die LüneHünen da zunächst ruhiger wird. Erst am Wochenende 16./17. Januar geht es für sie weiter, dann aber gleich mit einem Auswärts-Doppelpack bei KW-Bestensee und beim VCO Berlin.

Auch international ist kurz vor Weihnachten noch nicht Schicht. In der Champions League steht von Dienstag bis Donnerstag das letzte von fünf Hinrunden-Turnieren der Gruppenphase an: der Pool D im belgischen Roeselare mit Kemerovo/Russland, Modena/Italien, Warschau/Polen und den Gastgebern (Rückspiele in Modena). Zudem geht es im CEV-Cup weiter mit Achtel- und Viertelfinale, Turniere an vier Spielorten (je zwei Achtel- und ein Viertelfinale) innerhalb von drei Tagen. Unübersichtlich ist es im Challenge Cup geworden. Da sind teils schon Viertelfinals gespielt, aber es stehen auch noch Achtelfinals aus.

In der Bundesliga ist Düren die Mannschaft der Stunde, verbuchte mit dem klaren 3:0 in Bühl den 7. Sieg in Serie – bei fast optimaler Punktzahl (20). Derzeit verkraften die Nordrhein-Westfalen sogar die Ausfälle ihrer Leistungsträger Blair Bann (Libero) und Björn Andrae (Außen). Mit dieser Bilanz übernahmen die powervolleys sogar vorübergehend die Spitze, die aber am Montag Friedrichshafen zurückeroberte.

Rückblick auf zwei grandiose Halbfinals

…Und dann war da ja noch der DVV-Pokal, zwei grandiose Halbfinals in einer guten Konferenzschaltung im Free-TV auf Sport 1, mal ohne dass wegen Darts o.ä. unterbrochen oder gar abgebrochen wurde. Was für ein Abend füllendes Spektakel lieferten da drei Stunden lang vier Teams in der letzten Woche! Das war allerbeste Werbung für Volleyball. Und nach zwei Tiebreak-Krimis stand fest: Erstmals nach gefühlten Ewigkeiten stehen weder der VfB Friedrichshafen noch die Berlin Volleys im Endspiel, es wird am 28. Februar in Mannheim mal einen ganz anderen Sieger geben.

Die Netzhoppers schafften das Kunststück, es mit drei Fünf-Satz-Siegen – jeweils nach 0:2-Rückstand – zu erreichen. Bei Frankfurt hatte ein Ex-LüneHüne maßgeblichen Anteil am Triumph: Noah Baxpöhler steuerte satte 15 Punkte zum Sieg am Bodensee bei. Und bei den Frankfurtern gab ein weiterer kurzfristig verpflichteter Mittelblocker sein Debüt. Die Hessen holten Facundo Imhoff (31), dritter Argentinier nach der Nachverpflichtung Rodrigo Quiroga (Außen) sowie Trainer Juan Manuel Serramalera.

Imhoff, 2,02 Meter groß und früher auch schon in Rumänien und Frankreich am Ball, ist Nationalspieler und kommt von Raision Loimu aus der finnischen Liga, in der wegen der Corona-Krise fast alle ausländischen Profis freigestellt wurden – da griff Serramalera zu. Denn bisher hatte er auf dieser Position nur zwei Youngster aus dem Internatsteam Juniors Frankfurt als Alternativen, und Jakob Günthör hat immer mal wieder Rückenprobleme.

SPIELE ZUSAMMENGEFASST

Alle Begegnungen:

Bundesliga:

TSV Giesen Grizzlys – SVG Lüneburg 3:2
(25:19, 21:25, 23:25, 25:22, 15:6)
121 Min., 0 Zuschauer
MVP: Kern – Ewert
Scorer: Menner (20), van Tilburg (16), Kern (12), Mayaula, Seybering (je 10), Eshenko, Wagner (je 7), Röling (2), Krüger, Hopt (je 1) – Ewert (19), Peemüller (17), Lindberg (13), Schlien (10), Solbrig (7), Pörner (3), Gerken (2)

Bisons Bühl – powervolleys Düren 0:3
(21:25, 21:25, 23:25)
79 Min., 0 Zuschauer

MVP: Lopez – Kocian
beste Scorer: Lopez (14), Vaskelis (11), Kronthaler (10) – Gevert (19), Ernastowicz (12), Brand (11)

