Jannik Pörner (l.) war beim Sieg in Frankfurt bester SVG-Scorer - nun gegen Bühl will er an diese Leistung anknüpfen

Gellersenhölle läuft wieder heiß

Letztes Heimspiel in Reppenstedt ist neun Monate her

Die Gellersenhölle ist mächtig abgekühlt in den letzten Monaten. Am 18. Januar schlugen die LüneHünen letztmals dort auf, enorm viel geändert hat sich seitdem. Immerhin gab es damals einen 3:1-Sieg gegen Rottenburg, danach ging es in die CU Arena nach Hamburg. Aber Rottenburg gehört nicht mehr der Volleyball-Bundesliga an, das Umfeld der Reppenstedter Halle verändert sich gerade durch Bautätigkeit, in der Halle selbst gibt es einige Einschränkungen durch die Corona-Krise, die sich gerade wieder verschärft, aber zum Glück einen Spielbetrieb mit Zuschauern zulässt. So können die Fans die Gellersenhölle nun wieder anheizen, wenn an diesem Sonnabend (19 Uhr) die Heimpremiere 2020/21 gegen die Bisons Bühl ansteht.

LüneHünen sind voller Energie

Bühl war auch der erste Heimgegner in der letzten Spielzeit, der 3:1-Erfolg damals aber das Saisonauftaktspiel. Nun hat die SVG das erste Match schon hinter sich und mit einem überraschenden und rundum überzeugenden 3:1 in Frankfurt so richtig die Werbetrommel für sich gerührt. Einer der herausragenden Spieler dabei, Konrad Thole, hatte sich zwar eine Daumenprellung zugezogen, die Schwellung ist aber inzwischen abgeklungen, sodass er wieder voll einsatzfähig ist. „Dieser Start gibt Energie“, frohlockte Chefcoach Stefan Hübner danach – zurecht erleichtert nach einer sehr durchwachsenen Vorbereitung. Jedoch, alte Trainerweisheit: Zu verbessern gibt es immer etwas.

„Wir hatten in dieser Woche die gleichen Themen wie zuletzt“, berichtet Hübner aus dem Übungsbetrieb, „einige haben an ihrem Aufschlag weiter gearbeitet, andere individuell an der Annahme, und insgesamt geht es natürlich unverändert darum, die Abstimmung untereinander zu verbessern.“ Beim nachträglichen, genaueren Blick auf die Statistiken fiel ihm auf, „dass wir noch mehr positive Annahmen brauchen, der Wert war mir noch zu niedrig“. 34 Prozent lautete da die Größe für das SVG-Team. Sehr angetan war der Trainer dagegen, welche „gute Atmosphäre die Mannschaft aufs Feld bekommen hat“.

Eine sehr gute Annahme stellt Hübner dagegen als eine der Stärken bei den Gästen aus Bühl heraus. Der neue Libero Florian Ringseis in Zusammenspiel mit seinem österreichischen Landsmann Niklas Kronthaler: das war schon in der vergangenen Saison bei den AlpenVolleys Haching eine Bank. Nun hat dieses Duo noch die Unterstützung von Außen Tim Stöhr, einem von nur vier verbliebenen Spielern aus dem alten Bisons-Kader. Stöhr spielte, aus einer Verletzungsnot heraus umgeschult, eineinhalb Jahre lang Libero – so gut, dass er es bis in die deutsche Nationalmannschaft schaffte. Trotzdem wollte der Annahmespezialist zurück auf seine frühere Position, ist heiß darauf, auch Punkte zu machen.

Bisons kommen voller Tatendrang

Wie er sprüht das ganze Team aus dem Schwarzwald voller Tatendrang darauf, die vergangene Saison mit Platz 11 beim Abbruch vergessen zu machen. Nun soll die Playoff-Qualifikation frühzeitig klar gemacht werden, offizielles Saisonziel ist Rang 5 oder 6, um eine Chance aufs Halbfinale zu haben. „Vielleicht können wir ja dann im folgenden Spieljahr von noch etwas mehr träumen“, bekräftigte Cheftrainer Alejandro Kolevich gerade wieder in einem Interview und fügte noch an: „Und auch der Pokal ist immer wichtig für uns.“ Da haben die Zwetschgenstädter – wie die SVG – zunächst ein Freilos, dann ein Heimspiel gegen Frankfurt. Im Halbfinale könnten sich dann die SVG und Bühl wiedersehen, Erfolge vorausgesetzt.

„Die haben eine hohe Qualität, das wirkt alles harmonischer und runder als in der letzten Saison“, hat Hübner eine hohe Meinung von den Gästen, die ihn mit guten spielerischen Auftritten in ihren Testspielen überzeugt haben – zuletzt zum Beispiel ein 4:0 gegen Düren. Angesichts des kleinen 9-Mann-Kaders, ergänzt um vier Nachwuchstalente, darf allerdings in Sachen Verletzungen oder Krankheiten nicht viel passieren. In der Vorbereitung fiel zum Beispiel Mittelblocker Paul Henning wochenlang aus, ist noch nicht lange zurück im Übungsbetrieb. Ein Stimmungsdämpfer bei den Schwaben war dann die Corona bedingte Absage ihrer ersten beiden Spiele gegen VCO Berlin und Unterhaching und erträumte zwei Siege gegen die vermeintlichen Punktelieferanten.

Der Pandemie geschuldet ist übrigens auch nicht mehr erlaubt, den bekannten SVG-Flyer zu Heimspielen in der Halle auszulegen. Die Infos mit u.a. Daten zu den Spielern beider Teams (Rückennummer, Position, Körpergröße usw.) gibt es aber online als pdf auf der SVG-Homepage – oder auch in unserer App.

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…dass es einen Chat zu jedem SVG-Match in unserer neuen App gibt? Bei Heimspielen kannst du dort auch Fragen an unsere Kommentatoren Roman und Matze stellen, die sie dann im sporttotal-Livestream beantworten können.

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