Das war mehr als eine überzeugende Leistung der SVG Lüneburg. Mit einem ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen die SWD Powervolleys Düren machte die Mannschaft die unglückliche Niederlage vom ersten Viertelfinal-Play-off-Spiel vergessen. Stefan Hübner hatte die Niederlage ohnehin schnell abgehakt und will auch den Sieg heute nicht überwerten: „Es ist noch nichts passiert, jetzt steht es 1:1, Sonntag war der erste Schritt, heute der zweite. Kommenden Mittwoch in Düren kommt es drauf an, da müssen wir konzentriert arbeiten, dann können wir Düren auch ein zweites Mal schlagen.“

Hochkonzentriert starteten die LüneHünen in den ersten Satz und gingen mit einer ersten Aufschlagserie von Adam Kocian 4:1 in Führung, die Dürens Coach Tommi Tiilikainen direkt zu einer ersten Auszeit bewegte. Doch die SVG ließ sich nicht aus dem Tritt bringen, zog souverän auf 8:4 davon. Nach der Auszeit setzten die Powervolleys ein erstes Ausrufezeichen und glichen zum 9:9 aus. Coach Stefan Hübner hielt die Jungs aber auf Kurs, die SVG zog wieder auf 16:13 davon. Der heute überragende MVP Eric Fitterer setzte sich sowohl von rechts als auch über links immer wieder gegen den Dürener Block durch und der Satzgewinn schien beim Stand 23:19 sicher. Düren kämpfte sich noch einmal heran, allerdings vergeblich. Die kurzzeitige Verunsicherung beendet Matthias Pompe mit einem überlegten Punkt zur 1:0 Führung (25:23).

Ausgeglichen ging es in den zweiten Satz, keines der beiden Teams konnte sich zunächst entscheidend absetzen (5:5; 8:7; 11:10). Als die LüneHünen dann aber aufdrehten brach die berühmtberüchtigte und gefürchtete Atmosphäre der Gellersenhölle über die CU Arena in Hamburg herein. Die SVG setzte sich mit einem Zwischenspurt ab, Highlight war eine von Fitterer direkt versenkte Dürener Annahme zum 16:11. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und den Fans im Rücken brachte Lüneburg die Führung souverän zur 2:0 Führung (25:19) ins Ziel.

Kämpferisch kam der Gast aus Düren aus der Pause, das Aufbäumen der Powervolleys war zu spüren. Romans Sauss (14 Punkte) und Rudy Verhoeff  (12) hielten die Hoffnungen der Gäste bis zum 14:14 am Leben. Vergeblich! Die fast 1800 Zuschauer in der CU Arena schrien den Ball zum 16:14 gemeinsam ins AUS! Jetzt waren die LüneHünen in Front und gaben die Führung auch nicht mehr aus den Händen. Mit 25:21 ging der dritte Satz zum hochverdienten 3:0 der SVG Lüneburg gegen die SWD Powervolleys Düren an die Gastgeber.

Stimmen zum Spiel:

Cody Kessel: Eine unglaubliche Atmosphäre. Ich bin unendlich dankbar, bei diesem Spiel mitgewirkt haben zu dürfen. Aufschlag und Annahme waren heute die entscheidenden Elemente.

Michael Brinkley: Wir sind ruhig in das Spiel gegangen. Wir haben im ersten Spiel bereits gut gespielt und diese Leistung noch etwas ausgebaut.