Kategorie: Bundesliga-Team

„Erwarten ein klares Bekenntnis zur Arena und zum Projekt SVG Lüneburg“

Die SVG Lüneburg hat sich in den vergangenen zwölf Monaten gar nicht bzw. nur kaum zum Thema Arena geäußert. Wieso äußert sie sich jetzt?

Wir haben uns immer zurückgehalten, um Politik und Verwaltung in Ruhe arbeiten zu lassen. Es nützt nichts öffentlichkeitswirksam die Keule zu schwingen. Wir haben im Hintergrund mit allen Beteiligten vertrauensvoll zusammengearbeitet, dafür sind wir auch dankbar. Nun steht am Montag jedoch die richtungsweisende Abstimmung zur Arena im Kreistag an und ich sehe es als meine Pflicht an im Namen der SVG Lüneburg auf die Bedeutung dieser Abstimmungen hinzuweisen.

 

Welche Bedeutung hat die Abstimmung denn für die SVG Lüneburg?

Die Halle bietet uns neben der Sicherheit, weiter in der 1. Bundesliga spielen zu können, die dringend benötigten Vermarktungsmöglichkeiten. Sie ist für uns, aber auch für die Region eine elementare Entscheidung. Nehmen wir unsere Chancen als wachsende Region wahr oder sind wir an entscheidenden Stellen zu rückwärtsgewandt?

 

Worauf kommt es denn dann in den letzten Tagen vor der Abstimmung an?

Jetzt gilt es, sich klar zur Idee Konzerte, Kultur und Sport in einer Arena zu bekennen; Und für das Projekt Bundesliga Volleyball und zu uns als SVG Lüneburg. Denn mit der Arena Lüneburger Land ist auch das Schicksal der SVG Lüneburg verbunden. Wir haben mit der SVG ein einmaliges Projekt vor über 10 Jahren gestartet, dass inzwischen von einer breiten Mehrheit der Lüneburger  Bürger und der Unternehmerschaft positiv gesehen und getragen wird. Seit mehreren Jahren sind alle Heimspiele restlos ausverkauft, wir haben in Hamburg an einem Mittwoch gezeigt, dass wir auch eine große Halle füllen können und haben bundesweit bishin zur Sportschau in der ARD den Namen der Hansestadt Lüneburg repräsentiert. Jetzt ist die Politik am Zug sich zur SVG Lüneburg zu bekennen oder eben nicht.“

 

Wie sind denn die bisherigen Signale der Politik im Bezug auf die anstehenden Abstimmungen?

Wir haben positive Signale aus den Fraktionen erhalten. Es ist klar, dass es in den verschiedenen Fraktionen zu unterschiedlichen Punkten Diskussionsbedarf gibt. Das wird auch noch bis zur letzten Sitzung vor der Abstimmung so sein und wahrscheinlich bei jeder weiteren. Nachdem uns aber eine breite Mehrheit der Kreispolitik und Stadtpolitik in den letzten Jahren und Monaten ihren Willen und ihre Unterstützung zugesichert hat, nehmen wir die Politik bei der Abstimmung zur Arena beim Wort. Zumal wir zuletzt mit dem Ziel einer besseren Wirtschaftklichkeit der Arena auch Abstriche bei möglichen Nutzungszeiten unter der Woche gemacht haben. Wir haben verbindlich gearbeitet und unsere Planungen auf Aussagen der Politik gestützt. Wir sind Arbeitgeber, Geschäftspartner und Eventveranstalter. Und wir stehen zu den Aussagen, die wir unseren Partnern gegenüber treffen.

 

Hat sie das positive Feedback der Bürger während der Projektplanung überrascht?

Das Thema Arena Lüneburger Land ist von den Lüneburger Bürgern fast ausschließlich positiv bewertet worden. Bei welchen geplanten Bauprojekten gibt es das heute noch, dass es kaum negative Töne oder gar Bürgerinitiativen gibt? Lüneburg und die Region wollen eine Arena. Wir wissen aus Hamburg, dass dieses Potential auch von einem großen Konzertvermarkter erkannt worden ist.

 

Was würde eine weitere Verzögerung oder gar eine Ablehnung des Vorschlags für die SVG Lüneburg bedeuten?