VfB Friedrichshafen – United Volleys Frankfurt 3:0
(25:19, 25:20, 25:21)
70 Min., 0 Zuschauer
MVP: Juhkami – Malescha
beste Scorer: Fiel (13), Juhkami, Weber (je 11) – Malescha (20), Imhoff, Hüger (je 8)

TSV Unterhaching – Volleys Herrsching 0:3
(16:25, 15:25, 22:25)
66 Min., 0 Zuschauer
MVP: Suck – Wieczorek
beste Scorer: Zahar (11), J. Sagstetter (9), Topuzliev (7) – Wieczorek (13), Peter (11), Ilic (10)

Bisons Bühl – VC Olympia Berlin 3:1
(25:19, 25:20, 22:25, 25:14)
97 Min., 0 Zuschauer
MVP: Jurkovics – John
beste Scorer: Jurkovics (15), Vaskelis (14), Stöhr (8) – John (17), Röhrs (14), Schulz, Brentel (je 5)

VfB Friedrichshafen – VC Olympia Berlin 3:0
(25:20, 25:19, 25:16)
73 Min., 0 Zuschauer
MVP: Balean – Brentel
beste Scorer: Balean (18), van de Velde (11), Weber, Fiel (je 9) – Brentel (10), Hoyer (6), Schulz (5)

Pokal, Halbfinale:

Netzhoppers KW-Bestensee – Volleys Herrsching 3:2
(21:25, 26:28, 25:16, 25:22, 26:24)
139 Min., 0 Zuschauer
MVP: Keturakis – F. Tille
beste Scorer: Westphal (20), Allik (15), Jackson (11), Keturakis, Goralik (je 10) – Mantha (19), Peter (16), Ilic (13), van der Ent (12)

VfB Friedrichshafen – United Volleys Frankfurt 2:3
(23:25, 27:25, 21:25, 25:15, 14:16)
121 Min., 0 Zuschauer
MVP: Balean – Tsuiki
beste Scorer: Weber (20), Juhkami (19), Mote (10), Balean, Böhme (je 9) – Grozer, Malescha (je 19), Baxpöhler (15), Quiroga (9)

NEWS AUS DER SZENE

Der frühere LüneHüne Julius Thole und sein Partner Clemens Wickler haben auch 2021 den Status eines Beachvolleyball-Nationalteams, womit sie weiterhin zusätzliche Fördermaßnahmen des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) genießen. Weitere Nationalteams sind Nils Ehlers/Lars Flüggen und Philipp-Arne Bergmann/Yannick Harms sowie bei den Frauen Margareta Kozuch/Laura Ludwig, Karla Borges/Julia Sude und Victoria Bieneck/Isabel Schneider.

Libero Tyler Koslowsky hatte viel zu tun, glänzte aber trotzdem immer wieder mit guten Zuspielen

Knappe Niederlage

Der angemessene Lohn fehlt

SVG muss eigentlich mehr als einen Punkt mitbringen

„Immerhin haben wir etwas mitgenommen. Aber es ist ärgerlich, dass man sich nicht noch mehr belohnt,“ schilderte Chefcoach Stefan Hübner seine Gemütslage nach dem (nur) einen verbuchten Punkt im Nordderby. Mit einer 2:3 (19:25, 25:21, 25:23, 22:25, 6:15)-Niederlage kehrten die LüneHünen von den TSV Giesen Grizzlys zurück und zeigten dabei in Hildesheim wieder einmal eine Achterbahnfahrt auf der Leistungskurve. Der Angriff des niedersächsischen Rivalen auf den Status als Nummer 1 im Norden wurde mühsam abgewehrt, die SVG verteidigte Tabellenplatz sieben, doch der Gegner kam bis auf einen Zähler heran und hat erneut etwas für sein Prestige getan wie schon im März kurz vor dem Abbruch der alten Saison (3:0).

War vor neun Monaten für die heftig mit einer Niederlagenserie kriselnden LüneHünen die Schlappe auch in der Höhe verdient, so war nun – wieder einmal – mehr drin. Doch sie bekommen einfach keine Konstanz in ihre Leistungen. „Das war wieder ein Auf und Ab. Wir haben uns gut ins Spiel reingearbeitet, haben über weite Strecken wenig Fehler gemacht, ich habe viele tolle Sachen gesehen. Aber dieses Niveau konnten wir im vierten Satz nicht mehr halten, und im Tiebreak hat Giesen dann leider seine stärkste Phase gehabt“, fasste Hübner das Match zusammen.

