Geburtstagskind Cody Kessel bejubelt den Sieg

Nach einem echten Marathon-Match von über zweieinhalb Stunden siegte die SVG Lüneburg gegen TV Ingersoll Bühl mit 3:2. In dem ausgeglichenen Spiel in der ausverkauften Gellersenhalle bleibt die Mannschaft von Stefan Hübner damit zuhause weiter ungeschlagen.

Zu Beginn hatte die SVG den Gast aus Bühl im Griff und zog direkt mit 3 Punkten Vorsprung weg (8:5). Kontinuierlich baute das norddeutsche Team seine Führung weiter aus. Kapitän Scott Kervorken setzte mit zwei Assen noch einen drauf. Geburtstagskind Cody Kessel war es vorbehalten den ersten Satz zum souveränen 25:16 zuzumachen.
Kämpferisch zeigten sich die Gäste aus Süddeutschland im zweiten Satz. Führte die SVG bei der ersten technischen Auszeit noch 8:7, legten die Bisons anschließend richtig los und zogen mit einer starken Aufschlagserie Ilya Zhilin davon. 19:25 für Bühl hieß es am Ende.

Spektakulär verlief der dritte Durchgang. Mit dem besseren Start ging die SVG zunächst in Führung (11:7), Bühl kam aber immer wieder zurück. Denkbar knapp wog das Spiel hin und her. Sowohl die SVG als auch der TV Bühl hatten mehrmals die Möglichkeit den Satz für sich zu entscheiden. Da wurde die Gellersenhalle ihrem Ruf als „Hölle“ einmal mehr gerecht. Unter dem tosenden Jubel der 800 Fans ging der Satz mit 36:34 an die Lüneburger. Scott Kervorken verlor sogar bei einem Blockeinsatz ein Stück eines Zahns. „Aber ich wollte unbedingt den Satzgewinn“, stellte er unbeeindruckt anschließend fest und spielte durch.

Im vierten Satz kamen die Bühler besser aus den Startlöchern und zogen schnell mit einer Vier-Punkte-Führung davon. Die SVG hielt den Anschluss, aber immer wieder waren es Aufschlagserien des überragenden und als MVP ausgezeichneten Zhilin, die die Bisons in Führung hielten. Mit 20:25 gelang ihnen der Satzausgeleich.

Nichts mehr anbrennen ließen die LüneHünen im TieBreak. Geburtstagskind Cody Kessel war es vorbehalten mit einem Block den ersten Matchball für das Team von Trainer Stefan Hübner zu verwandeln. Der resümierte nach dem Spiel: „Es war extrem wichtig den dritten Satz zu gewinnen. Klasse, dass wir dann im Tie-Break cool genug waren und den Sieg eingefahren haben“, so der Coach der Lüneburger. Wichtig sei ihm aber noch so einem Arbeitssieg, dass es am Schluss noch 2 Punkte wurden.