Kategorie: Herren 2

Volle Ränge, gute Stimmung in der Gellersenhalle

SVG II verkauft ihre Haut teuer

Drittligist ärgert Frankfurt beim 0:3 lange

Mit viel Entschlossenheit und Herz spielte die erstmals in die Hauptrunde des DVV-Pokals vorgedrungene SVG Lüneburg II ihre Außenseiterrolle gegen die United Volleys Frankfurt, am Ende setzte sich dann zwar der zwei Klassen höher spielende Erstligist mit 3:0 (25:23, 25:23, 25:13) durch, musste dabei aber mehr von seinem Leistungsvermögen abrufen, als vorher zu erwarten war.

„Schade, ein bisschen mehr war drin. Einen Satz hätten wir verdient gehabt“, sprach am Ende Kapitän René Bahlburg nicht nur den Mannschaftskameraden sondern auch den begeisterten Zuschauern aus der Seele. 400 Fans entfachten in der Gellersenhalle eine Höllenstimmung wie sonst bei Bundesliga-Spielen – oder wie tags zuvor beim Match der 1. Mannschaft. Diese war, wie schon im Halbfinale, nahezu komplett zur lautstarken Unterstützung an den Klatschpappen vertreten, dazu Cheftrainer Stefan Hüber, der Sportliche Leiter Bernd Schlesinger und Teile des Staffs, die meisten mit Anhang. Was für ein Zusammenhalt in diesem Verein !

Höllenstimmung pusht den Außenseiter

Sie alle sahen eine starke Vorstellung der SVG II, und das nur etwas mehr als 24 Stunden nach einem 3:0 (25:20, 25:17, 25:14) in der 3. Liga West gegen den TSC Gievenbeck, mit dem Bahlburg & Co. ihre Tabellenführung verteidigten. Nach der erledigten Pflicht saugten sie in der Kür gegen Frankfurt die Atmosphäre und Unterstützung in der Halle förmlich auf, hatte sichtlich Spaß und sorgten für Spaß.

Aus einer ersten 3:1-Führung machten die Gäste zwar ein 12:16, doch die SVG gab nicht auf, kam immer mehr in lange Ballwechsel und gute Aktionen und hatte beim 19:18 mit einem Ass von Patrick Kruse den Spieß umgedreht. Nach dem 23:22 von Matthias Pompe – bester Scorer (10 Punkte) und am Ende MVP – sah es nach der ersten Überraschung aus, doch drei leichte Eigenfehler kosteten den möglichen Satzgewinn.

In Durchgang zwei wurde aus einem 8:7 in der ersten technischen Auszeit ein 10:13, aber auch wieder eine 16:14-Führung nach einer starken Aufschlagserie von Jan Sevecke (darunter ein Ass). United drehte den Spieß wieder um, führte aber immer nur knapp, und beim 23:24 lag erneut ein Satzgewinn des Außenseiters in der Luft. In Abschnitt drei aber gingen Kraft und Moral zur Neige, als aus einem 5:5 ein 5:9 wurde.

Trainer Daniel Prade wechselte nun munter durch und gab damit allen Spielern seines Spieltag-Kaders die Gelegenheit, an diesem wohl lange in Erinnerung bleibenden Ereignis teilzuhaben und es auf dem Feld zu genießen. „Ich bin total stolz, das war ein super Auftritt meiner Mannschaft. Die sensationelle Kulisse hat die Jungs auch enorm gepusht,“ strahlte auch der Coach.

Die SVG II spielte mit: Gerken, Köhler, Tennert, Pompe, Bahlburg, Kruse, Langschwager; eingewechselt: Schwarmann, Sevecke, Crespo Pons, Mohwinkel, Wolf.

Meister in der 3. Liga!

Meister der 3. Liga West – die SVG II hat am letzten Spieltag mit einem 3:0 (25:17, 25:21, 25:20)-Heimerfolg gegen Bremen 1860 seinen ersten Platz vor Aligse verteidigt und den Titel geholt. Die Bremer rutschten dadurch noch auf einen der drei Abstiegsplätze – eine kurze Fahrt weniger. Dagegen geht es weiterhin ins weit entfernte Aachen, das sich noch rettete.

