Zum ersten Mal seit dem zweiten Spieltag gab es für die Herren II am Samstag in Bersenbrück eine unglückliche 2:3 (25:21, 25:19, 24:26, 12:25, 8:15) Niederlage.

Diese kam allerdings wenig überraschend, da mit Rico Stender, Joost Römer, Dominik Mau und Ronnie Karohs gleich vier Stammspieler die Reise nach Osnabrück nicht antraten. Johannes Metzler übernahm die zweite Mittelposition, während Michael Schönen und Jonathan Ficht sich die Zuspiel-Position teilten.

Der erste Satz begann gleich mit großen Annahmeproblemen. Der eingewechselte Marco Grande sorgte ab Mitte des Satzes für eine merkbare Stabilisierung und konnte auch im Angriff den überragenden Lars Pickbrenner unterstützen. Gegen Ende des Satzes profitierte die SVG dann erheblich von zahlreichen Bersenbrücker Eigenfehlern und einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen, sodass der Satz gewonnen werden konnte.

Den zweiten Satz entschied bereits zu Beginn Michael Schönen mit einer bärenstarken Aufschlagserie, die die SVG mit 10:0 in Front brachte. Im direkten Anschluss zeichnete sich jedoch ab, dass sich ein sehr schweres Spiel entwickeln würde. Nur mit viel Mühe konnte der Vorsprung bis zum Satzende gehalten werden.

Im dritten Satz entwickelte sich von Anfang an ein heftiger Schlagabtausch, in dem sich Lüneburg durch gute Abwehrarbeit und druckvolle Aufschläge einen 21:16 Vorsprung erarbeiten konnte. An diesen schloss sich allerdings eine Schwächephase in Annahme und Block an, die Bersenbrück bis zum Ausgleich heranbrachte, bevor zum 22:21 endlich wieder ein Angriff durchgebracht werden konnte. Wiederum folgten jedoch zwei Punkte für Bersenbrück. Als beim Stand von 23:23 der eingewechselte Jonathan Ficht ein Ass servierte, hieß es dann aber doch Matchball für die SVG II. Während des unglücklichen Ballwechsels konnte jedoch ein Dankeball nicht zum Punkt genutzt werden, und auch der Gegenangriff wäre im Aus gelandet, wäre er nicht von der SVG-Abwehr berührt worden. In der Folge machte Bersenbrück auch die nächsten beiden Punkte und konnte auf 1:2 verkürzen.

Der Rest des Spiels war dann leider zum vergessen. Bersenbrücks Feldabwehr spielte entscheidend stark auf und dazu häuften sich die Eigenfehler in Angriff und Block, sodass sowohl der vierte Satz klar verloren wurde.

Im Tie-Break zog Bersenbrück schnell mit 7:3 davon, wobei sich Lüneburg wieder auf 6:8 herankämpfte, aber dann wiederum eine leichte Chance zum Anschluss vergab, der gleichbedeutend mit dem Ende der Siegeshoffnungen zu sein schien.

Gleichzeitig verlor Lintorf überraschend in Wiesmoor, sodass das Meisterschaftsrennen weiterhin offen ist, wenn am 07.02. Tabellenführer Oldenburg und der Zweite Lintorf zum Mega-Spieltag nach Lüneburg reisen.