Mittelblocker Pearson Eshenko, hier gegen Yannick Goralik von den Netzhoppers, hatte zuletzt eine starke Angriffsquote von 64 Prozent, machte 9 Punkte gegen Herrsching.

Noch einmal eine hohe Hürde nehmen

Bei den Netzhoppers den Tabellenplatz endgültig absichern

Ein Punkt aus zwei Matches brauchen die LüneHünen theoretisch noch, um in ihrer Zwischenrunden-Gruppe B den ersten Platz endgültig abzusichern. Der soll nun am Sonntag (15 Uhr) aufs Konto gebucht werden, wenn das Auswärtsspiel in Brandenburg bei den Netzhoppers KW-Bestensee ansteht. Dabei sollen in der Landkost-Arena von Königs Wusterhausen erstmals seit vielen Wochen auch wieder Zuschauer zugelassen sein.

Besonders mit ihren Fans im Rücken sind die Brandenburger immer ein gefährlicher, bis zum letzten Ball kämpfender Gegner, der der SVG noch einmal alles abverlangen wird. Denn für die Gastgeber geht es mindestens darum, ihren zweiten Platz in dieser Gruppe – und damit Rang 6 in der Gesamt-Tabelle – zu verteidigen. Dann würden sie, Stand jetzt, im Playoff-Viertelfinale auf Frankfurt treffen. Herrsching, das den Netzhoppers mit einem Punkt weniger im Nacken sitzt und nun gegen Giesen spielt, müsste sich dann mit Düren messen. Das Viertelfinale Berlin – Giesen steht bereits felsenfest. Und die SVG trifft mit einiger Wahrscheinlichkeit auf Friedrichshafen.

SVG spielt erst am Sonntag

Aber erst einmal stehen ja noch andere Aufgaben an. Und da hat die SVG den Ehrgeiz, die Zahl der Siege in dieser Zwischenrunde zu erhöhen. Drei in vier Spielen sind es bisher, ein kleines Tief wurde vor Wochenfrist mit einem 3:1 gegen Herrsching abgehakt. Mindestens so eine Leistung oder ein Auftritt wie beim 3:2 gegen die Netzhoppers im Hinspiel wird auch nun wieder nötig sein, um zu bestehen. Denn der Gegner zeigte gleichzeitig, wie stark er trotz Aufstellungssorgen sein kann und gewann 3:0 gegen Giesen, obwohl mit Außenangreifer Stefan Kaibald (Lebensmittelvergiftung) und Mittelblocker Max Chamberlain (Corona) zwei Stützen – auch im Hinspiel gegen die SVG stark – fehlten.

Für Chamberlain durfte daher mal wieder Yannick Goralik, immerhin deutscher Nationalspieler, ran (6 Punkte, darunter 4 Blocks). Den Job Außen teilten sich Youngster Max Schulz (11), der schon bei mehreren Einsätzen überzeugte, und zwischendurch wurde auch Januar-Neuzugang Denys Kaliberda erstmals von der Leine gelassen. Der 186-fache Nationalspieler zeigte dann auch – zu sehen in einem kurzen Internetvideo – was er drauf hat, verwandelte 4 von 6 Angriffen sprungkräftig und präzise. Er wird sicherlich auch nun zum Einsatz kommen, die Frage ist nur, ob schon in der Starting Six.

Ist Kaliberda dieses Mal dabei?

Und die SVG? Belässt es Coach Stefan Hübner bei der Aufstellung der letzten Woche, schon im Hinblick auf das Pokalfinale, damit sich diese Formation noch besser einspielen kann? Oder bekommen Michel Schlien und Richard Peemüller, die letzte Woche keine Minute auf dem Feld waren, Einsatzzeiten? Schwierige Entscheidung, zu der er sich noch nicht in die Karten gucken lässt. Sicher ist aber, dass die Größe des Kader unverändert bleibt. „Theo Mohwinkel kommt mit. Tim Stöhr ist auch dabei, trainiert dosiert, noch nicht am Anschlag. In Mannheim wird er dann vielleicht eine weitere Alternative,“ so Hübner. Was bei Jannik Pörner, der immerhin wieder Krafttraining macht, ausgeschlossen bleibt.