Die Mannschaft von Trainer Eugenio Dolfo wird allerdings – wie schon vor Wochen gemeldet – das Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen, meldete aus finanziellen und organisatorischen Gründen nicht für das Lizenzierungsverfahren. Schon allein die Hallenproblematik lässt dieses Ziel (noch) nicht zu.

Dennoch: „Die Meisterschaft ist ein schöner Saisonabschluss“, freute sich Dolfo für das Team – und auch für sich als Krönung seiner Tätigkeit, die nun endet. Der Italiener, seit Jahren in Lüneburg, hat derzeit vier Jobs, neben dem bei der SVG II  noch als Co-Trainer beim Bundesligateam, als  Jugendtrainer sowie eingebunden als Coach beim Landestützpunkt Volleyball.

Vor allem die weiten Auswärtsfahrten mit beiden Mannschaften waren für ihn stets nur schwer zu koordinieren. Und da er künftig seinen Schwerpunkt noch mehr auf das Bundesligateam legen soll, gibt er das Amt bei der SVG II ab. „Das waren drei tolle Jahre, deshalb fällt mir das auch nicht leicht. Andererseits ist es natürlich schön, noch mehr für die erste Mannschaft zu arbeiten“, blickt der 30-Jährige zurück und freut sich, dass er künftig noch enger mit Chefcoach Stefan Hübner zusammenarbeitet.

Aufstieg in die 3. Liga als Spielertrainer, dort in der vergangenen Saison als Neuling Zweiter mit nur einem Punkt hinter Moers und nun die Meisterschaft – das waren die Entwicklungsschritte der SVG II unter Dolfo. „Besonders erfreulich ist aber, dass wir unser eigentliches Ziel, Talente weiter zu entwickeln, erreicht haben“, blickt er zurück. Und das betrifft nicht nur in die Erste aufgerückte Akteure (letztes Jahr Florian Krage, nun Konrad Thole) sowie den regelmäßig oben mittrainierenden Ole Schwarmann, sondern auch die aus unteren Klassen gekommenen und nun in der 3. Liga etablierten Youngster Kjell Malachowsky und Jan Langschwager.

Zum Abschluss gegen Bremen: Die Lüneburger, die vor allem im Aufschlag stark waren (8 Asse glichen nur 8 Fehler aus), begannen fulminant, hatten den ersten Satz mit einer 8:2-Führung schnell im Sack. Durchgang zwei bogen sie nach einem 11:16-Rückstand durch eine Aufschlag-Serie von O. Schwarmann noch um. Und im dritten Abschnitt ließen sie sich nach einem 4:8-Rückstand und mit den Gedanken schon bei der anstehenden Meisterfeier die Butter nicht vom Brot nehmen.

Beste Scorer waren René Bahlburg (21 Punkte) vor Christian Schulz (12), Stefan Köhler und Sven Tennert (je 8). Schulz und Tennert buchten je 3 Blockpunkte.

Beachvolleyball C-Cup bei der SVG Lüneburg

Nach dem großen Erfolg des Beachvolleyball C-Cups bei der Premiere im Jahr 2016 wird es auch in diesem Sommer wieder einen Cup auf der Beachanlage in Reppenstedt geben. Das Starterfeld des Cups wurde im Vergleich zum letzten Jahr nochmals auf jeweils sechzehn Teams aufgestockt. Vom Leistungsniveau handelt es sich wieder um einen C-Cup für Damen und Herren. Für Speisen und Getränke sowie das Wohl der Spielerinnen und Spieler ist gesorgt. Der Eintritt ist für Zuschauer frei.

