Kategorie: Bundesliga-Team

Meister in der 3. Liga!

Meister der 3. Liga West – die SVG II hat am letzten Spieltag mit einem 3:0 (25:17, 25:21, 25:20)-Heimerfolg gegen Bremen 1860 seinen ersten Platz vor Aligse verteidigt und den Titel geholt. Die Bremer rutschten dadurch noch auf einen der drei Abstiegsplätze – eine kurze Fahrt weniger. Dagegen geht es weiterhin ins weit entfernte Aachen, das sich noch rettete.

Die Mannschaft von Trainer Eugenio Dolfo wird allerdings – wie schon vor Wochen gemeldet – das Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen, meldete aus finanziellen und organisatorischen Gründen nicht für das Lizenzierungsverfahren. Schon allein die Hallenproblematik lässt dieses Ziel (noch) nicht zu.

Dennoch: „Die Meisterschaft ist ein schöner Saisonabschluss“, freute sich Dolfo für das Team – und auch für sich als Krönung seiner Tätigkeit, die nun endet. Der Italiener, seit Jahren in Lüneburg, hat derzeit vier Jobs, neben dem bei der SVG II  noch als Co-Trainer beim Bundesligateam, als  Jugendtrainer sowie eingebunden als Coach beim Landestützpunkt Volleyball.

Vor allem die weiten Auswärtsfahrten mit beiden Mannschaften waren für ihn stets nur schwer zu koordinieren. Und da er künftig seinen Schwerpunkt noch mehr auf das Bundesligateam legen soll, gibt er das Amt bei der SVG II ab. „Das waren drei tolle Jahre, deshalb fällt mir das auch nicht leicht. Andererseits ist es natürlich schön, noch mehr für die erste Mannschaft zu arbeiten“, blickt der 30-Jährige zurück und freut sich, dass er künftig noch enger mit Chefcoach Stefan Hübner zusammenarbeitet.

Aufstieg in die 3. Liga als Spielertrainer, dort in der vergangenen Saison als Neuling Zweiter mit nur einem Punkt hinter Moers und nun die Meisterschaft – das waren die Entwicklungsschritte der SVG II unter Dolfo. „Besonders erfreulich ist aber, dass wir unser eigentliches Ziel, Talente weiter zu entwickeln, erreicht haben“, blickt er zurück. Und das betrifft nicht nur in die Erste aufgerückte Akteure (letztes Jahr Florian Krage, nun Konrad Thole) sowie den regelmäßig oben mittrainierenden Ole Schwarmann, sondern auch die aus unteren Klassen gekommenen und nun in der 3. Liga etablierten Youngster Kjell Malachowsky und Jan Langschwager.

Zum Abschluss gegen Bremen: Die Lüneburger, die vor allem im Aufschlag stark waren (8 Asse glichen nur 8 Fehler aus), begannen fulminant, hatten den ersten Satz mit einer 8:2-Führung schnell im Sack. Durchgang zwei bogen sie nach einem 11:16-Rückstand durch eine Aufschlag-Serie von O. Schwarmann noch um. Und im dritten Abschnitt ließen sie sich nach einem 4:8-Rückstand und mit den Gedanken schon bei der anstehenden Meisterfeier die Butter nicht vom Brot nehmen.

Beste Scorer waren René Bahlburg (21 Punkte) vor Christian Schulz (12), Stefan Köhler und Sven Tennert (je 8). Schulz und Tennert buchten je 3 Blockpunkte.

5 Gründe, warum die SVG die BR Volleys schlagen kann

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Crunchtime in der Volleyball Bundesliga. Die Playoffs beginnen und es geht um den Einzug in das Halbfinale in der Volleyball Bundesliga.

Also darum, dass man zu den vier besten Teams in der gesamten Republik zählt. In einem Land mit 80.000.000 Einwohnern – das wäre einmal wieder verrückt von den LüneHünen. Aber warum eigentlich nicht? Wir listen fünf Gründe auf, warum die SVG Lüneburg am Ostersamstag um 20.00 Uhr in der CU Arena einen Schritt in Richtung Sensation machen könnte. Doch fest steht auch: Selbst ein Heimsieg in der CU Arena wird nicht reichen. Mindestens einmal müssen die LüneHünen in der Max-Schmeling-Halle gewinnen.

 

  1. Der Heimsieg gegen Berlin in der Hauptrunde

 

Drei zu Null. So deutlich lautete das Endergebnis nach dem letzten Spiel zwischen der SVG Lüneburg und den Berlin Recycling Volleys im Februar 2018. Jedoch nicht für den Favoriten aus der Hauptstadt, sondern für den Underdog aus Lüneburg, der sein Heimspiel in der Hamburger CU Arena vor 1.500 begeisterten Fans überraschend deutlich gewinnen konnte. Anschließend haben die BR Volleys inzwischen Ihren Trainer ausgetauscht und sensationell die Legende Stelian Moculescu (vergleichbar mit einer Verpflichtung von Jupp Heynckes) an die Spree geholt. Doch was heißt das schon bei den heimstarken LüneHünen schon?

