Kategorie: Bundesliga-Team

SVG Lüneburg erfüllt Erwartungshaltung

Am Ende war es der erwartete ungefährdete 3:0-Erfolg für die SVG Lüneburg gegen die Bergischen Volleys. „Im ersten und dritten Satz haben wir das gut gespielt, wenig Fehler gemacht und unsere Punkte sauber herausgespielt“, resümierte SVG-Coach Stefan Hübner nach der Partie.

 

Hochkonzentriert ging die SVG in die Begegnung, um erst gar nicht die Gäste aus Solingen ins Spiel kommen zu lassen. Der erstmals in der Start-6 spielende Gijs von Solkema (NED) stellte die ersten beiden Punkte, fortan zogen die Gastgeber auf 8:5 davon. Der Holländer van Solkema überzeugte immer wieder, teils mit sauberen Zuspielen über die vollständige Diagonale des Feldes. Entsprechend erfreut zeigte er sich im Anschluss: „Ich bin froh, dass wir 3:0 gewonnen haben und ich mit meiner Leistung dazu beitragen konnte.“ Ungefährdet marschierten die LüneHünen zum ersten Satzerfolg (25:20).

Dass sich die Bergischen Volleys aber nicht einfach so ihrem Schicksal ergeben wollten, zeigten sie im zweiten Satz. Ein Einerblock zum 3:2 war für lange Zeit die einzige Führung für Lüneburg. Zu passiv agierte die Truppe von Stefan Hübner und lief teils sogar einem vier-Punkte-Rückstand hinterher (5:8, 7:11). Die neu formierte erste sechs auf dem Feld fand aber wieder ins Spiel, ging mit 13:12 in Führung, zu mehr Souveränität verhalf dies aber nicht. Zur technischen Auszeit lag Solingen wieder vorn (15:16) und baute diesen Vorsprung sogar noch einmal aus (16:18). Das schien endlich der nötige Ansporn für die notwendige Leistungssteigerung der SVG zu sein. Mit einem Zwischenspurt zogen sie auf 20:18 davon und ließen dann nichts mehr anbrennen. Mit 25:22 gingen sie 2:0 in Führung.

Durch- und wachgerüttelt kamen die LüneHünen aus der Pause. Konzentrierter, angriffslustiger und effizienter starteten die Hübner-Jungs in den dritten Satz. Roy Ching punktete mehrmals von der zwei, MVP Tyler Koslowsky glänzte mit starken Annahmen, souverän zog das Team davon (6:2, 11:4, 16:8). Dies schien wiederum auch die Bergischen Volleys zu puschen. Über spektakuläre Ballwechsel kamen sie nicht nur zurück, sondern sogar wieder ran. Ab dem 20:13 holten sie Punkt um Punkt, sodass sich Hübner gezwungen sah, noch eine Auszeit zu nehmen (23:20). Michel Schlien war es vorbehalten, den Matchball zum 25:22 zu versenken.

Den Sieg bewertete Stefan Hübner als einen weiteren Fingerzeig, dass er mit seiner Mannschaft in dieser Saison auf dem richtigen Weg ist: „Unser Niveau geht stetig nach oben und das Ziel muss es ja sein, am Ende der Saison den besten Volleyball zu spielen!“

Nichts zu holen am Bodensee!

LüneHünen schwimmen am Bodensee zu lange

Der Traum von einer Überraschung war schnell ausgeträumt – auch die LüneHünen konnten den Siegeszug des VfB Friedrichshafen nicht stoppen. Mit einem 3:0 (25:22, 25:14, 28:26) bauten die Häfler ihre Erfolgsserie aus, verbuchten in ihrem ersten Heimspiel des Jahres den zehnten Drei-Punkte-Sieg im zehnten Spiel. Wettbewerbsübergreifend war es gar der 18. Sieg in Serie.

