Stabil in der Annahme, effektiv im Angriff. Neuzugang Jordan Ewert hat in den ersten SVG Spielen überzeugt

Das nächste „schwierige Spiel“

LüneHünen wollen sich dieses Mal belohnen

Die LüneHünen sind mitten in einer Phase von drei Heim-Auftritten in Serie. Vorteil dabei ist, dass sie bei der zweiten Welle der sich weiter zuspitzenden Corona-Krise nicht reisen müssen. Vorteil ist aber auch, dass sich ihnen umgehend die Chance bietet, die vom Ergebnis her missratene Heimpremiere umgehend auszubügeln. An diesem Sonnabend (19 Uhr) sind die Netzhoppers KW-Bestensee aus dem brandenburgischen Königs Wusterhausen zu Gast in der Gellersenhalle, für die weiterhin die Beschränkung auf 190 Besucher gilt. Und natürlich unverändert auch die bekannten Hygieneregeln inklusive ständiger Maskenpflicht.

Gute Leistung wiederholen – und auch punkten…

Nach dem 1:3 zuletzt gegen die Bisons Bühl gingen die meisten Fans nur leicht enttäuscht, aber keineswegs unzufrieden nach Hause. Nach Monaten der Abstinenz sahen sie endlich wieder Volleyball, dazu in einem packenden Match, und Chefcoach Stefan Hübner konstatierte zu Recht: „Bühl ist eine gute Mannschaft, sehr kompakt, mit guter Annahme. Wenn gegen einen solchen Gegner die Leistung stimmt und ein Spiel so eng ist, ist eine Niederlage okay. In einer ausgeglichenen Liga werden noch viele ähnlich schwierige Spiele kommen, in denen Kleinigkeiten oder die Tagesform über den Gewinner entscheiden.“

Schon die jetzt folgende Aufgabe wird wohl diese These untermauern. Die Netzhoppers, seit 2006 mit einjähriger Unterbrechung wegen nicht erteilter Lizenz (2013/14), in der Liga sind nach einigen mauen Jahren längst wieder ein ernsthafter Playoff-Anwärter, waren zuletzt in der abgebrochenen Saison Siebte und rechnen sich nun noch etwas mehr aus. Dies nicht zuletzt, weil Christophe Achten als neuer Trainer auch neuen Schwung gebracht hat. Der emotionale Belgier löste Langzeitcoach (14 Jahre) Mirko Culic ab und brachte von seiner letzten Station Rottenburg auch zwei starke Zugänge mit: Mittelblocker James Weir (australischer Nationalspieler) und Diagonalangreifer Johannes Mönnich.

KW lässt auch ohne Leistungsträger aufhorchen

Beide überzeugten auch ebenso schon wie der neue Zuspieler Byron Keturakis, Nationalspieler Kanadas. Vor Wochenfrist ließen sie mit KW durch ein ungefährdetes 3:0 gegen Frankfurt aufhorchen – umso bemerkenswerter, als sich mit Außenangreifer Dirk Westphal ein absoluter Leistungsträger nach dem Aufwärmen mit maladem Rücken abmeldete. Der Ex-Nationalspieler war in der letzten Saison immerhin 5. auf der Liste der Bundesliga-Topscorer. Die damalige Nummer 1, Casey Schouten, ist von KW nach Tschechien abgewandert. Noch gar nicht auf dem Feld stand Königstransfer Jakub Kovac, Mittelblocker im slowakischen Nationalteam. Wie ambitioniert die Brandenburger dennoch sind, wurde nach der Saison-Auftaktniederlage deutlich: Das 1:3 gegen Friedrichshafen wurde tief enttäuscht kommentiert, da hatte man sich, so Coach Achten, „deutlich mehr“ ausgerechnet.

Enttäuscht waren natürlich auch die LüneHünen am vergangenen Sonnabend, dass nach einer guten Vorstellung nicht mehr heraussprang. Dass Trainer Hübner feststellte: „Auf diese Leistung können wir aufbauen“, soll sich nun in einer weiteren Steigerung, mehr Konstanz und auch größerer Cleverness in entscheidenden Phasen bemerkbar machen. Schon beim 3:1-Sieg in Frankfurt war ja der erste Satz (25:14) ähnlich fulminant wie dann gegen Bühl (25:16), nun soll das Level wieder länger hoch gehalten werden. Dazu beitragen können auch wieder die zuletzt fehlenden Dalton Solbrig (Grippe) und Richard Peemüller (Trauerfall).

Eine Alternative mehr war zuletzt schon nach längerer Verletzungspause Viktor Lindberg, der im Verbund mit Zuspieler Hannes Gerken im vierten Satz noch einmal wichtige Akzente setzte. „Es ist immer schön, wenn Leute von der Bank neuen Schwung bringen. Für Hannes, der ja aus der 3. Liga kommt, hat mich das besonders gefreut. Er war sehr mutig in seinen Aktionen“, lobte Hübner, der generell das Angriffssystem als positiv herausstellte: „Die Zuspiel-Geschwindigkeit und die Anlauf-Gestaltung haben schon sehr gut gepasst.“ Eben etwas, auf das man aufbauen kann.

APPdate

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