 

  1. Der Druck auf Berlins Schultern

 

Nach sehr erfolgreichen Jahren stehen die BR Volleys in dieser Saison unter einem riesigen Druck. Ligapokal: Niederlage gegen Friedrichshafen. DVV Pokal Viertelfinale: Niederlage gegen den TSV Herrsching. Champions League K.O. Runde: Niederlage gegen den VFB Friedrichshafen. Für den Vorjahresmeister und Vorjahres Champions League Final Four Teilnehmer bleibt nur noch ein Wettbewerb: Die Deutsche Meisterschaft.

Ein Ausscheiden im Viertelfinale gegen die SVG Lüneburg: Unvorstellbar, bisher…

 

 

 

  1. Die besten Fans der Liga

 

„Mit einem vollen Haus und der besten Stimmung in der Liga wird in der CU Arena alles möglich sein“, ist sich SVG Libero und Publikumsliebling Tyler Koslowsky sicher. Auf die Unterstützung der Fans wird er wohl auch dieses Mal zählen können. Im letztjährigen Playoff-Viertelfinale gegen Düren waren Tickets nach wenigen Tagen Mangelware. Und so wird es wohl auch dieses Mal sein. Wer noch schnell zuschlagen möchte, kann dieses hier tun: https://www.ticketmaster.de/event/svg-luneburg-vs-nn-tickets/271665

 

  1. Ein Team, das auch wirklich ein Team ist

 

Die SVG Lüneburg besteht aus vielen internationalen Spielern, doch wer die Jungs im täglichen Training in der Saison beobachtet hat oder in der Stadt antrifft, der stellt schnell fest: Diese LüneHünen identifizierten sich mit Ihrem Verein und mit Ihrer Stadt. In einer Zeit, in der man im Sport manchmal das Gefühl für Zahlen verliert, zeigen diese Spieler, dass es sich lohnt für eine Sache aus den USA, Kanada, Neuseeland, oder den Niederlanden nach Lüneburg zu kommen. Nämlich um gemeinsam daran zu arbeiten, in Ihrem Sport, dem Volleyball, besser zu werden.

 

  1. Das Trainerteam

 

Eines ist klar, aus der Ruhe ist unser Trainerteam um Stefan Hübner, Bernd Schlesinger, Malte Stolley und Eugenio Dolfo nicht zu bringen. Sachlichkeit schlägt hier Emotionalität. Selten war in der Volleyball Bundesliga ein Trainerteam wohl so respektiert und beliebt. Selbst in der Berliner Max-Schmeling-Halle brandet Applaus auf, wenn der Name von Stefan Hübner ausgerufen wird. Die Volleyballszene hat nicht vergessen, was er als Kapitän und Co-Trainer der Deutschen Nationalmannschaft für den Deutschen Volleyball geleistet hat. Und die norddeutsche Volleyballszene vergisst nicht, was alle vier für die LüneHünen leisten. Selten sind Trainer wohl auch so häufig dazu bereit Einblicke zu geben, selbst wenn es darauf ankommt. Chapeau!

Es wird spannend. Favorit sind die Berlin Recycling Volleys. Doch unsere LüneHünen werden alles geben. Wir zählen auf Eure Unterstützung und freuen uns auf ein Volleyballfest der Extraklasse.

Eure LüneHünen

Wer soll diese Friedrichshafener stoppen?

Dem VfB Friedrichshafen ist einfach nicht beizukommen. 20 Spiele, 20 Siege, mit optimalen 60 Punkten zieht der Spitzenreiter nach einem 3:0 (25:22, 25:20, 25:20) bei der SVG Lüneburg in die Playoffs ein und trifft dort auf Bühl. Die SVG muss ab Mittwoch gegen Berlin ran.

Auch Die LüneHünen schafften es zum Abschluss der Hauptrunde in ihrer gefürchteten Gellersenhalle mit der großen Fan-Unterstützung nicht, die Häfler zu stoppen. Die bauten ihre phantastische Bilanz wettbewerbs-übergreifend sogar auf 35 Siege in Serie aus.

Und das trotz großer Personalrochaden von Trainer Vital Heynen, der Wirbelwind Athanasios Protopsaltis Libero für den daheim gebliebenen Markus Steuerwald spielen ließ und Ersatz-Libero Thilo Späth-Westerholt mal wieder im Außenangriff brachte. Ansonsten standen die auf dem Feld, die knapp 45 Stunden zuvor beim Champion-League-Match gegen Berlin (3:0) mit dem Einzug in die Playoffs-6 wenig bis gar nicht gespielt hatten.

Darunter war auch Mittelblocker Scott Kevorken. Der Ex-Kapitän der SVG war mit elf Punkten einer der Besten. Und er genoss die Rückkehr. „Das war wie immer eine tolle Atmosphäre hier, in der Hinsicht einer der besten Plätze überhaupt, um Volleyball zu spielen. Und ich bin super empfangen worden, klasse“, strahlte er und musste viele Hände schütteln.