LüneHünen machen lange nur wenig Fehler

Er stellte erstmals seit dessen Bänderriss Jannik Pörner in die Starting Six, steuerte aber bald dagegen, als der sich schwer tat. Richard Peemüller brauchte jedoch auch einen halben Satz Anlaufzeit, punktete erst ab Durchgang zwei, dann aber ordentlich (17, Erfolgsquote 47%). Mehr Zähler sammelte nur Jordan Ewert (19 bei 46%), der sofort auf Touren war und später auch MVP wurde. Doch seine sechs Punkte im ersten Satz reichten ebenso wenig wie eine von Beginn an gute Blockarbeit von Michel Schlien (4 von 10 Punkten).

Die SVG musste sich jeden Punkt hart erarbeiten, die Gastgeber kamen im Angriff besser ins Rollen, hatten in Stijn van Tilburg und Anton Menner (Außen) sowie Hauke Wagner (Diagonal) drei effektive Angreifer mit je 5 Punkten im Eingangssatz. Und Mittelblocker Pearson Eshenko stand ihnen kaum nach (4). Bis über die zweite technische Auszeit hinaus blieb es dennoch ausgeglichen (18:17), dann bissen die Grizzlys zu (21:17).

Die LüneHünen hielten aber in Durchgang zwei ihre geringe Fehlerquote im Service und standen weiter stabil in der Annahme, und nun kam eine größere Effektivität im Angriff dazu. Peemüller meldete sich mit 5 Punkten nachdrücklich an, Viktor Lindberg (4) war nun im Rhythmus, Schlien ohnehin und neben ihm war der für Florian Krage eingewechselte Dalton Solbrig sofort präsent, blockte bei seiner ersten Aktion Giesens Diagonalen Wagner. Aus einem 3:7 machten sie ein 10:9, der Gegner konterte auf 19:17, doch dann legte Hannes Gerken eine starke Aufschlagserie hin, die erst nach dem vorentscheidenden 19:23 endete.

In Abschnitt drei versuchte Hübners Kollege Itamar Stein, das Heft mit der Einwechselung von Jacob Kern für Wagner wieder in die Hand zu bekommen. Der neue Diagonale zündete auch sofort (4 Punkte) und wurde später mit 12 Punkten auch MVP, doch zunächst ließ sich die SVG davon nicht aus der Spur bringen. Die Fehlerquote blieb gering, auch im Service: Gerade einmal vier Aufschlagfehler (bei auch 2 Assen) standen in den ersten drei Sätzen zu Buche.

Auf der Gegenseite drehte zwar Menner auf (7) und auch Mittelblocker Magloire Mayaula war plötzlich präsent (4). Doch die LüneHünen waren gut im Rhythmus, drehten ein 7:9 in eine 10:9-Führung, der die Grizzlys in der Folge hinterherliefen. Die SVG lag immer mit einem oder zwei Punkten vorne, weil vor allem Ewert (6) und Lindberg (5) Punkte sammelten, und dies oft auch mit Geduld und Raffinesse, unter Mithilfe des gegnerischen Blocks. Denkbar knapp behaupteten die Gäste die Führung bis zum 25:23 und 2:1 nach Sätzen.

Drei Asse im Tiebreak brechen die Moral

„Dann haben wir wieder mehr Fehler gemacht, auch im Aufschlag, und Giesen hat das auch mit mehr Schnellangriffen über die Mittelblocker effektiv genutzt“, musste Hübner in Durchgang vier mit ansehen, wie das Spiel erneut kippte. Mayaula (4) und der eingewechselte Jan Seybering (3) kamen da immer wieder zum Zuge. So sprang bald eine 3-Punkte-Führung heraus (11:8), die bis in die Crunchtime hinein hielt und schließlich zum Satzausgleich führte. Im Tiebreak dann war die SVG nicht wiederzuerkennen, ging regelrecht unter, wobei auch gleich drei Giesener Asse in diesem Kurzsatz die Moral brachen. Kern (5) und Seybering (4) entschieden ihn fast alleine, bei der SVG setzte sich nur noch Peemüler (4) wirklich durch.

