Anton Brehme im Angriff für die LüneHünen

Berlins Auswärtsspiele bei den LüneHünen sind vom ersten Jahr an ein Kapitel für sich!


Berlin? Da war doch was! Wenn die SVG Lüneburg an diesem Sonnabend (19 Uhr) die Berlin Volleys zum nächsten Bundesligaspiel in der CU Arena von Hamburg-Neugraben empfängt, werden unabhängig vom derzeitigen Tief der LüneHünen unvergessliche Erinnerungen wach. Denn das letzte Kräftemessen dieser beiden war das legendäre Pokal-Halbfinale in der vergangenen Saison, ebenfalls in der CU Arena – wobei die Hauptstädterin dieser Halle in bisher drei Vergleichen noch gänzlich sieglos sind. Und die meisten Auswärtsspiele gegen die SVG verloren sie ja auch, auch in der Gellersenhalle und schon seit der ersten Saison. Sechs Siege, zwei Niederlagen heißt diese positive Bilanz aus SVG-Sicht.

Wiedersehen mit Cody Kessel

Kein Wunder, dass der Titelverteidiger mit etwas Unbehagen anreist, auch wenn die aktuelle Form der LüneHünen kombiniert mit der eigenen Verfassung Berlins dazu wenig Anlass gibt. 17 Spiele, 17 Siege, so lautet die Bilanz für den Meister der letzten vier Jahre. Der hat mit dem Ex-LüneHünen Cody Kessel in der Tabelle zwölf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger gesammelt und nun fast doppelt so viele Punkte wie die SVG (47 gegenüber 24). Ungleiche Verhältnisse also – und das auch, weil Kapitän Viktor Lindberg & Co. nach gutem Start ins Jahr (zwei 3:1-Siege) seit drei Spielen auf der Suche nach ihrer Form sind.

„Es gibt einige Dinge, die uns im Moment nicht leicht von der Hand gehen oder gar nicht klappen. Der Angriff ist da gerade unser größtes Problem, und ohne Angriff kannst du keine Spiele gewinnen“, erlebte Chefcoach Stefan Hübner am Mittwochabend beim 0:3 in Frankfurt ein Déja-vu des 0:3 gegen Herrsching vier Tage zuvor. „Wir müssen uns vom Ergebnis lösen und versuchen, geduldig neues Selbstvertrauen aufzubauen. Das ist ebenso ein Schlüssel wie wieder mehr Aggressivität in unser Spiel zu bringen. Das alles ist auch für mich als Trainer eine Herausforderung. Wir alle müssen akzeptieren, dass auch diese Situation ein Teil der Entwicklung einer Mannschaft ist, was wir ja bisher so nicht kannten.“