Skip to main content
Auf ins nächste Topspiel - endlich auch wieder mit komplettem Kader wie schon am Mittwoch in Izmir. Foto: CEV

Die Spannung spitzt sich weiter zu

SVG kann in Berlin für ein noch engeres Rennen sorgen

Von einem Highlight gleich weiter zum nächsten, von einem europäischen Halbfinale zum Bundesliga-Tabellenführer: Für die LüneHünen türmt sich eine weitere hohe Hürde innerhalb von vier Tagen auf, nach Arkas Spor Izmir im CEV Cup nun die Berlin Recycling Volleys. Die noch verbliebenen deutschen Europapokal-Teilnehmer sind also unter sich (Sonnabend, 20 Uhr). Das ewig junge Duell, das bei den letzten Auflagen stets ganz eng war, bekommt durch die internationalen Erfolgswege noch einmal einen speziellen Reiz. Dabei ist die Tabellen-Konstellation schon reizvoll genug, nur vier Punkte mehr als die drittplazierte SVG weist der Meister auf, und auch Giesen (2.) und Friedrichshafen (4.) sind ganz dicht dran.

Schon zwei Mal ganz nah dran gewesen

Zweimal schon standen sich Berlin und die SVG in dieser Saison gegenüber, beide Male hatten die Hauptstädter nach einem Krimi mit Überlänge das bessere Ende für sich (3:2). Die LüneHünen schmerzt vor allem das Hinspiel einen Tag vor Heiligabend, als sie schon 2:0 führten, noch. Natürlich war auch das Pokal-Aus 18 Tage davor bitter, im Nachhinein dürften aber wohl einige insgeheim nicht traurig über das Halbfinal-Aus sein angesichts des strammen Programms der letzten Wochen und Monate. So ist am nächsten Wochenende – nach dem Mittwoch-Rückspiel gegen Izmir – mal frei, während Berlin im Pokal-Endspiel gegen Herrsching gefordert ist.

Beide unterlagen nun am Mittwoch auf internationaler Bühne 0:3, die SVG in der Türkei, verbunden mit entsprechenden Reisestrapazen, Berlin dagegen daheim in der Champions League gegen Trentino Itas. Doch dass ein 0:3 nicht immer automatisch eine klare Niederlage ist, zeigte einmal mehr dieser Quervergleich. Während für die LüneHünen beim 25:27, 23:25, 20:25 in einem Match auf Augenhöhe durchaus mehr drin war, wurden die Hauptstädter beim 18:25, 17:25, 17:25 regelrecht auseinandergenommen, oder wie es der Ex-Lüneburger Cody Kessel schonungslos eingestand, „an die Wand gespielt“. 1:8 Asse und 1:9 Blocks, sonst beides Berliner Stärken, sprechen Bände.

Der italienische Tabellenführer spielte vor 6847 Zuschauenden in der Max-Schmeling-Halle in einer anderen Liga. Vor allem die Außen Alessandro Michieletto (19 Punkte) und Daniele Lavia (21) sowie Zuspieler Riccardo Sbertoli, alle schon in jungen Jahren Europa- und Weltmeister (2021 und 2022), sorgten dafür, dass es im weiten Rund immer stiller wurde. Michieletto, aktuell erst 22 Jahre alt, ist ein faszinierender Allrounder, der einfach alles kann, sogar Annahme und Feldabwehr vorzüglich – nicht selbstverständlich bei 2,11-m-Gardemaß. Berlin setzte bis auf dem 2. Libero Adam Kowalski und Außen Robert Täht den kompletten 14-Mann-Kader ein, nichts half.

Der Frust beim Meister saß danach tief, die Frage ist, wie er das – und das wahrscheinliche Aus in der Königsklasse – in der kurzen Zeit verarbeitet hat. Vorgenommen hat sich das Team um Kapitän Ruben Schott nun jedenfalls drei Punkte, um damit vorzeitig klar zu machen, dass die Hauptrunde als Erster abgeschlossen wird: „Wir haben das klare Ziel vor Augen, den ersten Platz zu sichern.“ Die LüneHünen haben aber zuletzt stark aufgespielt (3:0 gegen Düren), haben auch in Izmir überzeugt und sich die Hoffnung aufs Weiterkommen bewahrt, sind nach einigen Personalsorgen in jüngster Zeit wieder komplett und sind heiß darauf, nun mal den Spieß umzudrehen, nachdem sie zweimal so nah dran waren.

Zu diesem Spiel, live im Stream auf Dyn, gibt es um 20 Uhr auch wieder ein Public Viewing im Restaurant „Alexander der Große“ in Kirchgellersen sowie im „Weinfass Wabnitz“ in Lüneburg, Ritterstraße.      (hre)

Europacup-NEWS

Weit hinter Trentino Itas rangiert in Italien Piacenza auf Platz 4 – dass das Star-Ensemble viel mehr kann, zeigte es mit einem 3:2 (19:25, 30:28, 25:16, 22:25, 15:11) im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Polens Spitzenreiter Jastrzebski Wegiel. In einem mitreißenden Match mit Final-Qualität waren bei Piacenza die Brasilianer Lucarelli (24) und Leal (17) sowie der bullige kubanische Mittelblocker Robertlandy Simon (10) die besten Scorer und bei Wegiel Jean Patry (18), Mittelblocker Norbert Huber (13), Tomasz Fornal und Jurii Gladyr (je 11) die erfolgreichsten Punktesammler – alle ja gut bekannt in Lüneburg.

