Kategorie: Bundesliga-Team

SVG gewinnt Dreierpack in Holland

Die Volleyballer der SVG Lüneburg bleiben trotz stärker werdender Gegner in der Vorbereitung auf die neue Saison weiter ungeschlagen. Von einem Wochenend-Abstecher nach Holland brachte der Bundesligist jetzt drei Siege mit. Am Freitagabend beim 3:2 (21:25, 25:19, 25:22, 25:27, 18:16) gegen Champions-League-Starter Lycurgus Groningen tat sich die SVG zunächst etwas schwer, die Anfahrt mit dem Bus aus den Knochen zu schütteln und verlor den ersten Satz. Nachdem die Gäste den Spies umgedreht hatten, nahm Trainer Stefan Hübner einige Umstellungen vor und experimentierte, liess zum Beispiel Matthias Pompe Libero spielen und hatte mit Jannik Pörner und Ryan Sclater beide Diagonalangreifer auf dem Feld, wobei Sclater den Aussenangriff besetzte. Groningen nutzte diese Phase zum Satzausgleich, doch den Tiebreak entschied die SVG dann für sich.

 

Erfolge gegen Meister und Pokalgewinner

 

Am Sonnabend folgte ein Doppelauftritt in einer anderen, kleineren und flacheren Halle: erneut gegen Meister Groningen mit den Ex-Spielern Carlos Mora Sabate und Erik Mattson sowie gleich anschliessend gegen Hollands Pokalgewinner Orion Doetinchem, wobei beide Matches von vornherein über maximal drei Satze vereinbart wurden. Gegen Groningen gab es dieses Mal ein 3:0 (25:20, 25:13, 15:9), gegen Doetinchem einen 2:1 (25:21,23:25, 25:22)-Erfolg. „Das waren zwei gute Tage. Ich habe von der Mannschaft viele gute Sachen gesehen, aber auch Dinge wie den Aufschlag, wo wir noch Reserven haben“, wertete Coach Hübner die Vergleiche als wertvollen Tests, die auch das Verständnis zwischen Zuspielern und Angreifern weiter verbesserten. Und mit den Neuzugängen zeigte er sich „sehr, sehr zufrieden“. Nach einer Auswertung der Videos erwartet sich Hübner weitere Aufschlusse: „Da geht es dann um eine Reihe individueller Themen, viele Kleinigkeiten für jeden Einzelnen. Neben der Arbeit mit dem Team richtet sich der Fokus jetzt auch vermehrt darauf, was von jedem noch abgearbeitet werden soll.“

Sieg gegen Aufstiegsaspiranten

Am vergangenen Freitag hat sich der SVG Tross auf den Weg nach Hildesheim gemacht. In der dortigen Volksbank Arena setzte sich die SVG Lüneburg mit 4:1 (25:19; 23:25; 25:14; 25:18; 27:25) gegen die Helios Grizzlys Giesen/Hildesheim durch. Insgesamt ein verdienter Sieg, bei dem SVG Trainer Stefan Hübner fleißig Einsatzzeiten für seinen Spieler verteilt hat. „Wir haben einiges probiert und wollen weiter in den Rhytmus kommen. Ich bin sehr zufrieden und freue mich auf die kommenden Wochen“, sagt Stefan Hübner. Vor insgesamt 160 Zuschauern war es dem Topfavoriten der 2. Bundesliga aus Hildesheim gegönnt mit frechem Spiel den zweiten Satz für sich zu entscheiden. „Im Vordergrund stehen nicht die einzelnen Satzergebnisse. Wir wollen kleine Schritte gehen und uns Stück für Stück auf die Saison vorbereiten“, so Hübner. Nächste Chance für die nächsten Schritte: Am 15.9. und 16.9. beim niederländischen Meister Abiant Lycurgus Groningen. Unter anderem gegen die Ex-Lüneburger Erik Mattson und Carlos Mora Sabaté.

Voll eingestiegen bei der SVG ist nun auch Vize-Europameister Noah Baxpöhler. „Wir haben uns alle mit Ihm und der Nationalmannschaft über diesen großartigen Erfolg gefreut“, so Stefan Hübner.

