Immer heiße Duelle hatten nicht immer guten Ausgang

Es war fast immer ein heißer Schlagabtausch, wenn die SVG Lüneburg und die powervolleys Düren aufeinander trafen. Die Bilanz ist aus SVG-Sicht aber negativ, vor allem auswärts. In der Stadt am Nordrand der Eifel konnten die LüneHünen bis auf ein PlayOff Spiel noch nie gewinnen, nicht einmal ein Pünktchen mitbringen. Das soll sich endlich ändern, mit diesem Ziel geht es zur Neuauflage am Sonnabend (19.30 Uhr/Stream auf sporttotal.tv) nach Nordrhein-Westfalen.
Die Hürde wird allerdings auch in dieser Saison wieder hoch. Trotz eines Komplett-Umbruchs, nach dem nur drei Spieler des alten Kaders noch dabei sind, zählen die Dürener weiter zu den Topteams der Bundesliga. Und zum Saisonauftakt sorgten sie auch gleich für einen Knalleffekt mit einem 3:2-Triumph bei Meister Berlin. Auch das 3:0 im Pokal gegen Haching – dort verlor die SVG 1:3 – zeigte auf, was die Westdeutschen zu leisten imstande sind.

Neun Neuzugänge bei den powervolleys

Das 2:3 (nach 2:0-Führung) in Herrsching vor Wochenfrist deutete aber auch an, dass da im neu formierten Team längst noch nicht alles rund läuft. Wirkt sich da für die SVG positiv aus, dass sie selbst mit fast unverändertem Kader in die Saison gegangen ist? „Ein Nachteil ist das bestimmt nicht, zumal unser Neuer ja auch schon einige Spieler kannte“, antwortet Chefcoach Stefan Hübner schmunzelnd. Adam Schriemer hat sich auf der Schlüsselposition Zuspieler schnell bestens integriert, seine Nebenleute harmonieren bestens untereinander, die Abläufe sind eingespielt. Und zudem wird fleißig an Defiziten gearbeitet.
So lag und liegt weiterhin ein Trainingsschwerpunkt im Bereich Aufschlag-Annahme. „Nach dem Haching-Spiel haben wir uns dem verstärkt gewidmet, als wir gesehen haben, dass da eine Achillesferse bei uns sein könnte“, blickt Hübner dreieinhalb Wochen zurück. Da war sein Team in Münchens Süden machtlos bei den Alpenvolleys (1:3) – vor allem, weil die im Service einen Glanztag erwischten, u.a. 17 Asse raushauten.

Trainingsschwerpunkt Annahme bringt große Fortschritte

Seitdem stabilisierte sich aber die Annahme, und auch im eigenen Aufschlag und im Angriffsspiel sank die Fehlerquote enorm. „Ja, ich bin ganz zufrieden. Jetzt wird es aber wieder schwieriger“, weiß Hübner, dass ein Gegner wie KW-Bestensee nicht mit Düren zu vergleichen ist. Aber: „Auch da ist was möglich“, unterstreicht der Coach das derzeitige Selbstvertrauen des Teams, in dem zudem alle topfit sind, keine Blessuren oder Krankheiten zu verzeichnen sind.
Bei Düren haben sich um die verbliebenen Stützen Tim Broshog und Michael Andrei (beide Mittelblock) sowie Romans Sauss (außen) der zurückgekehrte Zuspieler Tomas Kocian, der ebenfalls zum zweiten Mal in Düren spielende Chilene Sebastian Gevert im Diagonalangriff und der Franzose Florian Lacassie in die Stammsechs gespielt. Auch der neue Libero Jordan Or (Kanada) hat eingeschlagen.
„Der Schlüssel wird wieder die Annahme. Gevert, Sauss und Kocian haben eine hohe Aufschlag-Qualität“, weiß Hübner, der ein ähnliches Match wie immer gegen Düren erwartet: „Das waren immer hoch intensive und zuletzt auch bei Niederlagen immer ganz enge Sätze. So wird das wohl wieder werden.“ Vielleicht dann ja endlich mal wieder mit einem positiven Ende für die SVG, wenn die ähnlich effektiv im Angriff auftrumpft wie zuletzt, als vor allem Cody Kessel und Ryan Sclater mit überragenden Quoten von mehr als 60 Prozent auftrumpften.