Wenn am Mittwochabend um 20 Uhr die Berlin Recycling Volleys und die SVG Lüneburg gegeneinander antreten gibt es auf den ersten Blick nicht allzu viele Gemeinsamkeiten.

Auf der einen Seite der unangefochtene Tabellenführer aus der Hauptstadt. Auf der anderen Seite der Underdog aus der beschaulichen Hansestadt.

Doch man empfängt den Ligaprimus mit Stolz in der Gellersenhalle. Die Berlin Recycling Volleys: Das Volleyballteam aus der pulsierenden Spreemetropole, welches in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufstieg erlebt hat. Drei Meisterschaften und vor zwei Wochen das erste Mal seit 16 Jahren wieder der Gewinn des DVV Pokals. Zudem eine Bronzemedaille in der Champions-League in der vergangenen Saison und der Halbfinaleinzug im europäischen CEV Cup in dieser Saison. Das klingt in Lüneburg nach großer Sportwelt und die ist es auch.
Heimspiele werden im Volleyball-Tempel der Republik, der Max-Schmeling-Arena, vor bis zu 9.000 Zuschauern ausgetragen und der Kader verfügt beispielsweise mit US-Amerikaner Paul Lotmann und Europameister Nicolas le Goff über international gestandene Profis. Eine hohe Hürde für die LüneHünen.

Doch SVG Kapitän Scott Kevorken sieht im wesentlichen Kern eine Gemeinsamkeit: „Beide Teams spielen mit großer Leidenschaft. Da macht es keinen Unterschied, wo der einzelne Spieler herkommt. Eine Söldnermentalität sucht man bei uns und bei den Berlinern vergebens“, weiß Kevorken. Der pflegte bisher den Austausch mit den US-Amerikanern Paul Lotmann und Kawika Shoji von den BR Volleys. „Und am Ende muss uns auch Berlin erstmal schlagen und da steht es in der ewigen Bilanz in der Gellersenhölle bisher eben 1:0 für uns“, fügt Kevorken süffisant hinzu.

Ein Sieg wäre ein erster Fingerzeig in Richtung Playoff-Viertelfinale und. „Wir denken von Spiel zu Spiel. Wir sind voll im Training, hervorragend eingespielt und wissen, dass ab jetzt die wichtigste Phase der Saison beginnt“, so Kevorken.
Die Berliner können mit einem Sieg den ersten Platz in der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga sichern. Dann wären die Berliner ein möglicher Halbfinalgegner für die SVG Lüneburg. „Das ist für uns noch ganz weit weg. Aber die Berliner dürften für die Psyche durchaus schon einmal beweisen wollen, dass sie auch in der Gellersenhölle gewinnen können“, sagt Kevorken.