Tyler Koslowsky hat seinen Vertrag verlängert

Auch der Libero bleibt

„TK“ trinkt seinen Kaffee weiterhin in Lüneburg

Kanadier verlängert seinen Vertrag für eine 5. Saison

Vor vier Jahren kam er aus Kanada, wurde schnell heimisch und ist in der Zwischenzeit zu einem Gesicht der SVG Lüneburg geworden: Tyler Koslowsky, kurz: TK. Nun hat der Libero seinen endenden Kontrakt verlängert. Der läuft zunächst für ein Jahr, wie alle neuen SVG-Verträge in diesen weiterhin unsicheren Corona-Zeiten.

Mit 182 Zentimetern ist TK kein Hüne, vielmehr der Kleinste im Kader – und dennoch ein wahrer LüneHüne, der sich voll mit dem Verein und der SVG-Family identifiziert. „Ich danke allen für die Unterstützung in dieser Corona-Krise, das sind manchmal wirklich schwere Zeiten“, betont der 27-Jährige, der sich mit Michel Schlien die Kapitänsrolle teilt, deshalb auch. „Ich hoffe, dass ich bald mal wieder mit meiner Familie in einem Café im schönen Lüneburg sitzen kann. Und dass in der neuen Saison die Fans wieder in die Hallen dürfen.“

Für den passionierten Kaffee-Trinker, der inzwischen fließend Deutsch spricht, ist Lüneburg längst zur zweiten Heimat geworden. Hier fand er auch sein privates Glück mit Ehefrau Jule. Beide sind seit gut einem Jahr Eltern von Tochter Lilly, für die sie nun gerade einen Kita-Platz suchen. Denn die Mutter will nach Beendigung der Elternzeit ihr unterbrochenes Studium mit der Bachelor-Arbeit vollenden und dann ins Berufsleben einsteigen.

Vielleicht dauerhaft in Deutschland

Für TK, der aus der Großstadt Abbotsford in der Provinz British Columbia im Westen Kanadas stammt, ist bis auf die Pandemie alles bestens. „Wir haben eine schöne neue Wohnung in Lüneburg, wir fühlen uns alle sehr wohl hier. Wir sprechen auch gerade oft über das Thema, wie es nach meiner Karriere weitergeht, ob vielleicht in Kanada oder in Deutschland“, erzählt er und fügt schmunzelnd an: „Ich denke, Deutschland gewinnt. Aber wir können uns auch vorstellen, vorher nochmal eine längere Zeit drüben zu sein, vielleicht mal für ein halbes Jahr in der Saisonpause.“

Zukunftsmusik, vorerst läuft ja noch die Karriere, die im College-Team „Spartans“ der Trinity Western University einst Fahrt aufnahm. Nach Einsätzen im der kanadischen Junioren- und dann B-Nationalmannschaft schaffte er es auch in den erweiterten A-Kader, doch nach einem Lehrgang entschied sich der Nationalcoach dann, Feldspieler Steve Marshall (früher auch mal bei der SVG) als zweiten Libero hinter dem gesetzten Blair Bann (Düren) mitzunehmen. Dieses Thema ist längst abgehakt, mit Familie ohnehin.

Mit den Playoffs-Halbfinals steht stattdessen nun ein weiterer Höhepunkt an, zu dem der stets verlässliche Libero seinen Teil beigetragen hat. Wobei er durchaus auch Qualitäten als Zuspieler hat und schon so manchen Angriff auflegte. Im zweiten Viertelfinale vergangenen Sonnabend in Herrsching absolvierte Tyler Koslowsky übrigens gerade sein 100. Pflichtspiel für die LüneHünen – eine stolze Zahl, die nun noch größer wird.

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