Das Match ist zu sehen auf Twitch, im Kanal Spontent (www.twitch.tv/spontent) mit Vorberichterstattung ab 14.30 Uhr und ab 14.55 Uhr zudem auf www.sportdeutschland.tv/bouncehousetv

Das Restaurant „Alexander der Große“ in Kirchgellersen bietet auch wieder ein Public Viewing an.

SVG-NEWS in Kürze

Für das letzte Heimspiel der SVG in der Zwischenrunde am 26. Februar, 17.30 Uhr, in der LKH Arena gegen die Giesen Grizzlys gibt es Karten noch hier: https://tickets.svg-lueneburg.de/produkte/44070-tickets-heimspiel-svg-lueneburg-helios-grizzlys-giesen-lkh-arena-lueneburg-am-26-02-2022

NEWS aus der Szene

Berlin im Viertelfinale gegen Trentino

St. Petersburg war eine Reise wert für die Berlin Volleys. Schon im ersten von zwei Duellen gegen den russischen Meister Zenit St. Petersburg innerhalb von 24 Stunden machte die Mannschaft von Trainer Cedric Enard mit einem 3:2 (24:26, 20:25, 27:25, 25:22, 15:12)-Triumph nicht nur das Viertelfinale, sondern sogar den Gruppensieg im Pool D klar – und wurde in der Runde der besten Acht Itas Trentino aus Italien (zuerst auswärts) zugelost.

Bis tief in den vierten Durchgang hinein sah vor 1380 Zuschauern alles nach einem Erfolg des Favoriten aus, obwohl die Berliner um den durchgängig starken Timothee Carle gut Paroli boten. Aber St. Petersburg beeindruckte vor allem im Block (am Ende 15 direkte Punkte, im zweiten Satz sechs in Serie) und führte 2:1 nach Sätzen und 20:15. Dann trat Ruben Schott, dessen gefürchtetes Service lange fehlerhaft war, zum Aufschlag an und machte daraus ein 20:23 – inklusive von drei Assen. Im Tiebreak dann waren die Hauptstädter vor allem dank Ben Patch völlig losgelöst, zogen auf 10:6 davon, verkrafteten auch den Konter (10:9) und machten den Sieg perfekt. Beste Scorer waren nach 132 Minuten Patch (22), Carle (20), Schott (12), Jendryk und Mote (je 7).

Schon vor dem zweiten Match in der Ostsee-Metropole am Donnerstag stand aber auch St. Petersburg als einer der drei besten Gruppenzweiten für das Viertelfinale fest. Dennoch traten beide Teams fast unverändert, also mit der derzeitig besten Starting Six an. Und erneut gönnte sich Berlin vor noch einmal vor 957 Zuschauern einen 3:2 (21:25, 25:21, 21:25, 28:26, 17:15)-Erfolg in 133 Minuten.

Im Pool A verlor der VfB Friedrichshafen zum Abschluss mit einem stark ersatzgeschwächten Kader in 90 Minuten 1:3 (18:25, 25:23, 15:25, 23:25) beim polnischen Meister Jastrzebski Wegiel. Beste Scorer der Häfler vor 846 Zuschauern waren Maase (24), Vicentin (14) und Bonin (8).

Die Auslosung des Viertelfinals brachte dann folgende Paarungen: Trentino Itas – Berlin Volleys, Zenit St. Petersburg – Sir Safety Perugia, Cucine Lube Civatinova – Jastrzebski Wegiel, ZASKSA Kedzierzyn-Kozle – Dinamo Moskau. Die Hinspiele steigen am 9./10. März, die Rückspiele am 16./17.- März.

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