VfB-Trainer Vital Heynen hatte sich sein Team nach dem 3:1 unter der Woche gegen die Alpenvolleys Haching noch einmal richtig zur Brust genommen, hatte dessen Hang zum Schlendrian, unnötige Eigenfehler, leichtsinnig verschenkte Punkte und zu lockeres Training intern und via Medien kritisiert. Und die SVG musste es am Bodensee ausbaden. Zwei Sätze lang stand sie auf verlorenem Posten, wurde vom Tabellenführer in ihre Bestandteile zerlegt. Dass der erste Durchgang am Ende noch knapp endete (25:22), täuscht. 8:4, 16:9, 22:16 hießen die deutlichen Zwischenstände.
„Wir haben nicht gut aufgeschlagen und haben in der Annahme geschwommen“, sah Trainer Stefan Hübner einen Fehlstart und reagierte alsbald mit einem Wechsel, brachte Ray Szeto für Cody Kessel, nachdem er zunächst die gleiche Starting-Six wie zuletzt gegen Bühl nominiert hatte.
Abschnitt zwei nahm dann mit 25:14 desaströse Ausmaße an. Daran änderte auch ein Wechsel des Zuspielers nichts. Gijs van Solkema kam beim 6:19 für Adam Kocian, womit auch das Bruderduell beendet war. Denn beim VfB spielte Tomas Kocian für den angeschlagenen ersten Zuspieler Simon Tischer. Zudem verzichteten die Hausherren mit Athanasios Protopsaltis (nach Grippe), in den letzten Duellen ein Schreckgespenst für die SVG, auf einen weiteren Leistungsträger. Aber was heißt das schon bei so einem exquisiten Kader? Zudem sah Hübner sein Team weiter neben der Spur: „Unsere Annahme wurde zwar stabiler, aber die Angriffe waren nicht gut.“
Doch im dritten Satz kamen die LüneHünen noch auf Touren. Diagonalangreifer Jannik Pörner feierte nach seinem Bänderriss ein bemerkenswertes Comeback, brachte neuen Schwung und Emotionen ins Spiel und verbuchte noch neun Punkte. Er kam für Szeto – der zweite Diagonale Sclater blieb, ebenso Zuspieler van Solkema.
Der VfB hatte damit seine liebe Müh und Not. Trainer Heynen nahm beim 8:8 erbost die erste Auszeit, beim 8:10 gleich die nächste. Es half nur wenig. Beim 12:12 war zwar der Gleichstand geschafft, doch die SVG war jetzt im Spiel und blieb dran, hatte sogar Satzball (24:23), wehrte danach in langen, nun hochklassigen Ballwechseln zwei Matchbälle ab, ehe Nummer drei nach 36 Minuten die Entscheidung zum 28:26 brachte – ein von Matze Pompe angeblich verschlagener Schmetterball, den nicht nur er deutlich „in“ gesehen hatte.
„Den dritten Satz hätten wir verdient gehabt, der hat Laune gemacht“, bedauerte Hübner. „Schön, dass die Mannschaft nochmal so zurückgekommen ist.“
Bester Scorer für Friedrichshafen war Außen David Sossenheimer: 18 Punkte bei einer Erfolgsquote von 68 Prozent. Bei der SVG war wieder einmal Sclater am erfolgreichsten (17 bei 44%), wurde auch MVP – der Ex-Lüneburger Scott Kevorken auf der Gegenseite.

Zweiter Versuch am Bodensee

Es ist eines dieser Spiele, die in der blumigen Sportsprache oft so beschrieben werden: „Sie haben eigentlich keine Chance, aber die wollen sie nutzen“.

Stefan Hübner, Chefcoach der LüneHünen kann solchen Floskeln außer einem Schmunzeln wenig abgewinnen. „Sicher wird das sehr schwer,“ ist ihm vor dem Auftritt beim Spitzenreiter VfB Friedrichshafen klar, „wir dürfen keine einfachen Fehler machen und brauchen konstant gutes Niveau, nicht diese Aufs und Abs wie bisher in unseren Spielen. Und dann darf der Gegner nicht seinen besten Tag haben. Schauen wir mal…“

Die Häfler spielen in dieser Saison offenbar in einer anderen Liga, eilen von Sieg zu Sieg. Nun versucht sich die SVG am scheinbar Unmöglichen, wenn sie am Sonnabend (19.30 Uhr, sportdeutschland.tv) mit frisch gestärktem Selbstvertrauen nach dem famosen 3:1 gegen Bühl am Bodensee antreten wird. Im Pokal hatte die SVG schon einmal das zweifelhafte Vergnügen, verkaufte ihre Haut Ende November beim 21:25, 18:25, 22:25 im Viertelfinale einigermaßen teuer, ohne wirklich eine Chance zu haben.
Damit befindet sie sich aber in guter Gesellschaft. Jeder Gegner konnte am Ende nur anerkennend zum Sieg gratulieren. Wer einen Satzgewinn verbucht, hat schon viel erreicht. Der VfB hat immer eine Antwort, lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Nicht durch Verletzungssorgen, auch nicht durch das Werben des polnischen Verbandes um Trainer Vital Heynen als neuen Nationalcoach im „Nebenjob“. Gespräche gab es schon. Wobei bei einer künftigen Doppelbeschäftigung wohl das Engagement beim Weltmeister eher die Haupt-Tätigkeit werden würde. Heynen soll dort ein neues Team aufbauen. Am Bodensee ist ihm das schon mit Bravour gelungen, seit er 2016 dort einstieg.