Seinem früheren Team war wegen der fehlenden Konstanz nicht mal ein Satzgewinn vergönnt. Der lag eigentlich schon zum Start in der Luft.  Denn Ryan Sclater, wieder einmal MVP, punktete regelmäßig, war mit 20 Zählern bester Scorer. Und in der Mitte kamen Noah Baxpöhler und Michel Schlien bei Schnellangriffen immer wieder zum Zuge, erst von Adam Kocian, später von Gijs van Solkema gut eingesetzt. 21:19 führte die SVG, als erstmals der Faden riss, vier leichte Fehler das Spiel kippen ließ,

Das wirkte nach in Durchgang zwei. Ein schneller, klarer Rückstand schwoll über 7:12 und 14:20 bis auf 18:23  an, jeder Punkt musste mühevoll erarbeitet werden, während beim Gegner alles spielerisch leicht aussah, unterstützt oft auch von einem Quäntchen Glück bei den langen Ballwechseln und in der Feldabwehr. Und in den Auszeiten fanden MVP Martin Atanasov & Co. noch Zeit für Späßchen.

Aus der Zehn-Minuten-Pause kam die SVG aber mit frischem Mut, tat mit unbändigem Kampfgeist noch einmal alles für einen Satzgewinn. Danach sah es auch lange aus (8:5, 12:10, 18:16), ehe in der Crunchtime die Fehlerquote wieder stieg und Friedrichshafen den nächsten Sieg cool nach Hause brachte.

Trainer Stefan Hübner machte die Niederlage, zumindest in dieser Deutlichkeit, unverkennbar zu schaffen. „Dieses Spiel hat noch einmal gezeigt, wie unsere Saison verlaufen ist“, sah er ein Spiegelbild, „da war mehr drin, es ist völlig unnötig, dass wir das 0:3 verlieren. Wir haben Vieles gut und richtig gemacht, aber wieder hat uns die Konstanz gefehlt, und dann haben wir Dinge einfach weggeschenkt. Das fühlt sich an wie Sand, der durch die Finger rinnt und hat einen bitteren Beigeschmack.“

Allerdings wollte der Coach auch nicht zu hart mit seinen Mannen ins Gericht gehen: „Man muss schon alles richtig einsortieren. Das Niveau der Liga ist sehr anspruchsvoll geworden, die Ausgeglichenheit groß. Und wir haben nun mal eher junge, interessante, entwicklungsfähige Spieler und keine international gestählten Routiniers wie viele andere Teams. Deshalb ist Platz sieben trotzdem eine gute Leistung. Die Mannschaft hatte als internes Ziel aber Platz sechs, dieses Ziel haben wir verfehlt. Das ist aber kein Weltuntergang – und vielleicht geht ja nun noch was…“

Damit lenkte er den Fokus auf das schon am Mittwoch beginnende Playoff-Viertelfinale (best of 3) gegen Berlin mit dem ersten Spiel in der Max-Schmeling-Halle. Match Nummer 2 steigt dann am kommenden (Oster-)Sonnabend, 31. März, 20 Uhr in der CU Arena in Hamburg-Neugraben. Dafür läuft bereits der Vorverkauf und wird nun sicher richtig anziehen – schließlich gab es vor sechs Wochen an gleicher Stelle gegen den gleichen Gegner einen fulminanten 3:0-Triumph.

LüneHünen hoffen auf Überraschung

Es war der 20. Februar 2016, als den LüneHünen ein historischer Coup gelang: Erstmals landeten sie einen Sieg gegen den Rekord-Meister und –Pokalsieger VfB Friedrichshafen. 3:1 hieß es in der brodelnden Gellersenhalle. Eine Wiederholung käme nun zum Ende der Hauptrunde gerade recht… Es wird enorm schwer gegen den souveränen Spitzenreiter (Sonnabend, ausnahmsweise schon um 19 Uhr), aber ein Fünkchen Hoffnung besteht schon allein deshalb, weil die Häfler im Spiel- und Reisestress sind. Nicht einmal 48 Stunden vor dem Auftritt bei uns mussten sie noch gegen den deutschen Dauerrivalen Berlin das Rückspiel in den Playoffs-12 der Champions League bestreiten, bevor die Reise gen Norden anstand.

Fünf unserer letzten sieben gingen über die volle Distanz von fünf Sätzen, das sorgte für einigen Verdruss, weil stets mehr drin war und Punkte verschenkt wurden. „Ja, wir könnten Vierter sein mit diesen fünf Punkten mehr aus den Tiebreak-Spielen. Leider haben wir nicht stabil genug gespielt“, räumt Chefcoach Stefan Hübner ein. Nun ist im Idealfall immerhin noch Platz 5 drin, wenn alles schlecht läuft, kann die SVG aber auch noch Achter werden. Dann müsste sie in den Playoffs schon am Mittwoch wieder gegen Friedrichshafen ran. Derzeit, als Siebter, hieße der Gegner Berlin (2.).
Rechenspiele, die weitgehend vermeidbar gewesen wären, hätte das Team um Kapitän Matthias Pompe nicht plötzlich seine „Vorliebe“ für Tiebreaks entdeckt, nachdem diese längste Variante eines Volleyball-Matches zwölf Spiele lang bis Ende Januar gänzlich vermieden wurde. Nun aber dürfte es zum Abschluss ruhig noch einmal sein  …
Morgen gibt es dann auch ein Wiedersehen mit Scott Kevorken, in den ersten drei Bundesliga-Jahren unser Kapitän, bevor er im vergangenen Sommer in den Süden wechselte. Dort hat er sich schnell etabliert, hat schon erste Titel mit Supercup und DVV-Pokal gewonnen und ist in fast allen Spielen zum Einsatz gekommen, auch in der Champions League, wenn auch manchmal nur als Einwechselspieler.
In der Bundesliga stehen für den Mittelblocker 126 Punkte zu Buche: 17 im Aufschlag, 83 im Angriff und 26 Blockpunkte. Im Ranking der besten Blocker steht er damit auf Platz 17, eine Position hinter seinem Mannschaftskameraden Philipp Collin (28 Punkte). Und Sechster ist Jakob Günthör (37) vom VfB, was zeigt, wie stark die Häfler allein auf dieser Position besetzt sind. Auf Rang elf wird da übrigens der LüneHüne Noah Baxpöhler (33) gelistet.

