Männliche U14 bei den deutschen Meisterschaften

Gut gelaunt startete am Freitag, den 13.05. (es sollte kein schlechtes Omen sein), die männliche U14 bestehend aus acht Jungs in Richtung Frankfurt/Main. Dort richtete das Volleyballinternat die Deutschen Meisterschaften aus. Nach etwas mehr als fünf Stunden Autofahrt kamen wir im Hotel an. Von dort aus ging es direkt in die Halle zum Abschlusstraining, bevor es zurück im Hotel noch Pizza gab.

Am Samstagvormittag begannen die Deutschen Meisterschaften dann auch offiziell mit der Begrüßung durch den Jugend-Nationaltrainer Dominic von Känel, dem Einlauf der Teams und der dt. Nationalhymne.

Im ersten Spiel der Vorrunde ging es gegen den TSV Grafing. Beide Mannschaften starteten konzentriert in das Turnier und zeigten, dass sie sich verdientermaßen für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert haben. So entwickelten sich zwei spannende Sätze mit in Teilen spektakulären Ballwechseln, wobei die Grafinger in beiden Sätzen letztendlich die Oberhand behielten (Ergebnis; 0:2; 17:25, 21:25).

Im zweiten Gruppenspiel hieß der Gegner Eimsbütteler TV. Nach dem spielerisch und kämpferisch starken Einstieg gegen Grafing wollten wir direkt daran anschließen, wobei wir uns nach der ETV-Niederlage gegen Dresden in deren ersten Spiel mehr Chancen ausrechneten als gegen Grafing. Gemäß den taktischen Vorgaben konzentrierten die SVG-Jungs sich erfolgreich darauf ihr Spielkonzept durchzuziehen, sodass am Ende ein 2:0-Erfolg (jeweils 25:20) herauskam. Der erste Sieg. Bravo!!!

Vor dem letzten Gruppenspiel wurden noch einmal die Energiespeicher aufgefüllt mit einer ordentlichen Portion Pasta aus der internatseigenen Mensa.

Zum Abschluss der Gruppenphase wartete noch der VC Dresden. Aufgrund der vorherigen Ergebnisse war klar, dass es um Platz 2 oder 3 in der Gruppe und damit eine bessere Ausgangssituation für die Überkreuzvergleiche am Ende des Tages ging.  Wie in der Tabelle ging es auch auf dem Feld eng her, allerdings stand am Ende die zweite Niederlage zu Buche, nachdem in den beiden Sätzen die Dresdener vier bzw. drei Punkte mehr erzielen konnten.  

Auch während der Auszeiten herrschte gute Laune.

Spaß in Spielpausen: Sofern die Taktung der Spiele es zuließ, nutzten die Jungs den Tischtennistisch draußen um sich an der frischen Luft ein wenig von der hitzigen (und schwülen) Atmosphäre in der Halle abzulenken. Da war es auch viel angenehmer das Warmlaufen vor den Spielen draußen zu absolvieren.

Im letzten Spiel am Samstag ging es nun um den Viertelfinaleinzug gegen den FT 1844 Freiburg. Auch wenn die Jungs nochmal alle Kräfte mobilisierten, sollte Kampf alleine nicht ausreichen, um gegen die physisch überlegenen Freiburger zu bestehen. So ging es mit einer 0:2-Niederlage (18:25, 17:25) unter die Dusche.

Gemeinsam mit dem mitgereisten Familienanhang ließen wir den Samstagabend im Biergarten bei leckerem Essen gemütlich ausklingen, ehe es zurück ins Hotel ging, um ausreichend Schlaf für den Finaltag zu bekommen. Nachdem wir am Samstag durch den dritten Platz in der Gruppe unsere Erwartungen erfüllt und nur knapp den Einzug unter die besten Acht verpasst hatten, ging es am Sonntag noch in zwei weiteren Spielen um die Plätze 9-12. Die am Samstag gewonnenen Eindrücke verhießen spannende Spiele, da sich alle vier Teams auf ähnlichem Niveau präsentiert hatten.

Noch vor dem Frühstück starteten wir mit einer lockeren Aktivierung in den Finaltag.

Noch vor dem Frühstück starteten wir mit einer lockeren Aktivierung in den Finaltag.