„Positiv ist, dass wir etwas mitgenommen haben – das tut gut, auch in der Tabelle. Sehr gut war auch die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind. Zeitweise haben wir endlich auch sehr clever gespielt. Wir müssen weiter Geduld bei der Entwicklung der Mannschaft haben. Und demnächst kommt ja noch ein neuer Zuspieler dazu – wobei ich sagen muss, dass es Hannes Gerken auch bei steigendem Druck wieder gut gemacht hat“, lautete Hübners Fazit.

SVG: Gerken, Lindberg, Krage, Pörner, Ewert, Schlien, Koslowsky; eingewechselt: Peemüller, Solbrig.

Viktor Lindberg, der hier mit einem Lob die Berliner Anton Brehme und Pierre Puyol düpiert, zeigt nach seinen Verletzungsproblemen deutlich ansteigende Form

Derbyzeit

Die Grizzlys vom Hals halten

LüneHünen wollen sich in Hildesheim behaupten

Kürzeste Auswärtsfahrt für die LüneHünen, Derbyzeit: Mit dem Match bei den TSV Giesen Grizzlys steht am Sonnabend (19 Uhr, sporttotal.tv) zur Abwechslung mal ein Vergleich auf Augenhöhe an, nachdem zuletzt Schwergewichte wie Friedrichshafen, die Berlin Volleys oder auch Düren die Gegner waren – unterbrochen vom dritten Saisonsieg beim Kellerkind Unterhaching. Die Aufgabe nun in Hildesheim ist auch ein echter Gradmesser, wohin die Reise für die SVG wohl in der Tabelle gehen wird.

Um ein Derby kreisen immer auch Prestige-Gedanken, da treffen sich schließlich die jahrelange „Nummer 1 des Nordens“, also die SVG, und der Herausforderer, der daran langsam zu rütteln beginnt. Und es gastiert der Tabellensiebte (SVG) beim zwei Punkte zurückliegenden Neunten. „Ja, zweifellos ein interessantes, ein spannendes Spiel“, stimmt SVG-Chefcoach Stefan Hübner zu, hält aber nichts davon, es zu einem „Endspiel“ bezüglich der Playoff-Plätze zu deklarieren. „Es ist doch noch nicht einmal die Hinrunde gespielt. Alles ist noch dicht zusammen und es kann noch so viel passieren.“

Beide Teams zeigen bisher zwei Gesichter

Allerdings ließen sich natürlich die nächsten Wochen beruhigter angehen, wenn man den Niedersachsenrivalen noch weiter distanzieren könnte. Und etwas gutzumachen gibt es ja auch noch. Im letzten Duell gab es ein deutliches 0:3 in Hildesheim, im März kurz vor Lockdown und Saisonabbruch vor über 2000 Zuschauern. Dieser ersten Bundesliga-Niederlage gegen die Grizzlys schloss sich ein nach Sätzen ebenso klares 1:3 im Testspiel, bei der Generalprobe vor dieser Saison, an. Mit großem Optimismus ging Giesen dann in die dritte Erstligasaison in Folge. Ziel: „Die Playoffs sind Pflicht“, legte Trainer Itamar Stein die Latte hoch.

Ohnehin war die Euphorie groß, war es den Hildesheimer Vorstädtern doch gelungen, mithilfe einer Crowdfunding-Aktion für den Challenge Cup zu melden, nachdem sich diese Chance trotz nur Platz 10 beim Saisonabbruch 2019/20 geboten hatte. Die Premiere auf internationaler Bühne – am 10. November längst ein Geisterspiel – brachte dann gegen Sporting Lissabon sogar einen 3:2-Heimsieg in der Runde der letzten 32, doch die Portugiesen hatten das Hinspiel 3:0 dank des überragenden Brasilianers Costa da Silva (zuvor AlpenVolleys Haching) gewonnen und kamen damit weiter.

