Für einen Sieg hat es nicht ganz gereicht, aber beim 1:3 (19:25;25:19;22:25;20:25) gegen den Rekordmeister und Pokalfinalgegner VFB Friedrichshafen hat die SVG Lüneburg phasenweise bärenstark gespielt und war nicht weit davon entfernt, mit 2:1 Sätzen in Führung zu gehen. Bärenstark spielte dabei auch Nicolas Marks, der erstmals in der Anfangsformation der SVG Lüneburg stand. Als MVP wurde bei der SVG Lüneburg Carlos Mora Sabaté ausgezeichnet, beim VFB Friedrichshafen Radu Gontariu.

Mit diesem engen Spiel hat die SVG vor dem Pokalfinale ein erstes Achtungszeichen gesetzt und gezeigt, dass man in der Lage ist, gegen Friedrichshafen einen oder auch mehrere Sätze zu gewinnen. Das es bei nur einem Satz geblieben ist lag daran, dass die Lüneburger im dritten Satz einen sechs Punktevorsprung wieder aus der Hand gegeben haben. VFB Trainer Stelian Moculescu wechselte zwischenzeitlich Zuspieler Simon Tischer ein und bot somit seine voraussichtlich beste sechs für das Pokalfinale auf. Tischer war es dann auch, der maßgeblich an der Wende zu Gunsten der Mannschaft vom Bodensee beteiligt war. „Das war heute ein richtig gutes Spiel und jetzt haben wir eine Woche Zeit uns weiter auf das Pokalfinale vorzubereiten. Ich freue mich jetzt auf den Schlagabtausch beim Finale“, sagt SVG Trainer Stefan Hübner. Ähnlich drückte sich auch Matchwinner Nicolas Marks aus: „Das war heute der pure Spaß und genauso werden wir in die Pokalwoche gehen. Mit jeder Menge Spaß und Fleiß wollen wir den nächsten Schritt machen, den VFB Friedrichshafen zu besiegen.“

Für ein gutes Spiel sprach auch die Statisik. Beide Temas leisteten sich, abgesehen von Schwächephasen im Aufschlag, ein Spiel ohne viele Fehler. Dafür wurde alles geboten, was hochklassigen Volleyballsport auszeichnet: Raffinierte Schläge, knifflige Schiedsrichterentscheidungen, jede Menge Emotionen und eine Gellersenhölle die ihrem Namen wieder einmal mehr als gerecht geworden ist.

Das nächste Spiel ist nun für die SVG Lüneburg das Pokalfinale am 1. März 2015 um 12:15 Uhr. Alle Fans die nicht mit nach Halle reisen werden, können das Spiel ab 12 Uhr live im NDR Fernsehen verfolgen.