René Bahlburg (l.), Theo Mohwinkel (Nr. 11), Jan Langschwager (Nr. 1) und Patrick Kruse (r.) sind die Stützen der SVG II beim Neuaufbau. Foto: Wölper

Volleyball-News

Großer Umbruch bei der SVG II nach der Pandemie-Pause

Neuanfang in der Männer-Regionlliga mit vielen Talenten

Die Hoffnung lebt, dass 2021/22 neben den Profis zusätzlich die anderen Volleyballer/innen wieder eine reguläre Punktspielsaison bestreiten können – obwohl die jedoch weiterhin von der Corona-Pandemie beeinflusst sein wird. Langzeitwirkungen hatte die Krise für die Männer der SVG Lüneburg II, die wie das Bundesligateam auch in der kommenden Woche wieder das Training aufnehmen. Neue Liga, runderneuertes Team, neuer Trainer lauten hier die Schlagworte, die die anstehende Saison kennzeichnen.

Rückzug aus der 3. Liga nach erfolgreichen Jahren

Am 24. Oktober 2020 war die vergangene Spielzeit nach nur sechs Matches vorbei. Die Saison davor war immerhin noch bis in die Endphase gegangen, ehe am 8. März die Ampel auf Rot sprang. Da war die SVG II nach 19 von 22 Runden Spitzenreiter der 3. Liga West und strebte der dritten Meisterschaft in Folge in dieser Liga entgegen. Lang, lang ist’s her, und viel hat sich seitdem ereignet – oder wenig, je nach Betrachtungsweise: keine Spiele, monatelang nicht einmal mehr Training. So fiel die Mannschaft auseinander. Einzig mögliche und sinnvolle Konsequenz war der Rückzug aus der 3. Liga und ein Re-Start eine Stufe tiefer.

Dort, in der Regionalliga Nordwest, hatte 2015/16 als Aufsteiger mit dem Titelgewinn und nochmaligem, prompten Aufstieg in Liga drei der Höhenflug begonnen. Mit Eugenio Dolfo, zunächst noch als Spielertrainer, ab 2017 ausschließlich als Coach. Der Italiener, mittlerweile zusätzlich mit deutscher Staatsbürgerschaft ausgestattet, übernimmt nun wieder, nachdem sein Vorgänger und Nachfolger Daniel Prade zu seinem Herzensverein VfL Pinneberg zurückgekehrt ist.

Dolfo hatte in den letzten Jahren Jugendteams der SVG trainiert, Spieler der Jahrgänge 2006 bis 2008 sowie das U20-Team – zuletzt wegen der Pandemie natürlich nur online. Nun ist der 34-Jährige den Neuaufbau der SVG II angegangen. „Und das soll wirklich ein Neuanfang werden, mit vielen jungen Spielern, auch vielen aus der SVG, die die Chance bekommen, sich auf Regionalliga-Niveau zu beweisen. Es geht keinesfalls um den Wiederaufstieg, sondern um Spielpraxis und Entwicklung der Talente“, macht er klar. Als Stützen – auch Unterstützer im Training – hat er René Bahlburg und Patrick Kruse behalten, dazu aus dem bisherigen Kader Jan Langschwager, Peer Rübke und Zuspiel-Talent Theo Mohwinkel, der ja sogar schon Bundesligaluft schnupperte und eine tragende Rolle übernehmen könnte.

Andere alte Haudegen, wie Christian Schulz (39) und Sven Tennert (demnächst 35), haben aufgehört. Mit Stefan Köhler ist ein weiterer Routinier nach Hamburg umgezogen und spielt nun dort beim ETV (3. Liga, Staffel Nord) an der Seite der ehemaligen SVG-Spieler Immo Brüggemann und Finn Schwarmann. Und Matthias Pompe wird als Geschäftsstellenleiter und Teammanager der Bundesliga-Mannschaft angesichts mehr Arbeit nach dem Umzug in die Arena inklusive Europacup-Teilnahme auch nicht mehr aushelfen. Statt der Oldies gehören nun mehr als die Hälfte der SVG-Spieler den Geburtsjahren 2000 bis 2004 an.

