Gleich zum Start in die Spielzeit gab es in einer spannenden und hochklassigen Begegnung den ersten herausragenden Sieg der SVG. Nach sechs Niederlagen in Serie gewannen die Lüneburger zum ersten Mal gegen die United Volleys  mit 3:1. Für SVG-Trainer Stefan Hübner das  erste Ausrufezeichen der Saison: „Es ist der erste Meilenstein, wenn du das erste Heimspiel gewinnst, was bei diesem Gegner durchaus nicht selbstverständlich ist.“

Den besseren Start in den ersten Satz erwischte zunächst die heimische SVG mit klaren Angriffsaktionen und guten Blocks (Schlien). Mit der 7:4 Führung riss aber der Faden im Spiel der LüneHünen. Reichlich Aufschlagfehler und eine durchwachsene Annahme brachten nach einem 5:12 Punkte-Lauf die United Volleys zur zweiten Auszeit mit 16:12 in Führung. Fortan dominierte die Mannschaft von United-Coach Stelio DeRocco den Satz und brachte ihn souverän mit 25:17 nachhause.

Deutlich fokussierter startete das Team von Stefan Hübner in den zweiten Durchgang (2:0, 5:3). Fehler in der Annahme brachten die Gäste aus Hessen zwar wieder in Front (7:9), Nationalspieler Noah Baxpöhler drehte den Spieß aber mit einer Aufschlagserie (11:9) und schien die LüneHünen endlich geweckt zu haben. Angriffsaktionen wurden von Raymond Szeto und Cody Kessel erfolgreich abgeschlossen, Ryan Sclater punktete mit platzierten Bällen von der Diagonalposition (16:12, 20:15). Cody Kessel war es am Aufschlag zum Satzfinale vorbehalten, die entscheidenden Punkte einzufahren (21:17 – 24:18), mit einem Frankfurter Block ins Aus machte die SVG den Sack zu (25:18).

Nach der Pause begannen beide Teams wieder sehr konzentriert, für eine Führung der SVG reichte es aber nicht. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit punkteten Baxpöhler, Sclater, Szeto und Kessel im Wechsel und hielten die Gastgeber im Spiel. Als das Spiel beim Stand von 11:14 zugunsten der United Volleys zu kippen drohte, nahm Stefan Hübner die wohl entscheidende Auszeit. Bei Aufschlag Szeto gelang zunächst der Ausgleich und anschließend zur technischen Auszeit die Führung (16:15). Ein magischer Moment in Gellersenhalle, denn die Hölle erwachte jetzt aus ihrem Sommerschlaf. Gästecoach DeRecco spürte wohl schon was kam, seine Ansprache wurde deutlich energischer, doch es half nichts. Die SVG hatte ihren Rhythmus gefunden, machte wichtige Punkte. Bei wechselnder Führung (19:17, 21:22) war das Team bei den entscheidenden Ralleys hellwach und Top-Scorer Ryan Sclater (22 Punkte) verwandelte den Satzball (25:23).

Das Beben der Gellersenhölle schien die Gäste im vierten Durchgang nicht zu beeindrucken, sie kamen besser rein und hielten die Führung bis zur ersten technischen Auszeit (7:8). In einer ausgeglichenen Phase behielt die SVG jedoch die Oberhand und der Wille des ersten Sieges gegen die United Volleys war bis ins Publikum zunehmend spürbar. Tyler Koslowski rettete Bälle mit einem Lächeln und schützte die Ballroller vor Zusammenstößen mit Ryan Sclater. Beim 12:12 gelang den Gästen zum letzten Mal der Ausgleich. Lüneburg hatte jetzt auf jede Aktion die bessere Antwort und setzte sich ab. Coach Stefan Hübner resümierte nach der Partie: „Die Mannschaft hat sich heute sehr gut reingearbeitet.“ Ein besonderes Lob hatte er für seinen kanadischen Neuzugang Adam Schriemer, der sich hervorragend in sein neues Team eingefunden hat: „Adam hat einfach einen guten Kopf, er hat immer einen Plan, was er macht.“ Ein Plan, der besonders am Ende aufging. Bei Aufschlag von Noah Baxpöhler versetzte die LüneHünen ihrem Gegner den entscheidenden Stoß (23:17). Mit dem dritten Matchball machten sie den ersten Sieg gegen die United Volleys Frankfurt perfekt (25:21).