Brehme dankbar für Saison bei SVG

Nächster Karriere-Schritt bei den Berlin Volleys

Nun ist es raus. Was eingefleischte Volleyball-Fans sich schon an den fünf Fingern einer Hand abgezählt hatten, haben die Berlin Volleys jetzt offiziell bekannt gegeben: Anton Brehme wechselt von der SVG Lüneburg zum zehnfachen Meister.

Mittelblocker Brehme war vor einem Jahr aus der Hauptstadt an die Ilmenau gewechselt, hatte sich beim Internatsteam VC Olympia Berlin und auch schon in der Nationalmannschaft erste Meriten erworben. Da aber quasi um die Ecke bei den BR Volleys alle drei Positionen im Mittelblock besetzt waren, sah er nach Ende der Internatszeit die Station bei der SVG als genau richtig für seine weitere Karriere an, nicht zuletzt, weil er mit Chefcoach Stefan Hübner da einen Förderer bekam, der als ehemaliger Weltklasse-Mittelblocker genau wusste, wo anzusetzen war.

Und Brehme verbesserte sich tatsächlich weiter und wurde sogar der wohl herausragende LüneHüne in einer insgesamt wechselhaften Saison. „Vor allem mein Aufschlag ist besser geworden. Da hat mir Stefan aber auch viel Freiheiten gegeben, ich durfte ins Risiko gehen. Und er ist immer sehr auf mich eingegangen, hat mir viel aus seiner Karriere mitgegeben“, ist der im August erst 21 Jahre alt werdende Leipziger dankbar für das Jahr in Lüneburg. „Das war insgesamt eine mega schöne Zeit, die ich sehr genossen habe, sehr familiär, auch das Verhältnis zu den Fans.“

Nach starker Saison nicht zu halten

Aber es war ziemlich klar, dass der Nationalspieler, der als einer der größten Hoffnungsträger im DVV-Team gilt, nicht zu halten sein würde – und dass BRV-Trainer Cédric Enard ihn holen würde, zumal mit Jeff Jendryk (Polen), Nicolas LeGoff (Frankreich) und Georg Klein (Karriereende) der komplette Mittelblock neu zu besetzen war. Dort bekommt Brehme nun die zweite Planstelle, nachdem die Hauptstädter zuvor mit dem brasilianischen Goldmedaillengewinner Eder Carbonera eine Weltstar verpflichtet hatten. Und auch der dritte Spieler wird wohl ein Kracher werden.

Die Konkurrenz wird größer, „aber darauf freue ich mich total, das ist gerade in diesem coolen Verein der richtige Schritt, um mich weiter zu entwickeln, denke ich“, fiebert er dem Wiederbeginn entgegen und blickt schon ein paar Wochen voraus: „Ich freue mich auch schon auf die Rückkehr in die Gellersenhalle – mit die beste Kulisse, vor der ich je gespielt habe. Hoffentlich darf man dann auch wieder Hände schütteln. Es war immer schön nach den Spielen noch mit den Fans ein wenig zu quatschen, zu einigen hat sich auch ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt.“