Diagonalangreifer Tsvetan Sokolov (l.), hier in einem Länderspiel gegen Australien

Weitere EM-Tickets vergeben

24er-Feld für Titelkämpfe im Herbst wird klarer

In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2021 sind weitere Entscheidungen durch zwei Turniere in der vergangenen Woche gefallen. So haben sich mit Bulgarien und der Türkei zwei Favoriten in ihren Pools durchgesetzt und die Tickets gesichert. Damit stehen bisher 17 der letztlich 24 Teilnehmer für die Titelkämpfe fest, die im August/September in Polen, Finnland, Estland und Tschechien stattfinden sollen.

Insgesamt 12 Teams in sieben Gruppen werden in der Qualifikation ermittelt: Die 7 Gruppensieger und die 5 besten Zweiten. Im Pool B setzte sich nun Bulgarien vor Österreich durch, in Pool C die Türkei vor Nord-Mazedonien. Die noch ausstehenden vier Qualifikations-Turniere sind für Anfang Mai geplant.

Bulgarien eine Klasse für sich

Bulgarien wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. Der Olympia-Vierte von 2012 gewann alle seine Spiele klar: 3:1 und 3:0 gegen Österreich und zweimal 3:0 gegen Gastgeber Israel. Überragender Mann des Turniers war Diagonalangreifer Tsvetan Sokolov, der auf zusammen 76 Punkte kam und in jedem Match mit Abstand bester Scorer war. Nicht umsonst hat der 31-Jährige, derzeit bei Dynamo Moskau, ja schon in Top-Clubs wie Trentino, Lube oder Kazan gespielt. Für Österreich mit dem Quartett aus der deutschen Bundesliga, Niklas Kronthaler, Florian Ringseis, Mathäus Jurkovics (alle Bühl) und Anton Menner (Giesen), waren nur vier Punkte zu wenig.

Die Türkei verlor zwar das letzte Match gegen Nord-Mazedonien 1:3, hatte da aber nach klaren Siegen gegen Bosnien-Herzegowina (jeweils 3:0) und dem Hinspielerfolg gegen die Mazedonier (3:1) schon das Ticket in der Tasche. Denn der am Ende punktgleiche Rivale aus Mazedonien hatte gegen Bosnien einen Satz abgegeben (3:1 und 3:0). Aber: Mit den 9 Punkten ist auch Nord-Mazedonien mit seinem Star im Diagonalangriff, Nikola Gjorgiev (2019/2020 in Friedrichshafen), als eines der zweitbesten Teams aller Pools qualifiziert. Und zu diesen besten fünf Zweiten zählt nun auch Spanien mit 12 Punkten im Pool D, hier hatte sich Lettland (ebenfalls 12 Punkte) als Erster schon im Herbst 2020 das Ticket erkämpft.

Dazu kommen die vier EM-Gastgeber und die ersten Acht der letzten Europameisterschaft 2019, zu denen auch das deutsche Team als 8. gehörte: Titelverteidiger Serbien, Slowenien, Frankreich, Russland, Italien, Ukraine sowie Belgien als Neunter, weil der Dritte Polen ja zu den Ausrichter-Nationen gehört.

BUNDESLIGASPIELE ZUSAMMENGEFASST

So schnell kann das gehen in dieser verrückt engen Bundesliga: Gerade noch hinkten die LüneHünen dem Feld der potenziellen Playoff-Starter als Neunte hinterher, nun, nach einem 6-Punkte-Wochenende, stehen sie auf Rang 7 mit gerade einmal zwei Zählern Rückstand auf den Vierten, die Bisons Bühl. Die Zwetschgenstädter erwarten nun am Donnerstag zum Nachholspiel den Spitzenreiter Friedrichshafen und – aus Sicht der SVG besonders interessant – am Sonnabend die Netzhoppers, die auf Platz 9 abgerutscht sind. Im Kampf um eine Platzierung unter den ersten 8 wird auch der doppelte Heimauftritt der Giesen Grizzlys am kommenden Wochenende gegen die beiden Berliner Teams interessant. Und die aufkommenden Frankfurter können gegen das schwächelnde Düren weiteren Boden gutmachen.

Alle Wochenend-Begegnungen:

Netzh. KW-Bestensee – SVG Lüneburg 0:3
(22:25, 23:25, 22:25)
87 Min., 0 Zuschauer
MVP: Timmermann – Ewert
Scorer: Timmermann (13), Westphal (12), Mönnich (9), Keturakis, Weir, Allik (je 4), Goralik (3), Kovac (1) – Ewert (20), Lindberg, Schlien (je 9), Krage (6), Pörner (4), van Solkema, Peemüller (je 3), Gerken (2)

VC Olympia Berlin – SVG Lüneburg 0:3
(21:25, 14:25, 21:25)
81 Min., 0 Zuschauer
MVP: John – Peemüller
Scorer: John (16), Röhrs (9), Hüther (4), Hoyer, Brentel (je 3), Schulz, Breburda (je 2), Möller (1) – Ewert (16), Peemüller, Thole (je 11), Krage, Schlien (je 7), Pörner (2), van Solkema (1)

VC Olympia Berlin – Berlin Volleys 0:3
(20:25, 12:25, 16:25)
68 Min., 0 Zuschauer
MVP: John – Pujol
beste Scorer: John (9), Hüther (6), Röhrs, Frohberg (je 3) – Moraes (18), Carle (12), Michelucci, Kaliberda (je 9)

WWK Volleys Herrsching – United Volleys Frankfurt 0:3
(26:28, 22:25, 23:25)
83 Min., 0 Zuschauer
MVP: Mantha – Tsuiki
beste Scorer: Penrose (15), Mantha (12), Ilic, Peter (je 6) – Malescha (19), Quiroga (10), Grozer (8)

VfB Friedrichshafen – powervolleys Düren 3:0
(25:23, 25:19, 25:19)
78 Min., 0 Zuschauer
MVP: Weber – van Berkel
beste Scorer: Weber (22), Juhkami (12), Mote (8) – Brand, Gevert (je 8), Ernastowicz, van Berkel (je 7)

TSV Unterhaching – TSV Giesen Grizzlys 1:3
(18:25, 25:19, 14:25, 23:25)
94 Min., 0 Zuschauer
MVP: J. Sagstetter – van Tilburg
beste Scorer: Topuzliev (20), Zahar (17), J. Sagstetter (12) – van Tilburg (25), Mayaula, Seybering (je 12)