 

AusschreibungBeachvolleyball Reppenstedt

 

Samstag, 10. Juni 2017: C-Cup, Herren

Sonntag,  11. Juni 2017: C-Cup, Damen

 

Eine Anmeldung ist mit gültiger Beachlizenz ausschließlich über das Onlineportal SAMS des NWVV möglich:

https://www.nvv-online.de/ma/

 

Kontakt: Nils Pinnekamp

Meisterschaft mit Ansage – nach Achterbahn-Saison mit Fotofinish

Ein turbulentes Volleyball-Jahr ist für die Männer der SVG 2 nach vielen Hochs und Tiefs zuletzt doch noch belohnt worden. Erschöpft aber glücklich verabschiedet sich die Mannschaft vorerst mit dem Wissen, die gesteckten Ziele erreicht zu haben, in die Sommerpause.

Die Erwartungshaltung war groß, und im Großen und Ganzen lässt sich festhalten, dass sich der LZ-Artikel von Holger Remus vom Saisonstart fast komplett bewahrheitet hat. Die Saison begann äußerst zerfahren. Die völlig neu zusammengewürfelte Mannschaft fand nach den Sommerferien nicht die Zeit, um sich vor Saisonstart zu finden, und die ersten beiden Spiele gingen gehörig in die Binsen. Es stimmte vorne und hinten nichts, die Annahme war katastrophal, Zuspiel und Block wussten sich nicht zu helfen und auf und neben dem Feld herrschte Totentanz. Das Projekt Aufstieg schien sich schon früh zu zerschlagen, obwohl mit Lars Pickbrenner und Sven Tennert zwei gestandene Zweitliga-Angreifer den Kader verstärkten.

Zum Glück folgte nach den Auftaktniederlagen eine längere Spielpause und zwei Heimspiele gegen vier schwächere Gegner, wodurch sich endlich ein Teamgefühl und die Siegermentalität entwickeln konnten, die für die Saison gebraucht wurden.

Mitten in den aufkommenden Optimismus kehrte Zuspieler Ronnie Karohs der Mannschaft den Rücken, sodass die Meisterschaft kurzzeitig in unerreichbare Sphären verschwinden zu schien. Glücklicherweise fand sich mit Heimkehrer Joni Ficht ein hochkarätiger Ersatz, der sich super ins Team einfügte und die Mannschaft direkt zu zwei Tie-Break-Siegen in der Ferne gegen knüppelharte Gegner (Voxtrup und Oldenburg) führte.

Es folgte die Winterpause, und das größte Problem, mit dem sich Trainer Thomas Koch die gesamte Saison über konfrontiert sehen musste, verschlimmerte sich noch: Die Trainingsbeteiligung. Mal standen dort acht mehr oder minder motivierte Spieler, mal 15 in einem Hallendrittel.

Generell ein Problem im höherklassigen „Hobby“-Bereich des Volleyballs, zeigte sich auch bei der SVG 2 ein gewaltiger Unterschied zwischen Heim- und Auswärtsspielen. Wurde zu Hause in der gesamten Saison nur ein einziger Satz abgegeben, war das Satzverhältnis auswärts mit 18:14 gerade mal positiv. Natürlich war es dadurch schwer, wirklich Rhythmus ins Spiel zu bekommen. Die Unkonstanz blieb, doch der so oft fehlende Spielfluss konnte im Laufe des Jahres zusehends mehr durch Kampfgeist, Teamleistung und den nötigen Biss und Erfahrung in entscheidenden Spielphasen wett gemacht werden. Die großen Heimspiele gegen die Spitzenteams wurden mit Bravour gemeistert, und auch die Auswärtsspiele konnten zum Großteil erfolgreich gestaltet werden.