Eine Ablehnung wäre ein Rückschlag für die gesamte Region Lüneburg, die immer mehr nicht nur ein Oberzentrum Ostniedersachsens wird, sondern bereits jetzt die attraktivste Region in der Metropolregion Hamburg ist, Hamburg natürlich ausgenommen. Für uns als Verein müssten wir dann über einen neuen Spielort in Hamburg oder die Beendigung des tollen Projektes Bundesliga-Volleyball sprechen.

Eine Zurückweisung wäre aber auch ein herber Schlag für die Glaubwürdigkeit der Kommunalpolitik. Es gilt jetzt, dass alle Parteien an einem Strang ziehen und etwaige Ausreißer sich an ihren Worten vergangener Tage messen lassen müssen. Auch wenn man dafür vielleicht bis zuletzt noch an Details der Beschlüsse sitzen muss.

 

Wenn der Kreis vorlegt, muss auch die Stadt nachziehen. Wird das gelingen?

Damit beschäftigen wir uns nach einer hoffentlich erfolgreichen Abstimmung des Kreises. Doch der Stadtrat hat den Kreis beauftragt Verträge und ein Konzept zu erarbeiten. Wenn der Rat oder einzelne Parteien nun eigene Ideen bzw.Ansätze präsentieren, würde dieses das Procedere und die Zusammenarbeit zwischen Kreis und Stadt in einem schlechten Licht erscheinen lassen. Allen Beteiligten sind die Kontaktpersonen seitens des Kreises bekanntgewesen, so dass ich davon ausgehe, dass etwaige Absprachen im Vorfeld erfolgt bzw. eingearbeitet worden sind.

Noah Baxpöhler verstärkt die Mitte!

Noch jung, aber dennoch schon sehr erfahren – das ist der zweite Neuzugang der SVG Lüneburg für die kommende Volleyballsaison. Noah Baxpöhler heißt er, ist ein 2,10-Meter-Schlaks und spielt im Mittelblock – dort ist durch den Wechsel von Scott Kevorken nach Friedrichshafen eine Position frei geworden.

Baxpöhler, der im August 24 Jahre alt wird, kommt vom Bundesliga-Konkurrenten TV Bühl, spielte davor ebenfalls erstklassig zwei Jahre bei der VSG Coburg/Grub (ein Jahr sogar als Kapitän) sowie eine Saison beim Moerser SC. Im Team des Volleyball-Internats Frankfurt sammelte er davor erste höherklassige Erfahrung in der 2. Liga. Und dort lernte er damals schon den heutigen SVG-Zuspieler Adam Kocian kennen, den er später in Coburg wieder traf.

„Ich habe sehr viel Gutes über die SVG gehört, zum Beispiel, wie familiär es da zugeht und dass man sich dort sehr wohl fühlt. Außerdem habe ich ja auch schon die Atmosphäre in den Heimspielen der Gellersenhalle kennen- und liebenlernen können. Auch die Stadt Lüneburg schätze ich sehr. Vor allem aber ist für mich attraktiv, dass der Verein in Trainer Stefan Hübner einen echten Spezialisten für meine Position hat – er hat da ja selbst auf höchstem Niveau gespielt, und ich hoffe, mich unter ihm weiterentwickeln zu können“, begründet Baxpöhler, warum er bei dem Angebot nicht lange überlegen musste.

Hübner ist von seinem Neuzugang vollauf überzeugt: „An jungen, deutschen, entwicklungsfähigen Spielern sind wir immer interessiert, es ist schön, dass er sich für uns entschieden hat. Natürlich ist er ein völlig anderer Typ als Scott. Aber schon was er körperlich mitbringt, ist sehr interessant – er ist nicht nur sehr groß, sondern hat eine herausragende Sprunghöhe. Er ist schon in allen Elementen, Block-Abwehr, Block-Angriff und Aufschlag, gut, aber noch ausbaufähig. Er ist hoch motiviert, und ich freue mich darauf, mit ihm zu arbeiten. Er hat nach wie vor das Potenzial für die Nationalmannschaft, dahin wollen wir ihn wieder bringen.“

Baxpöhler, derim Kreis der Besten schon an Lehrgängen teilnahm, aber ohne Länderspiel-Einsatz blieb, möchte seine zuletzt etwas ins Stocken geratene Karriere bei der SVG also wieder in Schwung bringen, nachdem er als Youngster mit annähernd 50 Jugend- und Junioren-Länderspielen inklusive EM-Teilnahme glänzende Perspektiven hatte. Nun, gaerde zum Zeitpunkt des großen Umbruchs, ist die Rückkehr zur Nationalmannschaft auch ein Ziel für Baxpöhler, der nebenbei an einer Fern-Universität Gesundheitsmanagement studiert.