„Friedrichshafen ist ja keine Mannschaft, die einen Gegner überrennt. Die sind nicht abhängig von einem Spiel-Element, kaum ein Spieler taucht in den Ranglisten vorne auf – die halten aber den Druck immer hoch, berühren viele Bälle, spielen und warten auf Fehler. Sie sind einfach unheimlich stabil und setzen die Philosophie von Vital Heynen sehr gut um“, weiß Hübner. Heynen selbst drückt es so aus: „Ich bin ein großer Liebhaber vom Spiel ohne Fehler – daran arbeiten wir jetzt im zweiten Jahr.“

Und dies mit einem überaus ausgeglichen besetzten Kader, in dem Ausfälle kaum ins Gewicht fallen. So fehlte am Mittwoch gegen die Alpenvolleys u.a. die griechische „Sprungfeder“ Athanasios Protopsaltis (Grippe), nur 1,83 Meter groß, aber unglaublich variabel bei seinen Angriffen. Im Pokal gegen die SVG kam er auf 21 Punkte und war MVP wie in so vielen anderen Spielen auch.
Eine Woche zuvor beim 3:1 gegen RheinMain schied Zuspieler Simon Tischer mit einer Blessur aus, Tomas Kocian – älterer Bruder unseres Zuspielers Adam – ersetzte ihn glänzend. Schon länger fallen Daniel Malescha (Diagonal) und der Bulgare Martin Atanasov (Außen) mit Schulter-Problemen aus.
Bei der SVG dagegen gibt es derzeit keine Sorgen. Morgen früh macht sich der komplette Kader auf die lange Reise an den Bodensee.

