Nächster Versuch für die LüneHünen: Gegen United RheinMain wartet die Mannschaft von Chefcoach Stefan Hübner noch auf den ersten Sieg. So eine schwarze Bilanz gibt es nicht einmal gegen das Bundesliga-Establishment Friedrichshafen und Berlin. Ändert sich das nun im sechsten, ausnahmsweise am Sonntag anstehenden Duell? Zu verfolgen ist das ab 16 Uhr im Stream auf sportdeutschland.tv.

Zu einem Pünktchen hat es bisher nur gereicht, bei der 2:3-Heimspielniederlage in der vergangenen Saison. Im sich zuspitzenden Kampf um die beste Ausgangsposition für die Playoffs wäre auch jetzt in der Frankfurter Fraport-Arena schon nur ein Punkt höchst wertvoll. Nur noch fünf Matches, dann ist die Hauptrunde vorbei – und Woche für Woche bestätigt sich, dass die Liga ausgeglichener denn je ist. United (3./30 Punkte) und die ein Spiel weniger aufweisende SVG (7./25) sowie Herrsching (8./25) trennen gerade einmal fünf Zähler.

Obwohl Trainer Hübner von Rechenspielen gar nichts hält, muss auch er zugeben: „Da ist theoretisch von Platz drei bis acht noch alles möglich. Wobei Platz drei angesichts des Restprogramms von RheinMain schon sehr schwer zu erreichen sein wird. Aber mich freut, dass wir weiter die Konstanz haben, auf diesem hohen Niveau mitzumischen, obwohl die Bundesliga inzwischen viel stärker ist als nach unserem Aufstieg.“

So mag sich der Trainer auch nicht mehr lange mit dem verschenkten Punkt in Rottenburg (3:2) aufhalten, sagt nur: „Knackpunkt war der dritte Satz. Da haben wir den Gegner unnötig wieder aufgebaut, dann kamen einige Kleinigkeiten zusammen. Solche Phasen müssen wir vermeiden, die kann man sich gegen keinen leisten.“

Erst recht nicht gegen ein Spitzenteam wie RheinMain. „Sie sind zwar nicht mehr so stabil wie nach dem Aufstieg ein Jahr nach der SVG, sind nun mehr Schwankungen unterworfen. Da muss man seine Chancen nutzen. Aber sie haben auch die Qualität, sich aus engen Situationen zu befreien, gerade auch mit ihren zwei, drei ganz gefährlichen Aufschlägern“, weiß Hübner, dass seine Mannen konstant ihre beste Leistung abrufen müssen.

Vielleicht kommt der SVG zugute, dass die Rüsselsheimer gerade ein strammes Programm zu absolvieren haben:  Berlin (1:3), Friedrichshafen (1:3) und nun SVG innerhalb von neun Tagen. Und dass es ein paar Verletzungssorgen gibt. Mittelblocker Lukas Bauer ist gerade erst wieder ins Training eingestiegen (Bänder), Außenangreifer Sebastian Schwarz hat erneut Rücken – wie am Saisonbeginn. „Gegen uns sind dann alle wieder fit“, meint Hübner zu diesen Personalien schmunzelnd in Erinnerung an das Hinspiel (1:3), als Schwarz in der entscheidenden Phase sein Comeback gab und die Rüsselsheimer auf den rechten Weg brachte.

Fit sind auf jedenfalls alle bei den LüneHünen, die auch deshalb auf ein Ende der schwarzen Bilanz gegen United spekulieren. Denn: „Wir haben erstmals in dieser Saison drei Siege in Folge gelandet – diese Serie würden wir gerne weiter ausbauen“, so Hübner.