Baxpöhler & Co. wollen nun noch einmal alles abrufen, um eine Überraschung zu landen. Gerade gegen die Topteams gelingt das ja immer wieder einmal. Doch gegen den Seriensieger dieser Saison mit 33 Erfolgen in Bundesliga (19), DVV-Pokal (4) und Champions League (9) sowie im Oktober zum Start im Supercup wird das extrem schwer. Denn trotz der hohen Belastung mit vielen Matches und Reisen ist der VfB-Kader gut genug besetzt, um erfolgreich zu bleiben. Nur bleibt völlig ungewiss, wer bei der Rotation von Gästetrainer Vital Heynen geschont wird. Zuletzt waren das Simon Tischer (Zuspiel), Philipp Collin (Mittelblock) und Außen Athanasios Protopsaltis, der sprunggewaltige, kleine Grieche, der den LüneHünen bisher stets so große Probleme bereitete. Vielleicht darf er sich nach dem Champions-League-Auftritt am Donnerstag auch schonen…

Neben der Klasse der Gäste kommt aber erschwerend hinzu, das bei der SVG Ray Szeto ausfällt, nachdem er sich im letzten Spiel bei einer Rettungsaktion, die in der Werbebande endete, verletzte. In dem lädierten Zeh des Außenangreifers ist eine Kapsel verletzt, ein längerfristiger Ausfall droht aber wohl nicht.

Der Vorverkauf für das Playoff-Viertelfinale läuft bereits an den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet bei Ticketmaster. Unser Heimspiel der Best-of-3-Serie findet am Ostersonnabend, 31. März, um 20 Uhr in der CU Arena in Hamburg-Neugraben statt. Dorthin gibt es auch wieder eine Mitfahrgelegenheit ab Lüneburg, Reppenstedt oder Kirchgellersen, buchbar in der Geschäftsstelle.

Die SVG entführt 2 Punkte aus der Brandenburger Hölle

Einfach siegen wäre zu einfach – LüneHünen müssen erneut in den Tiebreak

Aller verrückten Dinge sind drei: Schon wieder mussten die LüneHünen in den Tiebreak, zum dritten Mal in Serie und innerhalb von nur zehn Tagen über fünf umkämpfte Sätze gehen. Statt bei einem Gegner im Niemandsland der Tabelle einfach mal wieder einen Drei-Punkte-Sieg zu landen, hieß es im letzten Auswärtsspiel der Bundesliga-Hauptrunde 3:2 (25:13, 19:25, 25:22, 25:27, 15:10) bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen (KW) im brandenburgischen Bestensee.
Erneut verschenkte die SVG damit einen wertvollen Punkt im Endspurt um eine gute Ausgangsposition für das nahende Playoff-Viertelfinale. Zwei statt der erhofften drei Zähler kommen damit aufs Konto, die Kalkulation, einem der großen Drei der Liga aus dem Wege gehen und als Fünfter gegen Düren (4.) antreten zu können, ist nun schon fast Makulatur.
Die Entscheidung über den Gegner fällt am kommenden Sonnabend, wenn die SVG in der Gellersenhalle den Spitzenreiter Friedrichshafen erwartet (Beginn ausnahmsweise schon um 19 Uhr). Sicher ist aber, dass das Viertelfinale im Best-of-3-Modus auswärts beginnt und Spiel zwei dann am 31. März, 20 Uhr, in der CU Arena Hamburg-Neugraben steigt.