Wie in diesen beiden Matches waren die Leistungen der Grizzlys auch sonst schwankend. Beispiele: Im Pokal schieden sie durch ein glattes 0:3 in Herrsching aus, in der Bundesliga gewannen sie kurz zuvor bei den bis dahin ungeschlagenen Bisons Bühl 3:2 (nach 0:2). „Ja, sie haben bisher zwei Gesichter gezeigt, aber die Mannschaft hat Aufschlagstärke und Angriffspotenzial“, rechnet Trainer Hübner mit einem schweren Spiel für die LüneHünen, bei denen alle derzeit elf Mann einsatzfähig sind – wenn auch nicht alle auf höchstem Level. Aber Florian Krage bekommt seine Knieprobleme immer besser in den Griff, bei Viktor Lindberg, Dalton Solbrig und Jannik Pörner rücken die Verletzungspausen zunehmend in den Hintergrund. Und auch Michel Schlien, der im Training umknickte, ist spielfähig.

Neuen Zuspieler ausgeguckt, Unterschrift fehlt noch

„Wir hatten bisher wahrlich keine einfache Hinrunde“, bilanziert Hübner, wenn er all die Blessuren noch einmal Revue passieren lässt und die bisherige Bilanz dagegenstellt. „Von der Rückrunde wird viel anhängen. Wichtig ist, wie wir da in Schwung kommen. Unser Ziel ist, bis dahin richtig Fahrt aufzunehmen.“ Aber elementar dafür wird, wann und wer als neuer Zuspieler kommt. Wie laufen da die Planungen? Hübner: „Die Entscheidung ist gefallen, der Kandidat muss jetzt noch unterschreiben.“ Trotzdem legt er Wert darauf, festzustellen: „Hannes Gerken macht das bisher super.“ Aber der Druck als einziger Mann auf dieser Position steigt natürlich, er darf sich nicht auch noch verletzen und darf möglichst auch keinen schlechten Tag haben.

Beim Gegner sind vier Spieler besonders zu beachten. Von den Neuzugängen hat der holländische Nationalspieler Stijn van Tilburg (Außen) bisher am besten eingeschlagen. Gut Regie führt unverändert Zuspieler Jan Röling, im Mittelblock ragt weiterhin Magloire Mayaula heraus. Und diagonal erlebt Urgestein Hauke Wagner gerade seinen dritten Frühling.

NEWS AUS DER LIGA

Im Free-TV läuft an diesem Sonnabend um 17.30 Uhr live auf Sport 1 das Spiel Friedrichshafen gegen Frankfurt.

Der bevorstehende Bundesliga-Spieltag streckt sich über drei Tage, am Montag steht noch das Nachholspiel des VC Olympia Berlin, der Sonntag zudem in Bühl spielt, in Friedrichshafen an.

NEWS AUS DER SZENE

Ein Sieg, eine Niederlage: Die erwartete Ausbeute fuhren in der Champions League die Berlin Volleys im Pool C des Hinrunden-Turniers in heimischer Halle ein. Zum Start gab es ein 3:0 (25:20, 25:23, 25:21) gegen Ljubljana, dann ein 0:3 (21:25, 19:25, 18:25) gegen den hohen Favoriten Zenit Kasan. Die Polen von Jastrzebski Wegiel, die wegen Corona-Fällen im Team nicht antreten konnten, bekamen alle Spiele mit 0:3 gegen sich gewertet.

Bei Berlin hatte zuvor zwar der vielfache französische Nationalspieler Kevin Le Roux nach bestandenem Medizincheck wie erwartet einen Vertrag unterschrieben, der Mittelblocker blieb aber in beiden Matches der Königsklasse auf der Bank. Gegen Ljubljana zog sich Außenangreifer Samuele Tuia einen Sehnenanriss im linken Fuß zu und fällt einige Wochen aus.

Die Rückspiele sollen vom 9. bis 11. Februar in Kazan steigen. Das Bundesligaspiel der LüneHünen in der Max-Schmeling-Halle wurde deshalb um vier Tage, vom 13. auf den 17. Februar, einem Mittwoch, verlegt. Beginn dann: 19.30 Uhr.

Gerade noch als Bundesliga-Gast in Reppensted, nun spielen die Berlin Recycling Volleys Champions League in Berlin

Champions League

Berlins Turnier dezimiert auf 3 Spiele

Einer von drei Gegnern kommt wegen Corona-Fällen nicht

Nach den ersten Gruppenspielen der Champions League in Turnierform, den Hinspielen im Pool E mit dem VfB Friedrichshafen, ist nun der zweite deutsche Vertreter dran: Die Berlin Volleys sind in dieser Woche in der Max-Schmeling-Halle – weiter ohne Zuschauer – Gastgeber für die Matches im Pool C in Spielen Jeder gegen Jeden.

