Mit Selbstvertrauen zu den Alpenvolleys

Die eine schwarze Serie haben die LüneHünen mit dem Premierensieg gegen Frankfurt nach sechs vergeblichen Versuchen beendet, der nächste Negativlauf soll gar nicht erst entstehen – aller guten Dinge sind drei heißt das Motto, wenn es am Sonntag gegen die Alpenvolleys Haching geht. Zwei Niederlagen stehen da bisher zu Buche (0:3 daheim, 2:3 damals noch in Innsbruck). Das Match in München (17 Uhr) können Fans im live-Stream auf sporttotal.tv auch beim Public Viewing im Restaurant „Alexander der Große“ in Kirchgellersen verfolgen.

Der deutsch-österreichische Kooperationsverein hat sich nach gutem Einstand in der Bundesliga – 5. in der Hauptrunde, dann Bonze nach drei Siegen gegen Düren – für diese Saison einiges vorgenommen, möchte mindestens eindeutig die dritte Kraft werden und noch näher an die Großen Zwei, Berlin und Friedrichshafen, herankommen. Das würde ja auch Champions League bedeuten, nachdem die Alpenvolleys nun schon im CEV-Cup international spielen.

Vier Brasilianer bilden den Hachinger Kern

Nach einigen Änderungen im Kader kamen die Mannen von Trainer Stefan Chrtiansky aber schwer in die Saison, standen beim 3:1 in Bestensee knapp vor dem ersten Dämpfer, ehe sie nach verlorenem ersten Satz und lange umkämpften zweiten Durchgang mit 30:28 doch noch auf die Siegerstraße einbogen. Der Coach warnte gleich anschließend: „Gegen Lüneburg müssen wir uns erheblich steigern.“

Positiv registrieren konnte Chrtiansky aber, dass einige seiner Neuen auf Anhieb zündeten. Außenangreifer Guimaraes da Silva, einer von insgesamt vier Brasilianern, sorgte für satte 23 Punkte, der Pole Pawel Halaba (ebenfalls Außen) für 18. Immerhin noch 13 Zähler verbuchte der Australier Thomas Hodges als neuer Diagonalangreifer, bei der WM kürzlich für sein Land aber als Libero dabei! Gegen die SVG ist nun aber der andere neue Diagonale, der 2,10 Meter große Russe Kirill Klets, an Bord, der zuletzt an Rückenbeschwerden laborierte.

Hübner: „Es gibt noch viele Themen zu bearbeiten“

Ist das Multi-Kulti-Team aus Innsbruck und Unterhaching also tatsächlich stärker geworden? „Der gut besetzte Mittelblock und die beiden guten Zuspieler sind gleich geblieben, im Angriff haben sie einiges verändert, haben sich explosive Außen geholt“, weiß SVG-Chefcoach Stefan Hübner aus ersten Video-Analysen, dass da eine schwere Aufgabe auf seine Mannschaft zukommt, noch schwerer vielleicht als bei der starken Leistung gegen Frankfurt. „Das war aber auch nicht überragend. Teilbereiche waren gut, aber es gibt weiterhin viele Themen zu bearbeiten, zum Beispiel den Aufschlag. Da haben wir zu viele Fehler gemacht.“

Aber an den „Baustellen“ arbeitet die Mannschaft akribisch und macht sich am Sonnabend guten Mutes auf die lange Busfahrt in den Süden.