Dies war vor allem möglich, weil sich die SVG 2 trotz individueller Klasse mit der Zeit immer weniger als „One Man Show“ verkaufte. Neben dem überragenden Lars Pickbrenner gab es immer wieder auch andere Spieler, die sich durch besonders starke Leistungen auszeichneten. Ludger Wessels in der Feldabwehr, Rico Stender, Marcus Salow und Johannes Metzler mit stabiler Annahme, Joni Ficht und Dominik Mau mit starkem Block oder die im Saisonverlauf immer konstanter und sicherer agierenden Michael Schönen und Phillip Ohnesorge sowie Feuerwehrmann Marco Grande, der es fertig brachte, innerhalb einer Saison vier verschiedene Positionen zu füllen. In jeder Situation fand sich jemand, der Verantwortung übernahm und für entscheidende Punkte sorgte, sodass die Mannschaft unterm Strich Stolz sein kann, verdient die Meisterschaft in der Oberliga geholt zu haben.

Wie es weitergeht, steht allerdings in den Sternen. Beruflich orientieren sich einige zur Zeit neu, einige wollen den erhöhten Aufwand der Regionalliga nicht mitgehen. Auch die Trainerfrage wird sich erneut stellen, da die Statuten eine B-Lizenz erfordern, die Thomas Koch nicht hat. Das Johanneum wird den Hallenanforderungen nicht gerecht, sodass auch hier Handlungsbedarf besteht. Es gibt viel zu klären, aber es bleibt auch genug Zeit, um die Dinge positiv zu gestalten.

Aufstieg und Meisterschaft perfekt gemacht!

Die zweite Herren hat sich am Samstag Abend mit einem wilden 3:1 Sieg gegen TV Bremen-Walle die Meisterschaft gesichert und damit die Voraussetzung geschaffen, in der nächsten Saison Regionalliga spielen zu dürfen.

Aufgrund zahlreicher Verletzungen und Ausfälle begann die SVG mit einer völlig ungewohnten und nie trainierten Aufstellung. Rico Stender rückte aufgrund seiner Schulterprobleme auf die Libero-Position, während die Stammliberos Ludger Wessels und Johannes Metzler den Außenangriff stellten. Da Lars Pickbrenner nach Weisheitszahn-OP zunächst nicht auflief, übernahm Marco Grande diesmal die Diagonalposition und hat damit außer Zuspieler in diesem Jahr jede Position gespielt. Das Zuspiel lag in den Händen von Michael Schönen, der beim Matchball noch unerwartete Unterstützung von Altstar Jörg Ostheimer erhielt, ansonsten aber die Bälle routiniert verteilte.

Die ersten beiden Sätze konnten vor allem Dank Johannes Metzler und dem überragenden Dominik Mau souverän mit 25:17 und 25:21 gewonnen werden, bevor sich im dritten Satz Nervosität und Müdigkeit breit machten. Die fehlende Fitness machte sich dabei auf vielen Positionen bemerkbar und führte dazu, das Bremen mit seiner unkonventionellen Spielweise die Lüneburger immer wieder überrumpeln konnte und vor allem Block und Annahme erheblich zu schaffen machten. Julian Koch, der schon seit Wochen wegen einer Wadenzerrung nur eingeschränkt spielfähig war, musste dann zusätzlich noch ausgewechselt werden. Marco Grande rückte in die Mitte, und Lars Pickbrenner musste in den Schuhen des 25 Zentimeter kleineren Jörg Ostheimer dann doch noch eingreifen, konnte die 22:25 Satzniederlage aber nicht mehr verhindern.

So ging es dann auch in den letzten Satz, in dem die Mannschaft geführt von Pickbrenner, der den Bremer Block vor unlösbare Aufgaben stellte, und Dominik Mau, der immer wieder in entscheidenden Momenten mit Block und Schnellangriff zur Stelle war, wieder einen Gang hochschaltete. Dadurch konnte die SVG letztlich die Meisterschaft mit einem 25:20 im vierten Satz sichern, ohne im Mai noch durch eine Relegation zu müssen. Diese wird nun der Oldenburger TB bestreiten.

Meisterschaft & Aufstieg zum Greifen nahe

Große Freude bei der zweiten Herren nach den beiden gewonnenen Spitzenspielen gegen VfR Voxtrup und Bremen 1860 II. Durch die beiden Erfolge steht zwischen der SVG und der Oberliga-Meisterschaft nur noch ein Sieg gegen den bisher sieglosen und bereits als Absteiger feststehenden TV Bremen-Walle am nächsten Wochenende.