AOK Niedersachsen ist neuer Gesundheitspartner der SVG

AOK Niedersachsen ist jetzt Gesundheitspartner der SVG Lüneburg

 

Von der Saison 2017/2018 an wird der Volleyball-Bundesligist SVG Lüneburg mit dem grünen Logo der AOK Niedersachsen auf dem Spieltrikot auflaufen. Beide Unternehmen vereinbarten eine Partnerschaft mit einer zunächst dreijährigen Laufzeit.

„Wir freuen uns sehr, mit der AOK Niedersachsen einen Gesundheitspartner gefunden zu haben, der hervorragend zu unseren Werten passt. Wir betreiben einen fairen, nachhaltigen und gesunden Sport. Die AOK Niedersachsen genießt in der Region eine hohe Wertschätzung und ist mit ihrem Service- und Leistungsangebot überaus präsent. Das passt hervorragend“, sagt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg.

Und auch SVG Lüneburgs Trainer Stefan Hübner zeigt sich angetan: „Gesundheit ist ein zentrales Thema, auch für mich in der Trainingsplanung. Deshalb finde ich es sehr gut, dass wir mit der AOK einen Partner an der Seite haben, der auf diesem Gebiet ein angesehener Experte ist.“

AOK-Vorstandsvorsitzender Dr. Jürgen Peter freut sich auf die Kooperation: „Gemeinsam mit der SVG Lüneburg wollen wir den Breitensport fördern und vor allem junge Menschen für Bewegung begeistern. Kinder und Jugendliche orientieren sich gern an Vorbildern, und dazu zählen auch die erfolgreichen Volleyballer der SVGL.“

Beide Partner werden daher als erste gemeinsame Aktivität einen speziellen Volleyball-Erlebnistag für junge Schülerinnen und Schüler initiieren, an dem die Profi-Spieler hautnah ihren Sport näher bringen.

 

Über die AOK Niedersachsen

Die AOK ist die größte Krankenversicherung in Niedersachsen (Marktanteil 35 Prozent). Über 2,6 Millionen Versicherte können sich auf den Schutz einer starken Gemeinschaft verlassen. Zwischen Nordsee und Harz ist die Gesundheitskasse an 121 Standorten vertreten – unter anderem in Lüneburg, Winsen, Buchholz, Uelzen und Lüchow. Die AOK beschäftigt landesweit rund 6800 Mitarbeiter. Das Haushaltsvolumen beträgt in der Kranken- und Pflegeversicherung 10,6 Milliarden Euro.

Wir erklären die Saisonvorbereitung 2017

Wir erklären die Vorbereitung der SVG Lüneburg für die Saison 2017/2018. Insgesamt stehen 9 Wochen intensiver Vorbereitung auf dem Plan.

Summiert sind es 74! Übungseinheiten bis zum ersten Bundesligaspiel am 15.10.2017 bei den TSG Solingen Volleys. Ein intensiver Plan, den Trainer Stefan Hübner und sein Coaching-Team erstellt haben. Bis zu zweimal täglich schuften die Jungs der SVG dabei in der Gellersenhalle oder im Fitness-Studio Sports & Friends (Kurpark). Dabei gilt es, die Grundlagen im technischen und im kraftmäßigen Bereich zu legen. Mit dem Ziel aus 14 Spielern eine fein justierte und homogene Mannschaft entstehen zu lassen. „Wir benötigen die Zeit, arbeiten an vielen Dingen und Details. Zum Teil sehr individuell, aber auch im kollektiv. Die erste Woche war sehr gut und hat sehr viel Spaß gemacht“, sagt SVG Trainer Stefan Hübner. In der ersten Woche wurde dabei noch ganz auf das Springen verzichtet.

 

Und wie wird aus 14 Einzelsportlern ein Team?

