Kategorie: Bundesliga-Team

Logo der SVG im Wandel

Volleyball-News

Mit neuem Logo und neuer Spielstätte zu neuen Zielen

SVG Lüneburg stellt sich neuen Herausforderungen

Schon lange ist die SVG Lüneburg auf dem Sprung in eine neue Ära. Der Beginn einer neuen Epoche steht nun mit dem lang ersehnten Umzug in eine neue Spielstätte, in der vieles so viel anders werden wird als in der Gellersenhalle, endlich bevor. Was liegt da näher, als auch auf weiteren Gebieten zu neuen Ufern aufzubrechen?

,,Reset“ vor dem Umzug nach Lüneburg

,,Reset“ heißt neudeutsch das, was der Verein in den letzten Wochen in Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit (PR) angegangen ist und vorangetrieben hat. Was am deutlichsten an einem neuen Logo wird. Komplett überarbeitet wurde auch die Homepage. Stark erweitert werden zur neuen Saison die Funktionen in der SVG-App. Intensiviert werden die Aktivitäten im Bereich Social Media, und ab sofort frischer und moderner kommt das Layout des Newsletters daher.

In all diesen Elementen taucht ja auch das neue Logo aufm ein Löwe vor dem Großbuchstaben ,,L“, stilisiert in den Vereinsfarben rot und blau. Warum ein Löwe? Das hängt mit dem Umzug in die Stadt Lüneburg zusammen. Lüneburgs Stadtwappen ist ein Löwe – eine Erinnerung an die Vergangenheit, als es das Fürstentum Lüneburg gab. Dieses war, so heißt es auf Wikipedia, ,,ein reichsunmittelbares Territorium der Welfen im Heiligen Römischen Reich auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Niedersachsen. Es ging 1269 aus der Teilung des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg hervor.“

Auch der Löwe ist fest verwurzelt in der Region

Der Löwe ist also fest verwurzelt in der Region, wie die SVG, die in die Hansestadt umzieht, noch mehr ein Aushängeschild der Stadt wird, sich jetzt in neuem Gewand neuen Herausforderungen stellt, mit neuen Zielen fest im Blick (Stichwort: Europacup-Start). Und somit Größe zeigt, wie es auf der Eingangsseite der Homepage zu lesen ist – eine Anspielung auch auf die Körpergröße der Spieler, der LüneHünen.

Vieles wird neu, die DNA der SVG Lüneburg soll aber auf jeden Fall erhalten bleiben. Die LüneHünen wollen nicht nur weiter sportlich erfolgreich bleiben, sondern – wie es Cheftrainer Stefan Hübner immer unter dem Oberbegriff Spielkultur fordert – Spaß und Freude als Team ausstrahlen, natürlich auch immer nahbar für die Fans bleiben. Ein Team, das den Wettkampf bis zur letzten Minute eines Matches annimmt und nie aufgibt.

Bis es wieder um Punkte geht, dauert es noch etwas. Darum: Viel Spaß zunächst beim Stöbern auf der Homepage und während der Saison dann auch in der App!

Volleyball bei Olympia

Deutsche Beachteams tun sich schwer

Die erste faustdicke Überraschung im Volleyball-Turnier der Männer gab es gleich am ersten Tag: Polen, mit dem Ziel ,,Gold“ oder zumindest Edelmetall in Tokio angetreten, bezog eine 2:3-Niederlage gegen den Iran – nach dramatischem Verlauf mit einem 21:23 im Tiebreak. Das Team von Trainer Vital Heinen kam dann mit einem 3:0 gegen Italien (zum Start 3:2 gegen Kanada) wieder in die Spur. Optimal mit zwei 3-Punkte-Siegen stiegen Russland (3:1 gegen Argentinien, 3:1 gegen die USA) und Gastgeber Japan (3:0 gegen Venezuela, 3:1 gegen Kanada) in Turnier ein.

Fehlstarts erwischten die deutschen Teams im Beachvolleyball. Laura Ludwig/Margareta Kozuch, Karla Borger/Julia Sude und Julius Thole/Clemens Wickler verloren allesamt ihr Auftaktmatch mit 1:2, wobei aber Ludwig/Kozuch und Thole/Wickler völlig unnötig hauchdünn unterlagen. Borger/Sude hatten dann bei ihrem zweiten Auftritt keine Chance (0:2), Ludwig/Kozuch dagegen gestalteten ihr zweites Match erfolgreich (2:0)und stehen damit im Achterfinale, da ihr nächstes Gruppenspiel wegen eines positiven Corona-Tests einer Gegnerin kampflos an sie geht.

Die weiteren Spiele von Thole/Wickler Dienstag (13 Uhr) und Samstag (4.00 Uhr) laufen im Free-TV auf ARD.

NEWS aus der Liga

Mittelblocker Arno van de Felde verlässt den VfB Friedrichshafen nach einer Saison wieder und geht in seine belgische Heimat zu Topclub Knack Volley Roeselare.

Mittelblocker Alpar Szabo wechselt von den aus der Bundesliga abgemeldeten Bisons Bühl in seine ungarische Heimat zu Kecskemeti RC, zuletzt Meisterschafts-5.

NEWS aus der Szene

Nationalmannschaft-Zuspieler Jan Zimmermann geht nun doch nicht nach Griechenland zu Foinikas Syrou, sondern wechselt innerhalb der italienischen SuperLega von Perugia nach Kioene Padavo, wo künftig auch Diagonalangreifer Linus Weber spielt.

Außenangreifer Michael Michelau (USA), in der Saison 2019/20 bei der SVG Lüneburg, spielt in der neuen Saison in Finnland bei Etta Oulu.

Beach-NEWS

Das Achtelfinale war Endstation für die SVG-Spieler Richard Peemüller und seinen Partner Manuel Harms bei der 5. Veranstaltung der Turnierserie „Qualifiers Timmendorf Strand“ in Königs Wusterhausen. In den Gruppenspielen hatten sie zuvor je einmal gewonnen und verloren. Am kommenden Wochenende steht das nächste Turnier dieser Serie in Berlin an, auf der Anlage ,,Beach Mitte“ mit fast 50 Courts. Auch eine begrenzte Zuschauerzahl ist zugelassen. Peemüller/Harms sind wieder gemeldet, übertragen wird erneut im Stream auf Trops4.

Wie schon vor der Corona bedingten Zwangspause im vergangene Jahr sammelt der Nachwuchs der SVG auch wieder fleißig Medaillen. Nordwestdeutscher Meister in der U13 wurden Jannik Fleer/Carl Gudermann, Vizemeister in der U14 die Zwillinge Niklas und Tom Bahlmann. In der U16 und U17 weiblich holten sich Julia Kochanek jeweils den Titel mit ihrer Partnerin Finja Ziegenpeter (Salzhemmendorf), Zweite in der U17 wurden Greta Mohwinkel mit Mia Harbers (Bremen). Ganz oben auf dem Treppchen stand Greta Mohwinkel dann in der U18 zusammen mit Lina Schoen (Giesen), Dritte wurden hier Paula Schröder/Jette Sofie Wahl von der SVG.

SVG Intern

A-Trainerschein für Knospe

Die Pause zwischen den Saisons hat SVG-Scout und Co-Trainer Christian Knospe genutzt, um sich fortzubilden. Der 31-Jährige hat jetzt den A-Trainerschein, eine Ausbildung, die er 2019 begonnen hatte, dann aber im letzten Jahr wegen des anstehenden Umzugs nach Lüneburg den schriftlichen Teil aufschieben musste. ,,Das war schon alles sehr anspruchsvoll“, atmet der Leipziger auf, es nun geschafft zu haben.

,,Trotz der Berechtigung, jetzt als Headcoach in der Bundesliga arbeiten zu dürfen, bleibe ich aber hier Co-Trainer und Scout. Denn bei der SVG und in diesem Trainerteam fühle ich mich wohl und kann meine Stärken optimal einbringen“, zieht Knospe nach einem Jahr in der neuen Heimat Bilanz und fügt an: ,,Außerdem lernt man ja nie aus – und von Stefan Hübner und Bernd Schlesinger kann man sehr viel lernen.“

Neuer Athletiktrainer bei der SVG Lüneburg

Volleyball-News

Unterstützung im Übungsbetrieb

Athletiktrainer Mattis Kreiselmaier verstärkt den Staff 

Die kommende Volleyballsaison bringt einige neue Herausforderungen für die LüneHünen mit sich, in erster Linie durch die erstmalige Teilnahme am Europapokal. Zusätzlicher Wettbewerb bedeutet zusätzliche Spiele, englische Wochen, veränderte Trainingsumfänge. Um die anstehenden Aufgaben noch akribischer bearbeiten zu können, hat sich Chefcoach Stefan Hübner nun noch Unterstützung geholt: einen Athletiktrainer. 

Mattis Kreiselmaier heißt der neue Mann im Staff der SVG, gebürtiger Lüneburger, 37 Jahre alt, Vater einer Tochter. Ein studierter Sportwissenschaftler, der seinen Beruf teils in Anstellung bei einem renommierten, aus den USA stammenden Institut (EXOS), Zweigstelle Hamburg, ausübt und teils als Selbständiger – wie nun auch bei der SVG. Dabei arbeitet er nicht nur mit Leistungssportlern, sondern auch als Personal Coach sowie im Bereich Firmen-Fitness (z.B. Google-Niederlassung in Hamburg). 

Neues Fitness-Programm von US-Institut entwickelt 

EXOS (früherer Name: Athlets Performance) wurde in Deutschland bekannt, als Jürgen Klinsmann nach seiner Inthronisierung als Fußball-Bundestrainer alles umkrempelte, neue Methoden auch im Übungsbetrieb einführte und den US-Amerikaner Mark Verstegen, in seinem Land schon eine Institution (Basketball, American Football), als Fitnesstrainer dazu holte. Nach Verstegens Methoden wird noch heute im DFB-Team – und nicht nur dort – trainiert. Und Prof. Dr. Tim Meyer, seit Jahren Mannschaftsarzt beim DFB, war im Studium von Mattis Kreiselmaier an der Uni Paderborn einer seiner Professoren.