Vor 546 Zuschauern in Bestensee wiederholte sich ein Szenario, das in den letzten Wochen oft zu beobachten war. Die SVG hatte starke Phasen ebenso wie rätselhafte Einbrüche, gab ein Spiel, das sie sicher im Griff hatte, aus der Hand, kämpfte sich aber zurück und wendete im Tiebreak noch größeren Flurschaden ab. Dennoch bleibt erneut das Fazit, dass es ein weiteres ärgerliches, weil völlig unnötiges Ergebnis die Bilanz trübt – zumal gegen einen Kontrahenten, für den es seit Wochen weder nach oben noch nach unten um etwas geht.
Dabei starteten die Gäste, in der Startformation wie zuletzt, enorm stark, buchten den ersten Satz in nur 21 Minuten mit 25:13 überaus klar für sich: effektiv und variabel im Angriff, sicher in der Annahme, gut im Block – ab der ersten technischen Auszeit (8:5) wuchs der Vorsprung beständig. Der eingewechselte Jannik Pörner, seit langer Zeit mal wieder mir einer Chance, sorgte mit einer Aufschlagserie am Schluss dafür, dass der erneut starke Ray Szeto den Sack zubinden konnte. Szeto allerdings zog sich bei einer Rettungsaktion im letzten Satz eine Zehen-Verletzung zu und droht zumindest für das Friedrichshafen-Spiel auszufallen.
Durchgang zwei wurde ein erstes Wechselbad der Gefühle. Aus verpatztem Start mit 5:7-Rückstand machte die SVG ein 8:7, geriet aber durch abnehmenden Druck im Aufschlag wieder ins Hintertreffen, während den Hausherren nun nahezu alles gelang. Bis auf acht Punkte wuchs ihr Vorsprung (22:14).
Im dritten Satz schien aus SVG-Sicht wieder alles im Lot, allerdings auch mit Unterstützung von KW, das sich in einem Festival der Aufschlagfehler noch mehr Aussetzer leistete: 8:7 lautete hier die trübe Bilanz, die Ryan Sclater & Co. erlaubte, sich in der Crunchtime abzusetzen. Sclater war mit 15 Punkten bester Scorer vor Szeto (14), der zum MVP gewählt wurde. Eine starke Vorstellung zeigte aber auch Noah Baxpöhler (13 Punkte) in Block-Abwehr und -Angriff.
Bei KW sammelte Oldie Björn Andrae die meisten Punkte (22) und wurde MVP. Er spielte seine ganze Erfahrung von 280 Länderspielen aus, drehte immer mehr auf und wurde gerade für die wichtigen Punkte immer mehr gesucht. So auch im vierten Satz, als er sein Team immer wieder mitriss und in der Verlängerung auch den dritten Satzball zum 27:25 verwandelte.
Dabei hatte die SVG schon mit vier (17:13) und nach einer Aufholjagd der Gastgeber (18:18) noch einmal mit drei Punkten (21:18) geführt.
„Diesen Satz muss man gewinnen, den haben wir selbst weggegeben. Im fünften waren wir dann aber wieder konzentriert – das alte Thema“, konnte sich Trainer Stefan Hübner in seinem Fazit nur wiederholen und aufatmen, dass seine Mannen in die Spur zurückfanden. Warum aber muss die SVG neuerdings immer in den Tiebreak? „Weil wir die Ausdauer dafür haben…“, lieferte Kapitän Matthias Pompe mit Galgenhumor dazu den Spruch des Abends.

LüneHünen wollen weiter fleißig punkten

Wer wird der Playoff-Gegner der LüneHünen? Noch zwei Wochen Bundesliga-Hauptrunde, dann steht das Viertelfinale fest. Nach derzeitigem Stand hieße Berlin (2.) der Gegner der SVG (6.), doch ist auch das Duell möglich, das in den letzten Jahren zum Dauerbrenner wurde: ein Viertelfinale gegen Düren. Dazu muss das Team von Chefcoach Stefan Hübner aber das letzte Auswärtsspiel an diesem Sonnabend (19 Uhr) in Königs Wusterhausen bei den Netzhoppers KW-Bestensee allerdings unbedingt gewinnen – am besten glatt mit drei Punkten. Düren kann gleichzeitig seinen 4. Platz mit einem Heimsieg gegen Rottenburg zementieren.
Ein SVG-Dreier beim Underdog östlich der Hauptstadt ist jedoch alles andere als ein Selbstgänger. Denn obwohl der Tabellenneunte schon seit Wochen weder mit dem Abstieg noch mit den Playoff-Plätzen etwas zu tun hat, zeigt er Ehrgeiz und ansprechende Leistungen und verbucht Achtungserfolge: Am vergangenen Wochenende ein 30:32 im dritten Satz gegen Berlin, mal ein 41:43 im zweiten Satz gegen Herrsching, gegen Düren alle drei Sätze erst in der Verlängerung abgegeben – Ergebnisse, die Warnung genug sein sollten. „Und RheinMain haben sie sogar 3:2 geschlagen. Besonders zu Hause sind sie stark“, unterstreicht Hübner, wie ernst der Gegner genommen werden muss, „und dass alle Volleyball spielen können, hat ja nicht zuletzt auch unser knappes 3:2 beim Vorletzten Rottenburg gezeigt.“
Der Triumph gegen RheinMain (3.) kam auch ohne den herausragenden Diagonalangreifer Filip Gavenda zustande, der eine Woche zuvor in der Gellersenhalle noch mit 23 Punkten aufgetrumpft hatte, seitdem aber wegen einer Knieverletzung nur eins von zehn Spielen mitmachen konnte. Auf seine Position rückte meist der Alt-Internationale Björn Andrae (fast 37 Jahre alt, 280 Länderspiele), sonst im Außenangriff. Auch er fiel schon länger aus, wie weitere Spiele. Die Verletzungsprobleme und ein ständig geschrumpfter Kader machten durch das Ziel Playoffs früh einen dicken Strich.
Die SVG dagegen liegt im ausgeglichenen Feld bestens im Rennen, könnte allerdings noch besser dastehen und sogar um eine Platzierung unter den ersten Vier kämpfen, hätte sie nicht so viele Punkte verschenkt – wie auch zuletzt wieder beim 2:3 gegen die Alpenvolleys Haching. „Das hätten wir ja sogar 3:0 gewinnen können – leider waren einige platt und absolut an ihrem Limit“, blickt Hübner noch einmal bedauernd zurück auf das zweite Tiebreak-Match innerhalb von vier Tagen in den Reisestrapazen dazwischen nach Bühl und zurück.
Lange Gesichter wie nach dem Mammut-Spiel am letzten Wochenende soll es dieses Mal nicht geben. Mit drei Punkten kann es dann zum Hauptrunden-Ausgang gegen Friedrichshafen noch einmal richtig spannend werden, ob es für Platz fünf reicht.
Am Montag startet unabhängig davon schon der Vorverkauf für das Playoff-Viertelfinale an den bekannten Vorverkaufsstellen um im Internet bei Ticketmaster. Der Gegner steht zwar noch nicht fest, sicher ist aber schon, dass wir auswärts beginnen müssen (28. März). Unser Heimspiel der Best-of-3-Serie findet dann wenige Tage später, am Ostersonnabend, 31. März, um 20 Uhr in der CU Arena in Hamburg-Neugraben statt.