Scott Kevorken wechselt zum Rekordmeister

Wenn die Großen der Volleyball-Branche locken, hat die SVG Lüneburg keine Chance, ihre Spieler zu halten – nun geht Kapitän Scott Kevorken von Bord. Der absolute Leistungsträger und Führungsspieler der letzten drei Jahre spielt in der neuen Saison für den deutschen Rekord-Meister und -Pokalsieger VfB Friedrichshafen.
„Das war für mich keine leichte Entscheidung“, geht Kevorken neben der Vorfreude auf neue Aufgaben auch mit einem weinenden Auge. Denn der Mittelblocker hat sich hier in jeder Hinsicht überaus wohl gefühlt. „Lüneburg is a beautiful city with beautiful people !“, bringt der US-Amerikaner seine Empfindungen auf den Punkt. Doch nun lockt die internationale Perspektive, die Chance, um Titel zu spielen und in der Champions League mitzumischen.
Lüneburg wird dabei immer mehr zum Sprungbrett in die große, weite Volleyballwelt. Das kann man bedauern, ist aber auch eine Anerkennung dafür, welch gute Arbeit bei der SVG geleistet wird. Zuvor schafften ja Spieler wie Tijmen Laane (Polen, inzwischen Belgien), Steven Marshall (Berlin), Nick del Bianco (Frankreich) oder kürzlich auch Carlos Mora Sabaté zum holländischen Champions-League-Starter Abiant Lycurgus Groningen den Sprung vom Ausbildungsverein SVG zu einem Topklub.
SVG-Trainer Stefan Hübner nimmt den Verlust recht gelassen: „Ich freue mich, dass wieder einer der Gelegenheit bekommt, zu einer Top-Adresse zu gehen. Es ist für ihn sicher der richtige Moment, nochmal etwas Neues zu machen.“
Da auch Kevorkens Freundin Molly McCage in den Süden wechselt und sich sportlich verbessert – sie geht vom 1. VC Wiesbaden zum Vizemeister und aktuellen Pokalgewinner MTV Stuttgart – macht der Wechsel auch in dieser Hinsicht Sinn. Friedrichshafen und Stuttgart liegen nur knapp 200 Kilometer auseinander.
Kevorken war nach dem Bundesligaaufstieg 2014 aus Kalifornien vom College-Team UC Irvine gekommen, bestritt insgesamt 75 Pflichtspiele und entwickelte sich zu einem herausragenden Mittelblocker der Bundesliga. Am Bodensee hat er nun starke Konkurrenz im Norweger Andreas Takvam – zuletzt zweitbester Scorer Friedrichshafens – und im deutschen Jung-Nationalspieler Günthör. Dagegen ist Nationalspieler Georg Klein nach Berlin gewechselt. Ein  weiterer Mittelblocker soll aber noch zum VfB kommen.
„Meine Zeit in Lüneburg war eine der tollsten Phasen in meinem Leben. Seit ich Profi geworden bin, war die SVG der einzige Club, den ich als meine Heimat bezeichnen würde. Der Volleyball, der da gespielt wird, ist von phantastischer Qualität, und Trainer Stefan Hübner hat mir nicht nur viel über diesen Sport, sondern auch über das Leben beigebracht. Was mir aber am meisten in Erinnerung bleiben wird, sind die Beziehungen, die ich in dieser Zeit geknüpft habe – einige mir zunächst fremde Menschen sind geradezu ein Teil meiner Familie geworden. Ich werde niemals ihre Großzügigkeit, Unterstützung und Freundlichkeit vergessen. Alles, was ich nun sagen kann, ist: Herzlichen Dank an all die, die dafür gesorgt haben, dass ich mich stets so willkommen gefühlt habe. Sie werde ich immer in meinem Herzen behalten“, schreibt Scott Kevorken zum Abschied.