Die SVG Lüneburg legt seit jeher Wert darauf, ein funktionierendes Team zu haben. Nicht nur sportlich, sondern auch zwischenmenschlich. „Wir haben uns viele Videos der neuen Spieler angeschaut, uns aber auch Meinungen von anderen Persönlichkeiten eingeholt. Wir wollen Spieler haben, die zu uns passen“, erklärt Stefan Hübner. So stand dann auch gleich nach einer Woche eine erste Team-Buildingmaßnahme auf dem Programm. Gemeinsam wurde auf dem Hof von SVG Physiotherapeut Thomas Kuke in Seedorf übernachtet. Es galt dabei für die SVG Spieler 10 Aufgaben zu absolvieren. Angefangen von körperlichen Übungen, bis zu Übungen, die das Vertrauen fördern. Anschließend wurde noch gemeinsam ein Wildschwein gegrillt. „Das war ein buntes und schönes Wochenende. Es ist wichtig, dass die Jungs sich kennenlernen und auch wissen, mit wem Sie es außerhalb des Feldes zu tun haben. Schließlich kommen unsere Spieler von drei Kontinenten“, sagt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg. Und so werden auch in der kommenden Zeit weitere Veranstaltungen stattfinden. Beispielsweise ein Grillen mit dem Lüneburger Fanclub „Lüneblock“, die Teilnahme an den Lüneburg Sülfmeistertagen´oder ein Essen beim Stammgriechen „Alexander der Große“ in Kirchgellersen.

Gegen wen wird es Vorbereitungsspiele geben?

Die SVG Lüneburg wird auch in diesem Jahr einige Vorbereitungsspiele absolvieren. Highlights sind dabei sicherlich das Aufeinandertreffen mit dem polnischen Plus Liga Team Cuprun Lubin und das öffentliche interne Trainingsspiel Blue vs. Red.

Sa.2./So.3.9.: Baltic Cup (Turnier von Zweitligist SV Warnemünde)

Sa.15./So.16.9.: vs. Abiant Lycurgus Groningen (NED)

So.24./Mo.25.9.: vs. Cuprun Lubin (Stettin, POL)

Mo. 2./Di.3.10.: vs. Berlin Recycling Volleys (Berlin)

Sa. 7.10.: Blue vs. Red (Öffentliches internes Trainingsspiel / Gellersenhalle)

So. 15.10.: 1. Spieltag @TSG Solingen Volleys

 

Das Trainerteam: Noch mehr Kontakt zur 2. Mannschaft

Auch in diesem Jahr kann Coach Stefan Hübner auf ein erfahrenes Trainerteam zurückgreifen. Neben Bernd Schlesinger (Sportlicher Leiter) und Malte Stolley (Co / Scout) wird auch Eugenio Dolfo (Co) weiterhin Teil des Trainerteams sein. Dolfo trainiert zudem die zweite Herren als Chefcoach. Diese soll nach der Vizemeisterschaft in der vergangenen Saison nun möglichst den Titel in der 3. Liga holen. Dabei kann Dolfo auf die Unterstützung der Ex-Bundesligaspieler Stefan Köhler, René Bahlburg und Patrick Kruse zählen. Ergänzt um den ehemaligen Zweitligaspieler Sven Tennert und die jungen Talente wie Thole bzw. Schwarmann eine wirklich schlagkräftige Mannschaft. Die beiden Youngster Thole und Schwarmann sollen auch bereits häufig bei der Bundesligamannschaft mittrainieren und zählen dort bereits zum erweiterten Kader.

 

 

 

 

Roy Ching Angriff

Mit Roy Ching ist der SVG Kader komplett!

Nach Ryan und Ray nun Roy: Die Fans von Volleyball-Bundesligist SVG Lüneburg müssen in der näher rückenden Saison aufpassen, dass sie die ähnlich klingenden Namen nicht durcheinanderbringen. Roy Ching heißt der nächste Neuzugang und er gibt nicht nur dem Kader von Trainer Stefan Hübner sondern der gesamten Bundesliga einen exotischen Anstrich. Denn Außenangreifer Ching ist geboren am anderen Ende der Welt: auf den Cook Inseln, die zu Neuseeland gehören. Entfernung von Hamburg: mehr als 16 000 Kilometer Luftlinie, Flugzeit etwa 20 Stunden.

