BounceHouse Cup 2022

Drei Tage lang Volleyball satt

Neuer Bounce House Cup am ersten Oktober-Wochenende

Seit Wochen geistern Nachrichten über einen neuen Volleyball-Cup für Männer durch den Raum – nun rückt der Zeitpunkt immer näher, dass dieser Wettbewerb tatsächlich stattfindet. Als Ersatz für den früheren Supercup, der für Männer und Frauen gemeinsam zur Saisoneröffnung in der Regel zwischen Meister und Pokalsieger ausgerichtet wurde, findet nun bei den Männern vom 30. September bis 2. Oktober in der Hildesheimer Volksbank-Arena der „Bounce House Cup“ statt – drei Tage lang an einem Ort unter Beteiligung der ersten Acht der vergangenen Saison.

Saisoneröffnung mit täglich vier Spielen

Der Name macht schon klar, wer hinter der Neuerung steckt: der Streaming-Anbieter Spontent, der schon in der abgelaufenen Serie die Spiele der Männer-Bundesliga übertragen hat. Seitdem werden auch die 1. Ligen beider Geschlechter von unterschiedlichen Medien übertragen und auch getrennt vermarktet. Spontent, also Alexander Walkenhorst & Co., ließen sich nach ihrem viel beachteten, erfolgreichen Bundesliga-Einstieg nun dieses Format einfallen.

„Bounce House Cup“: Das ist ein Liga-Cup für den 1. bis 8. der letzten Saison. Der nun noch aufgerückte VC Olympia Berlin wird als Gast ohne Matches dazukommen. Denn das ganze Event ist verbunden mit Aktivitäten außerhalb des Feldes wie einer Players Party zum Abschluss und einem Media Day. Da Spontent sein Übertragungsstudio extra nach Hildesheim verlegt, werden auch gleich alle Teams mit den neuen Mannschafts- und Einzelfotos, mit Spots für den Saisonverlauf und besondere Einspieler produziert. Die Matches werden jeweils in drei Gewinnsätzen entschieden.

Dieses sportliche und mediale Vollzeitprogramm läuft über drei Tage von Freitag bis Sonntag jeweils ab 11 Uhr mit täglich vier Matches und der Berichterstattung um sie herum (Interviews usw.) – also rund 40 Stunden live auf twitch. Zeit zur Erholung ist dann für alle der 3. Oktober, bekanntlich ein Feiertag. Wer live vor Ort dabei sein möchte, für den gibt es noch Karten auf www.ticketmaster.de in allen denkbaren Variationen.

NEWS aus der Liga

Weil sich Zuspieler Fedor Ivanov, Neuzugang der TSV Giesen Grizzlyes, in der EM-Qualifikation mit Finnland eine Daumenverletzung zugezogen hat und länger ausfällt, sind die Hildesheimer auf dem Transfermarkt noch einmal tätig geworden und haben übergangsweise den US-Amerikaner Matt West, zuletzt 2. Mann bei den Berlin Volleys, nachverpflichtet.

Mittelblocker Andri Aganits, zuletzt beim VfB Friedrichshafen, ist in seine Heimat Estland zurückgekehrt und spielt künftig für Selver/TalTech, ein Erstliga-Team der Universität Tallinn.

NEWS aus der Szene

Das WM-Testspiel der deutschen Frauen an diesem Sonnabend, 18 Uhr, in Berlin gegen Brasilien ist zu sehen auf www.sportdeutschland.de

Die CEV hat die Termine und Austragungsländer der Frauen-EM 2023 bekanntgegeben: Belgien, Italien, Estland und Deutschland vom 15. August bis 3. September. Die Männer-EM soll vom 28. August bis 16. September stattfinden, Titelverteidiger Italien wird einer der vier Ausrichter sein, die anderen sind noch nicht offiziell. Die vorgesehene Ukraine wird aber wegen des Krieges wohl aus dem Bewerberkreis ausscheiden

SVG-NEWS 

Die anderen SVG-Teams legen vor

Regionalliga-Männer und 4 weitere auf Verbandsebene spielende Mannschaften starten schon jetzt vor den Bundesliga-Profis

Während die LüneHünen noch zwei Wochen Vorbereitungszeit haben, bevor für sie mit dem neu eingeführten „Bounce House Cup“ offiziell die Saison 2022/23 beginnt, starten fast alle weiteren Erwachsenenteams der SVG am Wochenende wieder in den Pflichtspiel-Betrieb. Für den Unterbau der Profis, die Männer der SVG II, steht zunächst ein 3er-Turnier im Nordwestdeutschen Pokal an, bevor die Spielzeit in der Regionalliga Nordwest am 25. September mit einem Auswärtsspiel beim TV Baden startet.

