Am kommenden Mittwoch um 20 Uhr bestreitet die SVG Lüneburg in der heimischen Gellersenhalle gegen die SWD Powervolleys Düren ihr erstes Heimspiel in der Saison 2015/2016. Ein Duell, das ein großes Maß an Spannung und Unterhaltung verspricht. Hat doch die SVG Lüneburg in der vergangen Saison völlig überraschend das DVV Pokal Halbfinale mit 3:2 gegen die Dürener gewonnen. Doch in der Liga musste sich die SVG zweimal geschlagen geben. Im Hinspiel mit einem relativ deutlichen 0:3 in Düren. Und im Rückspiel setzten sich Dürener in der Gellersenhalle mit 3:1 durch. Beide Teams haben im Vergleich zur vergangenen Saison einen großen Kern ihrer Mannschaft behalten, aber auch eichtige Positionen neu oder doppelt besetzt.

Die größte Veränderung bei den Dürenern ist dabei aber nicht auf der Mannschaftsliste zu finden, sondern neben dem Feld beim Trainer. Der mit 27 Jahren für einen Trainer blutjunge Anton Brams hat das Amt von Michael Mücke übernommen. Es ist seine erste Station als Cheftrainer in der Volleyball-Bundesliga. Nun könnte man meinen, ein mutiger Schritt der Dürener. Doch in der Volleyball-Szene wird diese Verpflichtung eher als großer Schachzug der Dürener gesehen. Denn Anton Brams hat trotz seines jungen Alters als Trainer bereits viel erlebt. So hat er es als Mitarbeiter im Trainerstab der University of Hawaii gearbeitet und der US-Nationalmannschaft geschafft. Mit dem US-Team hat er sogar als erster deutscher Trainer überhaupt 2014 die mit 1 Million US-Dollar dotierte FIVB World League gewonnen.
„Eine qualitativ starke und sehr breit aufgestellte Mannschaft“, so beurteilt SVG Trainer Hübner das diesjährige Team der Dürener, die ihr erstes Spiel am vergangenen Wochenende mit 3:1 gegen den CV Mitteldeutschland gewinnen konnten. Nicht ganz so erfolgreich ist die SVG mit der knappen 2:3 Niederlage in Herrsching in die Saison gestartet. Dennoch gibt es bei der SVG keinen Grund unzufrieden zu sein: „Ich bin froh, dass wir nach dem 0:2 Rückstand zurückgekommen sind. Im dritten und vierten Satz haben wir mit der richtigen Aggressivität viel Druck gemacht“, sagt Hübner. Viel Druck wird die SVG auch gegen die Dürener ausüben müssen. „Die haben mit ihrem chilenischen Nationalspieler Sebastian Gevért einen Spieler im Kader, der sich emotional in einen unglaublichen Rausch spielen kann. Da müssen wir gegenhalten“, baut SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg auf den Kampfgeist seiner Mannschaft.

Für alle Fans die nicht in der Halle sein können überträgt www.sportdeutschland.tv live ab 19:50 Uhr.