Oranjepower für die SVG

 

Giijs van Solkema, so heißt der erste Neuzugang der SVG Lüneburg für die Saison 2017/2018 in der Volleyball Bundesliga. Der 18 jährige Niederländer gilt als großes Talent auf der Zuspielposition und durfte in dieser Saison bereits erste Erfahrungen bei einem Trainingslehrgang der niederländischen Nationalmannschaft sammeln. Ursprünglich kommt van Solkema aus dem Talentteam Papendal Arnhem. Van Solkema misst 1,91 m und hat als Vorbild den brasilianischen Ausnahme-Volleyballer Bruno. „Ein talentierter und junge Zuspieler. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm in der kommenden Zeit“, freut sich SVG Trainer Stefan Hübner. Van Solkema erhält zunächst einen Ein-Jahresvertrag.

„Ich freue mich auf die Chance bei der SVG Lüneburg und eine spannende Zeit in der 1.Volleyball Bundesliga. Über die SVG Lüneburg habe ich bisher nur gutes gehört“. Volleyball gehört dabei beim Niederländer zum Familiensport. Sein jüngerer Cousin spielt ebenfalls im Talentteam, zudem war sein Onkel Profivolleyballer und zuletzt Trainer bei den TSG Solingen Volleys.

Mit seiner Unterschrift ist van Solkema erst der zweite Niederländer in der Geschichte der SVG Lüneburg. Im Aufstiegsjahr avancierte Powervolleyballer Tijmen Laane gleich zum Publikumsliebling in der Gellersenhalle. Ansonsten ist in der Kaderplanung der SVG Lüneburg bereits wieder Ruhe eingekehrt: „Wir haben unser Team beisammen und werden zeitnah weitere Spieler bekanntgeben“, sagt Andreas Bahlburg.

Carlos Mora Sabaté wechselt nach Holland

Es begann alles im Sommer 2012 als Henrik Morgenstern von der SVG Lüneburg den Spanier Xavier Sabaté beim lockeren Beach-Volleyball Spiel an der University of Queensland in Brisbane, Australien kennengelernt hat. Der berichtete Henrik Morgenstern von seinem Bruder Carlos, der Zuspieler beim spanischen Meister CAI Teruel sei. Die SVG Lüneburg spielte zu diesem Zeitpunkt noch in der 2. Bundesliga und die Verpflichtung eines spanischen Zuspielers schien noch ferne Zukunftsmusik zu sein.

Doch ein Jahr später stieg die SVG Lüneburg in die 1. Volleyball Bundesliga auf und auf der Suche nach einem Zuspieler entschied man sich Xavier bzw. seinen Bruder zu kontaktieren. Nach einem kurzen Wochenende in Lüneburg und einem ersten gemeinsamen Training im Sommer 2013 entschieden sich beide Seiten für eine Zusammenarbeit. Carlos war damit der erste internationale Profispieler bei der SVG Lüneburg und der erste, der sich trotz unsicherer Mannschaftsperspektive frühzeitig für das Projekt Volleyball Bundesliga bei der SVG Lüneburg entschieden hat. Es sollten insgesamt drei Jahre in Lüneburg werden. „Wir haben Carlos viel zu verdanken. Ein Musterprofi und ein toller Mensch“ resümiert SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg. In seinem dritten Jahr musste Carlos häufig seinem jungen Kontrahenten auf der Zuspielposition, Adam Kocian, das Feld überlassen. „Carlos ist immer fair und offen mit der Situation umgegangen. Doch er möchte auch die Sicherheit haben zu spielen im besten Volleyball-Alter mit Mitte 20 und wenn möglich, dann auch international“, sagt Andreas Bahlburg.

Seine neue Perspektive: Nach drei Jahren in Deutschland wechselt Carlos Mora Sabaté, der spanische Zuspieler von Volleyball-Bundesligist SVG Lüneburg, zum holländischen Meister Abiant Lycurgus. Und er wird dort einen alten Bekannten treffen: Erik Mattson, Ex-Libero der SVG, der zuletzt in Slowenien spielte, wurde von dem Champions-League-Starter ebenfalls verpflichtet. Abiant Lycurgus, ein Verein aus Groningen, holt sich immer wieder gern Spieler aus der Bundesliga, so auch im Vorjahr Matt West (USA) und Bryan Fraser (Kanada) von den United Volleys RheinMain. Mit ihnen gelang dem Doublesieger von 2015/16 nun die Titelverteidigung. So winkt auch Sabaté, der nach dem Bundesliga-Aufstieg  2014 kam, nun die Chance, Titel zu gewinnen. Dass ihm der Abschied aus Lüneburg dennoch schwer fällt, verhehlt der 27-Jährige aber nicht: „Es waren drei tolle Jahre, in jeder Beziehung. Ich habe mein Englisch verbessert, etwas Deutsch gelernt und mein Spiel verbessert. Und ich habe viele liebe Leute kennengelernt, auch außerhalb des Sports. Einige Spieler werden Freunde fürs Leben bleiben.“