LüneHünen bärenstark in Block und Feldabwehr

Das nennt man einen gelungenen Start ins Jahr: Die LüneHünen begeisterten mit einem 3:1 (25:21, 32:30) 21:25, 25:16) gegen den TV Bühl ihre treuen Fans, die die „Gellersenhölle“ wieder einmal zum Brodeln brachten und das Klettern in der Tabelle auf Rang 7 sowie die drei Punkte nach einem hochklassigen Auftritt beider Teams feierten.
Schon allein der zweiten Satz lohnte das Kommen: 35 Minuten lang Dramatik, sieben abgewehrte Satzbälle der SVG, ehe zum Schluss ausgerechnet der Ex-Bühler Noah Baxpöhler erst für das 31:30 sorgte und dann mit seinem Aufschlag zum entscheidenden 32:30 einen Fehler von Masahiro Yanagada erzwang – mit einer 2:0-Satzführung ging es so in die Pause.
„Auswärts hätten wir diesen Satz wohl verloren – dank dieser tollen Atmosphäre hier und der Unterstützung der Fans haben wir ihn gewonnen“, meinte Baxpöhler glücklich, „auch deshalb bin ich hierher gekommen und habe alles richtig gemacht.“
Yanagada hatte gleich zu Beginn angedeutet, was auf die Hausherren an diesem Abend zukommt. Harte und stets konzentrierte Arbeit in der Feldabwehr war nötig, gepaart mit immens hohem Einsatz. Und dennoch waren satte sieben Asse des Außenangreifers, Nummer 1 gleich zum 0:1, nicht zu verhindern. Ansonsten hatte die SVG den Japaner recht gut im Griff – weil sie ihn stets in der Annahme beschäftigte. So kam er nur auf weiteren sieben Punkte.
Bei der SVG war auch im Angriffsspiel von Beginn an wenig auszusetzen. Da glänzte zu Beginn vor allem Cody Kessel. Nur im Service produzierte die SVG über fast die gesamte Spieldauer viele Fehler. Mit 21 (bei 102 Versuchen) zu viele. So gelang es kaum einmal, sich abzusetzen. Erst am Ende des ersten Satzes klärten sich die Fronten, als Michel Schlien zwei vorentscheidende Punkte machte (von 19:17 auf 21:17) und der eingewechselte Ray Szeto den Sack dann zuband.
In Durchgang zwei lief dann Ryan Sclater nach schlechten Start richtig heiß, war auch am Ende bester Scorer mit 20 Punkten vor Matthias Pompe und Schlien (je 15). Als MVP wurde letztlich Zuspieler Adam Kocian gewählt. Es hätte aber auch ebenso gut der starke Libero Tyler Koslowsky werden können, der mit einer Quote von 56% guter und 50% sogar perfekter Annahmen glänzte. Oder Schlien – 15 Punkte als Mittelblocker sind schon ungewöhnlich genug, eine Quote von 91% erfolgreicher Angriffe ist aber nahezu sensationell.
Satz zwei riss dann die Fans mit Volleyball auf höchstem Niveau, mit spektakulären Angriffs- und Abwehraktionen und Spannung zu stehenden Ovationen von den Sitzen. In der Verlängerung hielt die Gäste vor allem Mittelblocker Magloire Mayaula (12 Punkte gesamt) im Spiel, konterte immer wieder mit Schnellangriffen. Sehr stark auch der albanische Diagonalangreifer Anton Qafarena, mit 17 Zählern bester Scorer.
In Abschnitt drei kam jedoch ein Bruch, ruckzuck lagen die Mannen um den hoch emotionalen Kapitän Pompe klar zurück – 3:8 in der ersten technischen Auszeit – und fanden erst spät ihre Linie wieder. Zu spät.
Dafür gelang aber in Satz vier nahezu alles. Szeto blieb nun für Kessel auf dem Feld und punktete noch viermal, vor allem aber war Schlien nicht mehr zu stoppen. Die SVG zog von 9:9 auf 14:9 davon, und als Kocian einen Einer-Monsterblock gegen Yanagida setzte (21:13), waren die Bisons endgültig eingefangen.
Trainer Stefan Hübner resümierte denn auch zufrieden schmunzelnd:
„Das war ein unterhaltsames Spiel mit vielen tollen Ballwechseln, Abwehraktionen und durch die Halle fliegenden Spielern. Ich bin nicht Fan, ich bin Coach, trotzdem gucke ich gerne Volleyball – und das hat heute richtig Spaß gemacht.“
Doch er fügte gleich an: „Wir haben zu viele Aufschlagfehler und auch zu viele Aufschläge ohne Druck gemacht. An dem Verhältnis von guten und schlechten Spiel-Elementen müssen wir weiter arbeiten.“ Am besten schon wirksam bis zu nächsten Spiel in Friedrichshafen.

LüneHünen wollen Bisons einfangen

LüneHünen wollen Bisons einfangen

Mit einem hoch interessanten Heimspiel starten die LüneHünen ins neue Jahr (Sbd., 20 Uhr): Zu Gast in der Gellersenhalle ist der TV Bühl, der der SVG wieder einmal wie in den Vorjahren eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playoffs streitig machen will.
Einen Punkt – aber auch ein Spiel – mehr weisen die Bisons derzeit auf, also gilt es, sie wieder einzufangen.
Der Umbruch vor der Saison war wieder einmal heftig beim TV Bühl, der kürzlich nach 2015 erneut das Pokalfinale erreicht hat. Acht Spieler, darunter auch der zur SVG gekommene Noah Baxpöhler, gingen. Neun Neue wurden verpflichtet, darunter der Luxemburger Chris Zuidberg, der erst den Grundwehrdienst in seiner Heimat ableisten musste und sich nun seit 1. Januar im Badischen einlebt. Bis zum letzten Sommer spielte der Mittelblocker in Tours, gewann mit den Franzosen den CEV-Cup.
Neuer Superstar ist seit dem ersten Tag nach seiner Ankunft der Japaner Masahiro Yanagida. In seiner Heimat genießt der Außenangreifer sogar Kultstatus. Nach seinem Wechsel tauchten japanische Fernsehteams und sich gerade in Deutschland befindende Touristen in Bühl auf.
Der Hype ist seitdem nicht abgeebbt. Die neuen Medien machen es möglich, dass seine Fans Yanagidas Leistungen weiterhin verfolgen können. Der Verein hat zudem reagiert, indem die Homepage nach einer Umgestaltung auch einen Zugang in japanischer Sprache ermöglicht, auf Facebook werden Spiele auch in japanischen Schriftzeichen angekündigt.
Und es gibt viel zu berichten. Yanagida gehört regelmäßig zu Bühls Besten, ist Fünfter unter den Bundesliga-Topscorern, inklusive eines herausragenden Aufschlags (Nummer 2 im Ranking). Da wird stets sein „Dampf-Hammer“ bestaunt.
Als Mittelblocker neben Urgestein Magloire Mayaula (Kongo) hat sich der Schwede David Pettersson etabliert, im Diagonalangriff wechseln sich der junge Albaner Anton Qafarena (20) und der Russe Iurii Kruzhkov ab. Neu ist auch Libero Tomas Ruiz, ein Italiener, der zuletzt in Argentinien – der Heimat von Langzeit-Trainer Ruben Wolochin (seit 2011) – spielte.
Überraschung im Team ist wohl der junge Zuspieler Mario Schmidgall, stattliche 2,06 Meter groß – ungewöhnlich auf dieser Position. Der 19-Jährige wurde bei den YoungStars Friedrichshafen, Talentschuppen des VfB, ausgebildet, bekommt ständig beste Kritiken und hat – zumindest vorerst – sogar dem ukrainischen Nationalspieler Oleksandr Dmytriiev den Rang abgelaufen. Mit Corvin Balster (vom VCO Berlin) hat ein weiterer Youngster schon überzeugt.