Alpenvolleys entführen Punkte aus Lüneburg

Spannung pur, großartiger Volleyballsport, es wurde alles geboten in der Gellersenhalle an diesem Abend. Mit 3:2 haben die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching zwei Punkte aus dem hohen Norden mitgenommen und im Kampf um den fünften Tabellenplatz jetzt die Oberhand.

Dass die Gäste nicht nur in den hohen Norden gereist sind, um die Punkte abzuliefern, zeigten sie vom ersten Ballwechsel an. Hoher Einsatz auf beiden Seiten, ständig wechselnde Führungen, es war sofort alles drin in der Partie (7:8). Raymond Szeto und Ryan Sclater waren es immer wieder über Außen, die für die LüneHünen punkteten und zum 18:15 das erste Mal eine Drei-Punkte-Führung für die Gastgeber erspielten. Auffallend stark kamen die Aufschläge vom silbernen MVP auf Lüneburger Seite Adam Kocian, der gleich mehrmals den Ball an der Außenlinie platzierte. Die Führung im ersten Durchgang gab die SVG nicht mehr aus der Hand und holte sich diesen mit 25:21.

Ausgeglichen ging es auch in den zweiten Durchgang (3:4, 8:6). Wieder war es eine Aufschlagserie von Kocian, der die SVG in Front bracht (12:8). Aber die Alpenvolleys um MVP Rudy Pieter Verhoeff hielten dagegen und gingen beim 18:19 das erste Mal in Führung. Es war die Einleitung eines hochspannenden Showdowns mit 15 Satzbällen. Besonders tat sich wieder Szeto hervor, der ein ums andere Mal von der Position 4 erfolgreich war. Den erfolgreichen Schlusspunkt in diesem 45-minütigen Durchgang setzten aber die Gäste aus Haching und glichen zum 1:1 aus (37:39).

Hochkonzentriert und fokussiert kam die Mannschaft von Lüneburg-Coach Stefan Hübner aus der Pause (8:4). Nur wenige Fehler im Spiel bescherten den Gastgebern einen ungefährdeten Durchmarsch im dritten Durchgang (16:12). Die AlpenVolleys kamen zwar noch einmal heran, aber wieder war es ein Ass von Kocian, das die Gäste auf Distanz hielt (21:19). Schlussendlich blieben sie in diesem Satz souverän und brachten ihn mit 25:21 nachhause.

Im vierten Durchgang schienen sich die Gäste ihrer Herkunft zu erinnern. Unüberwindbar schien der Wall der Alpenvolleys, die das Team mit vier Blocks am Stück mit 2:6 in Führung brachten. Stefan Hübner stellte nach dem Spiel fest, dass „das Angriffsspiel nach drei richtig guten Sätzen irgendwie verloren ging.“ Den LüneHünen gelingen in dieser Zeit nur wenige entscheidende Punkte und immer wenn es schien, als wenn sie den entscheidenden Punch hätten setzen können, hatten die Gäste, insbesondere im aufschlagstarken Danilo Gelinski eine Antwort parat (10:9, 12:15, 17:18). Vollends riss der Faden dann in der entscheidenden Phase. Fünf Punkte bei Aufschlag Gelinski brachten die 17:23-Führung für die Gäste, die sich dann auch den Satz sicherten (20:25).

Der zweite Tie-Break innerhalb von vier Tagen, zeigte den LüneHünen gegen die stark auf spielende Gäste ihre Grenzen auf. Von Beginn an in Rückstand schlichen sich leichte Fehler ein, der Anschluss wollte einfach nicht gelingen. „Wir spielen zwar gerade auf einem sehr guten Level, aber die AlpenVolleys haben in dieser Phase einfach die wichtigen Ballwechsel für sich entschieden“, resümierte SVG-Libero Tyler Koslowsky. Dies sah auch Stefan Hübner so: „Die entscheidende Punkte hat am Ende Haching geholt.“ So hatten die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching sechs Matchbälle und nutzten den zweiten zum 3:2-Erfolg in der Lüneburger Gellersenhalle (15:9).

