Youngster Florian Krage soll Druck auf die Konkurrenten erhöhen
Seine sportliche Entwicklung und das Studium schreiten voran, also gibt es keinen Grund, am Status Quo etwas zu ändern: Florian Krage, seit zwei Jahren in Lüneburg, hat seinen Vertrag bei den LüneHünen um eine weitere Saison verlängert.
Der Mittelblocker war 2016 vom Drittligisten VfL Pinneberg gekommen, hatte zunächst vorwiegend in der 2. Mannschaft der SVG (ebenfalls 3. Liga) gespielt und im Bundesligakader mittrainiert und war dann im vergangenen Sommer endgültig zum Team von Chefcoach Stefan Hübner aufgerückt.
Und im Saisonverlauf bekam der 21-Jährige – nach einigen Schnupper-Einsätzen im Jahr zuvor – auch seine Chance in der Anfangsformation, vertrat die Konkurrenten Noah Baxpöhler und Michel Schlien gut, als die krankheitshalber passen mussten. „Die Verlängerung war für mich naheliegend. Da ist das super Umfeld – vom Ballroller bis zum Präsidenten. Dann bin ich sportlich recht zufrieden. Und auch im Studium komme ich gut voran, werde es wohl in der Regelstudienzeit schaffen,“ läuft für Krage alles nach Plan. Er studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der Leuphana.
Trainer mit Entwicklung zufrieden
„Es gab eine Phase, in der er sehr gut drauf war. Dann ist er ein wenig abgetaucht. Aber wenn er gebraucht wurde, hat er es gut gemacht. Dann hat allerdings die Bestätigung für diese Leistung gefehlt, wenn er trotz der Rückkehr von Noah oder Michel noch einmal ran durfte. Trotzdem bin ich mit seiner Entwicklung zufrieden“, zieht Hübner Bilanz und setzt auf eine weitere Steigerung des ehemaligen U20/U21-Nationalspielers, der für diese Auswahlen inzwischen zu „alt“ ist.
Der Mann mit der Trikotnummer 12, der auf fünf Pflichtspieleinsätze kam, zieht Bilanz: „Ich habe gemerkt, dass ich mich fast kontinuierlich verbessert habe und dass die Lücke zu den beiden anderen am Ende der Saison kleiner war als am Anfang. Natürlich hätte ich mir noch ein paar Minuten mehr Spielzeit gewünscht, aber die Konkurrenten waren einfach besser.“ In der Bewertung seiner Leistung schränkt er aber auch selbstkritisch ein: „Ich muss mich noch mehr auf meine Stärken verlassen und weniger Gedanken an meine Schwächen verschwenden – das war in der zweiten Hälfte der letzten Saison ein bisschen der Stolperstein für mich.“
Krage, der mit seinen 2,03 Metern Körpergröße auch so gut ins Raster „LüneHüne“ passt, hat sich nun zum Ziel gesetzt, den Aufschlag zu stabilisieren und im Angriff explosiver zu werden, um so in seiner Rolle als dritter Mittelblocker noch mehr zur Alternative zu werden. „Außerdem hoffe ich auf einen Teamspirit wie zuletzt, als wir am Ende alle eher Freunde als ‚Mitspieler‘ waren. Das hat in vielen engen Situationen geholfen und kann auf dem Feld nur förderlich sein.“
Hübner unterstützt Krages Ehrgeiz: „Wir wollen bei ihm jetzt den nächsten Schritt einleiten, seine technischen Fertigkeiten, zum Beispiel um Aufschlag, weiter stabilisieren und so auch das Selbstvertrauen stärken. Wir wollen ihn dahin bekommen, dass er Druck auf die Konkurrenten auf seiner Position ausüben kann.“