Seinen Lebensmittelpunkt hatte Ching allerdings zuletzt in Kanada, studierte Geologie an der Brandon University (BU) bei Winnipeg im Südwesten Kanadas und spielte Volleyball im Collegeteam „BU Bobcats“. Dorthin kam der heute 24-Jährige im Jahr2012 bereits als gestandener Nationalspieler Neuseelands.

Die Cook Inseln, benannt nach dem britischen Entdecker James Cook – das ist ein Archipel aus 15 Inseln im südlichen Pazifik mit insgesamt knapp 19 000 Einwohnern. Eigentlich ein unabhängiger Inselstaat, aber „in freier Assoziierung“ (vertraglicher Zusammenschluss) mit Neuseeland. Aufgewachsen ist Ching in der Kleinstadt Nelson City, gelegen im Norden der Südinsel von Neuseeland. Mit Volleyball begann er in Christchurch an der Ostküste beim Shirley Volleyball-Club, durchlief die Junioren-Nationalteams und wurde schnell A-Nationalspieler.

Bei den BU Bobcats erwarb sich Ching dann einen geradezu legendären Status, verbesserte einige Rekorde in der Volleyball-Historie des Teams, war 2015/16 auch deren Kapitän und wurde nicht nur in der abgelaufenen Saison sondern insgesamt viermal in fünf Jahren Uni-Athlet des Jahres.

So schwärmt denn auch SVG-Coach Hübner: „Roy ist ein Muskelpaket, eine ordentliche Kante. Er kann viele Positionen spielen, ist ein kompletter Volleyballer.“ Nur Gutes hat er auch von seinem Kollegen Luke Reynolds, dem neuen Trainer der Berlin Volleys, gehört. Reynolds kennt Roy Ching aus nächster Nähe, der 31-Jährige studierte in spielte ebenfalls in Brandon.

Während seiner Volleyball-Karriere in Kanada spielte Ching oftmals auch gegen Tyler Koslowsky und Ryan Sclater, ebenfalls SVG-Zugänge zur neuen Saison, sowie gegen die ehemaligen SVG-Spieler Nick del Bianco, Steven Marshall und Erik Mattson, wie er berichtet. So reifte die Idee, es auch einmal hier zu versuchen. „Sie alle haben mir den Wechsel wärmstens empfohlen, schließlich ist ja auch die deutsche Bundesliga eine sehr renommierte, angesehene Liga“, so der 1,95 Meter große und 100 Kilogramm schwere  Rechtshänder. So musste er nach einigen E-Mails mit Hübner nicht lange überlegen.

Nun freut sich Ching, der in diesem Jahr eine Pause in der Nationalmannschaft eingelegt hat, auf die neue Herausforderung – und darauf, Land und Leute kennenzulernen. „Über Lüneburg weiß ich noch nicht so viel, aber ich habe mir im Internet schon einmal die verschiedenen Sehenswürdigkeiten angeschaut“, ist Ching gespannt auf die Zukunft.

Weitere Verstärkung für die Annahme

Wer sich wie Volleyball-Bundesligist SVG Lüneburg einen weltweit guten Ruf und ein globales Netzwerk aufgebaut hat, tut sich leichter, immer wieder interessante Spieler zu finden. Neuzugang Nummer fünf in diesem Sommer ist zwar erneut ein Kanadier, der kommt aber nicht direkt aus der dortigen College-Liga wie zuletzt Tyler Koslowsky und Ryan Sclater, sondern hat schon Erfahrung in Europa gesammelt: Ray Szeto. Der Außenangreifer spielte in der vergangenen Saison für Saint Nazaire VBA in Frankreich.

Szeto, der am Sonnabend 26 Jahre alt wird, stammt aus Sutton, einem 6.000-Einwohner-Ort in der kanadischen Provinz Ontario, 70 Kilometer nördlich von Toronto. Von 2010 bis 2015 studierte er an der York University, der drittgrößten Uni Kanadas in Toronto, Psychologie und spielte für das College-Team York Lions, war zeitweise auch dessen Kapitän und schaffte es nach der kanadischen U 21-Auswahl auch in die B-Nationalmannschaft.

