Mit dem TV Ingersoll Bühl gibt der nächste Konkurrent um einen der direkten Play-Off-Qualifikationsplätze seine Visitenkarte in der Gellersenhölle ab. Für das Team von Ruben Wolochin ist es erst das sechste Saisonspiel. Siege sprangen bisher nur zuhause gegen Rottenburg (3:1) und die Netzhoppers KW-Bestensee (3:1) heraus. Aufhorchen ließen die „Bisons“ allerdings in Düren, wo sie einen Punkt mitnehmen konnten.

Wie stark die Bühler in dieser Saison einzuschätzen sind, ist nicht wirklich kalkulierbar. Während der Sommerpause musste das Team, das nahe der französischen Grenze südlich von Karlsruhe angesiedelt ist, den Abgang von fünf Spielern verkraften.  Unter anderem verließ David Sossenheimer in Richtung Friedrichshafen das Team.  Dávid Molnár wechselte vom Spielfeld als Teammanager auf die Bank der Bisons.

Dem gegenüber stehen gleich neun Neuzugänge, aus denen, zumindest was die Körperlänge betrifft, Akhrorjon Sobirov (209 cm) und Noah Baxpöhler (208 cm) herausragen. Letzterer kam von der VSG Coburg/Grub, wo er als Kapitän den Aufstieg bis in die deutsche Nationalmannschaft schaffte. Der 23-jährige Baxpöhler gilt als einer der besten Mittelblocker der Bundesliga. Sein Einsatz gegen unsere LüneHünen ist allerdings fraglich, da er noch an den Folgen einer Blinddarm-Operation laboriert.

Beim Heimsieg der Bühler gegen die Netzhoppers vergangenes Wochenende machte mit erstaunlichen 23 Punkten, was 50 Prozent der gesamten Angriffspunkte ausmachte, besonders Diagonalangreifer Slawomir Jungiewicz auf sich aufmerksam. Als MVP ausgezeichnet unterstrich er die Offensiv-Qualitäten  des Teams, denen nur gegen die Recycling Volleys aus Berlin kein Satzgewinn gelang.

Ein Fragezeichen beim Gast steht auch hinter dem zweiten Mittelblocker Magloire Mayaula. Der Kongolese ist nach einem Bänderriss im Sprunggelenk noch nicht wieder vollständig fit. Diagonalangreifer Felix Orthmann hat beim letzten Auftritt die beiden in der Mitte vertreten. Ein Zeichen dafür, dass es innerhalb der komplett neu formierten Mannschaft zunehmend besser funktioniert. Manager Dávid Molnár resümierte: „Wir wurden für die bessere Zusammenarbeit im Team belohnt.“ Bison-Trainer Ruben Wolochin hatte aber schon die Reise in die Reppenstedter Gellersenhölle vor Augen, wo er unsere LüneHünen einen heißen Tanz verspricht: „Wir sind auf das nächste Spiel und die nächsten 3 Punkte fixiert.“