Vize-Weltmeister Julius Thole (r.) spielt zunächst nicht mit seinem Partner Clemens Wickler, sondern mit Yannick Harms

Volleyball-News

Weltserie der Beacher nimmt Fahrt auf

Kampf auch um letzte Qualifikationspunkte für Olympia

Die internationale Saison im Beachvolleyball kommt nach dem Auftakt vom 8. bis 12. März in Doha/Katar nun langsam auf Touren. Ab dem kommenden Wochenende werden vom 16. April bis 2. Mai im mexikanischen Cancun drei Vier-Sterne-Turniere in Folge ausgetragen, um den Reiseaufwand so gering wie möglich zu halten. Pro Turnier und Geschlecht sind auch deutsche Duos am Start, und es geht für fast alle noch um Qualifikationspunkte für die Olympischen Spiele.

Drei Turniere in Folge in Cancun

Das Tokio-Ticket haben schon lange Julius Thole und Clemens Wickler nach ihrer starken Saison 2019 mit der Vize-Weltmeisterschaft in der Tasche. So können sie auch verschmerzen, dass sie für das erste Turnier in Cancun ab Freitag nicht gemeinsam melden konnten, weil Wickler der Blinddarm nach einer Entzündung entfernt werden musste. Thole spielt so zusammen mit Yannick Harms, dessen Partner Philipp Arne Bergmann ebenfalls noch pausiert. Am Start sind ferner Nils Ehlers/Lars Flüggen bei den Männern sowie sechs Frauen-Teams, darunter auch Laura Ludwig/Margareta Kozuch.

Das nächste Turnier in Cancun steigt dann vom 22. bis 26. April, Nummer drei vom 28. April bis 2. Mai. Weltweit 16 Teams können nur die Olympia-Qualifikation schaffen: 15 laut einer Rangliste plus 1 gesetztes Paar von Gastgeber Japan. Von den deutschen Männern sind Ehlers/Flüggen als derzeit 17. der Weltrangliste nah dran. Bei den Frauen läuft es auf Ludwig/Kozuch (13.) und Karla Borger/Julia Sude (10.) hinaus – punkten müssen aber sie alle noch.

Im Mai soll es dann in Europa mit drei Turnieren weitergehen, zunächst in Sofia/Bulgarien, dann in Sotschi/Russland sowie Prag/Tschechien. Zur World Tour mit den Vier-Sterne-Turnieren gehört jedoch nur Sotschi (26. bis 30. Mai). Auf dieser Tour – immer unter der Vorraussetzung, dass das Pandemiegeschehen es zulässt und die örtlichen Behörden es genehmigen – gibt es dann weiterhin die Veranstaltungen in Ostrava/Tschechien (2. bis 6. Juni) und Gstaad/Schweiz (6. bis 11. Juli), bevor ab 23. Juli die Olympischen Spiele in Tokio geplant sind.

Zwischendurch stehen noch die U22- und die U20-Europameisterschaften im Plan. Zudem beginnt am 18. Juni die deutsche Tour – dazu mehr in einem späteren Newsletter.

FINAL-SERIE UM DIE DM

Berlin vor dem Titel-Matchball

Überraschend deutlich mit 3:0 in nur 74 Minuten haben die Berlin Volleys das zweite Match der Best-of-5-Serie um die deutsche Meisterschaft gegen den VfB Friedrichshafen für sich entschieden. Schon am kommenden Donnerstag (18 Uhr) im dritten Vergleich am Bodensee kann nun die Entscheidung fallen. Sport1 überträgt wieder live im Free-TV.

Die Hauptstädter schlossen nahtlos an ihren Auftritt in den letzten drei Sätzen vom Auftakt-Duell an, als sie ein 0:2 noch in ein 3:2 gedreht hatten – auch in der gleichen Aufstellung. Somit bekam der Ex-LüneHüne Cody Kessel erstmals überhaupt in den Playoffs eine Chance in der Starting Six und riss sein Team wieder mit. Überragender Mann auf dem Feld war aber Zuspieler Sergey Grankin, der außer Kessel auch dessen Nebenleute mustergültig einsetzte. Von denen stach der brasilianische Mittelblocker Eder besonders hervor.

Finale („best of 5“), 2. Spiel:

Berlin Volleys – VfB Friedrichshafen 3:0
(25:22, 25:17, 25:23/Stand: 2:0)
74 Min., 0 Zuschauer
MVP: Eder – Weber
Scorer: Patch (15), Eder (12), Kessel (11), Tuia (7), Brehme (6), Grankin (2), Kaliberda (1) – Weber (12), Marechal (9), Juhkami, Fiel (je 7), Maase (2), Worsley, Balean, van de Velde, Böhme (je 1)

NEWS AUS DER LIGA

Der frühere Weltenbummler, Nationalmannschaftskapitän, Champions-League-Sieger und mehrfache Volleyballer des Jahres Jochen Schöps (37) hängt bei den United Volleys Frankfurt noch eine Saison dran. Zudem bekommt der Diagonalangreifer Aufgaben im Management des Vereins.

Trainer Christophe Achten hat seinen noch laufenden Vertrag bei den Netzhoppers KW-Bestensee aus familiären Gründen gekündigt. Der Belgier, im Dezember Vater geworden, wollte künftig näher zur Heimat sein, wo noch Frau und Tochter leben. Wenige Tage später wurde bekannt, dass er die United Volleys Frankfurt übernimmt. Bei den Hessen wurde der Vertrag mit dem Argentinier Juan Manuel Serramalera, der nun bei Volley Amriswil/Schweiz anheuerte, im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst.

NEWS AUS DER SZENE

Titelverteidiger MTV Allianz Stuttgart hat zum Auftakt des Kampfes um die DM der Frauen ein Zeichen gesetzt und in der Finalserie „best of 5“ ein klares 3:0 (25:15, 25:20, 25:19) beim Hauptrunden-1. Dredsner SC vorgelegt. Spiel zwei steigt an diesem an Mittwoch (18 Uhr) – live im Free-TV auf Sport1.

Da durch die anhaltende Corona-Krise schon jetzt absehbar ist, dass in den Spielklassen ab 3. Liga abwärts auch in der kommenden Saison 2021/22 noch kein Spielbetrieb wie bis zum Ausbruch der Pandemie möglich sein wird, sollen nach einem Beschluss des DVV-Präsidiums die Staffeln in den 3. Ligen und Regionalligen ab einer Stärke von 12 Teams zunächst in zwei Vorrundengruppen geteilt werden. Grundlage der Gruppeneinteilungen wird eine Durchschnittswertung der letzten Saisons. Nach Hin- und Rückspielen treten die besten beider Vorrundengruppen in einer Aufstiegs-, die schlechteren in einer Abstiegsrunde an.

Dinamo Moskau ist nach 13 Jahren wieder russischer Meister, gewann das Finale gegen Zenit St. Petersburg 3:1 – nach dem Gewinn des russischen Pokals (ebenfalls gegen St. Petersburg) und des CEV-Cups war das der Titel-Hattrick. Zenit Kasan wurde nur 5., qualifizierte sich so aber immerhin für den Challenge Cup.

Neuer Meister in Belgien wurde Roeselare gegen Maaseik mit 2:1 Siegen und holte damit nach dem Pokalsieg (auch gegen Maaseik) das Double.

Schreibe einen Kommentar

Volleyball Bundesliga