Vom NDR:

Auch der Hexenkessel in der heimischen Gellersenhalle hat den Volleyballern der SVG Lüneburg nicht helfen können. Im zweiten Spiel der Halbfinal-Play-offs um die deutsche Meisterschaft kassierte der Aufsteiger gegen den favorisierten VfB Friedrichshafen die zweite Niederlage und muss sich nach dem neuerlichen 0:3 (16:25, 13:25, 20:25 ) wohl oder übel mit dem Ausscheiden anfreunden. Trotz couragierter Gegenwehr wurde die nur 65 Minuten dauernde Partie am Sonnabend in Lüneburg wieder eine Lehrstunde für die Mannschaft von Trainer Stefan Hübner – so wie vor einem Monat im Pokalfinale im ostwestfälischen Halle und auch vor drei Tagen im ersten Spiel der „Best of Five“-Serie am Bodensee. Dorthin fahren die Niedersachsen am kommenden Mittwoch (20 Uhr) mit der vagen Hoffnung, doch noch die Sensation zu schaffen. Aber egal wie das Spiel auch ausgehen wird, eins steht schon fest: Die SVG ist der beste Aufsteiger, den die Volleyball-Bundesliga jemals gesehen hat.

In der ausverkauften Halle ließen sich die 800 Zuschauer auch von einer schnellen Führung der Gäste nicht in ihrer Begeisterung bremsen. Doch der Rekordmeister war nicht gewillt, den Lüneburgern auch nur den Hauch einer Chance zu lassen. Vor allem Routinier Max Günthör, mit dem SVG-Trainer Hübner selbst noch in der Nationalmannschaft gespielt hat, erwies sich als gewohnt sicherer Block, aber auch als Punktelieferant. Dem hatten die Lüneburger auch im zweiten Satz nichts ernsthaft entgegenzusetzen. Das Team des früheren Bundestrainers Stelian Moculescu, der wie immer im Trainingsanzug am Rande stand, während sein Gegenüber dunklen Anzug bevorzugte, erhöhte nun sogar noch Tempo und Druck und brachte auch diesen Durchgang sicher mit 25:13 unter Dach und Fach. Hübner brachte nun Jannik Pörner für Falko Steinke. Spannend wurde der Satz zwar, aber entscheidend ließ sich die Dominanz der Gäste nicht brechen. Am Mittwoch nun könnte in Friedrichshafen die Saison für Lüneburg beendet sein. Die beste Spielzeit der Vereinsgeschichte, mit dem Einzug ins Pokalfinale und Halbfinale um die deutsche Volleyball-Meisterschaft.