Es war das erwartet schwere Pokal-Viertelfinale beim VFB Friedrichshafen. Beim 3:0 (25:21;25:18;25:22) zeigte der Rekordmeister den LüheHünen warum er in dieser Saison zu Hause noch keinen Satz abgeben musste. Ein gutes Spiel der SVG Lüneburg, die erstmals mit Cody Kessel und Raymond Szeto zeitgleich begonnen hat, reichte gegen sehr konstant spielende Friedrichshafener vor 2.200 Zuschauern leider nicht.

Dabei konnte die SVG Lüneburg den ersten und dritten Satz sehr lange offen halten. Im dritten Satz stand es sogar 22:22, ein Satzgewinn erschien in Reichweite. „Da hatten wir die Chance und mit ein bisschen mehr Cleverness können wir diesen Satz gewinnen“, resümiert SVG Zuspieler Adam Kocian. Das die SVG dann den Satz letztendlich doch nicht holen konnte, lag an dem an diesem Tag glänzend aufgelegten VFB Mittelblocker Philipp Collin. Der deutsche Nationalspieler besorgte die letzten drei Punkte fast im Alleingang für den VFB. Ein Hammerangriff, ein Block und ein entschärfter Angriff im Block besiegelten das schnelle Ende des Pokal Viertelfinalspiels.

„Wir haben heute gegen die konstanteste Mannschaft in Deutschland gespielt. Kleine Unterschiede werden hier sofort bestraft“, sagt Adam Kocian. Dabei waren die Friedrichshafener grade im Aufschlag konstanter. Lediglich sechs Fehlern beim VFB standen 11 Fehler bei der SVG Lüneburg gegenüber. Insbesondere die sonst so zuverlässige Diagonalposition fand nicht zu ihrem Aufschlagspiel. Erst war es der an diesem Tag glücklose Ryan Sclater, der mit drei Aufschlagfehlern nicht seinen besten Tag hatte, und dann der für ihn eingewechselte Roy Ching, der ebenfalls Probleme mit dem Aufschlagspiel hatte. „Das kann immer mal sein, aber wenn Du hier gewinnen möchtest, musst Du auch im Aufschlag einen perfekten Tag haben“, so Kocian. Als MVP wurde bei der SVG Lüneburg US-Boy Cody Kessel ausgezeichnet.

Das durften auch die BR Volleys erfahren, die nach einer durchwachsenen Leistung mit einem2:3 in heimischer Halle vom TSV Herrsching besiegt worden sind.

JETZT KOMMT FRANKFURT

Für die SVG Lüneburg liegt der Fokus nun auf dem anstehenden Verfolgerduell der Volleyball Bundesliga mit den United Volleys Rhein Main. „Eine klasse Mannschaft die da zu uns kommt, aber vor der wir uns auch nicht zu verstecken brauchen“, freut sich SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg. Die Partie, die am kommenden Samstag, den 2. Dezember um 20.00 Uhr in der CU Arena steigt, ist dabei für die SVG Lüneburg eine besondere, da sie wieder einmal in Hamburg stattfindet. „Das Wechseln zwischen den Spielstätten ist nicht schön, aber das Volleyball Team Hamburg (Zweitligist der Frauen) hat uns angesprochen, ob wir einen Volleyball-Tag durchführen möchten. So haben alle SVG Fans mit ihrem Ticket die Möglichkeit bereits um 17.00 Uhr das Zweitligaspiel der Frauen anzuschauen.

Anschließend geht es dann hoch her, wenn das Team aus Frankfurt mit seinem Youngster und Nationalspieler Moritz Karlitzek in der CU Arena aufschlägt. „Eine richtig schöne Begegnung. Auf Grund der Ausgeglichenheit in der Liga könnten wir mit einem Sieg weiterhin Verfolger vom VFB Friedrichshafen bleiben. Und das wäre nach dem Pokal-Aus eine sehr schöne Geschichte“, sagt Andreas Bahlburg