Es dürfte ein packendes Spiel werden, wenn am Samstagabend im ersten Playoff-Viertelfinalspiel die SVG Lüneburg und die SWD Powervolleys Düren aufeinandertreffen. Das Team, welches zuerst zwei Siege verbuchen kann, qualifiziert sich für das Halbfinale. Klar, dass die SVG mit der Gellersenhalle im Rücken vorlegen möchte.

Doch es verspricht ein offenes Duell zu werden. Zwar konnte die SVG die Dürener in dieser Saison bereits zweimal zu Hause besiegen (Liga und Pokal), doch diese Spiele liegen bereits Monate zurück. Zudem setzte es auswärts in Düren eine relativ deutliche Niederlage. Für die Lüneburger spricht, dass sie ihre letzten
sechs Heimspiele gewinnen konnten. Und zu Hause eine unglaubliche Bilanz von 11
Siegen in 12 Spielen in dieser Saison vorweisen können. „Es wird ein Geduldsspiel werden. Der Druck ist hoch und wer das erste Spiel gewinnt, hat einen sehr großen Vorteil. Da gilt es Ruhe zu bewahren, egal wie das Spiel verläuft“, mahnt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg. Sollte der SVG der Halbfinaleinzug gelingen, wäre das eine weitere große Sensation in der noch jungen Bundesligageschichte. In der vergangenen Saison setzte sich die SVG überraschend in einem hochdramatischen Vietelfinal-Duell gegen den TV Ingersoll
Bühl durch. Anschließend war im Halbfinale gegen den VFB Friedrichshafen Schluss. Dieses Mal heißen die möglichen Halbfinalgegner Berlin Recycling Volleys oder CV Mitteldeutschland. „Daran verschwenden wir aber noch keinen Gedanken. Alles was zählt, ist das erste Viertelfinalspiel. Und das wollen wir gewinnen!“, so Bahlburg.

Bei den SWD Powervolleys Düren ist zudem der Abschied von Trainer Anton Brams nach der Saison besiegelt. Der junge 27 jährige Trainer war als Hoffnungsträger gekommen und spielte mit seinem Team eine durchaus ansprechende Saison. Doch neben seiner Trainertätigkeit arbeitet er an einem eigenen Projekt, welches weltweit Volleyball-Spiele statistisch auswertet. „Auf dieses wird er sich zukünftig fokussieren“, weiß Andreas Bahlburg. „Aber das wird ihn und das Team bestimmt umso stärker motivieren, nicht schon im Viertelfinale
auszuscheiden.“ Mit der starken Heimbilanz im Rücken sollte für die SVG Lüneburg zumindestens noch einiges möglich sein.