„Ein Schwerpunkt meiner Arbeit wird sein, die athletischen Grundlagen zu verbessern, die Spieler zunächst so vorzubereiten, dass sie körperlich stabil genug für hohe Belastungen sind, und später dann das Training so zu steuern, dass sie auch in der intensiven Zeit von englischen Wochen möglichst verletzungsfrei bleiben“, erklärt Kreiselmaier sein Aufgabengebiet bei der SVG, betont jedoch in einer ihm eigenen zurückhaltenden, bescheidenen Art: „Stefan Hübner hat da natürlich längst ein gutes Fundament gelegt, aber vielleicht können wir ja noch ein paar Prozentpunkte herausholen. Ich freue mich jedenfalls total auf die Zusammenarbeit.“ 

Was Sportarten betrifft, ist Kreiselmaier allerdings tief im Fußball verwurzelt, hat früher auch selbst unterklassig in Jelmstorf/Kreis Uelzen gespielt, war beruflich dann unter anderem Leistungs-Diagnostiker beim FC St. Pauli und drei Jahre lang im Trainerstab des Lüneburger SK nach dessen Regionalliga-Aufstieg 2014. „Ich muss zugeben, vom Volleyball nicht allzu viel Ahnung zu haben, habe noch nie ein großes Spiel live gesehen. Umso spannender ist es für mich, sich da jetzt nochmal in eine ganz andere Sportart hinein zu denken: Was brauchen Volleyballer an athletischem Rüstzeug? Das sind ja ganz andere Anforderungen mit den vielen Sprüngen, mit Dynamik, Explosivität, nur kurzen Spielzügen.“ 

Bessere Belastungssteuerungin englischen Wochen 

Auch wenn der neue Mann sportart-fremd ist – Stefan Hübner ist von einem großen Nutzen der Zusammenarbeit überzeugt: „Die durch EXOS geprägte US-Athletikschiene hat mich schon immer interessiert und in etwa 80 Prozent ist dieser Bereich für alle Sportarten gleich. Ich habe zwar in meiner Spielerkarriere und in den letzten Jahren auch einen großen Erfahrungsschatz in diesem Bereich gesammelt, aber er hat da natürlich viel mehr Erfahrung. Und wir haben in Gesprächen schon festgestellt, dass wir da im Ansatz, in der Philosophie, sehr übereinstimmen. Zudem verfolgt Mattis nicht stur seine Richtung, ist immer offen für Dialog, also teamfähig. Ich denke: er passt gut rein bei uns.“ 

Was erhofft sich Hübner letztlich von der Zusammenarbeit? „Wir werden dadurch noch professioneller. Im athletischen Bereich werden die Felder Belastungssteuerung und Regeneration durch die vielen englischen Wochen wichtiger denn je. Aber ich bekomme dennoch mehr Freiraum, mit den Jungs Volleyball spezifisch zu arbeiten – Themen Technik, Taktik, Mentalität – und mich individuell mehr mit jedem Einzelnen zu beschäftigen,“ freut sich der Chefcoach schon.

Nationalmannschaft: Hammer durch „Hammer-Schorsch“

An diesem Mittwoch nimmt die Männer-Nationalmannschaft die Vorbereitung auf die Europameisterschaft (1. bis 19. September) auf. Bei der Nominierung des Kaders sorgte Bundestrainer Andrea Giani für einige faustdicke Überraschungen, zuvorderst durch die Berufung von Georg Grozer, der in Italien für Monza spielt, nach einer Bänderverletzung und einem schweren Verlauf einer Corona-Erkrankung aber auf eine schwierige Saison zurückblickt.

Der „Hammer-Schorsch“ war im Januar 2020 nach der verpassten Olympia-Qualifikation nach 175 Länderspielen aus dem Nationalteam abgetreten, nun der Rücktritt vom Rücktritt des Diagonalangreifers, der wieder „riesige Lust verspürt“. Der 36-Jährige wird wegen eines lange geplanten Familienurlaubs allerdings erst im zweiten Teil der Vorbereitung am 5. August eingreifen. Wie auch Zuspieler Lukas Kampa, der zwar während der Nations-League-Wochen nach einer Knie-Operation zum Team dazustieß, sich aber dann ohne Einsatz einem weiteren Eingriff am Knie unterziehen musste.

Weitere Überraschungen im von Giani berufenen Kader bietet die Position Mittelblock. Im Gegensatz zur Nations League sind Oldie Marcus Böhme (35, fast 300 Länderspiele) und Noah Baxpöhler, beide in 15 Spielen nur je sechsmal eingesetzt, nicht mehr an Bord. Wie erwartet kehrt Anton Brehme nach seiner Erholungspause zurück, ein weiterer Mittelblocker neben Tobias Krick und Florian Krage ist der absolute Neuling Yannick Goralik (23, Netzhoppers KW-Bestensee), der beim letzten Lehrgang in Kienbaum erstmals – kurzfristig nachnominiert – dabei war.

Volleyball bei Olympia: Viele Matches mitten in der Nacht

Am kommenden Freitag, 23. August, beginnen nun endlich in Tokio die um ein Jahr verschobenen Olympischen Sommerspiele – und dies bekanntlich als Geisterspiele ohne Zuschauer. Auch am TV wird das Verfolgen der Ereignisse schwierig, speziell im Volleyball (beginnt am 24. um 2.00 Uhr). Denn viele Matches finden mitten in der Nacht oder am frühen Morgen statt – der Zeitunterschied beträgt +7 Stunden: Ist es in Deutschland z.B. 20.00 Uhr, dann ist es in Tokio 3.00 Uhr. Da ist es fast schon tröstlich, dass sich Deutschland weder bei Männern noch bei Frauen qualifiziert hat.

Außer Gastgeber Japan hatten dazu nur noch 11 weitere Teams die Chance (pro Geschlecht), hart ist die Auslese stets vor diesem größten Sportereignis der Welt. So blieben außer dem DVV viele weitere renommierte Mannschaften in den Qualifikationsturnieren auf der Strecke, bei den Männern zum Beispiel Europameister Serbien und Vize-Europameister Slowenien sowie einige andere Teams aus den Top 20 der Weltrangliste. In der neuen Ariake Arena in Tokio (theoretisch für bis zu 15.000 Zuschauer…) spielt dennoch die Crème de la Crème, und ein Zuschauen am TV oder Stream würde sich allemal lohnen – speziell auch für SVG-Fans. Denn mit Ryan Sclater und Steven Marshall stehen bei Kanada zwei ehemalige LüneHünen im Kader.

Die TV-Rechte hat sich das Unternehmen Discovery gesichert, zu dem der Sender Eurosport gehört. Der sendet nahezu rund um die Uhr. Auch ARD und ZDF übertragen einige Wettkämpfe, einige Wettbewerbe aber nur bei Eurosport und auch dort teils nicht im Free-TV, sondern nur im Live-Stream (kostenpflichtig). Streaming-Angebote gibt es auch auf den Websites von ARD und ZDF (kostenlos). Der Sende-Dschungel ist schwer durchdringlich, mehr Service ist deshalb an dieser Stelle nicht möglich.

Was Volleyball betrifft – auch das Frauen-Turnier (ab 25., dann im täglichen Wechsel mit Männern) –, gibt es aber eine recht gute Zusammenstellung mit Spielplänen, Uhrzeiten und Sendezeiten unter dem Link

www.eurosport.de/olympia/zeitplan-ergebnisse/nach-sportart/volleyball

– wobei aber ungewiss bleibt, was hier bei Eurosport im Free-TV läuft und was kostenpflichtig ist. Beachvolleyball läuft dann ab 3. August, auch mit deutscher Beteiligung, aber ähnlich schwer live zu verfolgen.

NEWS aus der Liga

Was die Spatzen seit Wochen von den Dächern pfiffen, ist jetzt perfekt: Nationalmannschafts-Libero Julian Zenger (23) wechselt von den Berlin Recycling Volleys erstmals in Ausland, nach Italien zu Trentino Itas, dem Zweiten der letzten Champions-League-Saison, der im Neuaufbau ist. Auch der neue Verein von Mittelblocker Renan Michelucci steht jetzt fest: Der Brasilianer geht zu Paris Volley.

Neuer Diagonalangreifer bei den Netzhoppers KW-Bestensee neben Johannes Mönnich wird der US-Amerikaner Brandon Rattray. Der 24-Jährige war in der vergangenen Saison bei Arenal Emevé Topscorer der spanischen Liga.

Beach-NEWS

In der Turnierserie „Qualifiers Timmendorfer Strand“ steht für die Beachvolleyballer die 5. Veranstaltung an, gespielt wird vom 23. bis 25. Juli in Königs Wusterhausen. Gemeldet sind auch SVG-Spieler Richard Peemüller und sein Partner Manuel Harms.

Auf dem Weg zur DM in Timmendorf King wird auch noch zweimal in Hamburg im Stadion Rothenbaum gespielt, dann auch wieder vor einer begrenzt zugelassenen Fan-Kulisse. Gespielt wird vom 19. bis 22. August in der Turnierform „King of the court“: 5 statt 2 Teams sind an einem Match beteiligt und es gibt eine andere Zählweise. Pro Tag sind 650 Zuschauer erlaubt, der Vorverkauf hat jetzt begonnen unter www.kingofthecourt.com

SVG intern

Sommerferien-Zeit ist auch bei der SVG Urlaubszeit: Die Geschäftsstelle ist ab dem 19. Juli bis einschließlich 6. August nur sehr eingeschränkt erreichbar. E-Mails werden zwar in unregelmäßigen Abständen abgerufen, telefonisch aber sind wir nicht erreichbar. Ab Montag, 9. August ist die Geschäftsstelle dann wieder besetzt.

Wiedersehen: Stefan Hübner trifft in Frankfurt auch Ex-Schützling Anton Brehme (r.), der nach einer längeren Ruhepause wegen Kniebeschwerden beim Lehrgang des B/U23-Teams einen Anlauf zurück zur A-Nationalmannschaft und zur anstehenden EM nimmt. Foto: Behns

Volleyball-News

Hübners Abstecher zum B/U23-Team

Lehrgang mit dem Unterbau der Nationalmannschaft

Die Volleyball-Nationalmannschaft der Männer steckt mitten im Neuaufbau und hat beim Mammut-Turnier der Nations League durch das Klettern in der Weltrangliste vom 21. auf den 14. Platz ein erstes Zeichen gesetzt. Damit ist jedoch weder die Entwicklung des Teams im neuen Olympia-Zyklus bis Paris 2024 noch die Talente-Findung abgeschlossen. Der Suche nach weiteren Kandidaten dient der Lehrgang eines bunt gemischten Kaders, der nun vom 19. bis 26. Juli in Frankfurt/M. stattfindet – mit SVG-Chefcoach Stefan Hübner als Trainer.

Mit der Wiederbelebung einer viele Jahre lang brach liegenden B- bzw. U23-Nationalmannschaft durch Sportdirektor Christian Dünnes hat der Verband vor zwei Jahren begonnen, die Sichtung und Förderung von Talenten auszubauen. Ein kurzfristiges Ziel dabei war auch, ein Team zur Universiade, also der Studenten-WM, zu schicken. Die sollte eigentlich in diesem August im chinesischen Chengdu stattfinden, ist aber nun Corona bedingt auf 2022 verschoben worden.