Hübner unterstrich nach dem Spiel die großartige Qualität der Begegnung: „Das war ein Spiel auf extrem hohen Niveau. Heute konnte man gut sehen, wie das Niveau in der gesamten Liga angewachsen ist. Es sind viele Teams auf Augenhöhe, das ist einfach ganz anders als in den Jahren zuvor und das tut der Spannung in der Liga einfach gut.“

LüneHünen kämpfen um die Big Points

Die lang anhaltende Auswärtsschwäche legen die LüneHünen in der Endphase der Bundesliga-Hauptrunde langsam ab, lassen aber weiterhin unnötig Punkte liegen. Nach dem Mittwoch-Match beim TV Bühl hieß es Ende trotz des 3:2-Sieges zum wiederholten Mal : da war mehr möglich.
„Keine Frage – wir können hier deutlicher gewinnen. Aber letztlich haben wir erreicht, was wir uns vorgenommen hatten: Wir haben auswärts mal wieder ein paar Punkte geklaut“, zog Trainer Stefan Hübner nach 119 dramatischen Minuten Netto-Spielzeit bei den „Bisons“ ein positives Fazit.
So soll es weitergehen, wenn an diesem Sonnabend (20 Uhr) die Alpenvolleys Haching ihre Visitenkarte in der Gellersenhölle abgeben. „Es ist Crunchtime der Hauptrunde, es geht wieder um Big Points“, fasst Hübner die Gemeinsamkeit und Wichtigkeit der beiden Spiele in dieser Woche treffend zusammen.
Der Erfolg in Bühl brachte der SVG (7.) zwar tabellerisch noch keine Verbesserung, ließ das Feld von Platz 4 bis 8 aber erneut noch näher zusammenrücken. Und nun können die nur einen Punkt besser dastehenden Alpenvolleys (5.) überholt werden. Zudem gibt es aus dem Hinspiel noch etwas gutzumachen. „Das war nicht schön“, wirft Hübner säuerlich lächelnd einen Blick zurück auf den mit 0:3 verpatzten Auftritt in Innsbruck. Da soll der Chefcoach in der 10-Minuten-Pause auch ausnahmsweise mal richtig laut geworden sein….
Nun wollen es die Mannen um den derzeit groß auftrumpfenden Ray Szeto besser machen. Wie heiß die Mannschaft ist, beweist auch die Bitte von mehr als der Hälfte der Spieler um eine extra Ball-Trainingseinheit schon wieder am Donnerstag, nur wenige Stunden nach der Rückkehr am frühen Morgen.
Doch die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching – so der komplette Name der eigentlich in Österreich beheimateten Multi-Kulti-Truppe – wollen ihren Platz natürlich verteidigen: Laut Trainer Stefan Chrtiansky mit drei Punkten in der Gellersenhölle. Zu den herausragenden Spielern gehört sein Sohn (der ebenfalls Stefan heißt) im Außenangriff, der aus Düren im Sommer dazugestoßene Diagonale Rudy Verhoeff aus Kanada, Igor Grobelny (Außen) und der brasilianische Kapitän Douglas Duarte Souza da Silva (Mittelblock), schon seit 2013 in Innsbruck. Der junge Belgier Grobelny, aus der polnischen Plusliga gekommen, trumpfte besonders in den letzten Wochen auf, war mehrmals MVP und gehörte zu den fleißigsten Punktesammlern. Verhoeff rangiert unter den Topscorern der Liga sogar unter den ersten 10.
In diesem Ranking wird Bühls Japaner Masahiro Yanagida sogar an 2 geführt. Ihn hatten die LüneHünen am Mittwoch lange gut neutralisiert. Nicht zuletzt deshalb sah es nach zwei souveränen, hoch konzentriert geführten Sätzen nach einem Drei-Punkte-Sieg im Badischen aus. „Dann ging uns das Blockspiel flöten, wir sind in der Annahme in Schwierigkeiten gekommen und haben Bühl zu leichte Punkte ermöglicht“, analysierte Coach Hübner später die Wende im dritten Satz. Da half selbst eine späte Aufholjagd nicht mehr – aus einem 10:18-Rückstand machten 18-Punkte-Topscorer Ray Szeto & Co. ein 23:23, ehe der Satz doch weg war.
In Durchgang vier schien das Match dann endgültig zu kippen, obwohl die SVG schon 13:8 führte. Da packte Yanagida seinen Aufschlaghammer aus, servierte drei Asse in Serie, und Zuspieler Mario Schmidgall legte noch zwei Asse drauf, 22:18 – der SVG war der Zahn gezogen, Tiebreak. Auch da sah es erst nicht gut aus (4:7-Rückstand), doch die LüneHünen kamen noch einmal zurück. Dem Ex-Bühler Noah Baxpöhler – im Mittelblock zusammen mit Michel Schlien über weite Strecken ein unüberwindliches Bollwerk, war es vorbehalten, den umjubelten Matchball zu versenken.

