Gemeinsam stark: Zuspieler Joe Worsley (l.) und Mittelblocker Dalton Solbrig setzten viele Akzente beim SVG-Sieg. Foto: Behns

Souverän, aber nur zeitweise glanzvoll

3:1 gegen KW-Bestensee nach mühsamem Start

Hochverdient, wenn auch nicht durchgängig glanzvoll haben die LüneHünen ihr Konto mit drei Punkten weiter aufgestockt und bleiben damit mindestens eine weitere Woche auf Platz 4 vor Friedrichshafen (zwei Spiele weniger). Im vierten Heimspiel hintereinander konnten 325 Fans nach einem 3:1 (23:25, 25:18, 25:22, 25:18) gegen die Netzhoppers KW-Bestensee den dritten Bundesligasieg in der LKH Arena feiern und sahen ihr Team gerüstet für das am kommenden Sonnabend anstehende Spitzenspiel gegen die United Volleys Frankfurt. Für dieses Verfolgerduell gegen den Dritten sind bereits Online-Tickets erhältlich, am einfachsten über nur einen Klick auf folgenden Link: https://tickets.svg-lueneburg.de/produkte/42804-tickets-heimspiel-svg-lueneburg-united-volleys-frankfurt-lkh-arena-lueneburg-am-18-12-2021

Gerüstet für das Verfolgerduell

Gegenüber dem 3:1 zuletzt gegen Herrsching gab es zwei Änderungen in der Starting Six: Im Diagonalangriff spielte Jannik Pörner, im Mittelblock Dalton Solbrig, und wieder einmal zeigte sich, dass eine der SVG-Stärken in dieser Saison die tiefe Bank ist – die, die zuletzt eine Pause bekamen, liefern beim nächsten Mal ab. Anders gesagt: Die LüneHünen sind nur schwer auszurechnen, auch wenn meist Jordan Ewert der Topscorer ist. Das war der Außenangreifer erneut (22 Punkte) und wurde erneut auch MVP. Ewert kam aber erst langsam auf Touren (nur 1 Punkt im Eingangssatz), während Pörner gleich gut im Spiel war (4). Sein Konkurrent auf dieser Position, Richard Peemüller, fehlte dieses Mal, er hatte sich im Training bei einer Rettungsaktion am Netzpfosten eine Platzwunde unterhalb des Knies zugezogen, die genäht werden musste.

Zu Beginn des Matches wurden gleich erstmal Erinnerungen an das Hinspiel (2:3) wach, als Theo Timmermann der SVG sein erstes von am Ende drei Assen servierte – im Hinspiel waren es acht. Doch die Hausherren konterten durch Joe Worsley, der Zuspieler setzte mit zwei Assen in Folge ein Zeichen. Bei der ersten technischen Auszeit hieß es 8:6, doch das drehte KW in ein 8:10. Eingangs der Crunchtime schien das Spiel erneut zu kippen, als die SVG von 18:19 auf 20:19 stellte. Doch die Netzhoppers wirkten in dieser Phase entschlossener und stabiler in der Annahme, ließen sich auch durch zwei Auszeiten von SVG-Chefcoach Stefan Hübner kurz hintereinander (22:23, 23:24) nicht aus dem Konzept bringen und legten die 1:0-Satzführung vor.

Doch fortan gaben die LüneHünen klar den Ton an, auch, weil bei den Gästen die Eigenfehlerquote anstieg und sie ihren Aufschlag geradezu „verloren“. Die SVG dagegen stand nun gut in der Annahme und wurde immer effektiver bei ihren Angriffen – vor allem durch Ewert (7 Punkte), immer öfter auch durch Arthur Nath. So wurde aus einer schnellen klaren Führung (5:2) ein komfortables 16:11 bei der zweiten technischen Auszeit, das bis zum Ende von Durchgang zwei trotz einiger Personalwechsel bei den Brandenburgern um den besten Scorer Brandon Rattray (18) noch deutlicher wurde.

Joe Worsley setzt ganz eigene Akzente

In Satz drei setzte dann Joe Worsley nachdrücklich die Akzente. Der SVG-Zuspieler verteilte die Bälle variabel und präzise und blockte und schmetterte auch noch selbst (4 von insgesamt 7 eigenen Punkten). Der Pipe über Arthur Nath und Schnellangriffe über Dalton Solbrig waren zudem immer häufiger erfolgreich, nur Eigenfehler ermöglichten es den Netzhoppers lange, das Geschehen offen zu halten. Nach der zweiten technischen Auszeit (16:14) waren dann aber bald (18:14, 22:15) die Fronten geklärt.

Noch besser klappte das Zusammenspiel zwischen Worsley und Solbrig in Abschnitt vier, dreimal in Folge kam da der Mittelblocker mit Schnellangriffen zum Zuge und raubte den Netzhoppers den Nerv Mitte dieses Satzes. Und da auch Pörner noch einmal aufdrehte (5) und Ewert ohnehin noch „on fire“ war (6), wirkte sich eine Häufung der Aufschlagfehler nicht mehr negativ aus. Der Vorsprung wuchs kontinuierlich bis auf 7 Punkte (20:13), bis schließlich nach 101 Minuten der erste Matchball den Sieg brachte – ein ins Aus geschlagener Ball von MVP Timmermann, der nach seiner starken Vorstellung im Hinspiel (24 Punkte) dieses Mal (13) eher in der Annahme überzeugte (62%).

„Der Bereich Aufschlag – Annahme war dieses Mal im Gegensatz zum Hinspiel ausgeglichen. Den ersten Ball haben wir gut gespielt, die langen Rallys sehr gut“, war Hübner weitgehend zufrieden, fand dann aber doch noch ein Haar in der Suppe: „Unnötig war nur, dass wir den ersten Satz abgegeben haben, da haben die zu leicht ihre Punkte gemacht.“

SVG: Solbrig, Worsley, Nath, Eshenko, Pörner, Ewert; Koslowsky. Eingewechselt: van de Kamp, Schlien, Gerken.

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