Talente-Findung ist längst nicht abgeschlossen

Nach den ersten Lehrgängen der deutschen B/U23 im Mai und Juni 2019, schon damals mit Stefan Hübner, der Altmeister Stelian Moculescu unterstützte, war im vergangenen Sommer durch den Pandemie-Ausbruch wieder Pause. Mit einem Lehrgang in Kienbaum in diesem April ging es dann aber weiter – und nun also folgt der nächste Teil in der Sportschule des LSB Hessen. Bei der ersten Anfrage sagte Hübner zunächst ab. Da stand für August noch die Universiade auf dem Programm. Die hätte zeitlich gar nicht in die Planungen des SVG-Coaches wegen des Trainingsbeginns des Bundesligateams am 9. August gepasst.

Anders nun der einwöchige Lehrgang. Dort in Frankfurt bereitet sich gleichzeitig die U19 auf den WM-Start im Iran vor (ab 24. August). Und die A-Nationalmannschaft wird in der zweiten Juli-Hälfte auch wieder zusammenkommen (wohl in Kienbaum), um die Vorbereitung auf die EM (ab 1. September) aufzunehmen. So sind auch Anton Brehme und Johannes Tille in Frankfurt ebenso zuerst dabei wie Thomas Ranner, Co-Trainer des A-Teams, bevor sie dann zum Kreis der EM-Kandidaten dazustoßen. Andere, wie Jakob Günthör oder Tim Stöhr, kommen ebenfalls aus einer Verletzungspause, suchen wieder den Anschluss und zählen nach wie vor zum A-Kader.

Der Kader ist ein bunter Mix

Dann gibt es die Gruppe der Youngster, die zuletzt eine Chance in der Nations League bekamen (Eric Burggräf, Erik Röhrs, Lukas Maase), und wohl eher nach der EM wieder ein Thema sind – ebenso wie Spieler, die schon öfter eingeladen waren (Ivan Batanov, Louis Kunstmann), ohne Pflichtspiele bestritten zu haben. Und schließlich noch einige ganz junge Newcomer. „Ideal wäre natürlich, wenn anschließend ein Turnier anstehen würde, um sie alle auch in Spielen zu sehen“, bedauert Hübner, dass es auch in diesem Sommer wieder keinen Wettkampf für die B/U23 gibt.

Dennoch urteilt er: „Insgesamt ist das ein gutes und spannendes Projekt – ich freue mich drauf. Zumal es für mich selbst auch gut ist, nach der langen Pause langsam wieder in den Rhythmus zu kommen. Wir werden vor allem viel technisch arbeiten, den Spielern aufzeigen, wo sie sich noch verbessern können und müssen. Es ist einfach gut, so ein Team zu haben.“ Auf diesem Weg hat ja zum Beispiel Florian Krage, relativ spät entdeckt, den Sprung nach ganz oben geschafft. Ob sein bisheriger Trainer Hübner an diesem Projekt weiter mitarbeitet, ist noch nicht besprochen worden. „Im nächsten Jahr liegt der Termin der Universiade jedenfalls günstiger“, deutet er aber Interesse an. Termin in China ist dann 26. Juni bis 7. Juli. Und die SVG steigt ja stets erst Anfang August wieder ins Training ein…

SVG intern

Noch Plätze bei Volley Days frei

Die Sommerferien rücken näher – und auch die Volley Days. Diese beliebte Veranstaltung hat ja die SVG Lüneburg nach der Corona bedingten Zwangspause im letzten Jahr wiederbelebt, und vom 23. bis 26. Juli können nun Mädchen und Jungen der Jahrgänge 2004 bis 2009 unter fachlicher Anleitung von Trainern und Bundesliga-Profis der SVG wieder 4 Tage intensives Volleyballtraining in der Gellersenhalle und im Sand auf der Beachanlage in Reppenstedt auskosten.

Neben einem vielfältigen Übungsprogramm unter Beachtung von geltenden Hygienekonzepten ist natürlich auch für Verpflegung (Mittagessen, Snacks, Getränke) gesorgt. Und es sind noch Plätze frei – also schnell noch anmelden unter: info@svg-lueneburg.de oder telefonisch: 04131/75 73 59 13

NEWS aus der Liga

Neuzugang Nummer 7 beim VfB Friedrichshafen ist ein Brasilianer: Außenangreifer Daniel Muniz de Oliveira kommt vom türkischen Erstligisten Altekma aus Izmir. Zuvor war der 24-Jährige, der einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieb, bei Cuprum Lubin in Polens PlusLiga.

Der kanadische Zuspieler Byron Keturakis wechselt zu den United Volleys Frankfurt. Zuletzt war er bei den Netzhoppers KW-Bestensee herausragender Lenker, fiel aber wegen Rückenbeschwerden auch lange aus. Ein ursprünglich beabsichtigter Wechsel nach Polen hat sich zerschlagen.

Nun hat der TSV Unterhaching auch wieder einen Trainer: Nachfolger von Patrick Steuerwald (zum ASV Dachau) wird der Rumäne Bogdan Tanase, früher Assistent von Trainer-Legende Stelian Moculesecu in Friedrichshafen (2013 bis 2016). Zuletzt coachte Tanase (40) einen rumänischen Frauen-Erstligisten, war aber auch schon u.a. Nationaltrainer von Ungarns Männern.

Ein weiterer Spieler der aus der Bundesliga abgemeldeten Bisons Bühl hat einen neuen Verein gefunden: der litauische Diagonalangreifer Edvinas Vaskelis geht zum italienischen Drittligisten San Dona die Piave.

Beach-NEWS

In den Gruppenspielen hängen blieben SVG-Spieler Richard Peemüller und sein Partner Manuel Harms bei der 4. Veranstaltung in der Turnierserie „Qualifiers Timmendorfer Strand“ am Olympiastützpunkt in Stuttgart. Das erste Match buchten sie kampflos wegen einer Verletzung bei den Gegnern, Match zwei verloren sie 16:21, 18:21 gegen die späteren Dritten Paul Becker/Armin Dollinger.

Beim 4-Sterne-Turnier der World Serie in Gstaad/Schweiz, letzter Härtetest vor Tokio, konnten die deutschen Teams kein Achtungszeichen setzen. Die Olympiateams Julius Thole/Clemens Wickler, Laura Ludwig/Margareta Kozuch und Karla Borger/Julia Sude schieden allesamt im Achtelfinale aus. Bis ins Viertelfinale kamen immerhin Nils Ehlers/Lars Flüggen. In der Woche zuvor hatten Thole/Wickler in Kloten (Schweiz) ihr gemeinsames Comeback gegeben und nach Tholes Fußverletzung und zuvor Wicklers Blinddarm-OP mit dem Gewinn von Silber für Hoffnung gesorgt.

Für die Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand (2. bis 5. September) ist jetzt unter https://dvv-beach.reservix.de/events der Vorverkauf gestartet – zunächst können Karten mit freier Platzwahl aber nur mit einem Code geblockt werden, bis behördlich bekannt ist, wie viele Zuschauer zugelassen werden. Mit dem Code wird dann endgültig ein fester Sitzplatz gebucht, sobald die Benachrichtigung per E-Mail kommt.

Gegen Friedrichshafen - hier mit Marcus Böhme (r.) und Dejan Vincic (links hinterm Netz) - klang die letzte Saison aus, bei den Häflern beginnt die neue Spielzeit für die SVG und Jordan Ewert (Nr. 4). Foto Behns

Volleyball-News

Meister kommt zur Heimpremiere

Am 9. Oktober sind Berlin Volleys zu Gast in der neuen Arena

Am Ende der vergangenen Saison wurde der VfB Friedrichshafen zum Dauergegner der SVG – zum Start in die neue Serie 2021/22 sieht man sich schon wieder. Denn die beginnt für die LüneHünen am Mittwoch, 6. Oktober, 19 Uhr, auswärts am Bodensee, wie der jetzt veröffentlichte Spielplan ausweist. Am Sonnabend oder Sonntag zuvor, also 2./3. Oktober, wird wohl der Supercup zwischen Frankfurt und Berlin die Serie eröffnen. Da laufen die Planungen noch.

Zuerst also die weiteste Reise. Ohnehin sind die Häfler ja der Kontrahent, mit dem sich die SVG seit dem Aufstieg bisher am häufigsten auseinandersetzen musste, inklusive zweier Pokalfinals und vieler Playoff-Duelle. Mit bescheidenem Erfolg – eine hohe Hürde zu Beginn also. Und das Startprogramm hält gleich noch einen Knaller bereit: Zum ersten Heimspiel und damit auch zur Premiere in der neuen Arena ist am Sonnabend, 9. Oktober, 20 Uhr, Meister Berlin Volleys zu Gast.

Startprogramm mit vier Matches in 12 Tagen

Am Wochenende darauf steht den Mannen von Chefcoach Stefan Hübner dann ein Doppelspieltag bevor, womit sie aber immerhin einmal die weite Anreise sparen. Am 16. Oktober heißt der Gegner Herrsching – im Münchner Audi Dome, wo die Bayern nach mehreren Anläufen nun endlich einige Begegnungen austragen wollen. Und tags darauf geht es für die SVG zum benachbarten TSV Unterhaching.

Somit stehen also in den ersten 12 Tagen gleich vier Matches auf dem Programm, aber auch die folgenden Wochen werden knackig. Denn dann kommen die englischen Wochen ab Ende Oktober. Am Mittwoch, 3. November, steht ein Bundesliga-Heimspiel gegen Düren wochentags an, dann folgen weitere Aufgaben unter der Woche durch den Einstieg in den DVV-Pokal und die erstmalige Teilnahme am internationalen Geschäft, im CEV-Cup. Im deutschen Pokal geht es am 6./7. November zum Regionalpokalsieger Nord, im CEV-Cup im Zeitraum 9. bis 11. November daheim gegen den serbischen Pokalgewinner Ribnica Kraljevo (Rückspiel 16. bis 18. November), schließlich das Viertelfinale im DVV-Pokal am 24. November – und vielleicht ja auch noch eine weitere Runde international (Zeiträume 30. November bis 2. Dezember und 7. bis 9. Dezember).

Achtung SVG-Fans: Spiele auch zu anderen Uhrzeiten

Die kleiner gewordene Bundesliga mit nur noch neun Teams bleibt auch danach fordernd, denn es wurde ein veränderter Modus eingeführt, zwischen Hauptrunde und Playoffs eine Zwischenrunde eingeschoben. Deren detaillierte Ausgestaltung wird aktuell noch abgestimmt. Sie soll aber auf jeden Fall dazu führen, dass jeder Verein nicht weniger Heimspiele als bisher im Programm hat. Auffällig ist ferner, dass es künftig viel mehr unterschiedliche Zeiten des Spielbeginns gibt, auch für SVG-Fans die Heimspiele Sonnabends um 20 Uhr nicht mehr in Stein gemeißelt sind (s. Übersicht). Denn im Zuge einer neuen VBL-Medienstrategie in der 1. Bundesliga Männer und der Ausweitung des Streaming-Angebots sollen möglichst wenige Spiele parallel, dafür aber zeitversetzt stattfinden, sodass die Fans viele Spiele live verfolgen können.

