Antti im Spiel gegen die Heitec Volleys Eltmann

Ein Schmankerl zum Jahresende

LüneHünen wollen auch im Spitzenspiel bestehen

Die Anfahrt zum letzten Spiel des Jahres erfordert noch einmal gutes Sitzfleisch, ist aber ein Klacks zu dem Reiseprogramm, das der Gegner gerade zu bewältigen hatte. Es geht nach Unterhaching im Süden Münchens, wo bei den Alpenvolleys Haching das Verfolgerduell Dritter gegen Vierter am Sonnabend ab 19 Uhr (Stream auf sporttotal.tv) noch einmal als ein echtes Schmankerl auf dem Programm steht.

Das Match gibt es auch wieder zu sehen im Public Viewing auf einer Großleinwand im Restaurant „Alexander der Große“ in Kirchgellersen (ab 18.30 Uhr)

Der SVG steht eine etwa 750 Kilometer lange Busfahrt über im Idealfall 11 Stunden bevor. Das Team des bayrisch-österreichischen Vereinskonstrukts, veredelt mit viel brasilianischem Flair durch ein Quartett aus dem Land des Sambas, war in dieser Woche dagegen noch mehr unterwegs. Am vergangenen Freitag machte sich der Reisetross auf den Weg per Flieger nach Hannover und mit dem Bus nach Hildesheim, spielte dort am Sonnabend gegen die Giesen Grizzlys. Tags darauf ging dann der Flug von Hannover via Helsinki ins finnische Tampere, dem Spielort von Meister Sastamala am Dienstag im CEV-Cup, dann am Mittwoch zurück nach Innsbruck und an diesem Freitag zum Endpunkt der Reise nach Unterhaching. Macht eine achttägige Expedition. Mal ein Einblick, was auf die LüneHünen zukommt, wenn sie in absehbarer Zukunft international spielen…

Viel brasilianisches Flair und Können

In der Tabelle liegen die Alpenvolleys und die SVG nur zwei Punkte auseinander. Die LüneHünen haben vor diesem Verfolgerduell sogar einen Sieg mehr in bisher 10 Spielen verbucht (7 gegenüber 6), wobei aber drei Tiebreak-Erfolge darunter waren. Drei Tiebreak-Niederlagen stehen dagegen auf dem Konto der Gastgeber. Wenn dieser Trend nun im direkten Duell anhält, hat im SVG-Lager sicher niemand etwas zu meckern. Ohnehin stellte der Sportliche Leiter Bernd Schlesinger schon vor Wochenfrist nach dem Heimausklang des Jahres gegen Eltmann zu Recht fest: „Wir sind sehr zufrieden bis jetzt, das Spiel bei den Alpenvolleys wird eine Zugabe. Vielleicht bringen wir einen Punkt oder zwei mit, dann freuen wir uns.“

Einen Sieg gegen diesen Kontrahenten gab es bisher noch nicht. In vier Duellen sprang lediglich ein Punkt heraus, ein 2:3 daheim in der vorletzten Saison. „Im Auswärtsspiel der vergangenen Saison haben wir aber eine starke Leistung gezeigt“, erinnert Chefcoach Stefan Hübner an einen engagierten Auftritt (1:3), bei dem vor allem die Brasilianer Hugo de Leon Guimaraes da Silva und Danilo Gelinski den Unterschied machten. Und das in erster Linie beim Aufschlag: mit 7 bzw. 5 Assen servierten sie die LüneHünen ab.

Zuspieler Gelinski lenkt weiter Hachings Angriffe, statt „Hugo“ ist ein neuer Diagonaler da, ein wohl noch stärkerer Brasilianer: Paulo Victor Costa da Silva. Der Routinier (33) war schon zwischen 2008 und 2011 in Innsbruck ein Leistungsträger und danach auf Wanderschaft durch die Volleyballwelt. Von alter Klasse hat er nichts eingebüßt, führt die Liste der Bundesliga-Topscorer mit großem Abstand an. Zu einem herausragenden Akteur ist im Außenangriff Niklas Kronthaler nach vielen, überwundenen Verletzungsproblemen gereift. Der Sohn des Alpenvolleys-Managers ist auch in der Annahme eine Bank.

Nach dem Match in kurzen Weihnachtsurlaub

Interessant wird auch der Vergleich in der Mitte, beide Mannschaften verfügen über hoch interessante Kombinations-Möglichkeiten im Personal-Tableau der Mittelblocker. Den LüneHünen Anton Brehme, Michel Schlien und Florian Krage stellen sich die beide Brasilianer Douglas Duarte Souza da Silva und Pedro Frances sowie der Finne Tommi Siirilä und mit dem Slowenen Saso Stalekar der mit 2,14 Metern größte Spieler überhaupt der Bundesliga gegenüber.

Nach diesem letzten Spiel der Hinrunde geht es dann für die SVG unmittelbar in einen kurzen Weihnachts-Urlaub – für einige hier, andere fliegen in die Heimat, wieder andere bekommen Besuch von dort. Am 28. Dezember bittet Hübner dann wieder zum täglichen, größtenteils zweimaligen Training, Neujahr ist allerdings frei.