Frisch gestärkt galt es dann gegen den Telekom Post SV Bielefeld darum, wer in den Top Ten landet. Super konzentriert schafften wir es die Eigenfehlerquote niedrig zu halten und fanden zudem immer mehr Zugriff im Angriff und Block, sodass der erste Satz mit 25:17 an uns ging. Der zweite Satz startete spannend und blieb bis zur Satzmitte ausgeglichen, bis sich leider bei einer Rettungstat Kjell verletzte (Gute Besserung!). Geschockt von der Unterbrechung verloren wir leider zu viele Punkte, um den Satz gen Ende noch wieder zu unseren Gunsten zu entscheiden (21:25). Somit ging es in den entscheidenden Tiebreak. Auch der gestaltete sich bis zum 9:9 ausgeglichen, bis eine strittige Schiedsrichterentscheidung uns aus dem Konzept brachte. Davon unbeeindruckt brachten die Bielefelder Jungs den Satz mit 15:11 und somit das Spiel nach Hause. Für uns bedeutete das, dass wir um Platz 11 gegen die L.E. Volleys aus Leipzig.

Um allen mitgereisten Spielern noch die Bühne einer deutschen Meisterschaften bieten zu können, starteten wir mit einer leicht veränderten Startaufstellung in unser letztes Spiel des Turniers. Nichtsdestotrotz blieb die Konzentration und der Kampfeswillen hoch, sodass wir knapp aber verdient den ersten mit 26:24 nach Lüneburg holten. Mit wiederum veränderter Startformation ging es in den zweiten Satz. Nachdem allerdings auch die Leipziger gewechselt hatten und jetzt mit größeren Spielern agierten, wurde relativ schnell klar, dass es für uns in dem  Satz wohl wenig zu holen gibt. Am Ende stand ein deutliches 25:8 und der zweite Tiebreak des Tages. In diesem ging es nun hin und her, kaum hatten wir es geschafft mit Aufschlagdruck oder cleverem Angriffen den Ball im Leipziger Feld unterzubringen, landete wiederum einer der druckvollen Angriffe der Jungs in blau bei uns auf dem Boden. Erst gegen Ende schafften die Leipziger es, sich einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten. Den gaben sie dann auch nicht mehr her, sodass es trotz abgewehrten Matchbällen am Ende 12:15 für die L.E. Volleys hieß, was für uns gleichbedeutend mit Platz 12 in der Endabrechnung war. Auch wenn damit nicht ganz die Top-Ten-Hoffnung vom Morgen erfüllt wurden, hielt die Enttäuschung über die zwei Niederlagen nicht allzu lang, weil die kämpferische und spielerische Leistung dazu definitiv keinen Anlass bot, sondern die Erwartungen vor dem Turnier übertroffen hatte.

Im Anschluss an das ebenfalls spannende Berliner Duell im Finale, das die SCC Juniors für sich entscheiden konnten (Glückwunsch zum Deutschen Meistertitel!), folgte noch die Siegerehrung, die u.a. vom mehrfachen Volleyballer des Jahres Jochen Schöps durchgeführt wurde. Mit Stolz nahmen die Teams die verdienten Preise, Glückwünsche und den Applaus des Publikums entgegen. Beschlossen wurde die Deutsche Meisterschaft so wie sie begann: mit der Deutschen Nationalhymne.

So ging für alle Spieler, Trainer, Eltern und Helfer (Danke an das Volleyballinternat Frankfurt für die Ausrichtung!) ein erlebnisreiches Wochenende zu Ende. Ein großer Dank geht an die mitgereisten Eltern, die definitiv für erstklassige Stimmung sorgten und das Trainerteam um Jörn Fleer, Ole Jürges und Ilona Landon. Das größte Kompliment gilt aber den Lüneburger Jungs, die in jedem Spiel alles gegeben haben und gezeigt haben, wie U14-Volleyball aussehen kann. Ihr könnt stolz auf euch sein!

Für die SVG im Einsatz waren: Carl David Gudermann, Jannik Fleer, Ian Landon, Kjell Fischer, Justus Thulke, Florian Arndt, Frederik Intrau und Jaano Großmann

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