Mit Zuspieler Benjamin Toniutti (2.v.r.) gibt es für Friedrichshafen ein Wiedersehen. Der französische Olympiasieger spielte 2014/15 am Bodensee und ging dann nach Polen, spielt inzwischen bei Jastrebski Wegiel. Foto: CEV

Noch stehen alle Wege offen

SVG und Champions-League-Trio international gefordert

In den internationalen Vereinswettbewerben geht es nach einer kurzen Pause nun in dieser Woche weiter. Mit dabei ist ja erfreulicherweise auch noch die SVG Lüneburg, die am Donnerstag im Achtelfinal-Hinspiel des CEV Cups in Groningen antritt. Und den drei Bundesligisten in der Champions League stehen in ihren Pools noch alle Wege offen.

Düren freut sich auf Wilfredo Leon

Vor dem dritten Gruppen-Spieltag ist besonders in Düren die Vorfreude groß. Zu Gast ist an diesem Dienstag (19 Uhr) das Starensemble aus Perugia, das in der starken italienischen Liga noch mit weißer Weste dasteht: 10 Spiele, 30 Punkte, überhaupt erst 6 Sätze abgegeben. Und auch in der Königsklasse gab es Siege gegen Ljubljana (3:0) und in Ankara (3:1). Zwar hat auch Düren schon 3 Punkte aus dem 3:1 im ersten Heimspiel gegen Ankara, gegen Spieler wie Wilfredo Leon, Zuspieler Simone Ginanelli, den Brasilianer Flavio, den polnischen Shootingstar Kamil Semeniuk oder den Argentinier Sebastian Sole dürften die Nordrhein-Westfalen aber auf verlorenem Posten stehen.

Ebenfalls schon am Dienstag (18 Uhr) hat der VfB Friedrichshafen, der bisher 5 Punkte gesammelt hat, den polnischen Vizemeister Jastrzebski Wegiel zu Gast – eine Neuauflage des Vorjahresduells. Damals gab es ein 0:3 im Heimspiel und ein 1:3 auswärts, die Polen kamen dann noch bis ins Halbfinale. Und sie sind nicht schwächer geworden, gewannen auch die ersten beiden diesjährigen Gruppenspiele und führen die PlusLiga an. Am Wochenende gab es allerdings die erste Niederlage daheim gegen Cuprum Lubin (1:3) mit einem starken Ex-LüneHünen Florian Krage (12 Punkte).

Dennoch gelten die Gäste um die drei französischen Olympiasieger Trevor Clevenot, Benjamin Toniutti und Stephen Boyer als Favorit, auch wenn Friedrichshafen derzeit einen guten Lauf hat und wettbewerbsübergreifend seit neun Spielen ungeschlagen ist. Für die Häfler ist es zudem das erste Heimspiel in der Champions League seit zweieinhalb Jahren, zuletzt ging es immer noch Neu-Ulm. Nun aber steht zumindest schon einmal die hergerichtete Messehalle B3 zur Verfügung, der Hangar am Flughafen wird weiter umgebaut.

Schon unter Zugzwang ist Berlin, nachdem es bisher erst zu 2 Punkten reichte. Und nun steht am Mittwoch (18 Uhr) die Auswärtshürde Zawiercie (6 Zähler) mit dem letztjährigen Berliner Libero Santiago Danani im Weg. Die Polen haben sich nach zwei Niederlagen Ende Oktober wieder gefangen und sind Dritte der PlusLiga, 4 Punkte hinter Wegiel. Deutschlands Bundestrainer Michal Winiarski hat den Club, der erstmals in der Königsklasse dabei ist, vor dieser Saison übernommen, sein wohl größter Trumpf ist Serbiens Außenangreifer Uros Kovacevic.

Interessant ist der Stand in der Champions League (Pool-Spiele bis 25. Januar) auch für die verbliebenen Starter im CEV Cup. Denn in dieser Saison gibt es als Neuerung eine enge Verzahnung: Ins Viertelfinale kommen die fünf Poolsieger, um drei weiteren Plätze spielen in einer Quali-Runde die Zweiten und der beste Gruppendritte. Die übrigen 4 Dritten wechseln nach dieser Phase noch in den CEV Cup, steigen dort Anfang Februar ins Viertelfinale ein.