„Die haben eine gute Mischung aus jung und älter mit Yanagida als ihrem Motor hinbekommen, haben sich nach etwas holprigem Start gut stabilisiert“, lautet denn auch die Einschätzung von SVG-Trainer Stefan Hübner, der dennoch guter Dinge ist: „Ich hoffe, dass wir den Schwung vom Turnier in Holland und vom guten Training davor und danach mitnehmen können. Und die kurze Pause über Weihnachten hat uns auch gut getan.“

 

Zudem sind alle seine Mannen einsatzfähig, auch der beim letzten Sieg gegen KW-Bestensee kurzfristig verletzt ausgefallene Noah Baxpöhler. Aber der Mittelblocker wurde ja von Youngster Florian Krage bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz in der Starting Six ohnehin bestens vertreten.

Neujahrs-Aktion

SVG – Bergische Volleys
Mittwoch, 17.01.2018, 20:00 Uhr

 

Heimspiel Tickets bei der SVG haben bekanntlich einen besonderen Wert: Sie sind in der Regel ausverkauft. So gibt es auch für diesen Sonnabend gegen Bühl nur noch ein Restkontingent. Und: Wer seine Karte zum übernächsten Heimspiel mitbringt und vorlegt, erhält dann eine Ermäßigung um 2 € in allen Kategorien.
Die Bergischen Volleys aus Solingen sollten ursprünglich am 13. Januar zu Gast sein. Das Spiel findet nun aber vier Tage später am Mittwoch, 17.01.2018, statt.
Wir freuen uns Eure zahlreiche Unterstützung.

Mit Aggressivität zum Erfolg

SVG Lüneburg – Netzhoppers SOLWO Königspark KW 3:1

 

In einem lange umkämpften Spiel war es am Ende vor allem der Wille, welcher der SVG Lüneburg den Sieg einbrachte. „Wir haben im vierten Satz unsere Aggressivität behalten und so das Spiel nachhause gebracht“, kommentierte SVG Trainer Stefan Hübner den Erfolg seiner LüneHünen gegen die Netzhoppers SOLWO Königspark KW.

Ausgeglichen ging es in den ersten Satz, keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Besonders das kanadische Duo Ryan Sclater und Raymond Szeto war es, das für die LüneHünen im ersten Durchgang punktete. Als sich die SVG dann erstmals mit 20:16 absetzte schien der erste Durchgang gelaufen, doch die Netzhoppers kämpften sich wieder ran. Schlussendlich vergeblich, Szeto verwandelte den ersten Satzball zum 25:22.

Mit einem Fehlstart gingen die Gastgeber in den zweiten Durchgang, nach 0:3 nahm Hühnen-Coach Stefan Hübner direkt eine Auszeit. Mit Erfolg, nach großartiger Rettungstat des Kanadiers Tyler Koslowsky glich Pompe zum 5:5 aus. Zur technischen Auszeit hieß es gar 8:5. Doch auf beiden Seiten
wechselten sich gelungene Aktionen mit leichten Fehlern ab (10:10). Einmal mehr war der am heutigen Abend stark aufspielende Raymond Szeto der Unterschied. Mit zwei starken Angaben punktete die SVG und zog erneut auf vier Punkte davon (16:12). Souverän zogen die Lüneburger davon, doch der Satzgewinn wollte nicht gelingen. Erst mit dem vierten Satzball sicherten sich die LüneHünen das 2:0 (25:20).

