Wer wird der Playoff-Gegner der LüneHünen? Noch zwei Wochen Bundesliga-Hauptrunde, dann steht das Viertelfinale fest. Nach derzeitigem Stand hieße Berlin (2.) der Gegner der SVG (6.), doch ist auch das Duell möglich, das in den letzten Jahren zum Dauerbrenner wurde: ein Viertelfinale gegen Düren. Dazu muss das Team von Chefcoach Stefan Hübner aber das letzte Auswärtsspiel an diesem Sonnabend (19 Uhr) in Königs Wusterhausen bei den Netzhoppers KW-Bestensee allerdings unbedingt gewinnen – am besten glatt mit drei Punkten. Düren kann gleichzeitig seinen 4. Platz mit einem Heimsieg gegen Rottenburg zementieren.
Ein SVG-Dreier beim Underdog östlich der Hauptstadt ist jedoch alles andere als ein Selbstgänger. Denn obwohl der Tabellenneunte schon seit Wochen weder mit dem Abstieg noch mit den Playoff-Plätzen etwas zu tun hat, zeigt er Ehrgeiz und ansprechende Leistungen und verbucht Achtungserfolge: Am vergangenen Wochenende ein 30:32 im dritten Satz gegen Berlin, mal ein 41:43 im zweiten Satz gegen Herrsching, gegen Düren alle drei Sätze erst in der Verlängerung abgegeben – Ergebnisse, die Warnung genug sein sollten. „Und RheinMain haben sie sogar 3:2 geschlagen. Besonders zu Hause sind sie stark“, unterstreicht Hübner, wie ernst der Gegner genommen werden muss, „und dass alle Volleyball spielen können, hat ja nicht zuletzt auch unser knappes 3:2 beim Vorletzten Rottenburg gezeigt.“
Der Triumph gegen RheinMain (3.) kam auch ohne den herausragenden Diagonalangreifer Filip Gavenda zustande, der eine Woche zuvor in der Gellersenhalle noch mit 23 Punkten aufgetrumpft hatte, seitdem aber wegen einer Knieverletzung nur eins von zehn Spielen mitmachen konnte. Auf seine Position rückte meist der Alt-Internationale Björn Andrae (fast 37 Jahre alt, 280 Länderspiele), sonst im Außenangriff. Auch er fiel schon länger aus, wie weitere Spiele. Die Verletzungsprobleme und ein ständig geschrumpfter Kader machten durch das Ziel Playoffs früh einen dicken Strich.
Die SVG dagegen liegt im ausgeglichenen Feld bestens im Rennen, könnte allerdings noch besser dastehen und sogar um eine Platzierung unter den ersten Vier kämpfen, hätte sie nicht so viele Punkte verschenkt – wie auch zuletzt wieder beim 2:3 gegen die Alpenvolleys Haching. „Das hätten wir ja sogar 3:0 gewinnen können – leider waren einige platt und absolut an ihrem Limit“, blickt Hübner noch einmal bedauernd zurück auf das zweite Tiebreak-Match innerhalb von vier Tagen in den Reisestrapazen dazwischen nach Bühl und zurück.
Lange Gesichter wie nach dem Mammut-Spiel am letzten Wochenende soll es dieses Mal nicht geben. Mit drei Punkten kann es dann zum Hauptrunden-Ausgang gegen Friedrichshafen noch einmal richtig spannend werden, ob es für Platz fünf reicht.
Am Montag startet unabhängig davon schon der Vorverkauf für das Playoff-Viertelfinale an den bekannten Vorverkaufsstellen um im Internet bei Ticketmaster. Der Gegner steht zwar noch nicht fest, sicher ist aber schon, dass wir auswärts beginnen müssen (28. März). Unser Heimspiel der Best-of-3-Serie findet dann wenige Tage später, am Ostersonnabend, 31. März, um 20 Uhr in der CU Arena in Hamburg-Neugraben statt.