„Ein toller Fight!“, lautete das Fazit von SVG-Trainer Stefan Hübner zu diesem packenden Spiel in der Gellersenhalle. Da gab es auch keine zwei Meinungen. Zwei Teams auf Augenhöhe zeigten leidenschaftlichen Volleyballsport, bei dem am Ende die gastgebende SVG als Sieger die Halle verließ.

Von Beginn an zeigte sich, dass sich hier zwei absolut gleichwertige Mannschaften gegenüber stehen. Nach ausgeglichenem Start hatten zunächst die Gastgeber die Nase vorn (8:6; 10:7). Doch die Führung brachte keine Sicherheit in das Spiel der LüneHünen. Herrsching blieb dran und glich schließlich zum 16:16 aus. Nach einer Serie von sieben Aufschlägen ohne eine einzige Rallye kippte der Satz zugunsten der Gäste. Die ersten Satzbälle vergaben sie noch, der fünfte brachte schließlich die Führung  für Herrsching (26:28)

Auch zu Beginn des zweiten Satzes finden die Mannen von Stefan Hübner nicht ins Spiel, der eigene Aufschlag passt nicht (6:8). Beim 7:9 ändert der Coach die Strategie, wechselt Matze Pompe für Raymond Szeto ein. Ein Wechsel der endlich Sicherheit ins Spiel der Gastgeber bringt und Matthias Pompe nach dem Spiel die MVP-Medaille. Eine Aufschlagserie des eingewechselten Lüneburger Kapitäns und Leaders bringt die Wende im zweiten Durchgang. Die SVG zieht von 9:11 auf 16:13 davon, den Gästen gelingt in dieser Phase kein Angriffspunkt. Aber sie geben nicht auf und ziehen im Satzfinale wieder gleich (22:22). Der Lüneburger Aufschlag passt erneut nicht, Herrsching nutzt seine Chancen aber nicht. Michel Schlien ist es vorbehalten für Lüneburg zum 1:1 auszugleichen (25:23).

Im dritten Durchgang war es erneut die SVG, die besser ins Spiel findet (8:6), aber Aufschlagfehler sind es, die die Gäste vom Ammersee im Spiel halten (11:12, 16:13). Erst nach der technischen Auszeit setzen sich die LüneHünen das erste Mal deutlich ab (20:15) und bringen auch den dritten Satz nachhause (25:21)

Mit einem unerklärlichen Spannungsabfall und andauernder Aufschlagschwäche bei den LüneHünen ging es in den vierten Durchgang. Über 2:4 und 5:10 schienen sie den Satz herschenken zu wollen. Einzig probates Mittel waren immer wieder Angriffe durch die Mitte die sowohl Noah Baxpöhler als auch Michel Schlien verwandelten. 13:16 hieß es als Stefan Hübner wieder Szeto für Ching ins Spiel brachte. Aber die Kehrtwende kam nicht, bis zum 20:23 blieben die Gäste ungefährdet in Führung, doch den Satz zu machen wollten oder konnten sie nicht. Nach fünf vergebenen Satzbällen hatte Lüneburg sogar einen Matchball, auch der blieb ungenutzt. Stattdessen machte Herrsching drei Punkte in Folge und das 2:2 (29:31).

Tie-break in der Gellersenhölle, das Publikum tobte. Endlich gelingt es der SVG eine Führung zu verteidigen, ab dem 6:6 schien das Spiel für die Gastgeber in die richtige Richtung zu gehen. Immer wieder war es Michel Schlien, der durch die Mitte punktete (8:6; 11:8). Doch Michal Sladecek brachte Herrsching mit seinen Poweraufschlägen zurück. Beim 14:11 für die SVG schien die Messe dann doch  gelesen,  aber die LüneHünen bekamen feuchte Finger und benötigten fünf weitere Matchbälle, um 3:2 (17:15) zu siegen.

Stefan Hübner resümierte nach dem packenden Fight: „Wir holen unsere Gegner immer zurück ins Spiel, weil wir einfach nicht konstant sind. Ist der Ball erst einmal im Spiel, punkten wir auch. Aber auch wieder ein Kompliment für die Mannschaft: Alle haben mitgeholfen, das war ein toller Fight, der uns zum Schluss auch den verdienten Sieg eingebracht hat!“ Und Matthias Pompe ergänzt: „Hier in der Gellersenhalle wollen wir alles verteidigen was geht und ungeschlagen bleiben. Schade, dass wir den Matchball im vierten Satz nicht genutzt haben.“