Die gute Nachricht vorweg: Landrat Manfred Nahrstedt und Oberbürgermeister Ulrich Mädge bekennen sich, wie ein großteil der Fraktionsvorsitzenden in Stadt und Kreis, weiter zum Bau einer neuen Halle. Natürlich müssen die Rahmenbedingungen stimmen, doch nach den jüngsten Berichten um einen Wechsel des Finanzierungsmodells war eine gewisse Unsicherheit bezüglich der Hallenthematik in der Presse zu vernehmen. Die wesentliche Änderung momentan ist, dass anstelle eines sogenannten PP Models (Öffentliche Partnerschaft mit einem Lüneburger Investor) nun der Landkreis Lüneburg selbst das Bauprojekt durchführen möchte. Als Grund wird hierfür die breitere Zustimmung in der Politik im Landkreis von Landrat Manfred Nahrstedt angeführt, die für eine erfolgreiche Umsetzung erforderlich sei. Nachteil auf Seiten der SVG Lüneburg ist eine Verzögerung des Baubeginns, bis alle politischen Entschlüsse – voraussichtlich im Januar – abschließend getroffen sind. Ein Bezug der neuen Halle scheint somit frühestens zum Ende der Saison 2017/2018 möglich. „Dann wird es in der Gellersenhölle wohl auch in der kommenden Saison noch einige Volleyballfeste zu feiern geben. Für uns ist jedoch wichtig, dass die Halle überhaupt kommt und hier sind wir sehr froh über die politischen Signale und das wir zukünftig in die Detailplanungen mit einbezogen werden“, sagt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg. Bezüglich einer Ausnahmegenehmigung der Volleyball Bundesliga für die kommende Saison – die bisherige läuft in diesem Jahr aus – gibt sich Andreas Bahlburg verhalten optimistisch. „Wir möchten so wenig Spiele wie möglich in Hamburg austragen. Aber zumindestens um die Playoff-Spiele werden wir nicht herumkommen“, so Bahlburg. Denn bereits in dieser Saison wird die SVG Lüneburg ihre Heimspiele ab dem Viertelfinale in einer wettkampfgerechten Halle austragen müssen. Und diese gibt es eben im Landkreis Lüneburg nicht. „Wir sind ein innovativer Verein mit vielen kreativen Engagierten und starken Partnern. Wir freuen uns auf den Tag, an dem wir endlich das erste Spiel in einer neuen Halle bestreiten können. Bis zu diesem Zeitpunkt bleiben wir uns treu und werden typisch norddeutsch solide arbeiten und für alle Beteiligten tragbare Lösungen finden“, schließt Bahlburg ab.