Erstes Punktspiel am 25. September

Die Regionalliga Nordwest ist zunächst in zwei 6er-Staffeln geteilt. Nach Hin- und Rückspielen gehen jeweils die ersten Drei in eine Meisterrunde und der Vierte bis Sechste in eine Abstiegsrunde, auch wieder mit Hin- und Rückspielen. Wobei es dann nur gegen die drei neuen Kontrahenten aus der Parallelstaffel geht. Die Ergebnisse gegen die mit in diese Runde gerutschten Gegner aus dem Herbst werden mitgenommen. Geplanter Punktspielstart ist der 25. September.

Erst im November losgehen soll es in den Ligen von der Oberliga abwärts. Da sind die Mannschaften jeweils auf mehr Staffeln verteilt worden, um die Saison kurz halten zu können. So spielen die weiteren ranghöchsten Teams der SVG, die Frauen I (Oberliga) und Frauen II (Landesliga) sowie die Männer III (Verbandsliga), allesamt nur in 7er-Staffeln – und alle Beteiligten wären wohl glücklich, wenn unter dem Strich eine Saison ohne größeren Probleme oder gar Abbruch stehen würde.

Volleyball bei Olympia

US-Boys müssen Koffer packen

Zwei DVV-Beachduos noch im Rennen

Sensationell schon in den Gruppenspielen gescheitert sind die USA beim Volleyballturnier der Männer, trotz Weltklassespielern wie Matthew Anderson (Diagonalangriff), Micah Christenson (Zuspiel) und Erik Shoji (Libero). Stets ein Medaillenkandidat und seit 1984 sogar dreimal mit Gold dekoriert, schieden die US-Boys nun als 5. im Pool B ebenso aus wie Tunesien (6.) und im anderen Pool Iran und Venezuela.

Die US-Boys erwischte es im allerletzten Vorrunden-Match des Turniers gegen Argentinien, nur einer von beiden konnte weiterkommen. Erst als Argentinien 2:0 nach Sätzen und 12:8 führte, wurde den USA der Ernst der Lage bewusst und erwachte der Kampfgeist, der bis zum 23:23 alles offen hielt – dann banden die überraschend starken Südamerikaner um Diagonalangreifer Bruno Lima (früher Bühl) und den künftigen Berliner Libero Santiago Danani den Sack zu. Pool-Sieger wurde Russland vor Brasilien, Argentinien und Frankreich, das sich erstmals bei Olympia für das Viertelfinale qualifizierte.

Im Pool A dominierte Polen trotz der 2:3-Auftaktniederlage gegen den Iran, Zweiter wurde das wiedererstarkte Italien, Dritter Gastgeber Japan und Vierter Kanada mit den Ex-LüneHünen Ryan Sclater und Steven Marshall. Sie treffen nun allerdings in der Nacht zum Dienstag (2.00 Uhr) auf Russland. Ferner spielen: Japan – Brasilien (6.00), Italien – Argentinien (10.00) und Polen – Frankreich (14.30). Bis auf das Match Italien – Argentinien laufen alle Duelle live im kostenlosen ARD-Stream. Wie schon einige Spiele zuvor und die teils auch kommentiert – und wenn kommentiert, dann hervorragend von Reporter Thomas Kunze, einem früheren Bundesligaspieler.

Während in der Halle die deutschen Teams leider nicht in Tokio dabei sind, haben im Beachturnier Ex-LüneHüne Julius Thole und sein Partner Clemens Wickler sowie Laura Ludwig/Margareta Kozuch nach erfolgreicher Gruppenphase auch ihre Achtelfinals gewonnen (jeweils 2:1) und stehen damit in der Runde der letzten 8. Karla Borger/Julia Sude waren nach 3 Vorrunden-Niederlagen ausgeschieden.