Die Bundesliga-Spiele der SVG (Heimspiele gefettet):

6. Oktober, 19.00: VfB Friedrichshafen (A)

9. Oktober, 20.00: Berlins Volleys (H)

16. Oktober, 17.30: WWK Volleys Herrsching (A)

17. Oktober, 16.00: TSV Unterhaching (A)

24. Oktober, 15.00: Netzhoppers KW-Bestensee (H)

30. Oktober, 20.00: United Volleys Frankfurt (A)

3. November, 19.00: powervolleys Düren (H)

13. November, 17.30: TSV Giesen Grizzlys (A)

20. November, 20.00: VfB Friedrichshafen (H)

27. November, 17.30: Berlin Volleys (A)

4. Dezember, 17.30: WWK Volleys Herrsching (H)

12. Dezember, 15.00: Netzhoppers KW-Bestensee (A)

18. Dezember, 20.00: United Volleys Frankfurt (H)

30. Dezember, 19.00: powervolleys Düren (A)

8. Januar, 17.30: TSV Giesen Grizzlys (H)

noch offen ist der Termin für das Heimspiel gegen Unterhaching

SVG intern

Personal aufgestockt!

Das Team um das Team der SVG Lüneburg ist ein Stück weiter gewachsen.

Seit dem 1. Juli gehört ein Gesicht, das vielen Fans sicher schon bekannt ist, fest zur Crew der Geschäftsstelle: Sophie Köster wurde nebenberuflich als „Mitarbeiterin interne und externe Kommunikation“ eingestellt. Die 27-Jährige, selbst als Volleyballerin in einer SVG-Frauenmannschaft aktiv, unterstützt den Verein schon lange tatkräftig und ehrenamtlich, nun bekommt sie mehr Verantwortung.

Die gebürtige Stralsunderin, aufgewachsen in Hamburg und seit 2015 in Lüneburg wohnend, hat ein abgeschlossenes Bachelor-Studium „Digital Media“ an der Leuphana und war zuletzt an der Uni wissenschaftliche Hilfskraft. Bei der SVG ist sie nun zuständig für den immer wichtiger und umfangreicher werdenden Social-Media-Bereich, in dem sie auch schon zuletzt half, und hinzu kommen nun noch Aufgaben in der Organisation der Heimspiele.

NEWS AUS DER LIGA

Der japanische Libero Satoshi Tsuiki (geb. Ide) hat seinen Vertrag bei den United Volleys Frankfurt um ein Jahr verlängert. Vom abgewanderten Mittelblocker Jakob Günthör ist nun der neue Verein bekannt: Der Nationalspieler wechselt zum portugiesischen Erstligisten Fonte Bastardo.

Ein Trainer fehlt noch, der Kader des TSV Unterhaching ist aber weitgehend komplett. Mit dem bulgarischen Außenangreifer Simeon Topuzliev (21), Oldie Benjamin Thom (38) im Mittelblock und dem tunesischen Allrounder Mohamed Chefai (26, Außen und Libero) haben drei Spieler ihre Verträge verlängert.

Als zweiten neuen Mittelblocker haben die Netzhoppers KW-Bestensee, den US-Amerikaner Blake Leeson verpflichtet. Der 26-Jährige war letzte Saison in Lausanne/Schweiz, davor ein Jahr in Turku/Finnland. Adrian Klooss, bisher zweiter Zuspieler, wechselt zum Nord-Zweitligisten SV Lindow-Gransee.

NEWS AUS DER SZENE

Ihr bisher bestes Saisonergebnis in der Turnierserie „Qualifiers Timmendorfer Strand“ erreichten die Beachvolleyballer Richard Peemüller und sein Partner Manuel Harms von der SVG Lüneburg beim Wettbewerb am Olympiastützpunkt in Stuttgart. Peemüller/Harms wurden 5., verloren das Viertelfinale gegen Paul Becker/Armin Dollinger 16:21, 15:21, nachdem sie zuvor ein dramatisches Achtelfinale gegen Benedikt Doranth/Rudy Schneider 22:20, 21:23, 16:14 für sich entschieden hatten. Das 4. Turnier der Serie findet am kommenden Wochenende erneut in Stuttgart statt, gemeldet sind auch Peemüller/Harms.

Die Bisons Bühl, nach der letzten Saison aus der Bundesliga zurückgezogen, dürfen in der 3. Liga Süd als TV Bühl einen Neuanfang starten und müssen nicht den Platz der 2. Mannschaft in der Oberliga übernehmen oder gar noch tiefer melden. Einer der Gegner ist der TV Rottenburg, vor zwei Jahren aus der Bundesliga abgemeldet.

Laut des jetzt veröffentlichten Spielplans der Frauen-Europameisterschaft (18. August bis 4. September) trifft die DVV-Auswahl zum Auftakt am 19. August auf Polen, danach in ihrem Pool B auf Tschechien (20. August), Bulgarien (22. August), Griechenland (24. August) und Spanien (25. August) – alle in Plovdiv/Bulgarien. Das Turnier mit 24 Teams findet zudem in Serbien, Kroatien und Rumänien statt.

Der US-Amerikaner Erik Shoji, seit langem schon einer der besten Liberos der Welt, wechselt von Fakel Novy Urengoy aus der russischen Liga zum polnischen Meister ZSKA Kedzierzyn-Kozle und wird dort Nachfolger des polnischen Nationalmannschafts-Denkmals Pawel Zatorski (nach Rzeszow), u.a. zweifacher Weltmeister.

Volley Days der SVG Lüneburg

Volleyball-News

Ferien-Motto: Zurück an den Ball

Anmelden für Volley Days 2021 und Kids Beach Days

Quälend lange Monate der sportlichen Tatenlosigkeit sind vorbei, endlich dürfen auch Kinder und Jugendliche wieder intensiv Sport treiben – die sich zunehmend entspannende Pandemie-Lage macht es möglich. So kann die SVG Lüneburg nun auch wieder eine Veranstaltung ausrichten, die im letzten Jahr Corona bedingt ausfallen musste: die beliebten Volley Days.

Volleyballtraining gleichermaßen in der Halle und im Sand unter Anleitung von Bundesliga-Profis der SVG: Das war vor der Krisenzeit ein großer Renner bei den Kids. Vom 23. bis 26. Juli gibt es die Neuauflage, auf der Beachanlage in Reppenstedt und in der benachbarten Gellersenhalle, dieses Mal für die Jahrgänge 2004 bis 2009 (Mädchen und Jungen). Die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt – deshalb: schnell anmelden über info@svg-lueneburg.de oder Tel. 04131/75735913 (auch für weitere Infos).

Da die Sommerferien dann schon begonnen haben, ist genug Zeit für weitere Aktivitäten. Die SVG nimmt wie viele andere Vereine auch an einem Projekt teil, dass der Nordwestdeutsche Volleyballverband (NWVV) ins Leben gerufen hat, um dem Sporttreiben im Freien nach der langen Pause wieder richtig Rückenwind zu geben: den Kids-Beach-Days. An insgesamt sechs Terminen (je drei für 6-12 Jahre und 13-18 Jahre) wird auf der heimischen Beachanlage – bei der SVG also in Reppenstedt – jeweils von 10 bis 16 Uhr unter fachkundiger Anleitung (Beach-)Volleyball trainiert und gespielt. Motto: zurück an den Ball!

Über folgenden Link (und nur dort), wo auch die genauen Termine aufgelistet sind, kann man sich bei den von der SVG angebotenen Turnieren anmelden:

https://widgets.yolawo.de/w/60d5b6dd49831f13eaf65bb4 Eine Vereinszugehörigkeit ist weder für die Volley Days noch für den Kids Beach Day nötig!

Nachlese Nations League

Brasilien eine Klasse für sich

Die 3. Auflage der Volleyball Nations League (VNL) ist Geschichte und nach zweimal Russland zuvor gibt es einen neuen Gewinner: Brasilien. Die Südamerikaner traten in der fünfwöchigen Bubble von Rimini/Italien äußerst souverän auf und unterstrichen, dass sie als Olympiasieger 2016 auch Favorit auf die Goldmedaille demnächst in Tokio sind.

Statt eines Turniers der sechs Besten gab es Corona bedingt dieses Mal nur eine Vierer-Endrunde, so hatte Titelverteidiger Russland als Fünfter das Nachsehen – Frankreich hatte bei gleicher Sieg- und Punktbilanz (beide 11:4 Siege, 32 Punkte) den minimal besseren Satzquotienten als die Russen. In den Halbfinals hatte Brasilien gegen Frankreich 3:0 (25:20, 25:18, 25:19) gewonnen, auch Polen setzte sich 3:0 (25:22, 25:21, 25:23) gegen Slowenien durch.

So kam es zum Traum-Endspiel Brasilien – Polen, den amtierenden Weltmeister. Die Osteuropäer hatten schon in der Hauptrunde mit 0:3 klar das Nachsehen, nun unterlagen sie 1:3 (25:22, 23:25, 16:25, 14:25), wurden in den Sätzen drei und vier trotz eines starken Diagonalangreifers Bartosz Kurek (17 Punkte) von einem in allen Belangen besseren Gegner geradezu demontiert. Dies nicht zuletzt auch, weil sein Pendant Wallace auf der Gegenseite noch mehr auftrumpfte (22 Punkte, 58% Erfolgsquote), vom großartigen Zuspieler Bruno immer wieder mustergültig eingesetzt wurde. Das Spiel um Platz 3 gewann Frankreich 3:0 (25:20, 25:18, 25:19) gegen Slowenien.

DVV-Team hat erstes Ziel erreicht

Gegen die Slowenen war dem deutschen Team in der zweiten Turnierwoche mit einem 3:1 eine große Überraschung gelungen – ein wesentlicher Baustein für das Erreichen des ersten Saisonziels: die Verbesserung in der Weltrangliste. Da steht aktuell Platz 14 zu Buche, zwischendurch war es sogar 10 – vor dem Turnier 21. Wenn auch die Leistungen sehr schwankend waren, auch unnötig Punkte verschenkt wurden: Der begonnene Neuaufbau ist durchaus vielversprechend. Da wachsen hoffnungsvolle Talente heran. Von Ausnahmekönnern wie Tobias Krick, Linus Weber und dem dieses Mal fehlenden Anton Brehme (Knie) wusste man das ohnehin. Die schon etwas älteren Ruben Schott, Moritz Reichert und Libero Julian Zenger haben sich weiterentwickelt, auf ein ganz starkes Turnier blickt Jan Zimmermann zurück. Der Zuspieler, zuletzt in Perugia viel auf der Bank und auch davor in Maaseik (Belgien) und Berlin nicht glücklich, ließ Kapitän Lukas Kampa (pausierte angeschlagen) fast vergessen.

