Wenn am kommenden Samstag die SVG Lüneburg auf den TV Rottenburg trifft, ist die SVG in der für sie ungewohnten Favoritenrolle. Die Rottenburger haben bisher einen Punkt auf dem Konto und belegen den vorletzten Tabellenplatz zehn. Die SVG Lüneburg belegt Platz sechs mit sechs Punkten. Das ist nach fünf Spieltagen zunächst ein komfortabler Abstand auf die unteren Tabellenplätze, doch bei einer Niederlage könnte sich das Blatt für die Lünehünen schnell drehen und der Vorsprung auf bis zu zwei Punkte schmelzen.
Klar, dass die SVG Lüneburg lieber nach oben in der Tabelle schielt. Schließlich sind es nur drei Punkte bis zu den United Volleys auf Platz vier.

„So ein Blick verbittet sich aber für uns. Wir haben in Berlin drei Sätze gut gespielt und einen Satz haben wir uns das Berliner Spiel aufzwingen lassen. Das darf uns gegen Rottenburg nicht passieren“, sagt SVG Kapitän Matthias Pompe.
Die Rottenburger setzen bei Ihrer Mannschaft traditionell auf viele junge Deutsche Spieler. Ein mutiger Weg, der in den vergangenen beiden Jahren jedoch auch ein sehr beschwerlicher gewesen ist, mit zum Teil sehr deutlichen Niederlagen und einigen, wenn auch wenigen, Überraschungs-Coups.

„Rottenburg darf man aber nicht unterschätzen. Manchmal stehen sie sich mit Ihrer Emotionalität selbst im Weg. Wenn sie aber einen Lauf haben, sind sie ein sehr unangenehmer Gegner“, analysiert Pompe.
Doch mit der Gellersenhölle im Rücken und dem souveränen ersten Heimspiel mit einem 3:0 gegen Düren im Hinterkopf sollte die SVG gute Chancen haben, den Blick doch eher nach oben als nach unten zu richten.