Dabei waren beide Spiele im Johanneum extrem umkämpft. Gegen den VfR Voxtrup begannen Marco Grande und Johannes Metzler für die angeschlagenen Julian Koch und Rico Stender. Die Sätze Eins und Zwei begannen jeweils vielversprechend. Besonders über konzentrierte und druckvolle Angaben konnte Voxtrup über weite Strecken kontrolliert werden. In beiden Sätzen nahm jedoch die Konzentration im Verlauf stark ab, sodass der Gegner ins Spiel finden konnte und seinerseits der SVG mit starkem Block und vor allem über die Diagonalposition zusetzte. Doch in beiden Sätzen waren die Lüneburger Mittelblocker in den entscheidenden Situationen zur Stelle. Zunächst verwandelte Dominik Mau in der entscheidenden Phase drei Angriffe, sodass der erste Satz endlich mit 32:30 gewonnen werden konnte. Im zweiten Satz folgte der erste große Auftritt von Marco Grande, der am Satzende sowohl mit Angriff als auch Block zur Stelle war, um das 27:25 zu sichern. Auch der dritte Satz entwickelte sich spannend, doch vor allem Dank Lars Pickbrenner konnte die SVG auch diesen mit 26:24 gewinnen und somit die Heimbilanz auf 21:0 ausbauen.

Doch die perfekte Ausbeute sollte nicht mehr lange halten. Gegen den Tabellenführer Bremen 1860 II starteten nun Rico Stender, Jonathan Ficht und Julian Koch. Die Bremer starteten mit ihren gewohnt druckvollen Aufschlägen, kombiniert mit starker Feldabwehr und Annahme und schafften es so, als erste Mannschaft dieses Jahr überhaupt einen Satz in Lüneburg (25:23) zu gewinnen.

Es entwickelte sich ein hitziges, hochklassiges Spitzenspiel zwischen zwei Mannschaften, die sich sowohl spielerisch als auch verbal immer wieder zusetzten. Die Lüneburger Annahme um Stender, Ludger Wessels und Johannes Metzler stabilisierte sich, sodass Joni Ficht öfter die Chance nutzte, seine Angreifer gekonnt in Szene zu setzen. Bremen antwortete mit überlegtem, kreativem Angriffsspiel und großem kämpferischen Einsatz. Die beiden folgenden Sätze konnte die SVG vor allem Dank des erneut starkem Angriffsspiels von Lars Pickbrenner sowie dem starken Block von Ficht und Stender mit 25:23 und 25:21 für sich entscheiden. Auch der vierte Satz war bis zum Schluss hart umkämpft. Wie schon gegen Voxtrup schlüpfte Marco Grande, der erst zum Aufschlag von Thomas Koch eingewechselt worden war, am Netz in die Rolle des Helden und blockte hintereinander zwei entscheidende Bälle, sodass die SVG schließlich mit 25:23 und 3:1 die Tabellenführung von Bremen zurückerobern konnte.

SVG 2 mit geschlossener Mannschaftsleistung zum Pflichtsieg

Am Samstag konnte die zweite Herren ihre Titelambitionen mit einem 3:0 (25:17, 25:11, 25:23) beim TG Wiesmoor untermauern.

Dabei musste die SVG auf Außenangreifer Marcus Salow (Familie), Julian Koch (Wade) und Jonathan Ficht (beruflich) und Johannes Metzler (krank) verzichten. Michael Schönen übernahm im Zuspiel, während Dominik Mau und Joost Römer die Mittelpositionen besetzten.