Ein Gewinner ist sicher auch Florian Krage. Der bisherige LüneHüne, bis dato mit zwei Testspiel-Einsätzen im Nationalteam, untermauerte seinen steil nach oben führenden Weg eindrucksvoll, kam in den 15 Spielen 13 Mal zum Einsatz – jedes Mal in der Starting Six. Seine Chancen, auch eine Einladung für die Europameisterschaft (ab 1. September) zu bekommen, stehen sicher nicht schlecht. Aber nun ist für die Nationalspieler erst einmal Zeit für Urlaub, bevor Mitte Juli die Vorbereitung auf die EM beginnt.

In der Statistiken der 15-Spiele-Hauptrunde liegt der holländische Diagonalangreifer Nimir Abdel-Aziz gleich in drei Wertungen vorne: Topscorer, bester Angreifer und bester Aufschläger. Er sorgte auch für einen VNL-Rekord: 42 Punkte beim 3:2 Hollands gegen Frankreich. Die meisten Blockpunkte sammelte der Serbe Marko Podrascanin, hier liegt Tobias Krick auf einem erstaunlichen 5. Platz. Und noch unter den Top 20 auf der langen Liste taucht auch Krage auf: auf einem geteilten 16. Rang. „Rimini war eine sehr schöne Zeit, an die ich mich immer gerne zurückerinnern werde“, zieht der 24-Jährige Bilanz, „und ich freue mich, meine Fortschritte, die ich dort gemacht habe, in Lubin weiter zu verfestigen und dem Verein helfen zu können, in die Playoffs zu kommen.“ Sein neuer Verein in Polen, zuletzt 11., will wieder mehr auf sich aufmerksam machen.

NEWS AUS DER LIGA

US-Diagonalangreifer Jalen Penrose, der die WWK Volleys Herrsching – wie schon gemeldet – verlassen hat, hat in der Schweiz bei Volley Schönenwerd unterschrieben.

Zuspieler Matthias Valkiers, in der vergangenen Saison bei den United Volleys Frankfurt lange verletzt ausgefallener belgischer Nationalspieler, hat in seiner Heimat beim CEV-Cup-Starter BDO Haasrode Leuven einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben.

Österreichs Nationalspieler Anton Menner (Außenangriff), zuletzt bei den Giesen Grizzlyes und davor in Friedrichshafen, wechselt in die Schweiz zum CEV-Cup-Starter TSV Jona VB.

NEWS AUS DER SZENE

Die Nations League der Frauen gewann bei der 3. Auflage zum 3. Mal die USA, nun mit einem 3:1 (26:28, 25:23, 25:23, 25:21) gegen Brasilien. Dritter wurde die Türkei (3:0 gegen Japan).

Es bleibt bei insgesamt drei Olympiatickets im Beachvolleyball für Deutschland (Julius Thole/Clemens Wickler, Margareta Kozuch/Laura Ludwig und Karla Borger/Julia Sude). Bei der Endrunde des Continental Cups in Den Haag hätten sich Lars Flüggen/Nils Ehlers noch qualifizieren können, wenn Team Deutschland (zusammen mit Alexander Walkenhorst/Sven Winter) das Turnier gewonnen hätte – im Halbfinale war Endstation (0:2 gegen den späteren Gesamtsieger Schweiz).

In der Turnierserie „Qualifiers Timmendorfer Strand“, Ersatz für die abgesagte German Tour, steht für die Beacher am Wochenende die Veranstaltung am Olympiastützpunkt in Stuttgart an, wieder live im Stream auf trops4. Gemeldet sind auch von der SVG Lüneburg Richard Peemüller und sein zuletzt wegen Verletzung pausierender Partner Manuel Harms.

Die SVG Lüneburg startet im CEV-Cup

Die SVG im CEV-Cup

Mit diesem Los kann die SVG leben

Kraljevo aus Serbien ist erster Prüfstein im November

Die ganz großen Gegner wie Zenit Kasan, Modena oder Belchatow sind den LüneHünen erspart geblieben, die Premiere im Europacup hat ihnen aber dennoch ein schweres Los beschert. Der erste Kontrahent im CEV-Cup heißt im November Ribnica Kraljevo, der Pokalsieger aus dem Land des amtierenden Europameisters Serbien.

Dabei hat die SVG zunächst Heimrecht. Gespielt wird dieses 1/32-Finale im Zeitraum 9. bis 11. November bzw. das Rückspiel zwischen 16. und 18. November, die genauen Termine sind zwischen den Vereinen noch festzulegen. Für SVG-Teammanager Matthias Pompe geht es nun also an die Termin-, dann an die Reiseplanungen. „Das wird dann im November sicher keine leichte Aufgabe, serbische Mannschaften sind immer gut ausgebildet“, weiß Pompe aus seiner eigenen aktiven Zeit. „Für unsere Jungs freut es mich trotzdem, es geht gegen einen Gegner aus einem anderen Land, das ist mal etwas ganz anderes.“

Pokalsieger aus dem Land des Europameisters

Ähnlich reagierte Chefcoach Stefan Hübner auf die Aufgabe, die Klasse-Mittelblocker Dragan Stankovic – übrigens ein serbischer Nationalspieler, hoch dekoriert und im italienischen Modena spielendend – als Losfee in Luxemburg aus der Trommel zog: „Schön ist auf jeden Fall, dass es keine Mannschaft geworden ist, gegen die wir schon oft gespielt haben wie Düren oder Frankfurt oder auch Groningen. Serbien hat eine tolle Volleyball-Kultur, da kommen immer wieder tolle, junge Spieler nach. Mit diesem Gegner habe ich mich jetzt natürlich noch nicht groß beschäftigt, das wird aber sicher auch eine gute Mannschaft sein.“

Kraljevo liegt 1600 Kilometer entfernt in Zentral-Serbien, eine Kleinstadt mit 67 000 Einwohnern, 170 Kilometer südlich der Hauptstadt Belgrad. Berühmtester Spieler des Vereins ist Weltklasse-Mittelblocker Srecko Lisinac, in der Bundesliga noch bekannt aus seiner Zeit in Berlin (2013/14), jetzt in Trentino/Italien (zuletzt Champions-League-Finalist). Die letzte Saison schloss das Team die Hauptrunde als Zweiter ab, schied dann in den Playoffs aber schon im Viertelfinale gegen den 7. (Mladi Radnik) aus.

Warten auf die Gescheiterten aus der Champions League

31 Teams haben für den CEV-Cup gemeldet, hinzu kommen noch Mannschaften, die es in der Qualifikation zur Champions League nicht in die Gruppenphase der Königsklasse schaffen. Die dürfen dann im Wettbewerb darunter, dem CEV-Cup, weiterspielen, steigen dort ins 1/16-Finale ein, dessen Hinspiele für Ende November/Anfang Dezember angesetzt sind.

Die SVG war als absoluter Neuling in den Lostopf mit den Teams gerutscht, die in der Champions League in der Qualifikation ausscheiden. Vorteil: Die LüneHünen kennen nun ihren Gegner schon, die anderen Paarungen zum Start im CEV-Cup sind noch offen, bis die Quali in der Champions League gelaufen ist (Mitte Oktober). Und anhand verschiedener Ranglisten, angesammelter Punkte und Meriten in der Vergangenheit waren einige Teams wie DVV-Pokalsieger Frankfurt gesetzt für das 1/16-Finale – so ganz aber war das Verfahren auf die Schnelle nicht nachvollziehbar, zumal der Auslosungs-Marathon ja auch noch den Challenge Cup als dritten Wettbewerb sowie die drei Frauen-Klassements umfasste. Egal – die SVG und ihre Fans haben erst einmal Planungs-Sicherheit.

Nations League

Nationalteam mobilisiert letzte Kräfte

Tobias Krick zeigte zum Turnierende noch einmal ganz starke Leistungen

Auch zum Abschluss der Nations League gab es für die deutschen Männer nicht mehr viel zu holen, nach der Nullrunde (kein Punkt, kein Satz) in der Turnierwoche zuvor brachten die Auftritte 13 bis 15 in der fünfwöchigen Bubble von Rimini aber immerhin noch Versöhnliches gegen drei große Volleyball-Nationen.

Beim 1:3 (18:25, 18:25, 25:23, 19:25) gegen ein im Angriff effektives Russland zum Start in Woche 5 waren die Mannen von Bundestrainer Andrea Giani zwar erwartungsgemäß chancenlos, vor allem in den ersten beiden Sätzen, hielten aber gut dagegen, erkämpften sich Satz drei und hielten auch Durchgang vier lange offen. Mit zu harmlosem Service (kein Ass) waren die Russen aber letztlich nicht in Verlegenheit zu bringen. Bester deutscher Scorer war Moritz Reichert (12 Punkte), stark auch Tobias Krick (10) und Denys Kaliberda (9).

Tags darauf wartete mit Brasilien ein noch stärkerer Gegner, das Endergebnis fiel mit 0:3 (21:25, 21:25, 23:25) auf den ersten Blick noch deutlicher aus, doch das auf drei Positionen veränderte und verjüngte Team hielt alle Sätze bis zum Schluss offen. So entwickelte sich ein durchaus spannendes Match mit im Gegensatz zum Vortag vielen langen Rallys – in denen der Tabellenführer jedoch meist das bessere Ende für sich hatte. Bester DVV-Scorer war dieses Mal Ruben Schott (13) vor Linus Weber (12), stark spielte auch Libero Julian Zenger.

Am Ende gegen Italien fast noch ein Sieg

Zum Schluss ging es noch gegen Italien, das ohne einige Stars wie Diagonalangreifer Ivan Zaytsev oder Zuspieler Simone Gianelli, dafür aber mit Riesen-Talenten die VNL bestritt. Die Gastgeber schienen die Deutschen zunächst beim 3:2 (25:12, 24:26, 25:22, 21:25, 15:13) aus der Halle schießen zu wollen, der erste Satz geriet mit zwischendurch teils 12 und letztlich 13 Punkten Rückstand zum Debakel für Zenger & Co., bei denen gar nichts ging.

Doch zwei Wechsel – Simon Hirsch für Linus Weber diagonal und Moritz Reichert für David Sossenheimer außen – sorgten für die Wende und ein noch spannendes Match. Hirsch führte sich gleich gut ein, schloss eine Mega-Rallye mit einem Punkt ab und ließ ein Ass folgen. Der Diagonalangreifer blieb auch in der Folge gefährlich und kam auf 15 Punkte bei einer Erfolgsquote von 50%. Ruben Schott, wie meist auch stark in der Annahme, stand ihm mit am Ende 14 Punkten (3 Asse) kaum nach. Schott brachte letztlich auch Durchgang zwei nach Hause: Als ein lange klarer Vorsprung erst dahinschmolz und beim 23:24 die Ernüchterung drohte, da haute Schott zwei Asse in Folge raus.

