Auf eine gute Annahme wird es für die SVG auch gegen Bukarest ankommen, dafür könnte wieder Colton Cowell (Vordergrund) ins Team rücken. Foto: Behns

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CEV-Cup-Gast Bukarest hat nicht nur klangvollen Namen

Europapokal – das ist immer auch ein Hauch der großen, weiten Volleyballwelt. Und dieser Hauch weht an diesem Mittwoch, 19 Uhr, wieder durch die LKH Arena, wenn im CEV Cup der rumänische Rekordmeister Dinamo Bukarest, ein Traditionsverein mit klangvollem Namen, seine Visitenkarte abgibt. Es geht um den Einzug ins Achtelfinale, genauer: um eine gute Ausgangsposition für das schwere Rückspiel eine Woche später.

Dinamo Bukarest, das wird eine ganz andere Hausnummer als in der 1. Runde Budva oder im letzten Jahr Kraljevo und erst recht Haching zuletzt in der Bundesliga oder Bitterfeld im DVV-Pokal. Gerade im Vergleich zu den beiden letzten nationalen Auftritten wird die SVG nun zwei Gänge höher schalten und ihre Bestleistung abrufen müssen. Ein Problem? „Das glaube ich nicht. Bevor die Berlin Volleys neulich kamen, hatten wir gegen den VCO Berlin auch ein leichtes Match und dann haben die Jungs bekanntlich eine tolle Leistung abgeliefert“, entgegnet Chefcoach Stefan Hübner und schiebt noch nach: „Schlecht waren wir ja zuletzt auch nicht, haben immerhin zweimal souverän 3:0 gewonnen.“

Gegner mindestens der Kategorie Düren oder Frankfurt

Ein Maßstab war das freilich nicht wirklich. Doch wie stark ist Bukarest einzuschätzen? Nach ausgiebigem Videostudium und Begutachtung aller Statistiken von zehn Matches der Rumänen – eine auch für Scout Christian Knospe umfangreiche Aufgabe – kommt Hübner zu dem Urteil: „Ich würde mal sagen Kaliber Düren oder United Volleys Frankfurt früher. Das ist auf jeden Fall eine gute Mannschaft mit einigen Routiniers, die schon in anderen Ländern viel herumgekommen sind plus gute Spieler, meist Nationalspieler, aus dem eigenen Land. Viele große Leute und mit guter Physis, darunter zwei, drei gute Aufschläger.“

Im Einzelnen haben wir diese Akteure ja hier im Newsletter schon vorgestellt. Herausragend sind sicher der Brasilianer Felix Junior und der Rumäne Bozidar Cuk (beide Außen), der Mittelblock mit den „Kanten“ Razvan Mihalcea und Bela Bartha, und der Diagonale Gabriel Cherbeleata, alle drei sind Stützen auch in Rumäniens Nationalteam. Sämtliche Genannte sind stets für zweistellige Punktezahlen gut. Cherbeleata verletzte sich allerdings am Wochenende (Knöchel verstaucht), wurde nach seinem Ausscheiden aber bestens vertreten vom Kubaner Ramirez Pita. Ein auch hierzulande bekannter Spieler wie Rares Balean, einst Friedrichshafen, hat es angesichts solcher Könner schwer, Spielanteile zu bekommen – was schon viel über die Qualität dieses Gegners sagt.

„Klar, da müssen wir wieder gut spielen, das wissen wir, und alle sind heiß“, hat Hübner, der wohl personell aus dem Vollen schöpfen kann, festgestellt. „Überhaupt werden das ja in den nächsten Wochen super interessante Spiele, jetzt geht es richtig zur Sache“, ist auch beim Trainer selbst die Vorfreude groß. Und im gleichen Atemzug fügt er an, um die Stärke Dinamos nicht zu überhöhen: „Wir können uns mittlerweile mit jedem Gegner messen, und für keinen ist es angenehm gegen uns zu spielen.“

Und es ist für eine Mannschaft auch nicht angenehm, gegen eine brodelnde Geräuschkulisse von SVG-Fans anzukämpfen. In der LKH Arena hat das ja schon beeindruckende Wirkung, auch wenn noch große Lücken auf den Rängen sind. Übrigens noch ein Tipp: mittlerweile gibt es einen Fanshop vor Ort, im 1. Stock des Eingangsbereichs – vielleicht auch einen Abstecher wert im Hinblick auf das nahende Weihnachtsfest…

Karten gibt es noch an der Abendkasse und kostengünstiger im Vorverkauf unter https://tickets.svg-lueneburg.de/tickets Zu Erinnerung: Dauerkarten sind im Europapokal nicht gültig.

APP-Date

Übrigens: Bei Heimspielen der LüneHünen lohnt sich auch immer ein Blick in die SVG-App. Dort ist u.a. ja der jeweilige Spieltags-Flyer hinterlegt. Und in dem ist auch der Kader des SVG-Gegners, so wie jetzt Dinamo Bukarest, aufgelistet – alle Spieler mit Rückennummer, Körpergröße, Position zum Nachschauen.

SVG-NEWS in Kürze

Ausgerechnet Berlin…

Bei der Auslosung des Viertelfinals im DVV-Pokal hatte die Glücksfee kein Erbarmen. Die SVG erwischte das denkbar schwerste Los – ein Auswärtsspiel bei den Berlin Volleys. „Eine spannende Aufgabe“, nahm es Trainer Hübner gelassen. „In der Max-Schmeling-Halle spielen ist immer ein Highlight und die Jungs freuen sich drauf“, berichtet er von den Reaktionen. Gespielt wird am Donnerstag, 24. November, 19.30 Uhr.

Die weiteren Paarungen: SV Schwaig – powervolleys Düren, WWK Volleys Herrsching – VfB Friedrichshafen, TSV Giesen Grizzlys – Netzhoppers KW-Bestensee.

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