Auf geht*s - die LüneHünen schwören sich auf die nächsten zwei schweren Aufgaben innerhalb von 48 Stunden ein. Foto: Behns

Auf zur nächsten Doppelschicht

SVG auf Tour: Donnerstag CEV Cup, Samstag Bundesliga

Doppelschicht für die LüneHünen, wie am vergangenen Wochenende zwei Spiele innerhalb von 48 Stunden, nun beide Male auswärts: Auf der Tour durch Europa heißt der nächste Stopp zunächst Groningen, dort steht an diesem Donnerstag (20 Uhr) das Achtelfinal-Hinspiel im CEV Cup bei Lycurgus Groningen an. Und von da geht es dann einen Tag später gleich weiter nach Nordrhein-Westfalen zum Bundesliga-Hit bei den powervolleys Düren (Sbd., 20.00).

Bisher haben die Spieler die ungewohnten Belastungen in zunächst sogar drei Wettbewerben ganz gut verkraftet und das, obwohl SVG-Chefcoach Stefan Hübner vermehrt auf eine eingespielte Starting Six setzte und auch während der Spiele nur noch wenig wechselte. Dennoch sind Regeneration, Belastungssteuerung und reduziertes Training für die Vielspieler derzeit natürlich wichtige Themen. „Für die meisten Spieler sind aber viele Spiele nicht das Problem, das kennen sie von ihren Nationalmannschaften. Problematischer sind die vielen Reisen, die Summe davon in all diesen Wochen. Zum Beispiel die Nachtfahrten zurück, mit schlechtem Schlaf, mit wenig Platz zum Ausstrecken“,

Groningens „Bluearmy“ bestens in Schwung

Deshalb kam es der SVG auch ganz gelegen, dass Groningen gerne erst am Donnerstag statt Mittwoch spielen wollte. So ließ sich diese Aufgabe mit dem zwei Tage später halbwegs auf dem Weg liegenden Spiel in Düren gut verbinden. In Groningen wird gespielt im „Alfa College“ im Sportzentrum Kardinge, das wohl mit gut 1000 Zuschauern in etwa ausverkauft sein wird. Viele Fans kommen dabei auch, um ihren früheren Spieler Auke van de Kamp – wie bei der SVG auch dort stets ein Publikumsliebling – zu sehen. Einen Stream wird es leider nicht geben. Aber sicher eine heiße Atmosphäre, trotz aller freundschaftlichen Kontakte in den letzten Jahren.

Die „bluearmy“, wie Groningens Mannschaft genannt wird, hat nach holprigem Saisonstart mit sieben Siegen in Folge für Aufsehen gesorgt, liegt in der „Eredivisie“nach 11 Spieltagen als Vierter nur noch zwei Punkte hinter Spitzenreiter und Meister Apeldoorn zurück. Die neue Stammformation hat sich gefunden, ist bestes Block- und zweitbestes Aufschlag-Team in der Liga. Im Ranking der Topscorer sind Ryan Coenen (Außen), der 2,10 Meter lange US-Neuzugang aus Polens 2. Liga, und der Ex-Giesener Jacob Kern (Diagonal) im Vorderfeld mit dabei. Beide glänzen auch im Service. Im Block-Angriff sind Niels de Vries und Luuk Holthuis eine Macht, de Vries fehlte jedoch angeschlagen in den letzten beiden Spielen.

Eins dürfte klar sein: Die fünf Testspiele vor der Saison, von denen die SVG fast alle gewann, haben in Bezug auf den CEV Cup keine Aussagekraft, auch diese Hürde wird hoch. Groningen war noch mitten in der Experimentierphase, zum Beispiel stand Zuspieler Markus Held nur wenig auf dem Parkett. Und Nationalteam-Libero Steven Ottevanger (jetzt Maaseik/Belgien) war auf dem Absprung. Doch wenn die LüneHünen an ihre letzten Auftritte anschließen, können sie für das Rückspiel am 14. Dezember (Vorverkauf: https://tickets.svg-lueneburg.de/tickets) eine gute Basis schaffen. Und am Freitag auf der Euphoriewelle zum schweren Match in Düren weitersurfen.

Düren auf der Suche nach der Bestform

Dort sieht die bisherige Bilanz für die SVG düster aus. In der Bundesliga-Hauptrunde gelang bisher in all den Jahren erst ein Sieg (3:0 in 2019/20), dazu einer im Playoff-Viertelfinale 2015/16 (3:1). Und 2018/19 brachte sie beim 2:3 mal einen Punkt mit. Das war’s dann aber auch schon an Erfolgserlebnissen dort. Nun könnte mal wieder etwas herausspringen, denn die Dürener tun sich bisher schwer, rangieren mit drei Punkten weniger hinter der SVG. Zwischendurch plagten einige Verletzungs- und Krankheitssorgen, zuletzt war das Team um den Diagonalen Sebastian Gevert aber wieder komplett.

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