Satz drei, heiß umkämpft (auch emotional), ging nach ständig wechselnden Führungen wieder an Italien, dort waren jeweils im Außenangriff der 20-jährige Alessandro Michieletto (Trentino, 17 Punkte) und der 21-jährige Mattia Bottolo (Padua, 12) nicht zu stoppen. Doch das DVV-Team holte sich wieder Abschnitt vier nach schneller, hoher Führung, weil der überragende Mittelblocker Tobias Krick heiß lief: 16 Punkte, davon 13 Angriffe (21 Versuche). Im Tiebreak hatte dann Italien den besseren Start, zog auf 7:3 und 13:7 davon, Krick & Co. kämpften sich noch einmal bis auf zwei Punkte heran, doch dann fiel der Vorhang.

Krage wechselt nach Polen

Ex-LüneHüne Florian Krage stand in den Matches gegen Russland und Brasilien wieder in der Starting Six, pausierte aber gegen Italien. Zudem wurde in dieser Woche sein neuer Verein bekannt. Der 24-Jährige wechselt nach Polen, unterschrieb bei Cuprum Lubin (nicht zu verwechseln mit Lublin), zuletzt Tabellen-11. (von 14) in der PlusLiga des Weltmeisters.

Spannend bis zum Schluss blieb der Kampf um die Plätze ganz vorne. Brasilien und Polen marschierten schon länger souverän vorweg, dahinter sicherten sich Slowenien und Frankreich, beide punktgleich mit Titelverteidiger Russland, den Einzug in die Finalrunde, die ja dieses Mal nur eine Vierer- statt Sechser-Runde ist. Damit kommt es an diesem Sonnabend zu den Halbfinals Brasilien – Frankreich (11.30 Uhr) und Polen – Slowenien (15 Uhr). Sonntag folgen das Spiel um Platz 3 (11.30 Uhr) und das Finale (15 Uhr).

NEWS AUS DER LIGA

Nationalmannschafts-Mittelblocker Marcus Böhme (35) hat beim VfB Friedrichshafen um zwei weitere Jahre verlängert.

Der Kader des TSV Unterhaching bekommt immer mehr Konturen. Als neuer Diagonalangreifer kommt Philipp Schumann (28) aus Düren, dort in den letzten zwei Jahren zweiter Mann hinter Sebastian Gevert. Seinen Vertrag verlängert hat Außenangreifer Niklas Brandt (19), sein erst 17-jähriger Bruder Severin (Zuspieler) geht zum Drittligisten VCO München. Alexandru Zahar (diagonal) pausiert aus beruflichen Gründen.

Mit dem US-Amerikaner Max Chamberlain haben die Netzhoppers KW-Bestensee einen neuen Mittelblocker verpflichtet. Der 24-Jährige spielte zuletzt bei AOP Kifisias in Griechenland, davor ein Jahr bei Tourcoing Lille in Frankreich. Mittelblocker Jakub Kovac, slowakischer Nationalspieler, ist dagegen nach einer Saison wieder gegangen.

Der neue Aufsichtsrat der Volleyball Bundesliga (VBL) hat jetzt die dreiköpfige Geschäftsführung ab 1. Juli berufen, Daniel Sattler (45) ist ihr Sprecher und verantwortet seit 2013 schon als Prokurist die Geschäftsbereiche Unternehmensorganisation und Finanzen. Zu seinen Kernaufgaben gehören zukünftig zudem die strategische Steuerung der VBL und das Gremienmanagement. Julia Retzlaff (33), seit 2015 Mitarbeiterin im VBL-Center, verantwortet als Geschäftsführerin Sport die Fachbereiche Spielbetrieb und Lizenzierung, Sportentwicklung und Nachwuchs sowie Vereinsentwicklung. Gunter Hardt (48) steuert die Arbeitsfelder Vertrieb, Vermarktung und Marketing.

NEWS AUS DER SZENE

Die DVV-Frauen schlossen Woche 5 in der Nations League nach dem 3:0 gegen Serbien mit einem 1:3 (23:25, 25:19, 24:26, 15:25) gegen Japan und einem 2:3 (21:25, 22:25, 25:14, 27:25, 9:15) gegen die Dominikanische Republik ab und beendeten damit das Turnier wie bei der letzten Austragung als Zehnte unter 16 Teams (5 Siege, 10 Niederlagen/16 Punkte). In der Endrunde der besten Vier kamen Brasilien durch ein 3:1 gegen Japan und die USA durch ein 3:0 gegen die Türkei ins Endspiel.

Bei der Vierer-Endrunde der European Golden League der Männer, eine Stufe unter der Nations League, setzte sich die Türkei im Finale mit 3:1 gegen die Ukraine durch. Der damit eigentlich verbundene Aufstieg wurde in diesem Jahr aber wegen der Folgen der Corona-Pandemie ausgesetzt ebenso der Abstieg aus der Nations League. Das Spiel um Platz 3 gewann Estland 3:0 gegen Belgien.

Beim zweiten Beachvolleyball-Turnier der „Qualifiers Timmendorfer Strand“ in Düsseldorf ging SVG-Spieler Richard Peemüller mit Benedikt Doranth (MTV München) an den Start, weil sein eigentlicher Partner Manuel Harms sich wegen einer in der Woche davor zugezogenen Armverletzung noch schonen musste. Nach zwei 0:2-Niederlagen und Gruppenplatz 4 war für Peemüller/Doranth das 2. Qualifikationsturnier zur Deutschen Meisterschaft beendet. Unterdessen steht aber die komplette Ersatz-Serie für die German Beach Tour, von der zuletzt auch noch die Turnierorte Kühlungsborn und St.Peter-Ording als Folge der Corona bedingten Einschränkungen gestrichen wurden. Nun gibt es noch zwei Veranstaltungen in Stuttgart sowie je eine in Königs Wusterhausen und Berlin – alle unter Ausschluss von Fans.

Starke Fünfte wurden Theo Mohwinkel von der SVG Lüneburg mit seinem Partner Tino Pundt (VSV Ammerland) bei der in Bochum ausgetragenen deutschen U20-Meisterschaft im Beachvolleyball.

SVG intern

Beim diesjährigen Online-Verbandstag des Nordwestdeutschen Volleyballverbandes wurde die SVG Lüneburg für die Saison 2018/2019 und 2019/2020 jeweils mit einem 2. Platz des Irma-Bockelmann-Jugendförderpreises, der seit 1993 ausgelobt wird, geehrt.

Ausgezeichnet werden Vereine, die eine besonders erfolgreiche Jugendarbeit nachweisen können. Bewertet werden hierbei die Anzahl der Mannschaften, die an offiziellen Jugendmeisterschaften teilgenommen haben, die dort erzielten Platzierungen sowie die Anzahl der Spieler und Spielerinnen in den aktuellen Landesauswahlmannschaften. Der 1. Preis beträgt 1000 Euro, der 2. Preis 500 Euro, der 3. Preis 250 Euro.

Im Beach-Nachwuchsbereich errang die SVG beim Beach-Förderpreis 2019 den 4. Platz und in 2020 den 2. Platz. Hier fließen die Anzahl der Teams und die Ergebnisse ein.

Das DVV-Team am Boden- Diese Szene aus dem Match gegen Polen ist geradezu ein symbolisches Bild nach einer Woche ohne Punkt- und Satzgewinn

Volleyball-News

Nullrunde in Turnierwoche 4

DVV-Team zahlt Lehrgeld gegen Japan, Kanada, Polen

Die Nations League hatte für die Männer-Nationalmannschaft mit sechs Punkten in drei Spielen so verheißungsvoll begonnen, doch inzwischen ist Ernüchterung eingekehrt. Turnierwoche vier wurde im italienischen Rimini zur Nullrunde: Kein Punkt in drei Matches, nicht einmal zu einem Satzgewinn reichte es. Dabei schienen die ersten beiden Gegner Japan und Kanada ihrer bisherigen Ausbeute nach auf gleichem Niveau, tummeln sich wie Deutschland in der zweiten Tabellenhälfte.

In diesem Turnier-Abschnitt setzte Bundestrainer Andrea Giani vermehrt auf seine Youngster, Spieler wie Christian Fromm, Simon Hirsch und Marcus Böhme kamen im Gegensatz zu Denys Kaliberda in den ersten beiden Matches kaum noch zum Einsatz. Beim 0:3 (18:25, 22:25, 20:25) gegen Japan unterliefen dem Team zu viele Aufschlagfehler (17), selbst dem ansonsten starken Linus Weber (6). Der Diagonalangreifer war mit 15 Punkten wieder einmal bester Scorer. Wie er hatte auch der eingewechselte Moritz Reichert (10 Punkte) eine starke Angriffsquote.

Kanada mit einigen Bundesligaspielern

Beim 0:3 (17:25, 24:26, 21:25) gegen Kanada tags darauf mit exakt gleicher Startformation war Weber erneut Topscorer (16), dieses Mal auch stark von der Aufschlaglinie (3 Asse). Nach verkorkstem ersten Satz mit schnellem, hohen Rückstand fing sich die Mannschaft, nachdem sie auch im zweiten Durchgang klar zurücklag (3:8). Gegen die Kanadier mit einigen aktuellen und ehemaligen Bundesligaspielern, ja sogar zwei ehemaligen LüneHünen (Ryan Sclater, Steven Marshall), lag sogar ein Satzgewinn in der Luft – wie lange auch in Abschnitt drei (15:16). Doch dann wurden zwei Angriffe geblockt, 15:18, die Vorentscheidung. Zumal der bullige, sprung- und schlagstarke Diagonalangreifer Sharone Vernon-Evans (Perugia) nicht zu stoppen war (16 Punkte). Sein Konkurrent Sclater trumpfte dann im nächsten Match auf, kam beim 3:0 gegen Japan auf 16 Zähler.

Drittes, schier aussichtsloses Match der Woche war die Aufgabe gegen Weltmeister Polen, bei dem der Bundestrainer fast komplett durchwechselte und wieder auf die Routiniers setzte. Fromm, Böhme und Hirsch kehrten in die Starting Six zurück, dazu auch mal wieder Noah Baxpöhler im Mittelblock, während Florian Krage erstmals nicht dabei war. Zu einem der Besten wurde beim 0:3 (22:25, 19:25, 20:25) aber David Sossenheimer als finten-reicher Außen, stark auch in der Annahme und Feldabwehr. Seine 9 Punkte übertraf noch der gut aufgelegte Kapitän Fromm (11). So hielt das DVV-Team das Geschehen jeweils bis zur zweiten technischen Auszeit offen, hatte aber letztlich auch wegen nur zwei Blockpunkten keine Chance gegen Weltstars wie Wilfredo Leon (13) und Bartosz Kurek (16).

Dass die Bilanz nun zum Abschluss noch aufgehübscht werden kann, ist schwer vorstellbar: In Turnierwoche 5 geht es gegen den Tabellenvierten Russland (Montag, 21 Uhr), Spitzenreiter Brasilien (Dienstag, 19.30 Uhr) und Italien (Mittwoch, 19.30 Uhr), eine weitere Volleyball-Weltmacht, die allerdings ohne einige Stars am Turnier teilnimmt und derzeit nur Neunter ist.