Kontrahenten der Berliner sollten ursprünglich Ljubljana/Slowenien (Dienstag), der vielfache Cupsieger Zenit Kazan/Russland (Mittwoch) und Jastrzebski Wegiel/Polen (Donnerstag) sein. Doch der aktuelle polnische Tabellendritte, dessen Spiel seit 2016 vom deutschen Nationalteam-Kapitän Lukas Kampa gelenkt wird, musste seine Anreise wegen aktueller Corona-Fälle stornieren – drei Spieler wurden positiv auf das Virus getestet. Alle anderen Teammitglieder gingen umgehend in häusliche Quarantäne. Damit steht zunächst einmal fest, dass die 3 geplanten Spiele der Polen in der Hinrunde entfallen. Welche weiteren Folgen sich daraus ergeben, muss nun der europäische Verband CEV entscheiden. Die Rückspiele sind vom 9. bis 11. Februar in Kazan geplant.

Das Hinspiel-Match gegen Kazan wird für die BR Volleys das Highlight und eine wohl kaum zu nehmende Hürde zugleich. Im russischen Team hat sich zwar einiges verändert seit dem letzten Champions-League-Gewinn 2018, dennoch sind immer noch Könner dabei wie zum Beispiel der Diagonale Maxim Mikhailov sowie die Mittelblocker Artem Volvich und Alexander Volkov oder der französische Weltstar Earvin Ngapeth (Außenangriff). Trainer Vladimir Alekno (53), der mit Kazan mehrfach die Königsklasse gewann und auch schon zweimal die Nationalmannschaft seines Heimatlandes trainierte (u.a. Olympische Goldmedaille 2012), hat inzwischen einen Vertrag als Chefcoach des Iran unterschrieben.

In Pool B mit den Hinspielen in Tours spielen außer den französischen Gastgebern noch Titelverteidiger Civitanova und Perugia aus Italien sowie Arkas Izmir aus der Türkei. In Pool A in Kedzierzyn Kozle/Polen messen sich außer den Gastgebern noch Fenerbace Istanbul, Belchatow/Polen und Aalst/Belgien. Der fünfte Pool B spielt eine Woche später. Die Sieger der 5 Gruppen sowie die 3 besten Zweiten ziehen ins Viertelfinale, geplant ab dem 23. Februar, ein.

Donnerstag Halbfinale im DVV-Pokal der Männer

Ein weiteres Highlight in dieser Woche ist am Donnerstag die Ermittlung der Endspiel-Teilnehmer im DVV-Pokal, die ja bei den Frauen mit Schwerin und Potsdam schon feststehen. In Potsdam, wo die MBS Arena größer und weitläufiger ist als die eigene Landkost-Arena in Bestensee, erwarten die Netzhoppers KW-Bestensee – weiterhin ohne Zuschauer – die WWK Volleys Herrsching. Grund für das Ausweichen der Brandenburger ist die Möglichkeit von Live-Bildern im Free-TV. Sport 1 überträgt nämlich in einer Konferenzschaltung mit dem zweiten Halbfinale VfB Friedrichshafen gegen United Volleys Frankfurt ab 20 Uhr.

Das Endspiel findet dann am 28. Februar in der Mannheimer SAP-Arena statt, wie stets in einer Doppelveranstaltung mit dem Frauen-Finale – Stand jetzt. Vielleicht sind ja bis dahin auch wieder Spiele vor zumindest einem Teil von Fans zugelassen.

BUNDESLIGA-SPIELTAG ZUSAMMENGEFASST

Der Vormarsch von Herrsching ist erst einmal gestoppt: Nach vier Drei-Punkte-Siegen in Folge und dem Vorstoß ins Pokal-Halbfinale mussten sich die Bayern gegen Düren erstmals wieder geschlagen geben. Die Dürener buchten damit den sechsten Sieg in Serie und stießen auf Platz 2 vor. Den ersten Saisonsieg feierte Unterhaching mit dem 3:2 beim VCO Berlin nach 0:2-Satzrückstand.