An Highlights werden ihm das Pokalfinale 2015 und die Playoff-Halbfinals gegen Berlin 2016 besonders in Erinnerung bleiben, ergänzt Sabaté, der insgesamt 69 Pflichtspiele für die SVG bestritt. In der abgelaufenen Saison lief es nicht mehr ideal, er verlor seinen Stammplatz an  den aufstrebenden Konkurrenten Adam Kocian. Das nagte unübersehbar an ihm, obwohl er professionell damit umging. Jetzt freut er sich auf eine  neue Herausforderung, obwohl Freundin Ana diesen Schritt nicht mitgeht, sondern in Spanien ein Studium beginnt. Aber: „Abyant gibt mir die Chance auf den Europacup und wieder eine wichtige Rolle im Team. Der Trainer kennt meine Stärken genau und wollte mich unbedingt haben. Es ist ein schönes Gefühl, wieder wichtig zu sein, das brauche ich. In Lüneburg wäre es für mich wohl wieder schwer geworden“, war der spanische Nationalspieler vor allem mit dem zweiten Teil der letzten Hauptrunde und den Playoffs nicht mehr zufrieden, als er immer weniger Spielzeit bekam. Doch Sabaté geht ohne Groll. „Es war eine schöne Zeit, für die ich allen bei der SVG dankbar bin, auch dem Staff und den Fans. Alle haben mir das Gefühl gegeben, ein Mitglied dieser großartigen Familie zu sein.“ Und für die Kinder, die er bei der SVG trainierte, hat Sabaté noch einen extra Abschiedsgruß: „Es war so schön euch zu trainieren und eure Entwicklung zu sehen. Ich wünsche euch alles Gute. Behaltet Spaß am Volleyball.“

SVG beendet die Saison auf Platz 5

Die SVG Lüneburg beendet ihre Saison auf Platz 5. Im entscheidenden Viertelfinalspiel verlor die SVG Lüneburg mit 1:3 (25:23;25:22;25:20;25:19) in der Arena Kreis Düren. Holte die SVG Lüneburg im ersten Satz noch einen Rückstand auf und startete mit einer 1:0 Satzführung in das Spiel, setzten sich die Dürener – um ihren an diesem Abend überragend spielenden Außenangreifer Romans Sauss – letztendlich verdient durch.

Grade nach guter Annahme waren die Dürener im Angriff konsequenter. Zudem spielten sich die Dürener am Ende in einen Rausch, den auch die SVG Lüneburg nicht mehr stoppen konnte. „Wir haben ingesamt eine gute Saison gespielt. Heute hat Düren das aber besser gemacht als wir. In so einem Spiel geht es um sehr viel. Die Niederlage muss man jetzt akzeptieren und wir müssen im Sommer hart an uns arbeiten.“, sagte SVG Angreifer Matthias Pompe direkt nach dem Spiel.

Dabei hat die SVG Lüneburg in dieser Saison mit einem deutlichen 3:0 Heimsieg gegen die Berlin Recycling Volleys und einer starken Heimbilanz ingesamt überzeugen können. „Das ist eben der Sport, da geht es am Ende um ein Spiel. Wir sind fair, gratulieren Düren und wissen, dass wir in den vergangenen beiden Jahren auch manchmal das Quäntchen Glück auch auf unserer Seite hatten“, so Pompe.

Für die LüneHünen geht es somit in die Sommerpause. „Unsere Vertragsverhandlungen laufen auf Hochtouren. Wir werden wieder eine sehr gute Mischung aus vielen bekannten und einigen neuen Gesichtern haben“, sagt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg.

Mit Sachlichkeit Richtung Halbfinale

Am Dienstag um 14:15 Uhr hat sich der SVG Tross mit 22 Personen auf den Weg Richtung Düren zum entscheidenden Spiel im Playoff-Viertelfinale gemacht. Anpfiff ist am Mittwoch, um 19 Uhr in der Arena Kreis Düren. Das Spiel wird von Sportdeutschland.tv als Top-Spiel mit fünf Kameras und Kommentator Dirk Berscheidt live übertragen.