NEWS AUS DER LIGA

Zweiter Diagonalangreifer bei den Berlin Volleys hinter Ben Patch wird der Tscheche Marek Sotola, der für zwei Jahre unterschrieb. Obwohl erst 21 Jahre alt, bringt Sotola, zuletzt beim französischen Erstligisten Stade Poitiers, schon jede Menge Erfahrung mit, wurde mit České Budějovice zweimal Meister und einmal Pokalsieger und spielte regelmäßig in der Champions League.

Das argentinische Talent Luciano Vincentin (21) hat beim VfB Friedrichshafen einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben. Der Außenangreifer spielte zuletzt bei BBTS Bielsko-Biala in der 2. polnischen Liga, wo auch der neue Trainer Mark Lebedew arbeitete und den 1,99-m-Mann daher gut kennt.

Seinen zweiten Neuzugang meldet der TSV Unterhaching in Mittelblocker Lennart Eckel vom Zweitligisten YoungStars Friedrichshafen. Er gilt als eines der größten Talente des Jahrgangs 2002, nahm Mitte April in Kienbaum an der ersten Lehrgangswoche der Nationalmannschaft und U23/B-Nationalspieler teil. Seinen Vertrag verlängert hat zudem Mittelblocker Paul Gehringer, während Routinier Roy Friedrich seine Karriere beendet.

NEWS AUS DER SZENE

Der bisherige LüneHünen-Zuspieler Gijs van Solkema wechselt nach Tschechien zum oftmaligen Europacupstarter Kladno Volejbal, zuletzt Playoff-Viertelfinalist im Nachbarland. Der 23-Jährige unterschrieb in Kladno, 25 km nordwestlich von Prag, einen Ein-Jahres-Vertrag als Nachfolger seines Landsmannes Dan van Haarlem.

Die DVV-Frauen starteten schlecht in die 4. Woche der Nations League, gönnten Thailand beim 1:3 (26:24, 21:25, 21:25, 16:25) den ersten Sieg im 10. Anlauf. Dem folgte ein 1:3 (25:22, 17:25, 21:25, 22:25) gegen Brasilien und ein versöhnliches 3:0 (25:23, 25:20, 25:23) gegen Polen. Woche 5 begann mit einem 3:0 (25:23, 25:16, 25:21)-Sieg gegen Serbien, es folgen noch Matches gegen Japan (Sonnabend,13 Uhr) und gegen die Dominikanische Republik (Sonntag, 10 Uhr).

Neunte wurden die für die SVG Lüneburg startenden Beachvolleyballer Manuel Harms/Richard Peemüller beim ersten Turnier der „Qualifiers Timmendorfer Strand“ in Düsseldorf. Sie gewannen eins ihrer zwei Gruppenspiele, schieden dann aber im Achtelfinale knapp mit 0:2 (18:21, 19:21) gegen Jonathan Erdmann/Theo Timmermann (Netzhoppers KW-Bestensee) aus. Turnier 2 dieser Serie läuft an gleicher Stelle an diesem Wochenende, das Streaming-Portal Trops4 überträgt wieder live.

Drei Plätze für das olympische Turnier im Beachvolleyball haben sich deutsche Duos über die Weltrangliste gesichert, die drei Teams wurden jetzt vom Verband auch fest nominiert: Julius Thole/Clemens Wickler, Margareta Kozuch/Laura Ludwig und Karla Borger/Julia Sude werden nach Tokio entsandt. Jede Nation darf aber theoretisch zwei Teams pro Geschlecht schicken, der DVV hat also bei den Männern noch eine Chance über die Endrunde des Continental Cups, der vom 23. bis 26. Juni in Den Haag/Niederlande stattfindet. Da starten in der nächsten Woche Nils Ehlers/Lars Flüggen als derzeit zweibestes DVV-Duo zusammen mit Alexander Walkenhorst/Sven Winter – nur die Sieger-Nation bekommt noch ein Ticket nach Tokio.

Spiele mit der aufgehängten Flagge des europäischen Volleyball-Verbandes finden in der neuen Saison auch bei der SVG Lüneburg in der Arena statt

SVG Lüneburg international dabei

SVG wagt Sprung nach Europa

Start im CEV Cup – Auslosung am nächsten Freitag         

Die SVG Lüneburg geht den nächsten Entwicklungsschritt und der heißt Europapokal. In der kommenden Saison werden die LüneHünen international aufschlagen, nachdem dreimal zuvor trotz Qualifikation ein Verzicht erklärt worden war. Nun heißt es: CEV Volleyball Cup, wir kommen!

Als Bronzemedaillen-Gewinner wäre die SVG wie auch Düren eigentlich qualifiziert für den Challenge Cup, Nummer 3 in der Reihe der Europacup-Wettbewerbe. Beide stellten aber bei der Meldung gleich den Antrag, gerne auch eine Stufe höher im CEV Cup spielen zu wollen, falls möglich. Diesem Wunsch wurde nun auch stattgegeben, denn im Challenge Cup sind ohne die beiden deutschen Vertreter 37 Teams gemeldet, im CEV Cup dagegen wäre ohne SVG und Düren nur ein 29er-Feld zusammengekommen. Dort im CEV Cup ist aus der Bundesliga zudem Frankfurt als Pokalsieger gemeldet. In der Champions League werden wieder Meister Berlin und Friedrichshafen spielen.

Illustre Namen im Teilnehmerfeld

„Ich hätte mich auch über einen Start im Challenge Cup als nächstem Schritt unserer Entwicklung gefreut. So ist es aber natürlich nochmal etwas anderes. Da sind die möglichen Gegner noch namhafter“, blickt Chefcoach Stefan Hübner schon gespannt der Auslosung entgegen. Diese findet am kommenden Freitag, 25. Juni, statt. Und Hübner ergänzt: „Ich freue mich besonders auch für die Spieler, die noch gar nicht international angetreten sind, weder mit einem Verein noch mit einer National- oder Junioren-Nationalmannschaft. Das ist schon etwas Spannendes, raus aus dem Liga-Alltag, die Chance, ganz neue Erfahrungen zu sammeln.“

Im Kreis der somit 31 Mannschaften sind illustre Namen dabei. Gewinner in der letzten Saison war Dynamo Moskau, 2019 holte Trentino Itas diesen Pokal. Die Palette reicht nun von TSV Jona/Schweiz oder VK Prag über alte (Testspiel-)Bekannte wie Groningen bis zu Größen wie dem polnischen Spitzenteam Belchatow über den vielfachen französischen Meister und Pokalsieger Tours VB (Double 2019) bis zum oftmaligen Champions-League-Triumphator Zenit Kazan. Zu den gemeldeten Teams kommen dann noch die Starter, die in der Qualifikation zur Champions League gescheitert sind – letztes Jahr zum Beispiel Dynamo Moskau. Los geht’s am 9./11. November mit den Hinspielen der ersten Runde (1/32-Finale) und den Rückspielen dann eine Woche später.

Bis dahin wartet noch viel Arbeit besonders auf SVG-Teammanager Matthias Pompe, der das Thema Europacup schon in den letzten Wochen oft auf dem Zettel hatte. Denn international zu spielen ist noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Das beginnt schon bei der Einarbeitung in das Thema: „Das Regelwerk ist 128 Seiten stark, natürlich alles auf Englisch,“ berichtet Pompe. Es legt in den Durchführungsbestimmungen auch die kleinste Kleinigkeit fest, die von den teilnehmenden Vereinen penibel zu beachten sind – Stichworte: Court-Layout, Kleidungs-Layout, Gestaltung von PR-Materialien, Vor- und Nachberichterstattung inklusive Fotos für die CEV, technische Qualität der LED-Banden oder später dann eventuell auch Installation des Challenge-Systems (Pflicht ab Viertelfinale).

„Das wird alles ein riesiger Mehraufwand – und für die Spieler natürlich eine Mehrbelastung mit den englischen Wochen“, weiß Pompe, auf den dann nach der Auslosung auch die genaue Terminabstimmung – eingebettet in den Bundesliga-Spielplan – zukommt, dazu Anreise, Hotel-Buchung, eventuell Visum-Beantragung. Und wohl auch noch Corona-Bestimmungen in der dann noch nicht vollständig bewältigten Pandemie.

Die neue Arena macht vieles einfacher

SVG-Geschäftsführer Andreas Bahlburg sieht das alles aber auch als eine Belohnung für die letzten Leistungen: „Das wir in dieser Saison schon so weit sind, war ja aus sportlichen Gründen erst nicht zu erwarten. Dann haben das die Jungs mit einer tollen Rückrunde noch möglich gemacht. Bisher mussten wir auf eine Meldung international verzichten, so schwer es auch fiel. Die Arena macht nun natürlich vieles einfacher. Früher mit dem Umzug nach Hamburg – und dann noch mit Spielen unter der Woche – wäre das schon organisatorisch nicht zu stemmen gewesen, mal abgesehen von den Kosten für die Hallenmiete in Hamburg. Inzwischen haben wir Erfolgsprämien in Sponsorenverträgen stehen, die beim Erreichen des Europacups zum Tragen kommen und zusammen mit den zu erwartenden Zuschauereinnahmen das finanzielle Risiko überschaubar machen.“ Die Premiere kann also kommen.

Richhard Peemüller und Manuel Harms - Das SVG-Logo auf den Hoodies zeigt es an, dass das Duo die Lüneburger Farben vertritt

Volleyball-News

Heißes SVG-Eisen im Beach-Feuer

Zweifache DM-Teilnehmer Peemüller/Harms starten in dieser Sand-Saison für Lüneburg

Spitzensport bei der SVG Lüneburg war bisher vor allem Volleyball-Bundesliga in der Halle. Ab diesem Sommer aber ist die SVG auch im Sand hochklassig vertreten. Diagonalangreifer Richard Peemüller und sein Partner Manuel Harms, die in der Vergangenheit schon beachtliche Ergebnisse verzeichneten, gehen auch jetzt wieder bei deutschen Beachvolleyball-Turnieren an den Start – unter dem gemeinsamen Vereinsnamen der SVG Lüneburg.

Harms/Peemüller sind seit 2018 ein Team, liefen bisher unter SV Fellbach/VC Dresden auf. Nachdem sie erst bei kleineren Turnieren durch die Lande getingelt waren, traten sie im Juni 2019 erstmals bei einem Turnier der deutschen Beach-Tour in Dresden an, wurden prompt Zweite und verbesserten sich seitdem ständig. 2019 durften sie auch erstmals an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen, dem 13. Platz folgte ein Jahr später gleich der zweite DM-Start und Rang 9. In diesem Sommer sollen nun aller guten Dinge drei werden.

