Die SVG Lüneburg besiegte am Samstagabend die Chemie Volleys Mitteldeutschland in der mit 800 Zuschauern ausverkauften Gellersenhalle hauchdünn mit 3:2 (25:19;25:19;21:17:25;15;9). Damit konnte die SVG Lüneburg die vergangenen vier Spiele in Folge in der 1. Bundesliga gewinnen. Zugleich war es der neunte Sieg im elften Heimspiel der Saison. In 124 Minuten kletterten die Lüneburger zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde auf den so wichtigen vierten Tabellenplatz. Das beste Volleyball-Team Norddeutschlands hat es nun in der eigenen Hand mit einer optimalen Ausgangsposition in das Playoff-Viertelfinale zu starten. Diese wäre der vierte Tabellenplatz. Gegner werden im Viertelfinale die SWD Powervolleys Düren sein. Die Dürener sind nach dem heutigen Spieltag Tabellenfünfter mit einem Punkt Rückstand auf die SVG. Das Viertelfinale wird in der sogenannten Best-of-three Serie ausgetragen. Bedeutet: Es sind zwei Siege zum Erreichen des Halbfinales notwendig, der Tabellenvierte hat im ersten Spiel zunächst Heimrecht. Sollte es nach zwei Spielen 1:1 stehen, gibt es ein Entscheidungsspiel. Bei diesem Spiel hätte der Tabellenvierte ebenfalls Heimrecht.

 Nach Schwächephase im Tie-Break hellwach.

Die Chemie Volleys Mitteldeutschland präsentierten sich als der erwartet schwere Gegner. Zwar gewann die SVG die ersten beiden Sätze deutlich, doch die Gäste passten sich der Lüneburger Spielweise an und bereiteten den Hausherren zunehmend Probleme. Nachdem es 2:2 nach Sätzen stand, war es SVG Kapitän Scott Kevorken, der fünf Aufschläge in Folge in das gegnerische Feld hämmerte und punktete. Anschließend brachte die SVG den Tie-Break sicher nach Hause und holte die zwei so wichtigen Punkte für den vierten Tabellenplatz. Zu Gute kam der SVG Lüneburg hierbei wieder einmal der stark aufgestellte SVG Kader.  „Es stimmt mich sehr froh, dass wir heute zwei Punkte und vorläufig Tabellenplatz vier geholt haben. Das kommende Spiel ist jetzt das Highlight der Hauptrunde“, blickt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg bereits auf das nächste Heimspiel am kommenden Mittwoch um 20 Uhr gegen den frisch gebackenen Pokalsieger Berlin Recycling Volleys voraus. „Da werden wir mit viel Selbstvertrauen an den Start gehen. Und wenn einer Mal nicht den besten Tag hat: Wir haben eine starke Bank, da kann jeder etwas reißen!“

Der MVP des Abends war dann auch der Mann, der mit seinen Aufschlägen für die Entscheidung sorgte: Scott Kevorken. Der SVG-Kapitän (11 Punkte) wollte an das kommende Spiel jedoch noch nicht denken: „Das Spiel gegen Mitteldeutschland war extrem wichtig. Wir waren der Favorit und mussten dieser Rolle erst einmal gerecht werden. Das haben wir geschafft und es war ein hartes Stück Arbeit. Klasse, dass wir nach den verlorenen Sätzen drei und vier  so zurück in das Spiel gefunden haben.“

Restprogramm Hauptrunde:

SVG | 4. | 33 Punkte : Berlin (Heim), Bühl (Auswärts)

Düren | 5. | 32 Punkte: Friedrichshafen (Auswärts), Netzhoppers (Auswärts)