Nach dem Studium nahm Szeto ein Jahr lang am kanadischen Vollzeit-Trainingscenter teil – eine Möglichkeit für Spieler, die den Schritt nach Übersee noch scheuen, sich in der Heimat weiter verbessern wollen, um dann richtig durchzustarten. Dort werden für die A- und B-Nationalmannschaft von den zuständigen Trainern auch Akteure für die anstehenden Turniere ausgewählt.

Dort ist der sprungkräftige 1,89-Meter-Mann allerdings momentan nicht gefragt, weil er in Frankreich keine so gute Saison gespielt hat. St. Nazaire verpasste in den Playoffs knapp die Rückkehr in die A-Liga, und Szeto gehörte in der Mannschaft nicht zur ersten Sechs, hatte einen enorm starken US-Amerikaner auf seiner Position vor sich. „Sonst hätten wir so einen Spieler auch nicht bekommen“, betont sein künftiger Trainer Stefan Hübner.

Der Coach ist dennoch von den Qualitäten des Rechtshänders überzeugt. „Ray ist in seiner Spielweise sehr explosiv und dynamisch. Früher war er vor allem ein starker Angreifer, in den letzten Jahren hat er sich aber auch sehr in der Annahme verbessert – mal schauen, ein interessanter Spieler, eine spannende Geschichte“, urteilt Hübner. Und schließlich hat er vor zwei Jahren auch Steven Marshall, der als Ersatzspieler aus Polen kam, wieder in die Spur gebracht.

Ähnlich durchstarten möchte nun am liebsten auch Szeto. „Als die SVG Interesse gezeigt hat, war ich auch gleich interessiert, denn ich habe viel Gutes über den Verein und die Stadt gehört. Die Fans sollen ja ihr Volleyballteam lieben und ihm toll helfen – und sie sollen ja auch meine kanadischen Freunde sehr unterstützt haben“, spielt der Neuzugang auf Ex-SVG-Spieler wie Nick del Bianco und Erik Mattson an.

Jannik Pörner verlängert um zwei weitere Jahre!

Jannik Pörner will es in seiner vierten Saison nochmal wissen

Neu angreifen auf der Position Diagonalangriff will Jannik Pörner, nach dem Bundesligaaufstieg 2014 vom Zweitligisten Kiel zur SVG gekommen. Der 22-Jährige hat seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2019 verlängert.

In der vergangenen Saison kam Pörner etwas aus dem Tritt (14 Einsätze), nachdem er in den Jahren zuvor in 25 und 26 Pflichtspielen eingesetzt worden war. Schuld war die Endphase seiner Ausbildung zum Bankkaufmann mit den Prüfungen, eine Krankheit – und ein überaus starker Konkurrent Eric Fitterer.

Nun hat Pörner ausgelernt und hat von der Sparkasse Lüneburg die Zusage, zu einer stark reduzierten Stundenzahl übernommen zu werden. Zudem will an der Leuphana noch ein Studium (BWL und VWL) anhängen.

„Und sportlich will ich mich weiter verbessern, hoffe auf wieder mehr Spielanteile – und freue mich auf die neue Konkurrenz-Situation“, sieht der Mann mir der Nummer 7 der neuen Saison durchaus optimistisch entgegen.

