Beim Osnabrücker VfR Voxtrup musste die zweite Herren wie schon in Oldenburg über die vollen fünf Sätze gehen, bevor der bärenstarke Gegner am Ende doch mit 21:25, 25:20, 19:25, 26:24 und 15:11 bezwungen werden konnte.

Wiederum ohne die verletzten Joost Römer und Ronnie Karohs zeichnete sich schon früh im ersten Satz ab, dass Voxtrup es den Lüneburgern ganz schwer machen würde. Die Osnabrücker nutzten von Anfang an ihre körperliche Überlegenheit im Block konsequent aus und führten zwischenzeitlich deutlich mit 12:4, bevor Lüneburg begann, sich mit der neuen Situation abzufinden und nach alternativen Lösungen in Angriff und Abwehr zu suchen begann. Besonders Marcus Salow in der Feldabwehr und Rico Stender und Lars Pickbrenner im Angriff sorgten dafür, dass sogar der erste Satz noch offen gestaltet werden und vor allem die Mannschaft ihren Kampfgeist wecken konnte.

Im zweiten Satz wurde deutlich, dass das Spiel vor allem über Aufschläge gewonnen werden könnte. Dank zwei langer Serien von Joni Ficht konnte der Satz mit stetigem Vorsprung sicher gewonnen werden.

Obwohl auch der dritte Satz vielversprechend begann, fiel Lüneburg wie so oft dieses Jahr zwischenzeitlich in ein Annahmeloch, aus dem sie sich bis in den vierten Satz hinein nicht wieder befreien konnte. Die aufkommende Unruhe wurde Mitte des Satzes ergänzt durch steigende Unzufriedenheit mit dem Schiedsgericht, sodass auch der eingewechselte Michael Schönen das Ruder nicht mehr herumreissen konnte und der Satz mit 19:25 verloren ging.

Im vierten Satz stellte Thomas Koch um, sodass die Mittelblocker Julian Koch und Dominik Mau die Position wechselten, sodass Mau von jetzt an die starke gegnerische Angriffsreihe mit seinem Block besser kontrollieren sollte. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dessen Verlauf einige Voxtruper Angreifer die Nerven verloren und der Trainer gezwungen war, drastisch umzustellen. Der bis dahin überragende Außenangreifer übernahm die Rolle des Zuspielers, und es kam ein neuer Außen. Das Niveau der Startsechs konnte die Mannschaft nicht aufrecht erhalten, hatte aber einige Male Glück, dass Lüneburg gute Gelegenheiten ausließ und kam so beim Stande von 24:23 sogar zu einem dramatischen Matchball. Den langen Ballwechsel beendete Domink Mau mit einem Block, der mutmaßlich im Aus gelandet wäre, hätte sich ein Voxtruper Abwehrspieler nicht dazwischen geworfen. Der Moment schien Voxtrup so schockiert zu haben, dass auch die folgenden beiden Punkte zum Tie-Break abgegeben wurden.

Lüneburg war hier wie schon in Oldenburg von Anfang an konzentriert da und erarbeitete sich bis zum 10:4 eine komfortable Führung, an der sämtliche Angreifer ihren Anteil hatten. Es folgte dann jedoch wieder eine der bekannten Schwächephasen, die Voxtrup bis auf 10:13 wieder heranbrachte. Als dann wieder die Annahme misslang und zum Gegner hinübersegelte, behinderten sich zwei Voxtruper Angreifer gegenseitig, sodass einer dabei ins Netz fasste. Das Spiel war damit entschieden und Lüneburg konnte den zweiten Matchball nutzen, um dieses harte und mitreissende Spiel zu gewinnen.