Deutsche Tour erneut vor einer Geisterkulisse

Doch wie 2020 nach dem Ausbruch der Corona-Krise wird auch jetzt die deutsche Tour nicht in der Form wie früher üblich stattfinden, als zumeist je vier Städte- und Küsten-Turniere den Weg zur DM nach Timmendorf ebneten. Die Planungen für dieses Jahr wurden wegen der andauernden Pandemie und fehlender Planbarkeit von mit Zuschauern vorgesehenen Großveranstaltungen vor kurzem über den Haufen geworfen, die ersten vier vorgesehenen Turniere der German Beach Tour gestrichen. Noch offen ist, ob die Turniere im Juli in Kühlungsborn und St. Peter-Ording stattfinden oder auch hier Ersatz geschaffen wird. Das Turnier in Hamburg im August, das als neues Format „King of the Court“ gespielt wird, soll dagegen ebenso auf jeden Fall im Programm bleiben wie die DM Anfang September.

Um trotz der Absagen noch eine faire Qualifikation für die DM zu ermöglichen, wurde fieberhaft an Auswegen gearbeitet, sollen eventuell sogar Landesturniere aufgewertet werden. Eine erste Lösung sind die beiden Veranstaltungen an diesem Wochenende (11. bis 14. Juni) und eine Woche später (18. bis 21.) in Düsseldorf: Turniere mit hochkarätig besetzten 16er-Feldern, die unter Ausschluss von Zuschauern und auf Basis einer Infrastruktur laufen, die verbands-unabhängig schon im letzten Jahr aufgebaut und unter dem Namen „Beach Trophy“ bekannt wurde. Live-Bilder davon gibt es jeweils auf der Streaming-Plattform www.twitch.tv/trops4

In Düsseldorf sind auch Peemüller/Harms, die auch unter dem Namen „bounce brothers“ in der Szene bekannt sind, am Start. Für sie ist die neue sportliche Heimat unter dem Dach der SVG eine willkommene Partnerschaft und Hilfe, und die SVG ist durch das Engagement in Spitzen-Beachvolleyball über die Hallensaison hinaus präsent. „Da wir künftig auch im Sommer mehr sichtbar sein wollen, bot sich das an mit einem Spieler im Bundesligakader, der im Beachbereich in der erweiterten deutschen Spitze mitspielt. Die beiden bekommen eine finanzielle Unterstützung, dafür geben sie dann für unseren Nachwuchs Trainingsstunden und machen zudem das SVG-Logo, das sie auf ihrer Kleidung und dem PKW haben, deutschlandweit bekannter“, erklärt SVG-Geschäftsführer Andreas Bahlburg die Win-Win-Situation.

Schließlich hat die SVG auch Beach-Talente, von denen es einige sogar schon zur Teilnahme an Deutschen Jugend-Meisterschaften gebracht haben. Umso besser, wenn sie dann noch professionelle Förderung bekommen. „Die Beachanlage in Reppenstedt ist ja auch von zwei auf vier Plätze erweitert worden – einmalig in dieser Region“, verweist Bahlburg auf eine wachsende Sparte und ergänzt: „In Pandemie-Zeiten hat sich zudem erwiesen, wie wichtig es ist, für draußen ein Sportangebot zu machen, da geht ja viel mehr als in der Halle.“

Auch Kooperation mit „Beach me e.V.“ ist neu

Weitere Unterstützung gibt es durch eine neue Kooperation mit „Beach me e.V.“, einem Beachvolleyball-Verein, der sich für die Entwicklung dieses Sports in ganz Deutschland einsetzt. Er ist in Hamburg ansässig und von den Ex-SVGern Oliver Utermöhl (Präsident) und Mischa Urbatzka (Vizepräsident) aufgebaut worden. Beach me ist im Laufe der Jahre immer weiter gewachsen, längst auch mit einem großen, qualifizierten Trainerteam und inzwischen weit über Hamburg hinaus. Und mit Per-Ole Schneider ist mittlerweile ein weiterer früherer Spieler der SVG dabei. Er wird auch in diesem Sommer in Reppenstedt Trainerstunden für die Jugendlichen geben.

Stellt sich noch die Frage, wo Richard Peemüller seine Zukunft sieht – im Sand oder Indoor? „Im Beachbereich haben wir sicher unser Potenzial noch nicht ausgeschöpft und können noch einiges erreichen, zumal dort die Spitze sehr eng zusammen ist und jeder gegen jeden verlieren oder gewinnen kann – mal abgesehen von Julius Thole/Clemens Wickler. Mein Fokus bleibt aber auf jeden Fall auf der Halle.“ Wie wertet er da seine Premierensaison bei den LüneHünen? „Unter dem Strich gut. Die Mannschaft hat trotz der besonderen Rahmenbedingungen eine starke Entwicklung genommen, auch ich. Mit meinen Einsatzzeiten war ich zufrieden. Ich habe vom Trainer viel Vertrauen bekommen, es mir aber auch erarbeitet. Spielerisch war ich mit meinen Leistungen nicht 100 Prozent zufrieden. Ich muss konstanter werden, um auch noch mehr Verantwortung übernehmen zu können.“

Nations League

DVV-Team auf Achterbahnfahrt

Ganz stark beim Sieg gegen den Iran – Denys Kaliberda setzt sich gegen Saeid Marouf durch

Höchst schwankend bleiben die Leistungen der deutschen Männer bei der Nations League im italienischen Rimini. Die dritte Turnierwoche brachte die bisher geringste Punktausbeute (2), endete aber nach zwei Enttäuschungen noch mit einem Ausrufezeichen: einem schwer erkämpften 3:2 gegen den Iran.

Eingestiegen in den dritten Turnierabschnitt waren die Mannen von Bundestrainer Andrea Giani mit einem 1:3 (25:19, 22:25, 18:25, 15:25) gegen den amtierenden Europameister Serbien, gekennzeichnet von vielen langen Rallys. In der Anfangsformation stand Christian Fromm als einziger Routinier. Nach großartigem ersten Satz und bis zum 22:22 ausgeglichenem zweiten Durchgang fand das DVV-Team keine Mittel mehr gegen Serbiens Stars wie Uros Kovacevic, Marko Podrascanin und Drazen Luburic, die in Topvereinen in Russland und Italien spielen, und fiel zum Schluss regelrecht auseinander. Voll überzeugen konnten nur Linus Werber (15 Punkte) und der aufschlagstarke Ruben Schott (13, darunter 4 Asse).

Dennoch brachte Giani tags darauf exakt die gleiche Starting Six gegen die USA, und die trat beim 0:3 (12:25, 18:25, 27:29) im ersten Satz so desaströs auf wie am Schluss gegen Serbien – trotz einiger früher Wechsel. Die Angriffsquote lag lange bei weniger als 30% (vieles wurde weggeblockt), die Annahme war schlechter als sonst, die Aufschläge kamen auch nicht. Besser wurde es erst durch weitere Personalwechsel. So überzeugte Youngster Erik Röhrs, der tags zuvor ein Kurzdebüt gegeben hatte und nun Mitte des zweiten Satzes dauerhaft für Christian Fromm kam, noch mit einer guten Vorstellung und 6 Punkten bei guter Quote im Außenangriff. In dieser Phase stand ein Youngster-Team auf dem Feld, in dem Jan Zimmermann und Ruben Schott mit 28 und 26 Jahren die mit Abstand ältesten waren.

Zum Wochenabschluss doch noch 2 Punkte

Aufgabe Nummer drei der Woche schien auf dem Papier auch viel zu schwer, der Iran wird in der Weltrangliste derzeit immerhin auf Platz 6 geführt. Doch das umformierte deutsche Team, in dem u.a. Denys Kaliberda nach vielen Spielen mal wieder begann, trat nach knapp verlorenem ersten Satz beherzt auf und holte beim 3:2 (23:25, 25:20, 25:19, 19:25, 15:13) wertvolle Punkte für dieses Ranking, in dem sich ja der DVV unbedingt verbessern will. Die Sätze 2 und 3 verliefen noch klarer, als es schließlich in der Statistik stand. Gerade Kaliberda düpierte den Gegner immer wieder (13 Punkte).

Vorzüglich präsentierte sich aber auch der Mittelblock, der alleine insgesamt 23 Punkte sammelte. Ex-LüneHüne Florian Krage, in allen neun bisherigen Spielen in der Starting Six, lief zur Hochform auf (13 Punkte), Tobias Krick, seit Ende des ersten Satzes für Noah Baxpöhler auf dem Feld, stand ihm kaum nach (9). Insgesamt bester Scorer war aber wieder einmal Weber. Doch der Iran kämpfte sich in einem nun hoch emotionalen Match zurück und erzwang den Tiebreak, in dem aber das DVV-Team stets vorne lag und den Sack zumachte.

Weiter geht es für die Deutschen ab Dienstag gegen Japan (16 Uhr), Kanada am Mittwoch (18 Uhr) und Polen am Donnerstag (21 Uhr). Dann ist auch Kapitän Lukas Kampa dabei, der nach auskurierter Verletzung nun dazugestoßen ist. Jan Zimmermann war jedoch bisher ein guter Vertreter des Zuspielers.

NEWS AUS DER LIGA

Neuer zweiter Zuspieler hinter Sergey Grankin bei den Berlin Volleys – für den abgewanderten Pierre Puyol – wird Matthew West (27). Der US-Amerikaner, der für ein Jahr unterschrieb, war in der Saison 2015/16 schon einmal in Düren, kommt aktuell aus der Türkei, spielte aber auch schon in Frankreich, Tschechien, Finnland und Holland.

Als zweiten Zuspieler hinter Kapitän Dejan Vincic hat der VfB Friedrichshafen Stefan Thiel (23) von den Bisons Bühl für ein Jahr verpflichtet.

Estlands Nationalspieler Karli Allik (24) wechselt von KW-Bestensee zu den United Volleys Frankfurt – ein weiterer Außenangreifer mit starken Aufschlägen nach dem bisherigen LüneHünen Viktor Lindberg. Zudem kehrt Mittelblocker Paul Henning (23) nach einer Saison in Bühl zu den Hessen zurück.

Ein Talent für den Außenangriff haben sich die Netzhoppers KW-Bestensee in Max Schulz geholt. Der 19-Jährige spielte in der vergangenen Saison beim VC Olympia Berlin und nahm im April an einem Lehrgang der deutschen U23-Nationalmannaschaft teil.

Mittelblocker Mathäus Jurkovics, baumlanger österreichischer Nationalspieler, geht von den abgemeldeten Bisons Bühl zu Paris Volley.

NEWS AUS DER SZENE

Die DVV-Frauen setzen ihr Programm in der 4. Woche der Nations League an diesem Sonnabend (12 Uhr) gegen Thailand fort. Darauf folgen die Matches gegen Brasilien (Sonntag, 21 Uhr) und Polen (Montag, 15 Uhr).

Der Zuspieler der Nationalmannschaft, Jan Zimmermann, wechselt von Perugia/Italien in die griechische Liga zum Titelanwärter Foinikas Syros.

Volleyball Bundesliga