Die Ausgangslage ist dabei so einfach, wie auch brisant. Der Sieger spielt im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen den VFB Friedrichshafen. Der Verlierer beendet die Saison vorzeitig und geht in die Sommerpause. Klar, dass die SVG Lüneburg zum dritten Mal in Folge das Halbfinale erreichen möchte.
Überraschend ist aber, wie gelassen die Lüneburger mit der Drucksituation umgehen. „Wir haben uns gemeinsam in den vergangenen Wochen intensiv mit Düren beschäftigt und kennen den Gegner gut. Deshalb geht es darum, die Anspannung in einem vernünftigen Maß zu halten“, sagt SVG Trainer Stefan Hübner. „Wir gehen mit der Aufgabe wie vor dem letzten Spiel sachlich um. Auch da wussten wir, dass wir an einem guten Tag das Feld als Sieger verlassen können“, sagt ein sichtlich gefestigter Cody Kessel.

Das Kontrastprogramm zur besonnenen SVG Lüneburg bieten die SWD Powervolleys Düren. Die haben nicht nur in ihrem Namen eine hohes Maß an Power, sondern auch im Auftreten. „Die Dürener zeigen auch nach Außen, dass sie bis in die Haarspitzen motiviert sind. Das sind immer ganz hitzige Duelle, da gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren. Laufen die Dürener richtig heiß, wird es ganz schwer. Laufen sie zu heiß und man bricht ihre anfängliche Euphorie, dann hat man einen guten Vorteil“, sagt SVG Sprecher Henrik Morgenstern. Ähnlich sieht es auch Dürens Trainer Tommi Tiilikainen: „Das wird ein Volleyball-Fest. Lüneburg ist im zweiten Spiel in heißer Atmosphäre heiß gelaufen und hat verdient gewonnen. Jetzt steht das nächste Spiel an. Unser Selbstvertrauen ist groß.“

Verzichten muss die SVG Lüneburg dabei auf die 1.800 Fans aus dem Rückspiel in der CU Arena. „Ein tolles Spiel mit einem großartigen Feedback. Das würden wir natürlich gerne wiederholen“, so Morgenstern. Dafür muss aber in Düren gewonnen werden. Bereits viermal spielten beide Teams in dieser Saison gegeneinander. Dreimal gewannen die Dürener, einmal die SVG.

Das Fitterer(e) Team erzwingt das Entscheidungsspiel

Das war mehr als eine überzeugende Leistung der SVG Lüneburg. Mit einem ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen die SWD Powervolleys Düren machte die Mannschaft die unglückliche Niederlage vom ersten Viertelfinal-Play-off-Spiel vergessen. Stefan Hübner hatte die Niederlage ohnehin schnell abgehakt und will auch den Sieg heute nicht überwerten: „Es ist noch nichts passiert, jetzt steht es 1:1, Sonntag war der erste Schritt, heute der zweite. Kommenden Mittwoch in Düren kommt es drauf an, da müssen wir konzentriert arbeiten, dann können wir Düren auch ein zweites Mal schlagen.“

Hochkonzentriert starteten die LüneHünen in den ersten Satz und gingen mit einer ersten Aufschlagserie von Adam Kocian 4:1 in Führung, die Dürens Coach Tommi Tiilikainen direkt zu einer ersten Auszeit bewegte. Doch die SVG ließ sich nicht aus dem Tritt bringen, zog souverän auf 8:4 davon. Nach der Auszeit setzten die Powervolleys ein erstes Ausrufezeichen und glichen zum 9:9 aus. Coach Stefan Hübner hielt die Jungs aber auf Kurs, die SVG zog wieder auf 16:13 davon. Der heute überragende MVP Eric Fitterer setzte sich sowohl von rechts als auch über links immer wieder gegen den Dürener Block durch und der Satzgewinn schien beim Stand 23:19 sicher. Düren kämpfte sich noch einmal heran, allerdings vergeblich. Die kurzzeitige Verunsicherung beendet Matthias Pompe mit einem überlegten Punkt zur 1:0 Führung (25:23).