Am Samstag endlich wieder Matchday in der Gellersenhölle

Liebe SVG Fans!

am 10.03.2018 ist das Warten auf das nächste Heimspiel der SVG Lüneburg endlich vorbei. Zu Gast ist kommenden Samstag eine mit vielen Stars besetzte Mannschaft mit u.a. Stefan Chritansky, der schon in Italien spielte, oder dem ligaerfahrenen Diagonalangreifer Rudy Pieter Verhoeff, welcher bereits für Düren auf Punktejagd ging. Hinzu kommen noch vier Brasilianer und weitere Nationalspieler. Es ist das erste Kräftemessen zwischen der Mannschaft aus Innsbruck/ Haching und den LüneHünen in der Gellersenhölle.

Wir würden uns über Eure lautstarke Unterstützung freuen die Halle beben zu lassen und zu unserer Festung zu machen. Die drei Punkte bleiben in Lüneburg!
Start ist wie immer um 20 Uhr in der Gellersenhölle und der Einlass beginnt ab 19 Uhr. Sichert Euch die Karten und klatscht die LüneHünen zum wichtigen Sieg im Saisonendspurt.

Sehr
Viele
Grüße,

Eure SVG

RheinMain alles abverlangt!

Alles gegeben, aber nichts zu holen: Die LüneHünen verloren auch das sechste Bundesliga-Duell gegen United RheinMain. Zwar verbuchten sie auswärts erstmals einen Satzgewinn in der Frankfurter Fraport-Arena, konnten aber mit einem 1:3 (18:25, 23:25, 25:21, 19:25) nichts mitnehmen im Kampf um die beste Ausgangsposition für die Playoffs. In diese wird United wohl als Dritter gehen. Die SVG ist im dicht gedrängten Feld dahinter derzeit Siebte. Die Rüsselsheimer – ohne die verletzten Stützen Sebastian Schwarz und Lukas Bauer – erwischten vor 1648 Zuschauern den besseren Start, zogen kurz vor der zweiten technischen Auszeit erstmals auf drei Punkte davon (von 13:13 auf 16:13). Das Wachsen des Vorsprung auf fünf Zähler (20:15) konnte Trainer Stefan Hübner auch mit zwei Auszeiten schnell hintereinander nicht verhindern. Kollege Michael Warm beanspruchte diese Pause gar nicht – immer auch ein Indiz, wie gut es für ein Team läuft.

„Wir standen anfangs in der Annahme stark unter Druck, deshalb war es auch für Zuspieler und Angreifer nicht einfach. Aber wir haben uns dann gut reingearbeitet ins Spiel“, sah Hübner eine Steigerung.

Dafür sorgte er auch mit einem Wechsel des Zuspielers: Vor Durchgang zwei kam Gijs van Solkema für Adam Kocian. Und der Holländer rechtfertigte das Vertrauen, wurde am Ende sogar MVP. Er verteilte die Bälle meist präzise und variabel und kam selbst auf drei Punkte. Auch der Block der SVG, anfangs arg löchrig, stand jetzt zusehends besser. „So wurde es auch für United ein schwieriges Spiel“, gefiel dem Coach, wie sein Team dem Gegner alles abverlangte. Denn zudem wurde insbesondere Noah Baxpöhler nun öfter erfolgreich bei Schnellangriffen eingesetzt. Der Mittelblocker hatte am Ende bei einer Quote von 60 Prozent starke zwölf Punkte in der Bilanz. Bester Scorer war jedoch Ryan Sclater (22) vor Ray Szeto (14).

Bis zum letzten Ball stand Satz zwei auf des Messers Schneide, entwickelte sich zu einem verbissenen Kampf – letztlich mit schlechterem Ende für die SVG, obwohl es kurz vor der Crunchtime bei einer 20:17-Führung (nach 15:17) noch ganz anders aussah. Doch der Vorsprung war schnell wieder verspielt, weil nun United-Außenangreifer Adrian Aciobanitei aufdrehte, mit einer Aufschlagserie inklusive zweier Asse konterte. 20 Punkte hatte er am Ende auf dem Konto, auch Moritz Karlitzek war wieder einmal kaum zu stoppen (17). Zudem erwischte der Ende des zweiten Satzes eingewechselte japanische Diagonale Issei Otake einen Glanztag (10). Nach 32 Minuten stand dann die 2:0-Satzführung fest.

Abschnitt drei ließ die Gäste wieder hoffen. Das Spiel lief rund, aus einem knappen 6:7-Rückstand wurde ein 9:7, aus einem 9:9 eine 12:9-Führung, durch nichts ließ sich die SVG beirren. Annahme und Feldabwehr waren vorzüglich, im Angriff führte immer häufiger das erste Tempo zum Erfolg, der Vorsprung geriet nie mehr in Gefahr. Aber die Hausherren mit dem starken Zuspieler Patrick Steuerwald kamen zurück, wollten mit aller Macht den Ausgleich und einen Tiebreak vermeiden. Sie zogen nach einem 9:10 und einer Auszeit unwiderstehlich über 15:11 auf 21:13 davon, auch, weil sie mehrere lange, hochklassige Ballwechsel für sich entschieden. Da waren wir oft zu hektisch und unsauber,“ bedauerte Hübner. Nach nur 26 Minuten war schließlich das 3:1 perfekt.

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