NEWS aus der Liga

Libero Avery Aylsworth (USA) nimmt den Konkurrenzkampf mit Neuzugang Blair Bann auf und hat seinen Vertrag beim VfB Friedrichshafen um ein Jahr verlängert.

Ein weiteres Talent hat der TSV Unterhaching unter Vertrag genommen. Vom Zweitligisten VC Dresden kommt Mittelblocker Sebastian Rösler (19) als mittlerweile 14. Spieler im Kader.

NEWS aus der Szene

Bei der Europameisterschaft der Frauen vom 18. August bis 4. September werden alle Spiele der deutschen Mannschaft live im Free-TV auf Sport1 übertragen, beginnend am 19. August, 19.30 Uhr, gegen Polen.

Die Männer-Nationalmannschaft absolviert vor ihrer Europameisterschaft (1. bis . September) noch zwei Testspiele gegen die ebenfalls für die Endrunde qualifizierte Niederlande: am 27. und 29. August jeweils in Düren.

Beach-NEWS

Eine knappe 1:2-Niederlage gegen die späteren Zweiten Jonas Reinhardt/Milan Sievers und ein 0:2 gegen die Youngster Max Just/Lui Wüst bezogen Richard Peemüller von der SVG Lüneburg und seinen Partner Manuel Harms bei der 6. Veranstaltung der Turnierserie „Qualifiers Timmendorfer Strand“ in Berlin und schieden damit nach den Gruppenspielen aus.

Starke 7. unter 32 Teams wurden Julia Kochanek von der SVG und ihre Partnerin Finja Ziegenmeyer vom TSV Giesen Grizzlays bei der Deutschen U17-Meisterschaft in Berlin. Nach souveräner Vorrunde (zwei 2:0-Siege, Platz 1) und drei weiteren Siegen sowie einer Niederlage in den weiteren Runden scheiterten sie erst an den späteren Vizemeisterinnen Leonie Ottens/Janne Uhl (Ostbevern/Ansbach). Greta Mohwinkel (SVG) und Emily Detzel (Lathen) verbuchten je zwei Siege und Niederlagen – Platz 13.

SVG intern

Kooperationsvereinbarung mit NWVV

Die SVG hat mit dem Nordwestdeutschen Volleyball-Verband (NWVV) eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, um die Nachwuchsarbeit in der Lüneburger Region zu fördern. Schwerpunkte dieser Vereinbarung sind:

– Mitglieder- und Nachwuchsgewinnung mit Projekten in Schulen und Vereinen

– Nachwuchsleistungssportförderung mit Landesstützpunkt und Nachwuchsleistungszentrum in Lüneburg

– Vereins- und Strukturentwicklung mit Kooperationen mit Vereinen und Projekten der Region

In der Vereinbarung sind nun die Priorisierung und der Zeitplan für die umzusetzenden Projekte und Maßnahmen in diesen Schwerpunkten festgelegt. Die Umsetzung der einzelnen Themenbereiche soll in Stufen bis 2028 erfolgen. Erste Maßnahmen sind nach den Sommerferien die Erweiterung der bereits bestehenden Schul-AG´s im Raum Lüneburg und die Sichtung von Kindern und Jugendlichen in Schulen durch unsere Nachwuchstrainer Eugenio Dolfo und Christoph Schimansky.

Die Bundesligisten sind Leuchttürme für die Sport- und Nachwuchsentwicklung im Volleyball und bieten mit ihren Vorbildern eine hohe Identifikation für Kinder und Jugendliche. Mit dem Abschluss der Vereinbarung erfüllt die SVG Lüneburg erste Anforderungen im Nachwuchsleistungskonzept des Deutschen Volleyballverbandes, das im letzten Jahr beschlossen wurde.

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Bei den Turnieren des „KidsBeachDay“, die die SVG derzeit in Kooperation mit dem NWVV für die Altersklassen 6 bis 12 Jahre und 13 bis 18 Jahre ausrichtet, sind noch bei allen vier Veranstaltungen Plätze frei. Mehr Infos und Ameldung unter:

KidsBeachDay bei der SVG Lüneburg

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