Vielversprechend startet die SVG nach der Pause mit einem Sclater-Krage-Block. Statt der nötigen Ruhe verloren die Mannen von Stefan Hübner aber den Faden und gerieten mit 5 Punkten in Rückstand (5:10). Die Netzhoppers waren geweckt, Coach Mirko Culic feuerte sein Team an und unterstützte tatkräftig bei Diskussionen mit dem Schiedsrichter. Die SVG kam ran, die Gäste aus Brandenburg ließen sich den Satz aber nicht mehr nehmen(19:25).

Mit Kampfeslust starteten beide Teams in den vierten Satz. Lange spektakuläre Rallys weckten den berüchtigten Geist der Gellersenhölle. Eine Phase, in der die Lüneburger ein ums andere Mal das bessere Ende für sich hatten. „Das Niveau ließ zu dieser Zeit etwas nach, aber mit Aggressivität,
Kampf und Einsatz haben wir als Gruppe zusammengestanden“, bewertete Hübner den Durchgang.

Und MVP Matthias Pompe ergänzt: „Das war schon spektakulär und es ist doch toll zu sehen, dass es die Zuschauer auch von den Stühlen reißt, obwohl KW den Punkt gemacht hat.“

Denn entscheidend war wohl eher, dass der starke Ray Szeto mit seinem 21. Punkt den Matchball zum 25:20 im vierten Satz verwandelte. Ein Sonderlob verteilte Hübner noch nach dem Spiel an den Youngster Florian Krage, der vom Anpfiff bis zum Ende auf dem Feld stand.

 

Fundskerle baggern für Fundskerle

Am 16.12.2017 ist der Fundskerle Day bei der SVG Lüneburg!

Wir unterstützen in dieser Saison das Projekt eines Bewegungsparcours in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg von der Aktion Fundskerle.
Aus diesem Grund dürfen sich all jene, die ein Ticket für das Heimspiel am Samstag gegen Netzhoppers Königswusterhausen ergattert haben, auf eine tolle Tombola in der Gellersenhalle freuen.

Tolle und hochwertige Preise warten auf Euch!


Eure LüneHünen

Der Fahrstuhl

Fordernde und anstrengende Wochen liegen hinter den Mannen von SVG Lüneburg Trainer Stefan Hübner. Mit den Gegnern Berlin, Friedrichshafen und Frankfurt ging es gegen die dominierenden Teams der vergangenen drei Jahre, hinzu spielte man gegen die finanzkräftigen Hypo Tirol Alpenvolleys. Alle Spiele wurden verloren, auch wenn es gegen Berlin und Frankfurt knapp zu ging, und sogar Sätze gewonnen worden.

Gegen die Netzhoppers soll ein Sieg her

Nun kommen die Netzhoppers SolWo Königspark Königswusterhausen in die Gellersenhalle. Das Team mit dem wohl längsten Namen in einer der Deutschen Sport-Bundesligen schafft es seit Jahrem mit verhältnismäßig geringem Etat, genau wie die SVG Lüneburg, immer wieder gute und stabile Leistungen gegen viele Teams aus der Liga zu erbringen. Momentan belegen die Netzhoppers aus Brandenburg Platz neun mit 5 Punkten und liegen somit drei Plätze und vier Punkte hinter der SVG Lüneburg.

„Das wird ein richtungsweisendes Spiel, wir haben die letzten Wochen ungewollt den Fahrtstuhl nach unten genommen, aber am Wochenende drücken wir den Knopf nach oben“, sagt SVG Kapitän Matthias Pompe. Das dürfte alles andere als leicht gegen das Team um Routinier Bjoern Andrae werden. „Unser Anspruch in der Gellersenhalle ist es gegen jeden Gegner gewinnen zu können. Ich freue mich endlich wieder in unserem Wohnzimmer spielen zu dürfen“, so Pompe.