Verstärkung für die SVG

Der Wohlfühlfaktor spielt bei einem Vereinswechsel stets eine große Rolle. Die Eingewöhnung und das schnelle Wohlfühlen sollte kein Problem sein für den vierten Neuzugang beim Volleyball-Bundesligisten SVG Lüneburg – er bringt seine Ehefrau mit und trifft zudem in seiner neuen Mannschaft auf einen guten Freund. Ryan Sclater kommt aus Kanada für die Position Diagonalangriff. In seiner Begleitung: Ehefrau Amy. Bei der Hochzeitsfeier der beiden 2015 gehörte Tyler Koslowsky, der neue Libero der SVG, zu den Helfern.
Sclater, der für ein Jahr unterschrieb, und Koslowsky spielten schon zuletzt beim kanadischen College-Team Trinity Western University (TWU) zusammen. „Tyler gehört zu meinen engsten Freunden. Es ist toll für uns beide, dass es mit dem Wechsel geklappt hat“, freut sich der 1,99-Meter-Mann, der in der abgelaufenen Saison als College-Spieler des Jahres ausgezeichnet wurde. Kein Wunder also, dass der 23-Jährige in diesem Jahr erstmals auch der B-Nationalmannschaft angehört, die Ende dieses Monats beim PanAm-Cup (Nord-/Mittel-/Südamerika) in Gatineau/Kanada spielt.
Sclater hat im Hauptfach Englisch und im Nebenfach Bibel-Forschung studiert, seine Frau ist Englisch-Lehrerin und will sich hier eine Beschäftigung suchen – allerdings keinen Fulltime-Job. „Wir wollen, wenn es meine Zeit erlaubt, auch ein wenig Europa erkunden. Wir kommen zum ersten Mal rüber,“ hat der Rechtshänder außer sportlichen auch noch andere Pläne.
Sclater stammt aus Port Coquitlan, einem 60 000-Einwohner-Städtchen bei Vancouver, an der Westküste. Nur 20 Kilometer davon entfernt wuchsen die früheren SVG-Spieler Nick del Bianco und Steven Marshall auf – klar, dass sie bei TWU auch in einem gemeinsamen Team standen. Naheliegend auch, dass er so auf die SVG aufmerksam wurde, vor allem Nick del Bianco habe ihm Lüneburg wärmstens empfohlen antwortet er auf Nachfrage und blickt voraus: „Das ist wohl ein idealer Platz, meine Profi-Karriere zu starten. Ich freue mich auch schon auf die großartige Unterstützung der Fans.“
Für SVG-Trainer Stefan Hübner hat sich damit wieder einmal sein gutes Netzwerk und das intensive Video-Studium ausgezahlt. „Ryan ist mir schon vor zwei Jahren aufgefallen, als wir dann Nick del Bianco geholt haben. Jetzt, nachdem er MVP der Saison wurde, war mein Interesse natürlich noch mehr geweckt, zumal uns Eric Fitterer nach einer sehr starken Saison wieder verlassen hat“, ist er froh einen Nachfolger für diese wichtige Position gefunden zu haben.
„Er ist aber ein ganz anderer Typ als Eric“, will der Coach keine Vergleiche anstellen und betont: „Es ist natürlich immer ein gewisses Risiko bei Neuverpflichtungen. Aber bisher haben wir ja auch immer ganz gut gelegen.“ Davon ist er auch in diesem Fall überzeugt. „Ryan ist ein sehr athletischer Spieler, hat lange Hebel und einen sehr speziellen Schlag.“ Und außerdem  gibt es für diese Position ja auch noch Jannik Pörner.

Neuer Libero bringt Stimmung aufs Feld

In der alten Volleyballsaison ging es bei uns zeitweise zu ruhig auf dem Feld zu, es fehlte eine Prise Emotionen, die eine Mannschaft bei engem Spielverlauf pushen können. Das wird sich durch einen Neuzugang nun wieder ändern. Tyler Koslowsky heißt der neue Libero, ein Kanadier, zu dessen Stärken auch gehört, seine Nebenleute durch seine Aktionen und sein gesamtes Auftreten mitreißen zu können.

Koslowsky, der einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieb, machte in den letzten Jahren im College-Team der Trinity Western University (TWU) verstärkt auf sich aufmerksam. Nach abgeschlossenem Studium der Kinesiologie (Lehre vom Energiefluss im Körper, auch basierend auf der traditionellen chinesischen Medizin) sucht der Libero nun seine Chance, noch professionell Volleyball zu spielen.

„Meine früheren Uni-Mitspieler Nick del Bianco und Steve Marshall haben mir quasi den Weg geebnet“, hat der 1,78-Meter-Mann viel Gutes von den Ex-Spielern der SVG gehört. So geriet er bei Trainer Stefan Hübner auch schon in den Fokus als dieser Videos von TWU-Matches sichtete. „An dieser Uni gibt es immer interessante Spieler, die leisten da sehr gute Arbeit. Tyler ist sehr professionell und kann ein interessanter Pfeiler für die nächsten zwei Jahre werden. Ich freue mich sehr, dass dieser Wechsel geklappt hat“, so der Coach.