Der Nordwestdeutsche Pokal, ein Dreierturnier mit Spielen gegen die Klassenrivalen TV Baden und den DJK Northeim am Sonntag ist ein guter Test für die Regionalliga-Saison. Denn da geht es eine Woche später gleich in die Vollen. Der Achimer Vorortverein TV Baden spielte in der letzten Saison noch in der 2. Liga Nord, schaffte auch den Klassenerhalt, zog dann aber zurück – gleich zwei Klassen tiefer. Danach folgt dann in der 10er-Regionalliga am 1. Oktober (16 Uhr) die Heimpremiere gegen den MTV Hildesheim. Die Heimspiele laufen dabei bis Jahresende in der Halle des Schulzentrums Kreideberg, Ostpreußenring 125. Ab Januar geht es dann zurück in die sanierte Gellersenhalle.

Zuletzt, in der ersten Saison nach der Corona-Zwangspause, einem freiwilligen Rückzug aus der 3. Liga und einem Neuaufbau, spielte die SVG II eine erfreulich gute Rolle. Eine geteilte Spielzeit mit Vorrunde, nach der die Teams in Auf- und Abstiegsrunde verteilt wurden, endete mit einem beachtlichen 3. Platz in der Aufstiegsrunde nur einen Punkt hinter Meister VSG Ammerland und Vize Oldenburg. Für die stark verjüngte Mannschaft wäre auch noch mehr möglich gewesen, „aber zum Schluss haben wir bisschen gebremst, wir wollten ja gar nicht aufsteigen“, blickt Trainer Eugenio Dolfo zurück.

Der Kader ist nun noch einmal jünger geworden – mal abgesehen von René Bahlburg und Patrick Kruse (jeweils 34) stehen ausschließlich Spieler ab Jahrgang 2000 aufwärts im Kader, die beiden Jüngsten, Libero Peer Sohrweide und Mittelblocker Magnus Timm, sind sogar Jahrgang 2007 und 2006. Timm war schon letztes Jahr dabei, Sohrweide wurde jetzt aus der 4. Mannschaft hochgezogen. Auch die Mittelblocker Jonas Arndt und Yanik Hose sowie Außenangreifer Cajus Coroncy sind Talente aus dem eigenen Verein, dazu kommen als Neuzugänge Zuspiel-Talent Falk Bahlmann, der zuletzt ein Semester in Kanada war, und Diagonalangreifer Moritz Liedtke vom Bezirksligisten Geesthacht.

Es wird aber dauern, bis die Mannschaft eingespielt ist, denn auch Routine ging verloren. So wechselte der langjährige Libero Jan Langschwager zum Zweitliga-Aufsteiger ETV Hamburg. Magnus Sprockhoff und Bent Mildner suchen ihr Glück bei der VG Halstenbek-Pinneberg in der 3. Liga, Anton Mohwinkel ging zum Studium nach Oldenburg. Oben mitmischen möchte Dolfo aber trotzdem. Für eine Chance auf den Aufstieg müsste aber schon viel Positives zusammenkommen. Härteste Konkurrenten sind wohl der aus der 2. Liga Nord zurückgezogene TV Baden, der mit Macht noch höher strebende Aufsteiger TK Hannover und der VfL Lintorf. Für weitere Mannschaften auf Verbandsebene beginnen an diesem Wochenende sogar schon die Punktspiele: die in die Oberliga aufgestiegenen 3. Männer, das höchste Frauenteam in der Oberliga, die in die Verbandsliga aufgestiegenen 2. Frauen und die in die Landesliga aufgestiegenen 3. Frauen. Auf Bezirksebene spielen weitere zwei Männer- und vier Frauenteams

Volleyball-Bundesliga, Volleyball-News

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