In den ersten beiden Sätzen feierte die Mannschaft Motto-Partys und konnte mit Dominanz und hoher Konzentration die Sätze deutlich gewinnen. Dabei überragte im ersten Satz vor allem Phillip Ohnesorge, der Michi Schönens konstant gutes Zuspiel immer wieder stark verwerten konnte. Der zweite Satz war dagegen geprägt von der besten Blockleistung der gesamten Saison. Vor allem an Lars Pickbrenner war kein Vorbeikommen, zuletzt blockte er sogar einen herübergepritschten Dankeball im Stand zurück. Allerdings musste im Laufe des Satzes Rico Stender wegen einer Schulterverletzung abbrechen, sodass Ohnesorge und Marco Grande das Spiel zusammen mit Ludger Wessels in der Annahme beendeten.

Im dritten Satz stellte die TG Wiesmoor um und machte der SVG in der neuen Besetzung erheblich zu schaffen, vor allem da die Konzentration aus unerfindlichen Gründen verloren gegangen war und zum Beispiel beim bis dahin starken Aufschlag von der taktischen Linie abgewichen wurde. So lag Lüneburg nach einem intensiven Schlagabtausch auf einmal mit 19:22 zurück, bevor wir von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters und dem darauf folgenden Ausraster des Wiesmoorer Zuspielers proftierten, der mit einer roten Karte geahndet wurde. Nach dieser Schwächephase sorgte vor allem Ludger Wessels mit starken Rettungsaktionen dafür, dass der Satz und das Spiel dann doch mit 3:0 gewonnen werden konnten.

In der Tabelle konnte sich Bremen 1860 nach ihrem Heimspiel, bei dem sie allerdings einen Punkt gegen Lintorf liegen ließen, wieder an die Spitze schieben. Dabei haben die Bremer bereits ein Spiel mehr und nur einen Punkt Vorsprung. So kommt es am 14.03. zum vermutlich entscheidenden Spitzenspiel im Johanneum, bei dem neben dem Knaller gegen Bremen 1860 auch VfR Voxtrup zu Gast sein wird, die Lüneburg bereits im Hinspiel in Bestbesetzung an den Rande einer Niederlage gebracht hatten. Da der Oldenburger TB der SVG weiterhin dicht auf den Fersen ist, müssen auch hier beide Spiele unbedingt gewonnen werden, um den direkten Aufstieg beim Saisonabschluss bei Schlusslicht Bremen Walle sichern zu können.

 

SVG 2 mit toller Teamleistung zur Tabellenführung

Einen besseren Zeitpunkt hätte sich die zweite Herren der SVG nicht aussuchen können, um ihren besten Volleyball zu zeigen. Mit zwei starken 3:0 Auftritten gegen Meisterschaftsaspirant Oldenburger TB und den Zweitplatzierten VfL Lintorf 2 hat sich die Mannschaft bei noch vier verbleibenden Spielen das erste Mal in der Saison die Tabellenspitze erkämpft.

Im ersten Spiel gegen den mit großen Titelhoffnungen angereisten Tabellenführer aus Oldenburg begannen dabei Jonathan Ficht als Zuspieler sowie Rico Stender und Phillip Ohnesorge auf den Außenpositionen. Von Beginn an verstand es die SVG, den Gegner, der wie immer ohne Libero auskommen musste, mit druckvollen Aufschlägen in Bedrängnis zu bringen. Besonders Jonathan Ficht konnte mit Serien starker Sprungaufschläge immer wieder für Asse und leichte Aufgaben für Block und Feldabwehr. So konnte der erste Satz von Beginn an dominiert und letztlich mit 25:17 gewonnen werden.

Auch im zweiten Satz konnte sich die SVG schnell einen Vorsprung erarbeiten, was vor allem der stark organisierten Annahme rund um Libero Johannes Metzler zu verdanken war. Als einer der Mittelblocker des OTB dann Mitte des Satzes nach einer unglücklichen Rettungsaktion einige Bälle aussetzen musste, nutzten Ficht und Dominik Mau die entstandene Lücke, um der SVG mit 25:15 den Satz zu sichern.