Verzahnung CEV Cup mit der Champions League

Deshalb geht es zum Beispiel für die SVG Lüneburg jetzt im Achtelfinale gegen Groningen auch nicht um den Einzug ins Viertelfinale, sondern zwischengeschaltet ist für diese 8 Sieger noch eine Playoff-Runde, in der sie 4 Starter ausspielen, die dann im Viertelfinale zusammen mit den 4 aus der Champions League ausgeschiedenen Gruppendritten stehen.

Der SVG kann es letztlich egal sein, wie das „Kind“ bei einem Weiterkommen heißt. Denn ihr Gegner wäre im Januar (11. Heim und 24.-26. Auswärts) der Sieger aus Arkas Izmir – Modena. Also aller Wahrscheinlichkeit nach das italienische Schwergewicht Modena mit Spielern, die nicht nur Volleyball-Kenner mit der Zunge schnalzen lassen: u.a. der französische Außen Earvin Ngapeth, Brasiliens Zuspieler Bruno oder auch Mittelblocker Dragan Stankovic (Serbien).

Da lohnt es sich also allemal, die LüneHünen zunächst einmal im Rückspiel gegen Groningen am 14. Dezember, 19 Uhr, zu unterstützen, sie in die nächste Runde zu pushen! Der Vorverkauf läuft: https://tickets.svg-lueneburg.de/tickets

Bundesliga-Spieltag zusammengefasst

Düren, der nächste Gegner der SVG, kommt in der Bundesliga nur schwer in Tritt. Obwohl die Nordrhein-Westfalen erstmals wieder in Bestbesetzung antreten konnten – also auch mit dem genesenen Nationalspieler Tobias Brand –, waren sie  völlig chancenlos beim 0:3 in Friedrichshafen. Die Süddeutschen dagegen feierten ihren 5. Ligasieg in Folge.

Am Mittwoch geht es weiter mit dem vom Wochenende vorgezogenen Match Giesen – Herrsching (19.30).

Die Spiele im Stenogramm:

SVG Lüneburg – ­TSV Giesen Grizzlyes 3:1

(25:27, 25:21, 25:17, 26:24)

118 Min., 1650 Zuschauer

MVP: Maase (SVG)

Scorer: Ewert (19), Maase (17), Schnitzer (11), Cowell (9), Eshenko (7), van de Kamp (3), J. Worsley, Böhme (je 1) – Colito (17), Mantha (14), Iribarne (10), Karlitzek (9), Günthör (4), Seybering, Ivanov (je 3), West, Baxpöhler (je 2)

WWK Volleys Herrsching – Netzhoppers KW-Bestensee 3:1

(25:22, 29:27, 22:25, 25:21)

111 Min., 1400 Zuschauer

MVP: Borris (Herrsching)

Beste Scorer: Hurt (17), Borris (14), Ilic, Kaminski (je 9) – Timmermann (22), Barsemian (16), Westphal (9)

Berlin Recycling Volleys – VC Olympia Berlin 3:0

(25:17, 25:23, 25:16)

73 Min., 481 Zuschauer

MVP: Ronkainen (BRV)

Beste Scorer: Ronkainen (13), Brehme, Krauchuk (je 10), Dosanjh (6) – Baumann (13), Kunstmann (9), Welsch (8)

VfB Friedrichshafen – powervolleys Düren 3:0

(25:22, 25:14, 25:23)

77 Min., 865 Zuschauer

MVP: Superlak (VfB)

Beste Scorer: Superlak (17), Vicentin, Stern (je 9), Brown (8) – Gevert (16), Brand (11), M. Andrei (4)

SVG-NEWS in Kürze

Weiter Schlusslicht bleibt die SVG Lüneburg II in der Männer-Regionalliga Nordwest nach einem 1:3 (19:25, 16:25, 25:22, 16:25) in 91 Minuten bei den Vallstedt-Vechelde Vikings bei Braunschweig. Falk Bahlmann wurde MVP, weiter spielten: Cajus Goroncy, Patrick Kruse, Peer Rübke, Timo Kaufhold, Noel Langschwager, Moritz Liedtke, Yanik Hose – Libero Bosse Dettmar.

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