Und dieser Wechsel verlief völlig problemlos. „Im Januar habe ich mich bei Stefan in Erinnerung gebracht und nach ein paar Emails hin und her kam das Vertragsangebot. Da musste ich dann gar nicht mehr lange überlegen. Lüneburg ist eine sehr schöne und einladende Stadt, der Club war in den letzten Jahren sehr erfolgreich und spielt vor sehr leidenschaftlichen Fans. Ich glaube, dass meine Art zu spielen, gut passen könnte“, schreibt Koslowsky auf Anfrage.

Der Kanadier, geboren in Abbotsford (einer 140 000-Einwohner-Stadt in der Provinz British Columbia südwestlich von Vancouver), ist ein stellungssicherer, reaktionsschneller Libero mit guter Übersicht, der seinen Emotionen freien Lauf lässt. Videos auf YouTube zeigen, wie er – gelungene Aktionen von sich oder Mitspielern feiernd – wie ein Irrwisch über das Feld flitzt. Hübner: „Wir haben einen emotionalen Typ gesucht, der viel kommuniziert und andere mitreißen kann. Da hatten wir zuletzt ein Defizit. Tyler ist zudem sehr athletisch und – auch eine Stärke – er spielt die angenommenen Bälle gut zu. Trotz allem Können hat er auch noch Entwicklungspotenzial.“

Das hat Koslowsky, der im Oktober 24 Jahre alt wird, kontinuierlich auch in kanadischen Auswahlteams nachgewiesen. Bei den Nord- und Mittelamerika-Meisterschaften (NORCECA) der U 21 kam er mit seinem Team 2012 bis ins Finale (1:3 gegen die USA), spielte in der Folge auch in der U 23-Auswahl bei den PanAmerika-Meisterschaften (plus Südamerika) und nun Ende Juli in Kanadas B-Nationalmannschaft bei den PanAmerika-Titelkämpfen.

Mitte August geht es dann ins Abenteuer Europa, wenn der Flieger gen Hamburg abhebt. „Ich kann es kaum erwarten, vor dieser Heimkulisse zu spielen“, blickt Koslowsky schon über den Trainingsauftakt hinaus Richtung Herbst. Denn am 21. Oktober steht das erste Heimspiel gegen Düren an.

Arena-Traum wird Realität

Die politischen Gremien in Stadt und Kreis Lüneburg haben grünes Licht für den Bau der Arena Lüneburger Land gegeben. Damit erhält die SVG Lüneburg ein wichtiges Signal im Hinblick auf ihre zukünftigen Entwicklungspotentiale. Zudem werden zukünftig zahlreiche weitere Veranstaltungsformate in Lüneburg durchgeführt werden können. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir als Impulsgeber unseren Beitrag zur Realisierung einer Veranstaltungshalle in Lüneburg leisten konnten“, sagt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg. „Und der SVG Lüneburg eröffnen sich neue Perspektiven sich als Bundesliga-Standort zu etablieren und weiterzuentwickeln. Aber uns ist auch bewusst, dass mit der Errichtung eine gewisse Verpflichtung für uns besteht weiterhin seriös und solide zu arbeiten. Jetzt geht die Arbeit erst richtig los, aber wir freuen uns sehr darauf“, so Bahlburg.

Baubeginn könnte schon in diesem Herbst sein, eine mögliche Fertigstellung ist für Ende 2018 avisiert. „Die kommenden Monate werden zeigen, inwiefern dieser Fertigstellungstermin als realistisch einzuschätzen ist. Die Lage im Hinblick auf Ausschreibungen ist auf Grund der guten Baulage nicht grade rosig“, sieht Bahlburg den Bauverlauf pragmatisch.

Aber auch sportlich wurde der Beschluss im SVG Team positiv aufgenommen. „Das ist ein super Signal und gibt uns für die kommende Saison einen Schub. Wir brauchen übergeordnete Ziele und zukünftig Volleyball in solch einer Arena anbieten zu können, ist für mich und das gesamte Team ein großer Ansporn“, freut sich SVG Trainer Stefan Hübner.

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