Im dritten Satz schlichen sich nicht zum ersten Mal in der Saison einige Unkonzentriertheiten im Aufschlag ein, sodass Oldenburg sich lange im Spiel halten konnte. Allerdings zeigte die SVG besonders in der Feldabwehr eine starke Leistung und wusste, die daraus resultierenden Chancen zu nutzen. Lars Pickbrenner verwandelte den Matchball zum 25:20 souverän.

Das zweite Spiel gegen den VfL Lintorf 2 wurde allerdings nicht das umkämpfte Spitzenspiel, auf das viele gehofft hatten. Nachdem Lintorf bereits in der Vorwoche das Spiel beim Abstiegskandidaten Wiesmoor verlor, reiste die Mannschaft auch diesmal nur mit sechs Spielern an und unterstrich damit deutlich, dass sie keine Aufstiegsambitionen hegen.

Mit gleich drei der sechs Spieler unter 18 Jahren, und dabei dem 15-jährigen Zuspieler Kowal, konnte Lintorf mit der SVG zu keiner Zeit mithalten, obwohl der überragende Diagonalangreifer bis tief in den zweiten Satz den Lüneburger Block vor große Probleme stellte.

Thomas Koch wechselte im Vergleich zum Oldenburg-Spiel gleich vier Starter aus, sodass Michael Schönen, Rückkehrer Henrik Morgenstern, Marcus Salow und Marco Grande über die Mitte von Beginn an ran durften. Trotz der ungewohnten Konstellation konnte sich die SVG heute auf alle Mannschaftsteile verlassen. Ludger Wessels organisierte nun für Metzler die Annahme und zeichnete sich immer wieder mit starken Abwehraktionen aus, während Michael Schönen aus dem guten ersten Ball heraus nach belieben und mit gutem Gespür seine Angreifer einsetzen konnte.

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Schließlich konnte die SVG nach knapp einer Stunde Spielzeit auch das zweite Spiel mit 3:0 (25:16, 25:21, 25:18) für sich entscheiden. Da zeitgleich Bremen 1860 II sein erstes Heimspiel gegen Bersenbrück verlor, bedeutet dies gleichzeitig die erste Tabellenführung für die SVG, die in zwei Wochen einen Pflichtsieg im Emsland bei TG Wiesmoor einfahren müssen, um dann im darauffolgenden Heimspiel ein echtes Endspiel gegen Bremen 1860 ausrichten zu dürfen.

Schicksalsspiele für die SVG 2 am Samstag

Es wird sich für die Zweite Herren der SVG Lüneburg entscheiden, ob der Kampf um die Meisterschaft für die Mannschaft offen bleibt, wenn am Samstag Tabellenführer Oldenburger TB und der Zweitplatzierte VfL Lintorf 2 im Johanneum zu Gast sind.

Bei momentan drei Punkten Rückstand und einem Spiel weniger, ist Lintorf 2 auf dem Relegationsplatz noch in Schlagdistanz, während der Rückstand auf Oldenburg momentan fünf Punkte beträgt. Der Ausgang der beiden Partien wird dadurch das Meisterschaftsrennen entscheidend beeinflussen. Können beide Spiele gewonnen werden, können beide Gegner auch in der Tabelle überholt werden. In diesem Falle würde sich Bremen 1860 II, die mutmaßlich ihre zeitgleichen Heimspiele für sich entscheiden werden, die Tabellenführung sichern. Allerdings muss auch Bremen die Reise nach Lüneburg noch antreten, sodass die SVG die Meisterschaft weiterhin aus eigener Kraft schaffen könnte.

Niederlagen würden dagegen mit großer Sicherheit bedeuten, dass die Titelhoffnungen begraben werden müssen, da der Rückstand dann im schlimmsten Falle auf gleich drei Mannschaften mindestens sechs Punkte bedeuten würde.

