Seit Wochen ist das Spiel gegen den Rekordmeister VFB Friedrichshafen ausverkauft. Der Name
VFB Friedrichshafen zieht nicht nur in Lüneburg, sondern weit hinaus in das Lüneburger Umland bis nach Hamburg Fans in seinen Bann. Verständlich, denn ob Volleyball-Enthusiast oder einfach nur Sport-Fan: Der VFB Friedrichshafen steht für 13 Meistertitel in den vergangenen 17 Jahren und das Versprechen, zumindestens national, den besten Volleyball zu bieten. Angeführt von Trainer-Legende Stelian Moculescu: Der hat sogar unglaubliche 18 Deutsche Meisterschaften gewonnen, 19 Pokalsiege errungen und einmal die Champions-League sensationell an den Bodensee geholt. Und natürlich war er Nationaltrainer und nahm unter anderem mit der Deutschen Auswahl an den Olympischen Spielen 2008 teil.

„Wir müssen uns immer wieder vor Augen führen, dass der VFB Friedrichshafen nun zu einem Punktspiel bei uns in der Halle aufschlägt“, sagt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg. „Vor zehn Jahren haben wir über ein solches Szenario noch Witze gemacht, heute ist es Realität“, so Bahlburg. Im ersten Jahr durfte die SVG gleich sechsmal gegen den VFB Friedrichshafen spielen – und ging keinmal als Sieger vom Feld. Insbesondere das Pokalfinale ist dabei in Erinnerung geblieben: „Ein wunderschönes Erlebnis, aber auch eine Lehrstunde“, blickt SVG Kapitän Scott Kevorken zurück.
Doch wer meint, diese Serie könnte der VFB Friedrichshafen in dieser Saison so einfach fortsetzen, der irrt. Der Tabellenzweite hatte verletzungsbedingt einen schwierigen Start in die Saison. Schied überraschend gegen die starken Frankfurter im Pokalviertelfinale aus und musste insgesamt mehr um die Punkte kämpfen als im vergangenen Jahr. Momentan belegen die Friedrichshafener Platz zwei, aber mit stark ansteigender Form. Zuletzt konnten die BR Volleys vor über 8000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle geschlagen werden. Zudem sind die Routiniers Björn André und Simon Tischer nach langen Verletzungen zurück auf dem Feld.
„Das interessiert uns alles nicht. Zu Hause sind wir so stark, da muss der VFB erstmal zu punkten kommen“, gibt sich Kevorken kämpferisch.
Und selbst wenn es nicht zum ersten Sieg gegen den Rekordmeister reichen sollte: Der Traum, dass der VFB Friedrichshafen zum Punktspiel in der Gellersenhalle aufschlägt, der kann der SVG nicht mehr genommen werden.