Diese Niederlage war mehr als deutlich: Mit 0:3 (19:25, 18:25, 12:25)musste sich die sich SVG Lüneburg im ersten Spiel der best-of-five Halbfinalserie dem VFB Friedrichshafen geschlagen geben. Nun ist allgemein bekannt, dass der VFB Friedrichshafen seit jeher zu Hause eine Macht ist. Nicht umsonst hatten selbst Champions League Sieger Zenit Kazan (RUS) und Champions League Vizemeister Asseco Resovia Rzeszów große Mühe bei ihren Gastspielen am Bodensee. Teams, die über einen mehrfachen Millionen-Etat verfügen. Nicht
verwunderlich also, dass die Lüneburger in der großen Halle bei dem Aufschlagdruck der Friedrichshafener Probleme bekommen haben. Doch wurden auch wie im Pokalfinale oftmals eigene Chancen in Führung zu gehen nicht genutzt.
Nun steht die SVG Lüneburg vor dem zweiten Spiel im Halbfinale gegen Friedrichshafen, einem Heimspiel. Und wie man im Heimspiel in der Liga gesehen hat: In der Gellersenhalle hatten die Friedrichshafener Probleme. Die SVG gewann einen Satz, ja sogar ein zweiter Satzgewinn schien für die Lüneburger möglich. „Das beste an solch einer best-of-five Serie ist doch, dass eine Niederlage eine Niederlage bleibt. Es zählt kein Satz oder Ballverhältnis. Wir haben am letzten Mittwoch ein Spiel verloren, mehr ist bisher nicht passiert“, sagt SVG Spieler René Bahlburg. Und so werden die „Lünehünen“ auch heute wieder versuchen möglichst befreit aufzuspielen und den haushohen Favoriten zu ärgern. „Wir können mehr als wir im ersten Spiel gezeigt haben und zu Hause können wir noch mehr als wir auswärts jemals zeigen könnten“, gibt sich René Bahlburg kämpferisch

Nächste Vertragsverlängerung

Rechtzeitig zum nächsten Heimspiel gibt die SVG Lüneburg eine weitere Vertragsverlängerung bekannt. Nicolas Marks, während der Saison vom insolventen Bundesligisten Dresden zur SVG gekommen, wird auch im nächsten Jahr das Trikot der Salzstädter tragen. „Marks hat sich bei uns positiv entwickelt und wir sehen in ihm noch weiteres Potential“, sagt Geschäftsführer Andreas Bahlburg. Und fügt hinzu: „Im Heimspiel gegen Friedrichshafen war Marks bärenstark, vllt. bringt er uns gegen den VFB am Samstag noch eine zusätzliche Osterüberraschung.“ Nach drei Jahren beim VC Olympia Berlin wechselte Marks im Herbst 2013 zum Bundesligisten Moerser SC, ehe er vor dieser Saison nach Dresden ging. Überhaupt ist Marks in seinem jungen Leben bereits viel herumgekommen. Er verbrachte einige Jahre nach seiner Geburt in Aachen in Thailand. Danach lebte er im baden-württembergischen Singen, dann fünf Jahre in Schwerin, ehe er 2010 eben beim VC Olympia Berlin landete. Auf die Frage was für eine Vertragsverlängerung in Lüneburg gesprochen hat, antwortet Marks mit einer simplen und einfachen Gegenfrage: „Wie kann man diese wunderschöne Stadt und diesen tollen Verein gleich wieder verlassen?“ Nicolas Marks Vertrag wird zunächst um ein weiteres Jahr verlängert. Der 20-jährige hat dabei noch viel vor: „Ich möchte mich in der ersten Liga etablieren und mit der SVG auch im nächsten Jahr für die ein oder andere Überraschung sorgen“.