Nach der enttäuschenden 2:3 Niederlage in Bersenbrück kehren für die Heimspiele mit Dominik Mau und Rico Stender zwei Stammspieler zurück. Auf der Zuspiel-Position muss die SVG allerdings bis zum Saisonende auf Karohs verzichten. Jonathan Ficht und Michael Schönen werden die Position wie in Bersenbrück übernehmen. Zusätzlich kehrt Diagonalspieler Henrik Morgenstern zum Team zurück, um Lars Pickbrenner zu entlasten und für druckvolle Aufschläge zu sorgen.

Nach intensiven Trainingseinheiten und mit einigen wiedergenesenen Spielern geht die Mannschaft hochmotiviert und mit ungebrochenem Kampfgeist in die Spiele, um das Saisonziel Meisterschaft in Reichweite zu bringen. Anpfiff ist Samstag um 15.00 Uhr im Johanneum.

Rückschlag für die Zweite Herren in Bersenbrück

Zum ersten Mal seit dem zweiten Spieltag gab es für die Herren II am Samstag in Bersenbrück eine unglückliche 2:3 (25:21, 25:19, 24:26, 12:25, 8:15) Niederlage.

Diese kam allerdings wenig überraschend, da mit Rico Stender, Joost Römer, Dominik Mau und Ronnie Karohs gleich vier Stammspieler die Reise nach Osnabrück nicht antraten. Johannes Metzler übernahm die zweite Mittelposition, während Michael Schönen und Jonathan Ficht sich die Zuspiel-Position teilten.

Der erste Satz begann gleich mit großen Annahmeproblemen. Der eingewechselte Marco Grande sorgte ab Mitte des Satzes für eine merkbare Stabilisierung und konnte auch im Angriff den überragenden Lars Pickbrenner unterstützen. Gegen Ende des Satzes profitierte die SVG dann erheblich von zahlreichen Bersenbrücker Eigenfehlern und einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen, sodass der Satz gewonnen werden konnte.

Den zweiten Satz entschied bereits zu Beginn Michael Schönen mit einer bärenstarken Aufschlagserie, die die SVG mit 10:0 in Front brachte. Im direkten Anschluss zeichnete sich jedoch ab, dass sich ein sehr schweres Spiel entwickeln würde. Nur mit viel Mühe konnte der Vorsprung bis zum Satzende gehalten werden.

Im dritten Satz entwickelte sich von Anfang an ein heftiger Schlagabtausch, in dem sich Lüneburg durch gute Abwehrarbeit und druckvolle Aufschläge einen 21:16 Vorsprung erarbeiten konnte. An diesen schloss sich allerdings eine Schwächephase in Annahme und Block an, die Bersenbrück bis zum Ausgleich heranbrachte, bevor zum 22:21 endlich wieder ein Angriff durchgebracht werden konnte. Wiederum folgten jedoch zwei Punkte für Bersenbrück. Als beim Stand von 23:23 der eingewechselte Jonathan Ficht ein Ass servierte, hieß es dann aber doch Matchball für die SVG II. Während des unglücklichen Ballwechsels konnte jedoch ein Dankeball nicht zum Punkt genutzt werden, und auch der Gegenangriff wäre im Aus gelandet, wäre er nicht von der SVG-Abwehr berührt worden. In der Folge machte Bersenbrück auch die nächsten beiden Punkte und konnte auf 1:2 verkürzen.

Der Rest des Spiels war dann leider zum vergessen. Bersenbrücks Feldabwehr spielte entscheidend stark auf und dazu häuften sich die Eigenfehler in Angriff und Block, sodass sowohl der vierte Satz klar verloren wurde.

Im Tie-Break zog Bersenbrück schnell mit 7:3 davon, wobei sich Lüneburg wieder auf 6:8 herankämpfte, aber dann wiederum eine leichte Chance zum Anschluss vergab, der gleichbedeutend mit dem Ende der Siegeshoffnungen zu sein schien.

Gleichzeitig verlor Lintorf überraschend in Wiesmoor, sodass das Meisterschaftsrennen weiterhin offen ist, wenn am 07.02. Tabellenführer Oldenburg und der Zweite Lintorf zum Mega-Spieltag nach Lüneburg reisen.

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