Die Begegnungen:

SVG Lüneburg – Berlin Volleys 0:3
(17:25, 21:25, 19:25)
68 Min., 0 Zuschauer
MVP: Peemüller – Patch
Scorer: Peemüller (10), Ewert (9), Lindberg (7), Solbrig (6), Krage (5), Gerken (1) – Patch (20), Carle, Tuia (je 11), Brehme (7), Eder (4), Pujol (2), Moraes (1)

VC Olympia Berlin – TSV Unterhaching 2:3
(25:21, 25:18, 20:25, 34:36, 5:15)
125 Min., 0 Zuschauer
MVP: John – J. Sagstetter
beste Scorer: Röhrs (26), John (24), Hoyer (10) – J. Sagstetter (25), Zahar (18), Chefai (13)

WWK Volleys Herrsching – powervolleys Düren 1:3
(22:25, 25:19, 23:25, 21:25)
108 Min., 0 Zuschauer
MVP: J. Tille – Gevert
beste Scorer: Mantha (15), Kaminski (13), Ilic (10) – Brand (25), Gevert (23), M. Andrei (8)

Netzh. KW-Bestensee – TSV Unterhaching 3:0
(25:17, 25:20, 25:16)
66 Min., 0 Zuschauer
MVP: Keturakis – J. Sagstetter
beste Scorer: Westphal, Mönnich (je 10), Keturakis (9) – J. Sagstetter (12), Topuzliev (9), Petrusic (8)

NEWS AUS DER SZENE

Der Qualifikations-Abschluss zur Europameisterschaft 2021, der ursprünglich im August diesen Jahres stattfinden sollte und wegen Corona auf Januar 2021 verschoben wurde, ist noch einmal verlegt. Als neuen Termin hat der europäische Verband CEV nun den Zeitraum 2. bis 16. Mai genannt. Das betrifft auch die SVG: Außenangreifer Viktor Lindberg, der mit Schweden im Pool A mit Holland und Kroatien spielt, muss damit nicht schon nach Weihnachten ins Trainingslager seines Nationalteams.

Eines der insgesamt sieben Qualifikationsturniere hat im September bereits stattgefunden (Lettland buchte das Ticket), ein weiteres bleibt auf dem Januar-Termin, alle anderen steigen nun im Mai. Die EM findet dann vom 15.8. bis 30.9. mit 24 Teams in vier Ländern (Finnland, Polen, Tschechien, Estland) statt.

Drück-Duell am Netz zwischen Jordan Ewert und Florian Krage gegen den Ex-LüneHünen Anton Brehme. Im Hintergrund Berlins Zuspieler Pierre Puyol

Berlin ohne Kompromisse

Tapfer, aber vergebens gewehrt

Berlin Volleys trumpfen einfach meisterlich auf

Als die Starting Six der Berlin Volleys bekannt wurde, war klar: Der Meister macht Ernst, da gibt es keine Kompromisse. Wer im Lager der SVG Lüneburg auf personelle Experimente, Schonung, Nachlässigkeiten oder gar nur halbe Kraft beim Gegner angesichts des bevorstehenden, dreitägigen Champions-League-Turniers spekuliert hatte, sah sich schnell eines Besseren belehrt. In nur 68 Minuten stürmte das nahezu in Bestbesetzung angetretene und durchspielende Team aus der Hauptstadt mit einem 3:0 (25:17, 25:21, 25:19) zurück an die Tabellenspitze der Volleyball-Bundesliga und ließ die kleine Krise aus dem November vergessen.

Favorit macht mit Bestbesetzung Ernst

Bestbesetzung: Das heißt bei den BR Volleys, dass Könner wie Cody Kessel oder die Brasilianer Michelucci und Moraes sowie der Weltklasse-Zuspieler Sergey Grankin (nur kurz eingewechselt), obwohl nach einer Verletzungspause wieder fit, auf der Bank bleiben. Das Spiel lenkte der zuletzt auch angeschlagene Pierre Puyol. Im Fall des früheren LüneHünen und Publikumslieblings Kessel, dem wegen des Comebacks von Timothée Carle (nach Verletzung) nicht eine Einsatzminute vergönnt war, wird mancher SVG-Fan wehmütig gedacht haben: come back, Cody!