Ausgeglichen ging es in den zweiten Satz, keines der beiden Teams konnte sich zunächst entscheidend absetzen (5:5; 8:7; 11:10). Als die LüneHünen dann aber aufdrehten brach die berühmtberüchtigte und gefürchtete Atmosphäre der Gellersenhölle über die CU Arena in Hamburg herein. Die SVG setzte sich mit einem Zwischenspurt ab, Highlight war eine von Fitterer direkt versenkte Dürener Annahme zum 16:11. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und den Fans im Rücken brachte Lüneburg die Führung souverän zur 2:0 Führung (25:19) ins Ziel.

Kämpferisch kam der Gast aus Düren aus der Pause, das Aufbäumen der Powervolleys war zu spüren. Romans Sauss (14 Punkte) und Rudy Verhoeff  (12) hielten die Hoffnungen der Gäste bis zum 14:14 am Leben. Vergeblich! Die fast 1800 Zuschauer in der CU Arena schrien den Ball zum 16:14 gemeinsam ins AUS! Jetzt waren die LüneHünen in Front und gaben die Führung auch nicht mehr aus den Händen. Mit 25:21 ging der dritte Satz zum hochverdienten 3:0 der SVG Lüneburg gegen die SWD Powervolleys Düren an die Gastgeber.

Stimmen zum Spiel:

Cody Kessel: Eine unglaubliche Atmosphäre. Ich bin unendlich dankbar, bei diesem Spiel mitgewirkt haben zu dürfen. Aufschlag und Annahme waren heute die entscheidenden Elemente.

Michael Brinkley: Wir sind ruhig in das Spiel gegangen. Wir haben im ersten Spiel bereits gut gespielt und diese Leistung noch etwas ausgebaut.

SVG Lüneburg rockt Hamburg

Lüneburger Heimspiel in Hamburg

Ein Novum im norddeutschen Volleyball: Erstmals spielt die so heimstarke SVG Lüneburg ein Ligaspiel nicht in Lüneburg in der heimischen Gellersenhalle, sondern in Hamburg. Auf Grund der zu niedrigen Deckenhöhe musste die SVG Lüneburg ihr Playoff-Viertelfinale am Mittwoch um 20 Uhr gegen die SWD Powevolleys Düren in eine größere Halle verlegen. Diese neue Heimat hat die SVG Lüneburg in der CU Arena in Hamburg gefunden. Und sind die SVG Verantwortlichen zu Beginn noch von einem Wagnis ausgegangen – die SVG spielt am bei Sportfans unbeliebten Mittwoch in Hamburg und fernab der heimischen Halle – kann dieses Spiel bereits jetzt als Erfolgsstory bezeichnet werden.

Die CU Arena ist mit 1.700 Zuschauern bereits so gut wie ausverkauft. HSV Stadionsprecher Dirk Böge unterstützt SVG Sprecher Steffen Becker bei der Moderation. Und eine LED Bande und ein zusätzliches Soundsystem sorgen für jede Menge Stimmung. „Das wird die größte Volleyball-Party Hamburgs in den letzten 15 Jahren“, ist SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg euphorisch. „Die Unterstützung ist riesig. Toll, dass alle LüneHünen und Hamburger an einem Strang ziehen“, so Bahlburg.

Kein Druck, sondern einen positive Herausforderung

So gut es um den Rahmen für das Spiel steht, so schwierig dürfte ein Weiterkommen im Viertelfinale werden. Der Gegner SWD Powervolleys Düren konnte in einem packenden Krimi das Hinspiel mit 3:2 gewinnen. Damit muss die SVG Lüneburg um Kapitän Scott Kevorken in ungewohnter Hallen nun unbedingt gewinnen. Ansonsten droht das größte Übel: Das vorzeitige Saisonende. „Wir freuen uns auf das Spiel. Volleyball ist ein grundsätzlich mental sehr fordernder Sport. Also sehen wir die Situation als positive Herausforderung und nicht als Drucksituation“, sagt SVG Kapitän Scott Kevorken. Doch die Dürener spielen in dieser Saison stark. Hatten mit dem Kanadier Rudy Verhoeff den Matchwinner im Hinspiel in ihren Reihen. Nach seiner Einwechselung verlor die SVG Lüneburg in Düren den Faden. „Es kommt nicht auf einzelne Spieler an. Wir sind auf alle Dürener Spieler sehr gut vorbereitet. Am Ende kommt es auf uns an“, so Kevorken.

Alle daheimgebliebenen Fans können das Spiel ab 20:00 Uhr live auf www.sportdeutschland.tv schauen.

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