Erstmals LED Bande in der Gellersenhalle

Im Rahmen des sich verzögernden Hallenbaus nutzt die SVG Lüneburg erstmals in der Gellersenhalle eine LED-Bande. „Mehr geht dann wirklich in dieser Schulturnhalle nicht“, sagt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg. Die LED Bande ist unter großem Aufwand angemietet worden, muss am Samstag, den 23.12.2017 in die Barclaycard Arena für das Weihnachtsspiel der HSV Handballer gefahren werden. Ein Aufwand der sich lohnt? „Wir müssen mit der Zeit gehen, und das Feedback von Fans und Sponsoren ist sehr positiv. Eine Verzögerung der Arena darf maximal zu einer gehemmten Verzögerung der SVG Lüneburg werden. Unsicherheit im Bezug auf die Arena schafft Unsicherheit im Bezug auf die mittelfristige Finanzierung. Dieser Unsicherheit wollen wir mit diesen Maßnahmen entgegensteuern und neue Angebote schaffen“, sagt Andreas Bahlburg.

Das Spiel gegen die Netzhoppers ist bereits fast ausverkauft.

SVG verliert 0:3 in Innsbruck

Dieses Gebirge war zu hoch, beim Trip in die verschneiten Alpen schlidderte die SVG Lüneburg in die vierte Saisonniederlage.
Mit einem 0:3 (20:25, 21:25, 20:25) unterlag unsere SVG bei den Hypo Tirol Alpenvolleys Haching im österreichischen Innsbruck und wurde vom Neuling auf Platz 7 verdrängt.
Vor 700 Zuschauern in der nur knapp halb gefüllten Uni-Sporthalle hatten die Norddeutschen anfangs ziemlich verwachst. Trainer Stefan Hübner bot eine auf nur einer Position veränderte Anfangs-Sechs gegenüber dem letzten Match gegen RheinMain auf, schickte Ray Szeto statt Cody Kessel aufs Feld.
Doch sein Team fand schwer ins Spiel. Der Gegner zog bis zur ersten technischen Auszeit auf 8:4 davon und baute den Vorsprung kontinuierlich über 16:9 bis auf neun Punkte beim 21:12 aus. Kampfgeist verringerte den Abstand wieder auf drei Zähler (22:19), der Satz war aber verloren.
Immerhin: Die SVG hatte einen Rhythmus gefunden, war im zweiten Durchgang gleichwertig und schien sogar auf Wende-Kurs. Aus einen 7:8 bei der ersten Pause machten die Gäste ein 16:12 bei der zweiten technischen Auszeit und weniger später sogar eine 18:12-Führung.
In dieser Phase zeigten sich die Spieler um Kapitän Matthias Pompe auch im Service, zuletzt einem Problemfeld, verbessert. Auch „Sorgenkind“ Ryan Sclater fand zur Sicherheit zurück, verschlug nur zwei von zwölf (bei einem Ass). Insgesamt gab es in diesem Bereich nur sieben Fehler bei 63 Aufschlägen. Doch die Alpenvolleys machten noch weniger (4 bei 73).
Und sie wirkten auch sonst stabiler und selbstbewusster, holten so den Rückstand ab einem 16:20 wieder auf, drehten ihn sogar mit einem 7-Punkte-Lauf auf 23:20. Die immer wieder gut eingesetzten Angreifer verwandelten die Bälle traumwandlerisch sicher. Gleich ein Quartett hatte am Ende zweistellig gepunktet, angeführt vom besten Scorer Stefan Chrtiansky jun. (16 Punkte). Die SVG ließ in dieser Phase mit vielen langen Ballwechseln aber auch zu viele Chancen aus, schien oftmals an einer enorm starken Feldabwehr des Gegners zu verzweifeln. Eine Angriffsquote von am Ende nur 33 Prozent (Alpenvolleys 48) macht deutlich, wo an diesem Abend das Hauptproblem lag. Der Gegner war aber auch in vielen anderen Bereichen besser. Eine Ausnahme: die Annahme. Die stimmte bei der SVG um Libero Tyler Koslowsky.
Nach umkämpften 28 Minuten war also auch Satz zwei verloren, in Abschnitt drei, inzwischen mit Kessel für Szeto, blieb die SVG aber lange dran, wenn auch von Beginn an aus einem Rückstand (teils drei Punkte) heraus. Zur zweiten technischen Auszeit war eine Führung hart erarbeitet (16:15), doch wieder hatten die Gastgeber die besseren Antworten, machten daraus ein 20:17 und danach dann den Sack zu.
Ihr brasilianischer Zuspieler Danilo Gelinski wurde MVP, bei der SVG fiel die Wahl auf Sclater als bestem Scorer (14) vor Pompe (10).
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