Halkbank Ankara, im Vorjahr im Halbfinale, gilt als einer der heißen Titelanwärter, nachdem im Sommer Earvin Ngapeth dorthin wechselte. Im Hinspiel gegen die Italiener von Lube Civitanova (3. in der heimischen Liga) wurden die Türken mit einem 1:3 (21:25, 21:25, 27:25, 22:25) entzaubert – trotz 27 Punkten ihres Diagonalen Nimir Abdel-Aziz. Ngapeth kam auf 12. Las Palmas, in der Gruppenphase SVG-Gegner, verlor daheim vor 3200 Fans gegen den zweiten Vertreter aus Ankara Ziraat Bank , in knappen Sätzen 1:3 (25:17, 23:25, 21:25, 23:25). Bei den Türken überragten der Kubaner Oreol Camejo (17 Punkte), der schon in vielen großen Ligen der Welt gespielt hat, sowie US-Diagonal-Star Matt Anderson und der Holländer Wouter ter Maat (je 16), bei Las Palmas vor allem der argentinische Außen Nicolas Bruno (21).

Im zweiten Halbfinale des CEV Cups sicherte sich Asseco Resovia Rzeszow, das sich im Viertelfinale im polnischen Duell gegen Warta Zawiercie im Golden Set durchgesetzt hatte, eine gute Ausgangsposition für den Einzug in die Endspiele mit einem 3:1 (25:12, 25:17, 22:25, 25:21) gegen Fenerbahce Istanbul. Für Rzeszow punkteten die französischen Olympiasieger Stephen Boyer (22) und Yacine Louati (12) sowie der Slowene Klemen Cebulj (17) am besten.

Im Final-Hinspiel des Challenge Cups das Projekt Warschau 3:1 (25:18, 21:25, 25:18, 25:19) gegen Vero Volley Monza gewann, war der deutsche Diagonalangreifer Linus Weber zweitbester Scorer mit 15 Punkten hinter dem Franzosen Kevin Tillie (16).

Ergebnis-Überblick:

Champions League, Viertelfinale, Hinspiele:

Halkbank Ankara – Cucine Lube Civitanova 1:3

Berlin Recycling Volleys – Trentino Itas 0:3

Gas Sales Piacenza – Jastrzebski Wegiel 3:2

CV Guaguas Las Palmas – Ziraat Bank Ankara 1:3

CEV Cup, Halbfinale, Hinspiele:

Arkas Spor Izmir – SVG Lüneburg 3:0

Asseco Resovia Rzeszow – Fenerbahce Istanbul 3:1

Challenge Cup, Finale, Hinspiel:

Projekt Warschau – Vero Volley Monza 3:1

NEWS aus der Liga

Christophe Achten wird in der neuen Saison Chefcoach bei den powervolleys Düren. Der Belgier (45), der derzeit in seiner Heimat das Spitzenteam Lindemans Aalst trainiert, ist in der Bundesliga bestens bekannt aus einer Zeit in Frankfurt, bei den Netzhoppers KW und in Rottenburg.

NEWS von der SVG

Letztes Heimspiel der Saison für die SVG Lüneburg II in der Regionalliga: Der Tabellenzweite empfängt an diesem Sonnabend, 17 Uhr, in der Gellersenhalle den Vierten, die Vallstedt-Vechelde Vikings, und will mit einem Dreier den nächsten Schritt Richtung Aufstiegs-Relegation gehen. Und aus dem Hinspiel (0:3) gibt es noch etwas gut zu machen…

********

Großer Erfolg für die männliche U16 der SVG Lüneburg: Das Team der Jahrgänge 2009/2010 hat sich als frisch gebackener nordwestdeutscher Meister für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Bei den Titelkämpfen auf heimischem Parkett in Kaltenmoor brachten 2:0-Siege in der Vorrundengruppe gegen GfL Hannover und SuS Tettenborn den Einzug in die Zwischenrunde des 12er-Feldes. Dort gab es mit 1:2 gegen den USC Braunschweig einen Rückschlag, doch ein 2:0 gegen die Tebu (Tecklenburger Land) Kids und 2:0 gegen den MTV Stederdorf bedeutete den Vorstoß ins Halbfinale.

Diese Vorschlussrunde wurde dramatisch, es ging gegen Turnierfavorit TV Eiche Horn Bremen – Endstand 2:1 (25:12, 19:25, 16:14) nach großen Rückständen (1:8 und 10:14) im Tiebreak. Da half vielleicht auch die Anwesenheit und Unterstützung der kompletten LüneHünen, die anschließend noch eine Trainingseinheit in der Halle hatten. Das Finale gewann der Nachwuchs dann auch 2:1 (25:17, 26:28, 16:14), wieder gegen GfL Hannover, das ebenfalls das DM-Ticket buchte. Die Medaillen bekam der Meister von den Profis umgehängt.

Bei weiteren Nordwestdeutschen wurden von der SVG jeweils 7. im 12er-Feld die weibliche U16 sowie die weibliche und männliche U20.

Volleyball-Bundesliga, Volleyball-News

Schreibe einen Kommentar