Die Gastgeber, bei denen Florian Krage und Viktor Lindberg neu in der Starting Six standen, begannen couragiert, bekamen aber schnell die Grenzen aufgezeigt. Dies vor allem von Benjamin Patch: Der sprunggewaltige Diagonalangreifer, am Ende auch Topscorer mit 20 Punkten und MVP, bekam anfangs fast jeden Ball und verwertete ihn auch: 100% Angriffsquote im ersten Satz, 6 Zähler, darunter auch ein Netzroller-Ass. Trotzdem war bis zum 5:7 alles bestens, dann aber zogen die Berliner auf 5:13 davon, trotz zweier Auszeiten von SVG-Chefcoach Stefan Hübner dicht hintereinander und bei Nummer zwei unübersehbar energisch. Zudem nahm er Michel Schlien vom Feld und brachte Dalton Solbrig.

Der Satz war schon zu diesem frühen Zeitpunkt verloren, die SVG aber fand nach und nach besser ins Spiel, obwohl nun beim Gegner Außenangreifer Carle immer öfter zum Zuge kam (4 Punkte, gesamt 11) und mit mächtigem Armzug beeindruckte. Doch einige gelungene Aktionen wie ein Pipe von Jordan Ewert, ein Block von Solbrig oder auch drei erfolgreiche Angriffe von Richard Peemüller – mit insgesamt 10 Punkten bester Scorer – gaben den Hausherren Mut.

Und im zweiten Abschnitt wurden sie nach einer Anlaufzeit (3:8, 8:13) dann auch zu einem echten Herausforderer des Favoriten. Beim 11:13 sah sich Berlins Coach Cédric Enard zu einer Auszeit gezwungen, um sein Team neu zu justieren. Doch die LüneHünen blieben hartnäckig dran. Hannes Gerken spielte variabel zu, die Angriffsquote stieg auf 60%, weil vor allem Peemüller jetzt viel gelang (5 Punkte). Ihn wählte Enard später auch zum MVP der SVG aus. So blieb der Satz offen bis tief in die Crunchtime (21:23), ehe für Berlin der Ex-LüneHüne Anton Brehme und Samuele Tuia mit einem Ass den Sack zumachten.

Beste SVG-Phase ist der zweite Satz

In Durchgang drei ging die SVG erstmals in Führung und verteidigte sie auch lange, beim 9:7 winkte sogar ein 3-Punkte-Vorsprung, doch wie so oft fehlte die Abgeklärtheit, um Chancen bis zum besten Zeitpunkt auszuspielen – Ewerts Versuch fischte Patch mit einem Block, schnell danach wurde auch Peemüller geblocked, 9:9. Und bald stand es 11:16, weil nun Tuia zeigte, was Cleverness ist: variantenreiche Aufschläge inklusive Ass, ein in den SVG-Block gedrückter Ball, ein Lob, ein Ball in die freie Mitte des Feldes auf den sogenannten Marktplatz. Aber der vielbeschäftigte Libero Tyler Koslowsky & Co. gaben sich noch nicht geschlagen, kamen wieder heran (18:21), um dann doch die Überlegenheit des Meisters anerkennen zu müssen.

Trainer Hübner musste konstatieren, dass dieser Gegner einfach zu stark war: „Mir hat nur nicht gefallen, dass uns ein paar leichte Bälle reingefallen sind, das sollte nicht passieren. Für unsere derzeitigen Möglichkeiten kann ich aber nicht unzufrieden sein. Nun wird es personell wieder besser, die Verletzungsprobleme die einige Spieler hatten, werden besser. Und einen neuen Zuspieler gibt es auch bald, wobei es Hannes keineswegs schlecht gemacht hat. Wir haben uns gewehrt, aber Berlin war heute voll da, hat konstanter angegriffen und durchgängig druckvoller aufgeschlagen. Gegen die hat man nur eine Chance, wenn sie schwächeln und man selbst einen Glanztag erwischt.“

SVG: Lindberg, Schlien, Gerken, Ewert, Krage, Peemüller, Koslowsky; eingewechselt: Solbrig, Thole, Pörner.

In eigener Sache

Dezember – die Zeit des Schenkens hat wieder begonnen. Am Sonntag war Nikolaus, und unser Geschenk für Euch ist die Eröffnung des neuen Fanshops. Also reinklicken und stöbern:

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Weihnachten kommt näher, und wer noch auf der Suche nach einem Geschenk für SVG-Fans ist oder auch sich selbst beschenken will, wird hier bestimmt fündig.

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