Jordan Ewert punktet auch nächste Saison für die SVG

Die 3. Unterschrift

Ewert will ausloten, wie sehr er sich noch weiter verbessern kann

Außenangreifer arbeitet an vergrößertem Schlagrepertoire

Entschlossen wie auf dem Feld ist Jordan Ewert auch bei seiner Zukunftsplanung. Als der kürzlich 24 Jahre alt gewordene Außenangreifer ein neues Angebot der SVG Lüneburg bekam, hat er nicht lange gefackelt und für eine weitere Saison unterschrieben. Schließlich hat er weit besser als selbst erwartet eingeschlagen.

Nach einer guten Saison 2019/20 in Spanien beim Erstligisten Ibiza spielte Ewert ein noch besseres Premierenjahr in der Bundesliga, landete in der Hauptrunden-Rangliste der Topscorer ebenso auf einem starken dritten Platz wie im Ranking „Angriffspunkte“. Und auch in den Playoffs gehörte er dann zu den auffälligen Spielern. „Ich hatte erwartet, dass es sehr schwierig für mich werden würde, in der Bundesliga mit vielen guten Teams und außergewöhnlichen Spielern zu bestehen“, blickt der Außenangreifer zurück. „Die Liga ist auch wirklich so schwierig. Aber ich glaube, ich selbst habe mich sehr verbessert und will in der neuen Saison sehen, ob ich das bestätigen und mich noch weiter steigern kann.“

Dass das nicht einfach wird, speziell auch für ihn selbst nicht, ist dem US-Boy dabei durchaus bewusst. „Klar kennen die Gegner mich jetzt und haben mich gut gescoutet. Ich werde mich in einigen Bereichen meiner Angriffe sicher verbessern müssen. Aber ich glaube, mit den jetzt gesammelten Erfahrungen kann ich mich darauf einstellen und es den Gegnern noch schwerer machen, mit meinen Offensiv-Aktionen umzugehen.“ Das fiel denen schon in dieser Spielzeit schwer genug, denn der für einen Außenangreifer nicht übermäßig große 1,94-Meter-Mann hat ein großes Angriffs-Repertoire, beherrscht Schmetterbälle in den verschiedensten Winkeln ebenso wie Lobs, den Pipe ebenso Drück-Duelle am Netz und – bei Gegnern besonders unbeliebt – Wischer an den Block. Inzwischen weiß wohl jeder, was Ewert bei seiner Verpflichtung vor einem Jahr meinte, als er sagte: „Fehlende Größe ist kein Nachteil, wenn man in der Lage ist, das durch kluge Entscheidungen zu kompensieren.“

Ganz vorne dabei in den Scorerlisten

So gehörte der Kalifornier in fast jedem Match der SVG zu den besten Scorern oder war sogar der Beste, holte im Durchschnitt 4,1 Punkte pro Satz, verbuchte im Angriff (264 Punkte) mehr Zähler als Könner wie zum Beispiel Daniel Malescha (255) oder Sebastian Gevert (250) bei gleicher Anzahl Spiele. Dazu kamen sogar 25 Blockpunkte, und im Aufschlag unterliefen ihm nur wenig Fehler (16 Asse). Das ergibt ein Gesamtpaket, das eigentlich auch bei anderen Vereinen Interesse geweckt haben müsste. „Mag sein, dass ich später auch noch andere Angebote als das der SVG bekommen hätte. Aber ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war, zu bleiben.“

Denn nach einer nicht einfachen Saison ohne Fans in den Hallen, mit Corona und den ständigen Testungen, mit vielen Verletzungen im SVG-Team, mit einem Wechsel des Zuspielers und nicht zuletzt wegen des anstehenden Umzugs in die neue Arena „möchte ich weiter ein Teil dieses interessanten Projekts hier sein und helfen, das Team auf das nächste Level zu bringen“, hat Jordan Ewert unverändert großen Ehrgeiz, nachdem schon diese Saison so erfolgreich war: „Trotz aller Hindernisse haben wir unser Ziel, eine Medaille zu gewinnen, nie aus den Augen verloren. Ich liebe diese Mannschaft und die Bundesliga und möchte mit der SVG weiter ganz vorne mitmischen.“

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