Für einen Spieler der SVG Lüneburg sind Spiele beim TV Rottenburg immer etwas besonderes. René Bahlburg trug von 2010-2014 das Trikot der Rottenburger, davon zwei Jahre lang als Kapitän. Am kommenden Samstag um 19:39 Uhr (live auf sportdeutschland.tv) kehrt er nun in sein altes Wohnzimmer zurück: Die von innen komplett in pink gestaltete Paul-Horn-Arena in Tübingen. Hier qualifizierte sich Bahlburg mit den Rottenburgern für den Europapokal, feierte viele Siege, aber auch bittere Niederlagen. „Ich hatte eine tolle Zeit in Rottenburg, habe noch viele Freunde dort“, sagt René Bahlburg. „Doch ich glaub es wird in der Halle, mit der ich so viel positives verbinde, sehr ungemütlich werden“, so Bahlburg. Die Rottenburger starteten ähnlich wie die SVG Lüneburg in die Saison. Einem Heimsieg gegen die Netzhoppers Königswusterhausen folgte eine bittere Auswärtsniederlage beim CV Mitteldeutschland. Dort führten die Rottenburger mit 2:0 und gaben einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. Doch an den Zielen der Rottenburger hat sich nichts geändert: „Wir wollen mindestens ein Halbfinale erreichen. Entweder im Pokal oder in der Liga“, sagt Rottenburgs Trainer und Heißsporn Hans Peter Müller-Angstenberger. Der ist als exzellenter Motivator in der Volleyball-Bundesliga bekannt und hat sein Team vor der Saison weiter verstärkt. So ist aus Coburg der hochtalentierte Moritz Karlitzek gekommen. Der 19 Jahre junge Aussenangreifer gilt als großes Talent und stellte die SVG in der vergangenen Saison in Coburg schon vor einige Probleme. Vier Jahre älter ist Aussenangreifer Tom Strobach, der über starke Sprungaufschläge verfügt und im Sommer mit der Nationalmannschaft erstmals an einem großen Turnier teilnehmen durfte – der Europameisterschaft in Bulgarien.

Aber vor den Aufschlägen der Rottenburger dürften die Lüneburger keine allzu große Angst haben. Zu stark präsentierte sich die SVG in eigener Halle beim Spiel gegen die SWD Powervolleys Düren beim Service. Unvergessen wird dabei wohl die Aufschlagserie von SVG-Kanadier Nick del Bianco sein, der mit zwölf Aufschlägen in Folge für die Vorentscheidung im dritten Satz sorgte. „Wir haben zu Hause bärenstark aufgeschlagen, aber im ersten Spiel haben wir in diesem Element enttäuscht“, mahnt René Bahlburg. Und wenn das in Rottenburg wieder der Fall sein sollte, dann dürfte es auch in Bahlburgs Wohnzimmer am Samstagabend ungemütlich werden. „Das ist aber kein Problem, wir sind mental stark und inzwischen habe ich mit der Gellersenhölle einen sehr schönen Ersatz gefunden“, so Bahlburg

SVG Trainer Stefan Hübner kann auf den kompletten Kader zurückgreifen.