Die Pappkameraden der SVG-Aktion MeinPlatz mit dem Konterfei von Fans lassen die Gellersenhalle in der Corona-Krise voller wirken

#MeinPlatz verbessert Atmosphäre

Auch Hygienekonzept der SVG Lüneburg greift

Sportlich stand unter dem Strich eine unglückliche 1:3-Niederlage, insgesamt aber ist die Heimpremiere der SVG Lüneburg als gelungen zu bezeichnen: Das Hygienekonzept greift und wird von den Besuchern gut befolgt. Und ein Blick auf die Zuschauerzahlen aller ausgetragenen Spiele zeigt sogar etwas sehr Erstaunliches: Dem Spiel der LüneHünen gegen Bühl wohnten die meisten Fans bei (190) – in anderen Hallen waren es nur 100 oder noch weniger.

Das Erscheinungsbild in der Gellersenhalle wurde zudem aufgehübscht durch die zahlreichen „Pappkameraden“ auf sonst – durch Corona erzwungenen – leeren Stühlen. Das sorgte für etwas mehr Atmosphäre. Doch bei dieser Vereins-Aktion #MeinPlatz geht noch mehr! Interessierte können sich weiterhin durch ihr Double am Spielfeldrand vertreten lassen und durch den einmalig zu entrichtenden Unkostenbeitrag von 29,90 Euro auch an einem damit verbundenen Gewinnspiel teilnehmen. Mehr Infos gibt es auf der Homepage der SVG.

Während Stadt und Kreis Lüneburg in der Corona-Krise zum Glück immer noch wie eine grüne Insel wirken, spitzt sich die Lage in vielen anderen Regionen immer weiter zu. So droht zum Beispiel den Bisons am nächsten Spieltag gegen die Berlin Volleys ein Geisterspiel. Im Bühler Team stand am Sonnabend übrigens noch ein später Neuzugang: Eigengewächs Leon Meier (18). Der junge Außenangreifer ging als Nachwuchstalent ins Volleyball-Internat Friedrichshafen und von dort in diesem Sommer zum VC Olympia Berlin. Im dortigen großen Kader hatte der 2,04-Meter-Schlaks aber keine Chance gegen die vielen U20-Nationalspieler. Zum Einsatz kam Meier in Reppenstedt noch nicht.

Der VCO, zu Saisonbeginn außer Gefecht, weil einige Spieler mit dem Covid-19-Virus von der U20-EM in Tschechien zurückgekehrt waren, steht inzwischen wieder im Training. Am kommenden Wochenende sind die Berliner Talente aber in der 11er-Liga die spielfreie Mannschaft.

BUNDESLIGA-SPIELTAG ZUSAMMENGEFASST

Welche schwere Aufgabe der SVG Lüneburg am kommenden Sonnabend (19 Uhr) im zweiten Heimspiel in Folge bevorsteht, zeigte das vergangene Wochenende: Die Netzhoppers KW-Bestensee ließen mit einem 3:0-Erfolg gegen Frankfurt aufhorchen – und das weitgehend ohne den Leistungsträger Dirk Westphal, der nur einmal kurz eingewechselt wurde. Bei den Hessen gab Last-Minute-Zugang Rodrigo Quiroga, zum Auftakt wegen Corona noch außer Gefecht, sein Debüt, verbuchte aber nur zwei Punkte in etwas mehr als zwei Sätzen Spielzeit.

Wie Frankfurt ist auch Giesen nach zwei Auftritten noch punktlos, verlor jetzt 0:3 in Düren. Die Berlin Volleys erteilten auch mit ihrer zweiten Garnitur dem TSV Unterhaching eine 60-minütige Lehrstunde. Neben dem verletzten Talent Robin Baghdady fehlte auch Anton Brehme wegen Kniebeschwerden und Benjamin Patch mit einer neuen Blessur – er fiel im Training unglücklich aufs Handgelenk. Geschont wurden dann zudem Sergey Grankin und Samuele Tuia.

Die Begegnungen des Spieltags:

SVG Lüneburg – Volleyball Bisons Bühl 1:3

(25:26, 20:25, 25:27, 27:29)

113 Min., 190 Zuschauer

MVP: Lindberg – Lopez

Scorer: Pörner (21), Ewert (18), Krage (15), Schlien (10), Lindberg (7), Thole (4), Gerken (2), Dervisaj (1) – Lopez (23), Kronthaler (19), Vaskelis (11), Stöhr (9), Jurkovics (7), Szabo (5), Thiel (3)

Netzh. KW-Bestensee – United Volleys Frankfurt 3:0

(25:19, 27:25, 25:19)

81 Min., 100 Zuschauer

MVP: Timmermann – Grozer

beste Scorer: Timmermann (17), Mönnich (16), Weir, Allik (je 8) – Malescha (11), Grozer, Günthör (je 10)

Powervolleys Düren – Giesen Grizzlys 3:0

(25:18, 25:18, 25:18)

77 Min., 90 Zuschauer

MVP: Kocian – Kapur

beste Scorer: Gevert (16), Brand (11), B. Andrae (8) – van Tilburg (15), Wagner (14), Seybering (4)

TSV Unterhaching – Berlin Volleys 0:3

(12:25, 12:25, 13:25)

60 Min., 100 Zuschauer

MVP: Topuzliev – Moraes

beste Scorer: J. Sagstetter (6), Topuzliev (5) – Moraes (15), Carle (13), Michelucci (8), Kessel, Eder (je 5)